Leinenführigkeit - mach ich´s so richtig?
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Hallo,
Roxy rafft das mit der Leine leider immer noch nicht. Oder ich stell mich zu blöd an. Hab bisher die "Richtungswechsel-Methode" probiert, leider ohne Erfolg.
Jetzt möchte ich gerne die "Stehenbleib-Methode" versuchen. Vielleicht versteht sie´s dann.Hab das heute so gemacht:
Roxy zieht. Ich bleib stehen. Roxy zieht nach links, rechts, vor, ich bleibe immer noch stehen und halte sie eisern fest. Erst nachdem sie nicht mehr gleich los ist, nachdem die Leine locker war, bin ich weiter. Sie ist dann tatsächlich langsamer geworden. Weiß aber nicht ob es Zufall war oder nicht.Hab ich das so richtig gemacht? Irgentwie tat sie mir leid. Eigentlich will ich das Geziehe nicht. Deshalb will ich ja dass sie an der Leine anständig läuft. Aber da müssen wir durch, oder?!
Und falls die Frage kommt: Geschirr anziehen klappt nicht. Sie hasst die Dinger. Haben schon sämtliche Modelle getestet. Sie hasst alle. Das heißt, wir müssen das am HB durchziehen.
P.S. Wenn wir die Straße Richtung Wald entlang gehen (ca. 100 m und 10 Min.), muss sie dann unbedingt rechts und links schnüffeln, wenn wir doch eh gleich im Wald sind und sie dann eh frei läuft (Diskussion mit meiner Bekannten)? Mich nervt nämlich das ständige rechts und linksgelaufe. Die Hunde meiner Bekannten, immer an der Flexi, dürfen die kompette Staße durchschnuffeln. Und nachdem ich Roxy Fuss genommen habe, bekam ich zur Antwort, armer Hund!
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Hi,
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An der kurzen Leine dürfen meine nicht schnüffeln und gehen links. Das kapieren Hunde recht schnell wenn man konsequent ist. Zur Leinenführigkeit: bei Pluto gehts nur mit Clicker. Alles andere brachte bisher keinen Erfolg und wir sind lang dabei...
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Moin, du hast es richtig gemacht und sie darf dir erst Mal nicht leid tun. Sie soll es ja richtig lernen. Da würde ich keine Flex nehmen und sie nur an einer Seite laufen lassen. Du darfst bei den Übungen auch kein wirkliches Ziel haben. Richtungswechsel sind gute Hilfen, genau wie stehen bleiben.
Es gibt jedoch auch Hunde, die lernen das nie. Eine gute Bekannte hat so einen Hund. Sobald man ihm ein Halsband umlegt, geht der in Deckung und zieht los. Er macht das schon 13 Jahre lang so.
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Flexi hab ich weit weg gepackt

Schuld bin ich und meine Bequemlichkeit, dass sie´s jetzt mit fast 3 Jahren immer noch nicht kann.
Bis vergangenen April musste ich nur über die Straße, dann durch ein Privatgrundstück, über den klapprige Brücke, über den Sportplatz in den Wald. Meistens hab ich sie schon auf dem PrivGru schon losgemacht wenn am SpoPl. nix los war. Außerdem war sie immer an der Flexi. Somit sind wir fast nie Straße gelaufen, und wenn doch dann mit Flexi. So konnte sie es ja nicht lernen.
Im April haben sie dann aus bestimmten Gründen die Brücke weggemacht. Somit muss ich jetzt einmal ums Karee. Tja, und dann ging´s los. Mir ging die Flexi schon lange auf den Kecks und somit hab ich das Ding verbannt und eine richtige Leine an den Hund gemacht. Und seit dem versuche ich ihr das irgentwie zu verklickern.Ich weiß dass es schwert wird, weil sie´s ja anders gewohnt ist. Aber irgentwie und irgentwann muss es doch funktionieren!!!
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Hi,
Wie lange hast dus denn mit der Richtungswechsel-Methode schon probiert?
