Eigenschaften und Verwendung von Vorstehhunden
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Hallo,
mich interessiert gerade eine Frage:
Vorstehhunde im eigentlichen Sinne sind ja zum Aufspüren von Wild gedacht, ohne dass dieses aufgestöbert wird.
Ist das so erstmal richtig?Ich hege schon lange den Wunsch nach einem eigenen Hund, da vor 5/6 Jahren ein schwarzer russischer Terrier Teil meiner Familie war - wie das leider so ist - die familiären Bande zerbrachen und der Hund (Lena) blieb bei demjenigen mit den besseren Bedingungen (Haus und Hof, sowie mehr Zeit) und das war nicht bei mir (uns).
Seit dem habe ich früher viel mit der Mutti und mittlerweile viel mit meinem Partner und Freunden über das Thema "eigener Hund" diskutiert. Die Diskussionen und Fragen werden bestimmt nochmal ein einem anderen Thread zum Gespräch kommen, aber mich plagt jetzt eine fast schon grundsätzliche Frage.
Ich plane, in so 4 bis 5 Jahren für ein Jahr nach Kanada zu gehen (im Idealfall) mit meinem Partner und auf jeden Fall mit dem (bis dahin schon lange bei mit lebenden) Hund.
Dafür wären einige Eigenschaften des Hundes sehr wichtig: er darf nicht stöbern (da er sonst Wild aufschreckt und evtl. provoziert) und er muss absolut gehorsam sein. Ich bin ziemlich ehrgeizig und motiviert und auch schon etwas Hundeerfahren und denke, dass ich ein konsequentes Training gut hinbekomme. Aber natürlich kommt das eben auch auf die Anlagen des Hundes an. Weiterhin wäre es, in Sachen Bären, sehr praktisch wenn der Hund frühzeitig auf Wild (in dem Fall den Bären) hinweisen würde.
Nach dem Lesen verschiedenster Berichte scheinen Vorstehhunde meinen 'Ansprüchen' sehr zu entsprechen, wie seht ihr das?
Da ich, bzw. mein Partner, auch gerne mal in Gelände und Bergen unterwegs sind, wäre auch da das Vorstehen im Fall von Wildscheinen u.ä. sehr von Vorteil.Bekommt jetzt nicht den Eindruck, dass ich mir einen Hund zusammenbasteln will und als 'Nutzobjekt' sehe - aber ich bin eben der Meinung dass man sich über evtl. Anforderungen an den Hund schon Gedanken machen sollte.
Liebe Grüße, kumquat!
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Hallo,
hast du hier Eigenschaften und Verwendung von Vorstehhunden schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Huhu,
erst mal wäre die Sache: "Vorstehhunde" sind nicht alle gleich
es gibt die FCI-Gruppe der Vorsteher, wo aber nicht alle Rassen identische Jagdaufgaben habendu solltest dich schon genauer mit den Rassen befassen, was Aufgaben vor/nach dem Schuss sind waren und dir dann überlegen, was genau ihr wollt
wie wollt ihr den Hund beschäftigen, was habt ihr zu bieten?
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ich hab ja garkeine ahnung aber wären da herdneschutzhunde nicht besser? sie gehen ja nicht von der herde weg und gehen jagen oder stöbern, sondern verteidigen nur wenn was schon angreift? (oder?)
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Ein Herdenschutzhund ist dafür meiner Meinung nach total ungeeignet.
Die können durchaus Jagdtrieb haben und dass sind eher Typen, die den Bären angreifen, anstatt ihn anzuzeigen (vom Typ her, ob die das tun sei mal dahingestellt). Davon abgesehen zeigen die alles andere als einen solchen Gehorsam auf, wie die TS ihn sich scheinbar wünscht.Einen Bär o.ä. zeigt euch bestimmt jeder Hund an.
Ich kann mir schon einen Vorstehhund vorstellen, allerdings ist das wirklich etwas, wo man bei der Ausbildung keinen Mist bauen darf.
Habt ihr noch genauere Vorstellungen? -
Also was mich noch interessiert...
Ihr geht ja jetzt nur 1 Jahr nach Canada....wollt Ihr auch sonst für die 10-15 Jahre einen Vorstehhund in Deutschland(?) halten / Auslasten & Co.?!
Ansonsten wird mit Sicherheit jeder gut erzogene Hund 1 Jahr Canada überstehen und Euch auch einen Bär oder Wildschwein "anzeigen".
