Eigenschaften und Verwendung von Vorstehhunden
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mir gehts hier nicht direkt nur um das besagte Jahr Kanada - sondern grundsätzlich um die Vorsteheiegenschaften. Ich vermute ja, dass es eben bei den nach Rassestandard genannenten Vorstehhunden dieser Drang schon 'genetisch' festgelegt ist. Frage wäre dann, kann man genau diese Eigenschaft auch anderen Hunden antrainieren?
Hm. Mich laesst das Gefuehl nicht los, Du siehst das Vorstehen zu rosarot
Klar bringen Vorstehhunde das mit, aber das ist nicht inbegriffen wie eine Fellbeschaffenheit. Wie fest ein Vorstehhund vorsteht und dann abrufbar ist, muss trainiert und ausgebaut werden. Ich sage nicht, dass Du das nicht kannst. Aber das macht man nicht mal eben im Vorbeigehen, waehrend man mit anderen Menschen und/oder Aufgaben beschaeftigt ist. Mein besagter Drahthaarmix (Pondi) hat das wirklich prima gemacht. Der wusste auch, weiter als bis zur ersten Baumreihe darf ich nicht. Da stand er auch schon mal mit einer Hinterpfote vor, um sich mit der Nase noch weiter an das Objekt der Begierde heranzuschieben.
Aber das ganz grosse Aber: darauf muss man immer auch prompt reagieren. Das bedarf eben 120 Prozent Aufmerksamkeit. Wenn ich gedanklich nicht bei Pondi war, dann hat er auch flugs beschlossen, dass er mal grad nach dem Viechzeug gucken geht. Bei so jagdlich motivierten Hunden, ist mit Bindung oder anderweitiger Auslastung/Ablenkung auch nicht wirklich zu punkten. Pondi war sich eh sicher, dass er mich immer wieder findet. Wozu hatte er seine Nase? Und andere Spielchen, waren eben genau das fuer Pondi. Nicht ernst zu nehmende Spielchen.Mal abgesehen von all dem, hat es mir immer sehr leid getan, dass dieser Hund nicht seiner eigentlichen Profession nachgehen konnte. Ein bisschen was kann man dem Hund als Nichtjaeger bieten, aber das ist so verschwindend gering, dagegen, was diese Hunde koennen.
Ich wuerde mir an Deiner Stelle einen Hund mit moeglichst wenigen jagdlichen Ambitionen aussuchen. Das wird fuer Dich und fuer den Hund sehr viel angenehmer sein.
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Hi,
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Und du kannst jeden Hund darauf Konditionieren eine bestimmte Gersuchspur anzuzeigen. Ist nur ein Haufen arbeit, meine Fussel z.B legt ab vor Münzen (Metallgeruch). Das geht mit jedem andrem Hund du brauchst nur die nötigen Geruchsstoffe dafür. Und ich würde dann wirklich ehr nen Hund ohne Jagdtrieb nehmen, der sich aber trozdem gut motivieren und führen lässt. Und du kannst die Anzeigeart wählen. Verbellen, ablegen, dich anspringen ect.
Und wie schon geschrieben Vorsteher sind Hunde für Jäger und dort sollten sie auch bleiben, dort dürfen die Hunde zu 90% ihre anlagen ausleben und sind Happy mit der arbeit die sie haben. Für uns normalos sind die Hunde sicherlich fazinierend aber wir können ihenen eben nicht das bieten was ein Jäger kann.....
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er darf nicht stöbern
Was Vorstehhunde leidenschaftlich gern tun, damit sie überhaupt vorstehen können

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Standard für Vorstehhunde fast überall in der Welt:
Hund steht vor...auch ziemlich lange...und hetzt dann.
Erst nach einer relativ harten Ausbildung (E-Collar, Down, etc.) steht der Hund durch. Es ist harte Arbeit, sowas zu trainieren, und wenn man nicht mit konventionelle Methoden arbeiten will ist es nochmal schwieriger.