So wie es klingt, machst du alles richtig!
Du solltest dir halt ein bisschen überlegen, was du willst. Soll sie an der 2m-Leine einfach nur nicht ziehen, darf aber Seite wechseln, Schnüffeln etc. oder willst du, dass sie sozusagen bei Fuß neben dir geht, immer an der gleichen Seite und ohne Schnüffeln?
Je nach Ziel müsstest du es dann eben ein bisschen unterschiedlich aufbauen.Leid tun muss sie dir nicht, warum auch? Tu dir lieber selbst Leid, so ein ziehender Hund ist total nervig (mein Jungspund muss es auch erst noch lernen
). Du tust ihr ja nichts schlimmes mit dem Training an, ganz im Gegenteil, wenn sies mal gelernt hat, wird sie es sicher zu schätzen wissen, nicht mehr ziehen zu "müssen".Das mit dem Halsband finde ich nicht so schlimm, meine Hündin kann Geschirre auch nicht sonderlich leiden und trägt meistens HB. Der Hals des Hundes ist muskulös und kräftig, und es gibt sogar Tierphysiotherapeuten die der Meinung sind, dass Zug auf den Hals beim Hund viel weniger schlimm ist als die Kompression des Brustkorbs im Geschirr...
lg,
Sanne -
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Das mit den Richtungswechseln klappt auch manchmal. Kommt man anfangs oft nur Meterweise voran, dreht wieder rum und dreht wieder rum und ist dann im endeffekt grad mal nen Meter weiter wie vorher. Der Trick der bei mir geklappt hatte war schnell zu sein. Schnelle wechseln, dann mal ein Sitz, dann weiter, dann Richtungswechsel, dann mal richtung Grünzeugs am straßenrand, stehen bleiben, dann umdrehn zur straße und alles ganz zackig, das mein Hund mühe hatte hinterher zu kommen. Und wenn der sich anstrengt hinterher zu kommen, dann mal geradeaus und nur noch seltener dieses hin und her. Klappt aber am besten erstmal auf ner größeren Fläche, wie Wiese oder Parkplatz :).
Und dann an allen möglichen Orten das üben und Konsequent dabei sein.
Probier es vielleicht mal. Meinem Rüden macht es spaß, meine Hündin findet es doof und ihre Leine häng ich dann immer kurz übern Zaun und mach das allein mit dem Rüden. Meine Hündin zieht aber auch nicht. Würde Sie es tun würde ich mir mit dieser Methode die Zähne an ihr ausbeißen :) . Bei meiner Hündin klappt es jetzt aber mit nem Target Stick mit dem links Fuß laufen
.Viele Wege führen nach Rom :) .
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Zitat
Es gibt jedoch auch Hunde, die lernen das nie. Eine gute Bekannte hat so einen Hund. Sobald man ihm ein Halsband umlegt, geht der in Deckung und zieht los. Er macht das schon 13 Jahre lang so.
Oh Gott, machst du mir gerade Angst
Ich übe mit meinem Hund schon viele Monate, er hat super Fortschritte gemacht, aber gerade in unbekannten Bereichen zieht er wie ein Ochse. Da kann ich stehen bleiben, die Richtung wechseln, ihm in den Weg latschen, die Leine kurz halten, ihn eine Million Mal absitzen lassen, mit einem Spielzeug ablenken.......... wie ich will. Wir haben tolle Fortschritte mit Clicker und Balanceleine gemacht, da bleiben wir weiter dran. -
also wir haben so ziemlich jede Methode probiert gebracht hatte keine was.....vor 3 Wochen hat mir ne Trainerin den Tipp gegeben Leine kurz und sobald Mira mit der Schnauze vorm Knie ist, mit dem Bein ausscheren und vor sie treten/bzw so den weg blockieren, kommentarlos.
Was soll ich sagen?! Ich wusste nicht wie entspannt Gassigehen an der Leine sein kann.
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Klingt ganz gut bei dir - ja, das musst du durch!