:)
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sorry hab nur den vergleich zu den zwei gezogen die ich kenne,
der eine ist ein kangal und wenn in den feldern wildschweine sind wird er aufdringlich und kommt sehr nah an einen ran und beobachtet die umgebung. das andere ist eine tibetdogge und auch der hat nie jagdeigenschaften entwickelt sondern kommt auch eher zu einem wenn fremde rankommen -
Ich hab auch nicht wirklich den Ueberblick bei den verschieden Vorsteh-Rassen...
Mein Pondi war aber ja ein Dt.Drahthaar-Mix. Der konnte prima vorstehen, was ich auch in Wald und Feld sehr praktisch fand.
Aber: der war auch raubzeugscharf (heisst das so?) und da war leider nix mehr mit Vorstehen. Ich wuerd den Baeren jetzt bei Raubzeug einordnen... so ganz blauaeugig. -
Zitat
sorry hab nur den vergleich zu den zwei gezogen die ich kenne,
der eine ist ein kangal und wenn in den feldern wildschweine sind wird er aufdringlich und kommt sehr nah an einen ran und beobachtet die umgebung. das andere ist eine tibetdogge und auch der hat nie jagdeigenschaften entwickelt sondern kommt auch eher zu einem wenn fremde rankommenDann kennen wir zwei unterschiedliche Typen Hund einer Rasse, kann ja vorkommen

Die Eigenschaften der einzelnen Vorstehhunde findest Du zB auf Jägerseiten oder bei Rassebeschreibungen.
Pauschal kann man das nicht so festlegen, wie Maanu schon schrieb.Die Verwendung erklärt sich dann von selbst.
Was ich mich aber jetzt auch frage, Du willst den Hund schon vorher in Deutschland bei Dir haben und auch nach dem Kanada-Trip.
Bist Du sicher, dass Du dann einen Vorstehhund haben willst? -
Suchst du deinen Hund nur nach dem evtl. Jahr in Kanada aus ?
Was ist mit den restlichen ca. 14 Hundejahren .. gibts da auch Bären und Wildschweine ?Gruß, staffy
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Hey... vielen Dank für die vielen Antworten.
Natürlich suche ich den Hund nicht nur nach dem einem Jahr aus, aber ich möchte eben auch, dass das Jahr für den Hund und für uns so angenehm wie möglich wird.
Und ich denke zB da in vielen Bereichen in Kanada einfach Leinenpflicht ist (gut - da macht man nach Empfehlungen dann einfach eine Flexileine an den Rucksack) wäre ein Hund, der wirklich sehr selbstständig ist weniger geeignet, da die Leine wohl eine 'Qual' für ihn wären.
Ein Schutzhund wäre meiner Meinung nach eben deswegen nicht gut, da er im Zweifelsfall sich dem Wild ja entgegenstellen würde. Und ein Jagdhund, weil er ja direkt nachtstellt. Und genau das soll beides nicht der Fall sein.
Denn so ein Bär kann manchmal näher sein als man denkt, und ich möchte auch ehrlich nicht, dass der Hund zum Rudelführer zurückkommt und den aufgescheuchten Bär direkt mal mitbringt weil er eben doch eine Nummer zu groß ist
mir gehts hier nicht direkt nur um das besagte Jahr Kanada - sondern grundsätzlich um die Vorsteheiegenschaften. Ich vermute ja, dass es eben bei den nach Rassestandard genannenten Vorstehhunden dieser Drang schon 'genetisch' festgelegt ist. Frage wäre dann, kann man genau diese Eigenschaft auch anderen Hunden antrainieren?
Als weiteres was ich 'bieten' kann wäre folgendes zu nennen: hier in Deutschland Bergtouren, gerne weitere Auslandsaufenthalte (studiere Biologie - und bin da auch recht engagiert) die wohl alle sehr naturverbunden sein werden, ich bin sportlich und durch mein Studium viel an der frischen Luft würde außer dem 'normalen' Spazierengehen eben nach gegebener Zeit mit Radfahren anfangen und eigentlich ist irgendwann mal auch joggen geplant. Sonst find ich Agility echt klasse - das arbeiten gemeinsam mit dem Hund find ich super spannend und entspannend.
Außerdem wohn ich in einer sehr grünen Stadt mit vielen Flüssen und Auwäldern die perfekt für wirklich lange Spaziergänge ohne Leine sind. Eine gut besuchte Hundewiese ist zentral erreichbar und Kommilitonen mit Hunden auch reichlich vorhanden.
Hundeschule ist zeitlich und finanziell auch machbar.
Und, ich bin Student, also ist der Hund maximal 4 Stunden allein. - Vor einem Moment
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