Eigenschaften und Verwendung von Vorstehhunden
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Ich denke, jeder Hund, der in DE, A, CH aufwächst und somit null Erfahrung mit Bären etc. hat, ist wohl nicht geeignet dir in freier Wildbahn die grossen Raubtiere vom Hals zu halten.
Aber ich bin mir sicher, jeder hier aufgewachsene Hund hat dermassen Schiss vor eine Bär, dass er fürchterlich bellen, winseln, heulen, kläffen etc. wird - genug Action auf jeden Fall um euch zu zeigen dass was im Busch ist.Allerdings ist es so, dass auch in Kanada (und Alaska) ziemlich gut bekannt ist, wo viele Bären wann unterwegs sind. Und der Frühling ist nicht gerade die Zeit, in der man zu tief ins Unterholz sollte - mit oder ohne Hund. Denn Jungtiere und hungrige Bären nach der Winterruhe sind eine schlechte Kombi für die eigene Gesundheit, Hund hin oder her.
So wird aus meiner Sicht die Aufgabe eines Hundes in Kanada genau die gleiche sein wie hier: flotter Kumpel und Begleiter.
Und wenn du einen Hund hast, der über gute jagdliche Eigenschaften verfügt, denke nicht dass du den in Kanada einfach laufen lassen kannst. Auch dort sind die Landwirte, Förster, Ranger etc. not amused über jagende Hunde.
So gesehen würde wohl ein "ganz normaler" Hund für eure Unterfangen völlig ausreichen.
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Hallo,
hast du hier Eigenschaften und Verwendung von Vorstehhunden schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Wenn du einen Hund willst, der nicht stöbert, würde ich die Finger von den Vorstehern lassen. Nur weil sie die Veranlagung fürs Vorstehen mitbringen, heist das nicht, dass sie wie festgetackert und in Beton gegossen ohne Training so stehen. Eher macht es "wuschhhhh" und das Hund ist auf der Hatz zum Kanickel.

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hey...
also so viele Infos hätte ich gar nicht erwartet. Habt ihr alle Erfahrung mit Jagdhunden?
Wie verhalten sich eure Hunde (also nur im Fall, dass sie keine Jagdhunde sind) bei Kontakt mit Wild? Bzw. zeige die euch das an?Aber ihr habt mir genau meine Frage beantwortet, echt klasse.
Genau die Gedanken ob, wie es in den Rassebeschreibung öfter rüberkommt, der ausgebildete Hund wirklich nur anzeigt und nicht stöbert, habe ich mir auch gemacht. Und ihr habt es wirklich gut mit euren Erfahrungen erklärt.
Danke - wie gesagt, dass war kein fester Vorsatz sondern ein Gedanke der mir bei meinen ganzen Überlegungen kam.
Bentley: Was meinst du denn?
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Zitat
hey...
also so viele Infos hätte ich gar nicht erwartet. Habt ihr alle Erfahrung mit Jagdhunden?
Wie verhalten sich eure Hunde (also nur im Fall, dass sie keine Jagdhunde sind) bei Kontakt mit Wild? Bzw. zeige die euch das an?Ja. Das Vorstehen kann man auch antrainieren bzw. über Belohnung herausformen, weil das ja ein Sequenz des Jagens ist und daher bei allen Hunderassen noch vorhanden ist. Bei den einen eben mehr, bei den anderen weniger.
Wenn Du das allerdings an Rehen und Hasen dann wird der Hund mit nicht so massivem Jagdinstinkt auch nur diese vorstehen, weil er situationsbezogen lernt und die Belohnung ja nicht die Jagd an sich ist, sondern die Bestätigung über Futter oder was auch immer vom Mensch.
Viele Grüße
Corinna -
Nur um mal zu zeigen wie Vorstehen in der Praxis ausschaut, hier bei den Magyar Vizslas:
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Corinna, ich darf anmerken, dass du wohl von Verharren redest, nicht von Vorstehen. Denn letzteres ist nicht beliebig antrainierbar.....
kumquat: Ja, ich (und viele andere hier) habe Erfahrung mit Jagdhunden. Meine zeigen zwar Wild an, stehen aber nicht vor, denn sie wurden zum Hochmachen von Wild gezüchtet. Obwohl es heisst, bei meiner Rasse seien oft auch Ansätze des Vorstehens auszumachen - aber meine zwei verharren höchstens mehr oder weniger lang (meist weniger
). Die normale Reaktion ist: Witterung - zack drauf und hochmachen! Wenn der Wildkontakt durch Sichtung passiert, ist ein Verharren wahrscheinlicher. Greife ich nicht oder zu spät ein, wird angehetzt. -
Zitat
Corinna, ich darf anmerken, dass du wohl von Verharren redest, nicht von Vorstehen. Denn letzteres ist nicht beliebig antrainierbar.....
Das ist natürlich nicht das Vorstehen wie es bei einer starken genetischen Verankerung zu sehen ist. Wär ja sonst auch witzlos, wenn man das so einfach mal trainieren könnte

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Hallo,
das Video ist echt gut, ich find ja immer, dass Tiere wenn sie ihren Instinkten nachgehen so wunderschön und zufrieden aussehen. Meine Miez find ich auch am schönsten, wenn Sie irgendwelche Vögel angestrengt beobachtet oder wenn sie ihrem TroFu hinterherjagt.
Also wie gesagt, mir haben diese Informationen (wie das Vorstehen fast immer mit Stöbern verbunden ist) gefehlt bzw. war das für mich nicht immer eindeutig. Ich will natürlich nicht, dass der Hund bei mir die meiste Zeit vor sich hinlebt, weil er seiner Passion nicht nachgehen kann.
Ich möchte ja auf jeden Fall einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren und bei mir ein Zuhause bieten.
Das sind ja meist Mischlinge (die find ich ja oft noch schöner als Rassetiere...) bei denen ein gewisser Überraschungsbonus dabei ist. Und die Organisation kann einem ja meist schon einige Charakterzüge nennen die einem eine gewisse Orientierung bieten. Aber denkt ihr man kann sich daran wirklich orientieren? Also da mir ja wirklich eine enge Bindung wichtig ist (das kann man bei so vielen Tieren auf einen Betreuer ja schlecht beurteilen) und eben das nicht-Vorhandensein des Jagdinstinkts. Diese 'Charakterzüge' müssten ja auch beim Welpen schon ausgeprägt sein, oder? -
lies dir, wenn du wirklich tief ins Bärengebiet willst, mal diese Website durch. Reno Sommerhalder ist einer der grössten Bärenexperten die es momentan gibt.
http://www.renosommerhalder.ch/verhalten/
und er sagt ganz klar: in Bärengebiet bleibt der Hund an der Leine!
So gesehen ist es absolut egal was für einen Hund du mitnimmst - solange er nicht jagd wenn er mal doch ab der Leine ist.
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Ich persoenlich bin gegen das Halten solcher Spezialisten ohne dass man sie tatsaechlich zum Jagen benutzt.
Hier habe ich einen der garantiert nie jagt, waere das nichts fuer dich?

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