Jagdtrieb desensibilisieren im Welpenalter...
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Meiner Meinung nach hilft es schon einen Welpen mit vielen vielen Tieren zu konfrontieren. Pluto hat von klein auf Kontakt mit Federvieh und wir waren beinahe wöchentlich im Wildpark. Außerdem leben wir direkt am Waldrand so dass Begegnungen mit Wild zur Tagesordnung gehören und obwohl er definitiv ne gute Portion Jagdtrieb hat steht er nicht sofort unter Strom wenn er Wild sieht, weil das bei uns einfach normal ist. Er steht vor, er beobachtet, er darf auch mal die ersten Meter einer Spur hinterher und das wars. Also uns hat die häufige Konfrontation was gebracht.
Das ist doch aber was anderes.. So wie Lucanouk auch geschrieben hat, kann man dann gleichzeitig mit den Regeln anfangen in Verbindung mit wirklichem Wild.
Aber nur weil ich Pan nun unsere Haushasen zeige, wird er die draussen nicht ignorieren.. Und so war es doch gemeint, oder Nina? - Vor einem Moment
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Hallo,
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In meinem ersten Post schrieb ich schon, dass man Jagdalternativen anbieten kann, um das Verhalten in gewünschte Bahnen zu lenken - machen wir ja auch. Meine Huskyhündin hat mir sogar schon zwei Fasane vorgestanden, die sich in nem halben Meter Entfernung drückten. und Schlittenhunde sind ja nicht unbedingt bekannt für ihre Vorsteherqualitäten
(man, war ich da stolz auf sie)
Ich finde eher, dass man umlenken sollte, wenn die Motivation zum Jagdverhalten groß ist. Also der Hund zeigt das Bedürfnis stöbern zu gehen, also beschäftige ich ihn stattdessen zB mit Freiverlorensuche. Motivation des Hundes wurde befriedigt und er ist nicht selbstständig jagen gegangen - wäre da aber ein Hase im Gras, wäre mein Hund deshalb trotzdem nicht weniger interessiert am Hasen, dieser ist ja, neben dem Dummy, auch ein Schlüsselreiz für sein Appetenzverhalten.Mir gings nur um die Sache mit dem Triebstau... Wenn Hunde anderweitig hetzen dürfen/Beute packen dürfen, dann wären nach diesem Modell die Energien für diese Tätigkeit leer und würden seltener gezeigt - das ist mMn. Quatsch. Das klang nur so bei flying-paws, weshalb ich nachgefragt habe ("bessere Kontrolle, wenn Hunde an anderer Stelle jagen dürfen")
Haben jagdlich geführte Jagdhunde nicht das größere Problem, wenn sie mal nicht jagen dürfen, als nichtjagdlich geführte Jagdhunde? -
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Das ist doch aber was anderes.. So wie Lucanouk auch geschrieben hat, kann man dann gleichzeitig mit den Regeln anfangen in Verbindung mit wirklichem Wild.
Aber nur weil ich Pan nun unsere Haushasen zeige, wird er die draussen nicht ignorieren.. Und so war es doch gemeint, oder Nina?
Achso. Dass man den Welpen bei dem Kontakt begleitet und direkt Regeln klar macht war eigentlich selbstverständlich für mich. -
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Haben jagdlich geführte Jagdhunde nicht das größere Problem, wenn sie mal nicht jagen dürfen, als nichtjagdlich geführte Jagdhunde?Nein. Mit ihnen wird von Anfang an trainiert, wann sie dürfen, wann nicht und sie lernen von Anfang an Beherrschung, weil sie sich "austoben" dürfen. Außerdem ist es nicht unüblich, dass man nach Treibjagden z.B. die Hunde wieder einsammelt bzw. diese dann zurückkommen - weil sie sich für diesen Tag "ausgejagd" haben. Das würden die nicht machen, wenn der Effekt nicht greifen würde.
Außerdem kann ich sowohl bei den Hütehunden als auch bei den Jagdhunden im Freundeskreis beobachten, dass sie wesentlich aufgekratzter auf Sichtung bzw. Geruch von Beute reagieren, wenn die letzte Jagd länger her ist.
Mein Chill z.B. fängt nach zwei Wochen Hüteabstinenz an nach Bewegungreizen am Horizont ausschau zu halten. Ein Verhalten, was wir sonst so nicht haben. Außerdem ist sie dann kaum lenkbar für mich an den Schafen - sie lässt also richtig die Sau raus. Wenn es ihr egal wäre, dann würde sie nach den zwei Wochen genauso ordentlich und gelassen arbeiten, wie wenn wir durchgearbeitet hätten die zwei Wochen.
Und es liegt nicht daran, dass sie zwischendurch nicht bewegt und beschäftigt wurde - sie durfte sogar alternativ "jagen" - Menschensuche.Viele Grüße
Corinna -
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Nein. Mit ihnen wird von Anfang an trainiert, wann sie dürfen, wann nicht und sie lernen von Anfang an Beherrschung, weil sie sich "austoben" dürfen. Außerdem ist es nicht unüblich, dass man nach Treibjagden z.B. die Hunde wieder einsammelt bzw. diese dann zurückkommen - weil sie sich für diesen Tag "ausgejagd" haben. Das würden die nicht machen, wenn der Effekt nicht greifen würde.
Dachte ich auch erst, aber ich hab im Gegensatz dazu schon oft von Jägern gehört, dass die Jagdhunde in der Brut-und Setzzeit von Vielen nur noch an der Leine geführt werden können und es notwendig ist, den Gehorsam "nachzuarbeiten" -
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Man sollte das mit der Freigabe natürlich ins Training einbauen, sonst wird es wohl kaum was... ist dann eben die Frage bis wann er die Jagd fortsetzt, wenn die Leine mal ab ist. A propos: Hier ist auch Geschick gefragt, sonst verknüpft man nämlich das an der Leine sein mit...
Ganz nebenbei ist das übrigens schon ein Hund, der zum Wildern geschickt wird. Man sollte dann also nicht so sensibel sein, wenn der Jäger da mal draufhält

