Jagdtrieb desensibilisieren im Welpenalter...
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Um eins Beuteschema zu fallen, muss ein Tier bestimmte Kriterien erfüllen. Diese Kriterien sind genetisch angelegt. Bei den meisten Hunden sind die Kriterien: Sich in einem bestimmten Tempo von dem Hund wegbewegen. Wenn man also dafür sorgt, dass die Schafe sich niemals wie Beute benehmen, dann klappt es. Allerdings muss zu der Zeit, in der der Jagdinstinkt richtig angspringt, die Beute oft gar nicht soviel tun... der Hund ist in dieser Zeit besonders sensibel für solche Reize. Und er lernt da auch besonders schnell. Zum Beispiel, dass es sich durchaus lohnen könnte auch auf ein stehendes Schaf zuzulaufen, weil das dann irgendwann doch versucht wegzulaufen und man sich so seine Jagdsituation schaffen kann.
Bei manchen Rassen ist auch das Töten genetisch noch stark fixiert. Da kann es sogar sein, dass sie gar keine Hetzsequenz oder ähnliches brauchen, um die Tötungshandlung auszuführen. Oft passiert das beim ersten Mal aus "scheinbarem" Spiel. Das ist das Antesten, was geht...
Jagdinstinkt kann man nicht wegtrainieren. Aber über Gehorsam in die gewünschten Bahnen lenken, je nach Instinktlage. Setzt aber immer voraus, dass ich jederzeit die Kontrolle über den Hund und die Situation habe und er an anderer Stelle jagen darf.
Viele Grüße
Corinna - Vor einem Moment
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Hallo,
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Zitat
Jagdinstinkt kann man nicht wegtrainieren. Aber über Gehorsam in die gewünschten Bahnen lenken, je nach Instinktlage. Setzt aber immer voraus, dass ich jederzeit die Kontrolle über den Hund und die Situation habe und er an anderer Stelle jagen darf.
Wie meinst du das?
Ich denke eher, dass es von Nachteil ist, wenn man einen Hund anderweitig jagen lässt, während man versucht das "Problem" über Gehorsam in den Griff zu bekommen... Triebstau gibt es nicht, das wurde widerlegt. -
Zitat
Triebstau gibt es nicht, das wurde widerlegt.
Quelle?
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Zitat
"Ich" hole mir einen Welpen, bei welchen mit starken Jagdtrieb zu rechnen ist.
Der Satz und das Folgende disqualifizieren den Halter schon für mich. Warum einen Hund mit starkem Jagdtrieb, wenn ich genau das gar nicht haben will, also ein hundelebenlang gegen seine Genetik "ankämpfe" !!??
Eine vernünftige Sozialisierung mit allem, was zum Alltag gehört ist wichtig, hat aber nichts mit Jagdtrieb, -verhalten zu tun.
Gruß, staffy
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Ja Staffy das ist aber ein anderes Thema, da mische ich mich nicht mit ein. Der Welpe ist dort, und sie handhabt das so. Ich will lediglich fragen OB das eine Option ist die funktionieren könnte !

Triebstau etc muss ich nun mal googeln ...
Danke für die bisherigen Antworten - so ein Verdacht hatte ich ebenso.
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Wie meinst du das?
Ich denke eher, dass es von Nachteil ist, wenn man einen Hund anderweitig jagen lässt, während man versucht das "Problem" über Gehorsam in den Griff zu bekommen... Triebstau gibt es nicht, das wurde widerlegt.jeder der einen Jagdhund hat, wird die genau das bestätigen, egal obs nun widerlegt ist oder nicht. Wenn ich meinen Jagdhund per Ersatzjagd auslaste, ist er absolut cool was Wild angeht.
Wenn ich, wie jetzt in der Prüfungszeit nix mache, geht der mir nach einer gewissen Zeit wie ne Bombe hoch und will alles angehen, was sich bewegt und ind Beuteschema passen könnte.
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Zum Triebstau gibt es hier einen netten Text: http://klartexthund.blogspot.com/2011/08/das-ma…-triebstau.html
in den Kommentaren stehen die Quellen.
Man spricht ja auch nciht mehr von Trieben (Jagdtrieb), sondern von Motivation.Ich habe selbst einen jagdlich begeisterten Hund, der aber nciht zur Jagd gezüchtet wurde (=Schlittenhund)... Hatten wir lange keinen Wildkontakt, dann ist sie im wildgebiet entspannt... Liegt der letzte Wildkontakt nur wenige Tage zurück, dann ist sie schwer herunterzufahren...
Morrigan: Das, was du beschreibst, ist Auslastung... Wenn wir lange nicht mehr Dummyarbeit, Longieren, Bikejöring etc. gemacht haben, dann dreht das Hundchen auch schneller hoch... aber generell - nicht nur in der Wildbegegnung. -
Zitat
Ich will lediglich fragen OB das eine Option ist die funktionieren könnte !
