Lieblingsausrede Pubertät?
-
-
Ich denke, es kommt auch immer auf den Hund an und wie die Hormone gerade "einschießen". Paco hat auch Phasen gehabt wo er wirklich Null gehört hat, aber das verdankt er meiner mangelnden Konsequenz. Manches wurde aber sicherlich durch die Pubertät begünstigt.
Die Ausrede "Pubertät" kam mir da trotzdem manchmal sehr gelegen

- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Hallo...
Pubertät wird meisten in einem falschen Kontext verwand!
Pubertät bedeutet streng genommen: Geschlechtsreifung! Also der Entwicklungsprozess die ein Hund durchmacht, bsi er Geschlechtsreif wird!
Der Beginn dieses Entwicklungsabschnittes geht ungefähr einher mit dem Zahnwechsel und endet mit der Geschlechtsreif! Also beim Rüden der Zeitpunkt, wo er Babies machen könnte und bei der Hündin mit der ersten Läufigkeit!
Interessanterweise haben diese Prozesse nur sehr wenig Auswirkung auf das Verhalten!
Die weitreichendere Folgen bringen die Entwicklungen im Gehirn mit sich! Bestimmte Hirnbereiche sind sensibler und aktiver und andere Gehirnbereiche sind noch nicht voll ausgebildet oder befinden sich in einem Umbau.
Der jungen Hund wird emotionaler Reagieren! Die Bedürfnisse ändern sich rapide. Wo er früher noch an "Mama´s Rockzipfel" hing, also relativ dicht mein Menschen blieb, beobachten wird vermehrtes Explorationsverhalten, also die Umwelt erkunden, und dann stehen die Wünsche des Menschen einfach mal hinten an! Es ist wichtig für das Hundehirn, die Welt zu entdecken, auch wenn der Mensch das nicht möchte!
Auch KÖNNEN oft Signale des Menschen nicht verarbeitet werden. Man stelle sich das Gehirn wie einen riesigen Bürokomplex vor: Der Mensch gibt das Signal zum herkommen und ein kleines Männchen läuft los (Übertraguung vom Ohr ins Gehirn). Er kommt an die Information und ihm wird gesagt, dass er ins Zimmer 305 muß. Er läft hin, dort ist tatsächlich jemand und führt das gewünschte aus!
Nächster Tag: Wieder das Signal zum Herkommen. Der kleine Mann im Ohr läuft los, Zimmer 305 und.... keiner da... Ab zur Information, er bekommt den Hinweis es mal im Zimmer 704 zu versuchen. Gesagt, getan, ab zu Zimmer 704 und dort sich auch einer :-) Es dauerte nur diesmal länger!
Nächster Tag: Gleich Erfolg in Zimmer 305! Es ging mal wieder schnell!
Nächster Tag. In Zimmer 305 ist keiner
An Zimmer 704 hängt ein Zettel, bitte bei Zimmer 645 melden. Dort steht: "Pause, bitte nicht stören" Das Signal würde nicht ausgeführt!Bis sich solch ein Bürokomplex mal organisiert hat, dauert es, beim Hund ca. bis 2-3 Jahre! Dann hat jeder sein Büro gefunden und die Prozesse laufen schneller und glatter ab!
Wir tun gut daran, Dinge zu nutzen, die Funktionieren und Dinge, die gerade nicht funktionieren nicht überzuberwerten! Der Hund kann es teilweise einfach nicht, auch wenn es so klar danach aussieht, er würde uns verarschen wollen! Er tut es nicht! Dann streng zu werden, für den Hund unberechenbar ist nur Futter für die Sensibilität seiner Emotionen!
Amen! ;-)
Es ist also nicht die Pubertät an sich, die uns Probleme bereitet, es ist die Entwicklung des Hundegehirns! Und da gibt es durchaus individuelle Unterschiede!
VG
Spike
-
Hmh.. bei Pepper saß der Empfänger wohl immer im gleichen Zimmer und bei Lee wandert er seit 6 Jahren ohne Pause. Peppers Taubheit in dieser Entwicklungsphase war nach max. 2 Minuten erledigt und Lee hat diese Taubheit heute noch (und die ist 7)