Wir haben beide Methoden (neben anderen) auch probiert, mittlerweile läuft Joschi (11 Monate) ganz gut an der Leine (in der Stadt besser als im Park).
Es dauert einfach ein wenig, bis der Hund versteht, dass es nicht weitergeht, wenn es ihm am Hals drückt (weil er nach vorne zieht).
Der Hund muss dir nicht leid tun - sieh es doch vielleicht so als Teamarbeit (so mach ich das):
"Hund, wenn du nicht locker neben mir läufst, kommen wir nicht weiter, denn die Regel ist: wir können nur gemeinsam durch die Gegend gehen, wenn du schön neben mir läufst."
Zum Recht-Links-Laufen und Schnüffeln:
Ich habe Joschi zwei Kommando beigebracht:
"Arbeit" = locker auf einer Seite neben mir laufen, kein Schnüffeln, kein Markieren (Leine auf 1 Meter)
"Freizeit" = locker auf einer Seite neben / hinter / vor mir laufen (ohne Ziehen), Schnüffeln und Markieren ist erlaubt (Leine ist auf 2 Meter lang gemacht).
Es dauert ein paar Tage, bis der Hund das versteht, dann aber ist es wirklich hilfreich.
Liebe Grüße,
Ingo
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Die Methode "bei Leinenzug stehen bleiben und warten bis sich die Leine lockert" (klassische Konditionierung) kann auf längere Dauer für beide Seiten doch recht frustrierend sein und bringt erfahrungsgemäß nur wenig Erfolg.
Wenn es erfolgsversprechend sein soll, müßte man vom Halsband auf Geschirr umstellen oder umgekehrt (je nachdem, womit bisher geführt wurde), um es komplett neu aufzubauen b.z.w. alte Verhaltensmuster löschen zu können.
Irgendwer hat die Flexi - Leine angesprochen: würde ich niemals verwenden, weil sie die vernünftige Leinenführigkeit behindert - warum?
Hund lernt, indem er Druck ausübt, vorwärts zu kommen = ich erziehe meinen Hund zum Leine ziehen.Was die Kehrtwende betrifft (operante Konditionierung) sollte evtl. beachtet werden, diese nicht zuvor anzukündigen.
Eine Kehrtwende sollte für den Vierbeiner unvorhersehbar sein, um seine Aufmerksamkeit zu erregen.
Erst zu fortgeschrittenen Ausbildungsstand wird ein Signal eingeführt.... (ja/ nein Methode alias Michael Grewe).Außerdem könnte man den Hund ebenso dual führen (Thomas Baumann): sprich auf Halti konditionieren + Halsband oder Geschirr (oder die Kombination Halsband + Geschirr geht auch).
Dann gibt es schließlich noch das Ampelsystem (Anita Balser), was bedeutet: Hund zieht = verbales konditioniertes "Langsam" - Hund reagiert nicht = "schttt oder Leinenimpuls" - Hund reagiert nicht = Körperbetontes Signal (Fuß vor den Hund stellen oder Bein - Bodyblock).
Eine weitere und durchaus vernünftigere Methode ist die von animal Learn: visuelle Bögen und 8en laufen - zunächst ohne Ablenkung, dann Ablenkung steigern, anschließend auch mal (oh. Ablenkung) kurze gerade Strecken gehen etc.
Letzte Methode = freies Formen (Shapen)....per Clicker oder Marker (ist allerdings auch verbunden mit Geduld - ähnlich wie beim "stehen bleiben", trotzdem effektiver und etwas schneller).
Ich würde allerdings niemals darauf bestehen, dass mein Hund mich permanent anschaut - es geht hierbei (oder mir persönlich) nicht um eine perfekte Fußübung, sondern nur um ein vernünftiges "an meiner Seite laufen".
Dabei ist meinem Hund durchaus gestattet, gelegentlich hier und da zu schnüffeln.L.G., Claudia.
- Vor einem Moment
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