Die Frage kannst du dir doch selber beantworten !
Jagdtrieb heißt doch nicht, daß ich dem Hund das Jagen beibringen muß und/oder, daß er nur Tiere jagt, die er in seiner Jungend nicht kennengelernt hat.
Wie Corinna schon schrieb, ist die Erziehung das Entscheidende, nicht die Sozialisation.Unsere Vollblutjagdhunde (Deutsche Wachtel) lebten mit Enten und Kaninchen zusammen, problemlos. Aber wehe, wenn sie vom Grundstück waren

Gruß, staffy
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Da ich mir die Frage eben NICHT selber beantworten kann, da ich noch nichts vergleichbares kennengelernt habe, wollte ich hier auf Erfahrungsaustausch gehen :)
Die Besitzerin des Welpen hat das mit ihrem anderen Hund, 3 Jähriger Windhund/Landseer Mix (sieht aus wie ein Windhund mit schwarzem kurzen Fell) genau so gemacht, mit gutem Erfolg. Jedoch zählt das für mich nicht weil der Hund allgemein sehr Genügsam, und vom Wesen her eher "gemütlich" ist.
Sie ist überzeugt dass das so funktioniert und ich würde ganz sanft gerne helfen, sollte es eben NICHT klappen - was ich ja befürchte. Sie wird masslos überfodert sein wenn es nicht wie gewünscht klappt. (aber das ist eben ein anderes Thema^^)
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Zitat
Zum Triebstau gibt es hier einen netten Text: http://klartexthund.blogspot.com/2011/08/das-ma…-triebstau.html
in den Kommentaren stehen die Quellen.
Man spricht ja auch nciht mehr von Trieben (Jagdtrieb), sondern von Motivation.Ich habe selbst einen jagdlich begeisterten Hund, der aber nciht zur Jagd gezüchtet wurde (=Schlittenhund)... Hatten wir lange keinen Wildkontakt, dann ist sie im wildgebiet entspannt... Liegt der letzte Wildkontakt nur wenige Tage zurück, dann ist sie schwer herunterzufahren...
Morrigan: Das, was du beschreibst, ist Auslastung... Wenn wir lange nicht mehr Dummyarbeit, Longieren, Bikejöring etc. gemacht haben, dann dreht das Hundchen auch schneller hoch... aber generell - nicht nur in der Wildbegegnung.Nö, das ist bei wirklichen Jagdhunden keine Auslastung, sondern Ersatzbefriedigung.. Ob mein Weimaraner-Mix nun nen 'Triebstau' hat oder einfach nur auf 180 ist, weil er seinem Jagdtrieb (und ich sage Trieb, ja) nicht nachgehen kann, ist mir wumpe. Ich merke an seinem Verhalten, dass er diesen Ersatz zwingend braucht.
Bei meinen anderen Hunden ist es Spaß und sie brauchen sowas nicht. Bei Pan ist es ein Ersatz und das Ventil um das auszuleben, wofür er geboren wurde. Bekommt er das nicht, geht er selbstständig los zum jagen. da kann ich soviel Auslastung auffahren wie ich möchte.. Solange der jagdliche Teil fehlt, hilft es ihm nicht.Nina, ich bezweifle auch, dass es klappt. Lee war ja absolut cool zu meinen Ratten (eine der Ratten - Odin - ist auf ihr rumgekrabbelt, hat an sie gekuschelt geschlafen usw.). Aber wehe sie trifft draussen auf eine Maus/Ratte
Und die ist recht easy was Wild angeht 
Das eine ist Zeug, dass die Alte anschleppt und unter deren Schutz steht. Das andere ist fremdes Viehzeug.EDIT:
ZitatDas heißt, wenn ich zum Beispiel einen Jagdhund ständig mit einer Reizangel stimuliere, also häufig den Jagdtrieb abrufe, wird dieser immer stärker statt schwächer. Einen Hund mit großer Jagdleidenschaft sollte ich also nicht mit jagdsimulierenden Spielen beschäftigen. Was leider in der Jagdhundeausbildung oft passiert. Da wird die Reizschwelle für das Jagen immer stärker herabgesetzt, die Hunde sollen also auf den Reiz eines flüchtenden Beutetieres sehr sensibel reagieren. Um dann, oft mit „unfreundlichen“ Mitteln, wieder von der Jagd abgebracht zu werden – der Hund soll also „Gehorsam“ lernen. Auch dann, wenn er dabei ist seinen natürlichen Trieb auszuleben, der zuvor ausgelöst wurde. Ein Trieb, der ausgelöst wurde, dann aber nicht ausgelebt werden kann, führt unweigerlich zu Frustration. Und Frustration kann sich aufstauen
http://klartexthund.blogspot.com/2011/08/das-ma…-triebstau.htmlDa hat jemand den Einsatz der Reizangel mal so absolut gar nicht verstanden..
- Vor einem Moment
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