Ohne gezielten Wildkontakt innerhalb der Jagd ist es nochmal komplizierter.
Hier ein Video von einem Pointer in der Ausbildung (Vorstehhunde mit der ausgeprägtesten Vorstehanlange):
http://www.youtube.com/watch?v=WwJGOBeMYDA
So siehts aus. Willst du sowas?
Abgesehen...so ziemlich alle Pointer und Setter aus Arbeitslinien zeigen ein starkes Stöberverhalten (Orientierungsverhalten)...sie suchen und suchen und suchen (im Galopp und im Umkreis von mehreren hundert Metern), bis sie einen jagdlichen Auslöser finden.
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Noch was: Vorstehen tun Hunde nur der Witterung (vorzugsweise von Federwild). Auf Sicht hetzen sie genauso wie fast alle Hunde. Das Durchstehen erfordert wie schon gesagt eine sorgfältige Ausbildung. Und um die Witterung zu finden, gehen die Vorsteher natürlich stöbern, weiträumig und je nach Rasse teilweise sehr schnell. Also nicht gerade das, was du suchst.
Ich würde dir eher einen Nicht-Jagdhund empfehlen, der gar nicht den Drang hat, sich so weit vom Halter zu entfernen. Und mich bezüglich der Bären lieber auf die Bärenglocken an Mensch und Hund verlassen.
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Tja, und mit Agi kriegst Du diese Hunde nicht ausgelastet. Das wäre dann der nächste Punkt, der mir aufstößt.
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Das mit dem Bären faß ich irgendwie nicht
ist das wirklich ernst gemeint 
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Das mit dem Bären faß ich irgendwie nicht
ist das wirklich ernst gemeint 
Ich geh mal davon aus: Ja.
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Moin,
die Arbeit eines Vorstehhundes ist nur zum Teil da Vorstehen ansich..... denn dann soll er das Wild gezielt hoch machen, so dass der Jäger zum Schuß kommt, bzw. der Vogel (bei der Falknerei) die Jagd über nimmt.
Festes Vorstehen und Abrufen ist für ihn, wenn er nie zum Zug kommt, schon widernatürlich..... und erfordert eine besondere Ausbildung. Zum Vorstehen können (teils ist das Verhalten angewölft) gehört dann auch eine solide und spezielle Ausbildung, in der man den Hund gezielt an Wild bringen muss und natürlich auch, das Stöbern - ohne Stöbern findet der Hund ja das Wild auch nicht.
Also, jagende Hunde sind für Nichtjäger nicht wirklich geeignet, zumindest nicht, wenn sie aus jagdlichen Leisuntgszuchten stammen (im Tierschutz sehe ich das anders - bevor wir streiten müssen), denn dort wird auf Trieb und Veranlagung ja extra Wert gelegt und dies durch Zuchtauswahl der Eltern gefördert.
Ich würde Dir einen andern Hund empfehlen, ohne Jagdtrieb, denn eines ist auch klar - Vorstehen üben an lebendem Wild fällt, ohne Jagdrevier unter den Begriff der Wilderei - ist auch, im Winter oder in anderen harten Zeiten, nicht schonend für das Wild, selbst wenn es nicht zu schaden kommt, verliert es auf der Flucht auch wertvolle Energiereserven. Denn das Besondere am Vorstehen ist, das der Hund nicht nachsetzt und hetzt - und das erfordert viel Übung.
Gruß Sundri *diealsFalknerineinenVorstehundgeführthat*
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P.S. Vorstehunde sind Jagdhunde, nicht andere oder irgendwie Jagdhunde, sondern Vollgerauchsjagdhunde, die vor dem Schuß arbeiten und nach dem Schuß ebenso - anders als normalerweise die apportierenden Hunde, deren Hauptaufgabenfeld im Bereich nach dem Schuß ist. Man geht mir Vorstehunden auch auf Drück- und Treibjagden.
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