Meine Erwartungen vs. Realität

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    Sorry, aber soo sollte man trailen nicht aufbauen, auch nicht für den Funbereich. Das läuft dann eher unter "ich lass mich von meinem Hund spazierenführen". Trailen ist organisatorisch, personell und zeitlich sehr aufwändig, darüber muss man sich klar sein.

    Es gibt aber noch andere Varianten der Spurensuche, ohne gleich bei der Sportfährte zu landen (die ich für einen selbständig handelnden Nasenprofi nicht empfehlen würde). Mit Schleppfährten braucht man keine Helfer, bloss einen Hund, der sich auch mal an einem Baum anbinden lässt, während man die Spur legt. Beim verfressenen Beagletier bietet sich der Futterbeutel als Beuteobjekt an, da kann er beide Lieblingsbeschäftigungen vereinen.... :D Oder man legt auch nur einen Eigentrail, die meisten Hunde sind da hochmotiviert. Statt des Menschen (der hängt ja hinten an der Leine) findet Hund dann den Gassirucksack, oder sonst einen wichtigen Gegenstand seines Menschen. Die Schwierigkeit lässt sich beliebig steigern, und die Schnüffelnase kriegt einen sinnvollen Job. :smile:


    Ja, so machen wir das bisher und es macht ihm großen Spaß. Ich werde jetzt öfter getrennt gehen, damit ich Pluto längere Fährten laufen kann.

    @ Shoppy
    Ich habe in der Nähe ein Mantrailseminar gefunden, allerdings fressen Plutos Tierarztkosten mein Hundebudget im Moment auf. Das muss warten.

    Ob es hilfreich ist ihn mit Schnuppern zu bestätigen weiß ich nicht. Ich werde es ausprobieren, aber ich könnte mir vorstellen dass eine Kontaktaufnahme nachdem ich ihm für das Verfolgen einer Spur bestätigt habe zum Scheitern verurteilt ist. Wenn Pluto arbeitet will er das auch zu Ende bringen.

    Mal eben im Wald eine Reizangel basteln ist natürlich kein Problem, das werde ich testen.


    Ansonsten war heute ein sehr schöner Tag. Die Hunde hatten ihren Spaß und Pluto hat mich im Garten zum Ballspiel aufgefordert :rollsmile: Ich musste nur Ewok ablenken, damit er nicht direkt wieder frustriert aufgibt. Dann hat Pluto ganz welpig verspielt ein paar Mal den Ball apportiert, das hat er schon lang nicht mehr gemacht. Ich denke Extrazeit mit mir tut ihm sehr gut. Gutes Stichwort: ich geh jetzt noch schnell ne Runde. Gute Nacht und danke an alle, die sich Gedanken für uns machen :-)

  • Biomais, da bietet sich doch an, dass du beim Spaziergang mit Ewok eine Spur für Pluto legst, die dieser dann später abarbeiten kann. So kommen beide Hunde auf ihre Rechnung.

  • Ich hab auch nichts davon geschrieben, wie man es aufbaut, dafür empfehle ich, ich glaube ich schrob es, Seminare.
    Da wird sie dann ja auch lernen, wie man eine Spur für ein anderes Team läuft. Und das dann entsprechend selber machen, entweder mit dem anderen Hund oder halt einen Bekannten schicken.
    Wobei mich interessiert, wie das funktioniert, wenn man alte Trails arbeitet. der arme Mensch kann doch dann nicht drei tage da am ziel hocken, der geht doch gewiss so lange nach hause, bis gesucht wird... :ugly:


    Das das sehr zeitaufwändig ist, wenn man es richtig macht, ist klar.

  • Zitat


    Wobei mich interessiert, wie das funktioniert, wenn man alte Trails arbeitet. der arme Mensch kann doch dann nicht drei tage da am ziel hocken, der geht doch gewiss so lange nach hause, bis gesucht wird... :ugly:


    Das das sehr zeitaufwändig ist, wenn man es richtig macht, ist klar.


    Natürlich geht der nach Hause - und da wird es dann kompliziert mit der Logistik. Denn man kann nicht keine Spur legen, und man kann sie nicht zurücknehmen - wo immer man sich bewegt, hinterlässt man eine Spur. "Kreative" Helfer können ein Training sehr effizient ruinieren.....

  • alte trails lassen sich wunderbar im kreis legen. da hunde immer die frischeste spur suchen müssen, sollte man diesen trail danach nicht mehr überlaufen.

    man kann auch einen alten trail legen und drei tage später den helfer von hinten heranführen.

    jedoch sollten solch ganz alte spuren (mehr als 24 h), gerade am amfang, noch nicht gelegt werden.


    naijra hat recht: mantrailing lässt sich nicht ohne gruppe aufbauen.

  • Zitat

    Biomais, da bietet sich doch an, dass du beim Spaziergang mit Ewok eine Spur für Pluto legst, die dieser dann später abarbeiten kann. So kommen beide Hunde auf ihre Rechnung.