-
Warum Verhalten nicht wie vom Menschen gewünscht ausgeführt wird, hat vielfältige Gründe! In der Regel kann man aber bei einem guten Training Schwachpunkte indentifizieren und ggf. ändern! :-)
Aber das weißt du bestimmt
-
In der Pubertät (der Entwicklung der Geschlechtsreife) gleicht die Psyche einem Haus durch das eine Abrissbirne geschickt wurde. Das Grundgerüst steht vielleicht noch, aber die Mauern müssen neu hochgezogen werden. Wenn vorher schon kein Grundgerüst da war merkt man natürlich nichts davon

Bei meinen Rüden habe ich ganz deutlich viele kleine Veränderungen wahr genommen in dieser Phase. Beim Beagle hat mir die Pubertät große Schwierigkeiten bereitet weil ein eh schon sehr selbstständiger Hund noch selbstständiger und ich damit überflüssig wurde. Pluto braucht mich nicht als Versorger, der kann prima für sich selbst sorgen. Bei ihm musste ich wirklich Persönlichkeit zeigen lernen damit er "mit mir gehen" will ;-)
Mein Schäfermix ist jetzt eineinhalb und "pubertiert". Er hört immer noch super für meine Verhältnisse, aber zum Beispiel kommt er plötzlich nicht mehr mit anderen Rüden klar. Ich merke, dass eine hormonelle Veränderung bei ihm einsetzt und er durcheinander ist, selbst nicht genau weiß was er will und was er ist. Dazu kommt eine wahnsinnige innere Unruhe, er will plötzlich bewachen und beschützen und weiß noch nicht genau was ich von ihm erwarte. Auf der einen Seite ist er noch ein kleines Welpi, auf der anderen Seite ein großer (na gut mittelgroßer) böser Kojote, der sich gern prügelt. Weder Fisch noch Fleisch.
Klar gibt es Hundehalter, die sich gern rausreden, aber wen kümmerts? Ich red mich immer gern auf Plutos Rasse raus, nen Beagle kann man halt nicht erziehen und wers Gegenteil behauptet solls erstmal nachmachen

-
-
Es ist also nicht die Pubertät an sich, die uns Probleme bereitet, es ist die Entwicklung des Hundegehirns! Und da gibt es durchaus individuelle Unterschiede! Bäh, jetzt klappt das Editieren des Zitates nicht mehr. Sorry. Habe es oben geklaut. Jetzt versuche ich nicht mehr zu guttenbergen
.ZitatIn der Pubertät (der Entwicklung der Geschlechtsreife) gleicht die Psyche einem Haus durch das eine Abrissbirne geschickt wurde. Das Grundgerüst steht vielleicht noch, aber die Mauern müssen neu hochgezogen werden. Wenn vorher schon kein Grundgerüst da war merkt man natürlich nichts davon
Ich finde, dass diese Zitate es sehr schön auf den Punkt bringen. Die Pubertät sollte keine Ausrede, wohl aber eine Erklärung sein (wie beim Menschen ja auch).
-
Die Preisfrage ist doch: Wie gehe ich mit meinem erwachsenwerdenen Hund um?
Und wie akzeptiere ich, dass mein Welpe ein Hundeteeny und anschließend ein erwachsener Hund ist?
Manchmal hab ich den Eindruck, dass so mancher Hundebesitzer angesichts seines sich verändernden Hundes sich erschrickt weil er glaubte, Hundi bleibt immer ein niedlich kleiner flauschiger Welpe, der brav folgt und Herrchen/Frauchen für den Inbegriff der Welt sieht.
Da ist es dann nicht weit her mit Ruhe,Geduld, Konsequenz, Souveränität und gerade jetzt Regeln und Grenzen setzen....... und diese halten.
-
tja die pubertät...
eine ausrede war sie (bei meinen hunden) nun nicht - aber eine erklärung für so manches...

die erklärung mit dem bürogebäude find ich ja mal genial!
-
Zitat
tja die pubertät...
eine ausrede war sie (bei meinen hunden) nun nicht - aber eine erklärung für so manches...

die erklärung mit dem bürogebäude find ich ja mal genial!
Jap, und ich erweitere auf die Kinder mal dazu.
Die Erklärung mit dem Bürogebäude finde ich nicht nur genial sondern auch wirklich treffend.
-
Hallöle

Ich hör das auch oft.
Ich denke aber das ist nicht viel anderst als bei uns Menschen.. Die Motivation das zu tun was uns aufgetragen wurde fehlt und man will viel lieber austesten wo die Grenze ist.Schonen würde ich den Hund dann aber nicht, weil er ja eben gerade am testen ist was darf er und was auf keinen Fall. So wars bei meiner (und bei mir
) - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!