Oh, mit der Freigabe, meinte ich natürlich nicht, denn Hund dann freizugeben. Sondern die Möglichkeit, wenn der Hund fragt, zu nutzen und ihn dann anzuleinen. Der Hund zeigt mir, da ist Wild in der Nähe und ich bedanke mich dann bei ihm und Leine ihn an um das Jagen zu verhindern. So ist das gemeint.
Zu deinem letzten Satz, ist es schon Wilderei, wenn der Hund an der Schlepp ne Spur verfolgt? Ich kenne mich da nicht wirklich aus? An der Schlepp ist er doch gesichert. grübel
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kann leider nicht mehr editieren...
flying-paws: außerdem sprichst du von jagdlich geführten Hunden, die jagen dürfen ... ich meinte aber jagdlich geführte Hunde, die nicht jagen dürfen.
Wer immer wieder mal darf, wenn er will für den ist es schwerer lange nicht zu dürfen ... Aber Hunde gewöhnen sich doch irgendwann an Regeln, wäre es da nicht einfacher, so konsequent wie möglich zu sein?Heißt das im Umkehrschluss, ich sollte meinen Hund ruhig mal hetzen lassen, damit wir unser Wildproblem besser in den Griff bekommen?
nachdenkliche Grüße

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Heißt das im Umkehrschluss, ich sollte meinen Hund ruhig mal hetzen lassen, damit wir unser Wildproblem besser in den Griff bekommen?
nachdenkliche Grüße

nein, denn plumpes hetzten lassen ist selbstbelohnend
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belohnen sich die Hunde auf Drück- oder Treibjagden dann nicht auch selber?
Sorry, aber ich glaube, ich hab zu viele Jagdberichte von Drückjagden gelesen und gehört, wo ich mich immer nur gefragt habe, WO genau denn jetzt der gehorsame Hund ist...
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Oh, mit der Freigabe, meinte ich natürlich nicht, denn Hund dann freizugeben. Sondern die Möglichkeit, wenn der Hund fragt, zu nutzen und ihn dann anzuleinen. Der Hund zeigt mir, da ist Wild in der Nähe und ich bedanke mich dann bei ihm und Leine ihn an um das Jagen zu verhindern. So ist das gemeint.
Wenn er das auf ein lapidares "Danke" zukünftig bleiben lässt, dann ist das kein Hund mit nennenswertem Jagdinstinkt...
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Dachte ich auch erst, aber ich hab im Gegensatz dazu schon oft von Jägern gehört, dass die Jagdhunde in der Brut-und Setzzeit von Vielen nur noch an der Leine geführt werden können und es notwendig ist, den Gehorsam "nachzuarbeiten"Kommt eben immer drauf an wie gut derjenige seinem Hund überhaupt ein Anfang und ein Ende antrainiert hat. Die meisten tun genau das nämlich nicht. Die, die es tun, bekommen es aber hin. Da muss man auch nichts "nacharbeiten", weil Gehorsam jeden Tag trainiert wird.
Zitatbelohnen sich die Hunde auf Drück- oder Treibjagden dann nicht auch selber?
Sorry, aber ich glaube, ich hab zu viele Jagdberichte von Drückjagden gelesen und gehört, wo ich mich immer nur gefragt habe, WO genau denn jetzt der gehorsame Hund ist...
Der Hund bekommt den Auftrag - er darf erst losjagen, wenn es erlaubt wurde. Dann soll er möglichst eigenständig jagen. Daher eigenen sich dafür auch nur bestimmte Rassen. Diese bleiben normalerweise von sich aus in einem gewissen Radius.
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