    Ich glaube das hast du mir schon mal geraten und das haben wir auch gemacht. Das ist ein Teil des Problems: ich vergess immer die Hälfte von dem was ich umsetzen wollte ^^

    Ansonsten hat sich noch mein Verdacht bestätigt, warum er im Moment gar so unaufmerksam ist. Wir haben gerade gaaaaaaanz viele läufige Hündinnen. Vorgestern hat er sich die Nase/Schnauze am Asphalt wundgerubbelt weil er kein Atom der Geruchsspur verpassen will der kleine Dussel. Im Garten ist er dafür ganz entspannt und hört auch gut. Ich hoffe dass der größte Spuk bald wieder vorbei ist. Ich denke aber, dass ich weiterhin getrennt gehen werde bis auf Ausnahmen. Es tut den Hunden einfach gut und ist viel entspannter.

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    Ich glaube das hast du mir schon mal geraten und das haben wir auch gemacht. Das ist ein Teil des Problems: ich vergess immer die Hälfte von dem was ich umsetzen wollte ^^

    Ansonsten hat sich noch mein Verdacht bestätigt, warum er im Moment gar so unaufmerksam ist. Wir haben gerade gaaaaaaanz viele läufige Hündinnen. Vorgestern hat er sich die Nase/Schnauze am Asphalt wundgerubbelt weil er kein Atom der Geruchsspur verpassen will der kleine Dussel. Im Garten ist er dafür ganz entspannt und hört auch gut. Ich hoffe dass der größte Spuk bald wieder vorbei ist. Ich denke aber, dass ich weiterhin getrennt gehen werde bis auf Ausnahmen. Es tut den Hunden einfach gut und ist viel entspannter.

    O.K das ist natürlich ein Grund! :D Solche Phasen kannte ich mit Gino auch. Echt nervige Phase.
    Till schafft es da besser sich trotzdem noch auf andere Dinge zu konzentrieren. In der Hundeschule war schon mehrmals eine der Hündinnen aus unserem Kurs läufig. Bis auf die Stehtage dürfen die Hündinnen immer kommen. Im Freilauf wird dann aber getrennt. Trotzdem lief es mit ihm einigermaßen gut. Ich hoffe, daß das bei Till so bleibt und sich im Laufe der Adoleszenz nicht noch gravierend ändert.
    Ich hoffe, daß ihr schnell durch diese Phase durchkommt.

    LG

    Franziska mit Till

  • Hallooo,

    ich halte euch mal auf dem Laufenden, wenn ich schon so viele offene Ohren und gute Ratschläge bekomme.

    Ich habe basierend auf diesem Thread noch viele Privatnachrichten ausgetauscht und habe beschlossen Plutos Beschäftigungsprogramm radikal runter zu fahren. Das Schwierigste daran ist mein schlechtes Gewissen. Ich habe ständig im Hinterkopf dass Beagle Arbeitstiere sind und mehr und mehr und mehr Action brauchen. Aber offensichtlich war der arme Hund wirklich überfordert und gestresst, was ich ihm aufgrund des eher gemäßigten Temperaments nicht angemerkt habe.

    Was heißt das jetzt für uns... Wir haben im Moment eigentlich nicht unbedingt nen Plan. Ich gehe fast ausschliesslich getrennt. Ich nehme immer den Hund mit auf den ich gerade Lust habe, wobei ich mich bemühe meine Aufmerksamkeit gerecht zu verteilen.

    Mit Ewok gehe ich fast täglich eine grooooße Runde im Wald. Das macht uns Spaß und das will ich mir nicht nehmen lassen. Nach einer kurzen Pause gehe ich dann meistens mit beiden Hunden auf die Wiese, die an unseren Garten anschließt. Da brauch ich keine Leinen, keine Halsbänder, sie können treiben was sie wollen und sich ordentlich austoben. Ich setz mich in die Sonne, spiel nach Lust und Laune mit ihnen und freue mich ansonsten einfach an ihrer Freude ;-) Mittags darf Pluto mit zum Kindergarten und den Nachmittag verbringen wir mit den Hundekumpels und Kindern im Garten. Also alles ganz entspannt, viel frische Luft, täglicher Freilauf, viele Sozialkontakte, aber Pluto legt momentan eben keine Marathonläufe hin. Wenn ich doch mal ne kurze Runde in den Wald gehe lasse ich ihn im Moment viel an der schleifenden Schlepp und freue mich dass (bei den im Moment eher seltenen Waldspaziergängen) meine Aufmerksamkeit von Pluto höher gewertet wird als Spuren. Er freut sich im Moment tierisch wenn ich mir nur für ihn Zeit nehme und hört dann eigentlich sehr gut (für einen Beagle :D ).

    Ich bin gespannt wie sich die Geschichte weiterentwickelt, aber im Moment habe ich eigentlich das Gefühl es geht ihm besser als vorher. Auch wenn wir nicht mehr jeden Tag 20 Kilometer zurücklegen und ich mein volles Animationsprogramm auffahre...

  • Habe neulich eine Frau mit freilaufendem Beagle kennengelernt, der super gehört hat. Sie meinte, er hört nur dann gut, wenn sie einmal in der Woche mit ihm zosst. Sobald sie damit nachlässt, fängt er an, seine eigenen Wege zu gehen.

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