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Beiträge von WELSH-AUSSIE

    Hallo ihr Lieben,
    ich war lange nicht hier und eigentlich hatte ich gestern spät abends nach einem ganz anderen Thema gesucht, bin aber dann doch hier gelandet und heute ist der Thread leider gesperrt.
    Finde es immer wieder schade, wie manche Menschen reagieren, wenn man unterschiedlicher Meinung ist - aber so ist das wohl oft in irgendwelchen Foren.
    Ich habe nicht die ganzen Seiten gelesen und darum geht es mir auch garnicht, will lediglich von meiner Erfahrung mit RS schreiben und meine Meinung dazu äußern (obwohl ich eigentlich wichtigeres zu tun hätte).


    Vor 3 Jahren war ich mit meiner JR - Mix - Dame und meinem WSS - Rüde in Pohlheim zum Einschätzen.
    Ich war neugierig, weil ich wissen wollte, wer von den Beiden das Sagen hat (heute weiß ich, dass das sowieso völliger Quatsch ist) und zuvor hatte ich Herrn Ganßloser diesbezüglich um Bitte gebeten, der allerdings für viel Geld eine Ferndiagnose gestellt hätte - was mir auch sehr fraglich erschien.
    Jedenfalls wurden meine beiden Hunde als nachrangiger Bindehund 3 (N3) - stellungsschwach eingeschätzt.
    Nun, das war ein Schalg ins Gesicht, weil mir angeraten wurde, einen wegzugeben. Solche Ratschläge sind ja inzwischen bestens bekannt. Später wurde mir prophezeit, dass ich tickende Zeitbomben habe....


    Ich habe meine Hunde nicht getrennt und mich nach einigen Beleidigungen durch Frau Ertel von den RS distanziert.


    Aber ich muss gestehen, dass ich trotzdem weiß, dass es nicht völlig ersponnen ist und wenn die Dame es etwas menschlicher anstellen würde, wäre das Interesse sicher auch etwas größer an dieser Behauptung.


    Wie dem auch sei.....ich habe meine Hunde weiterhin so genommen, wie sie waren.
    Sie mögen sich, aber ein gemeinsames Spiel gibt es z. B. nicht zwischen ihnen, auch kein gemeinsames Kuscheln....nur "jagen" gehen sie zusammen...
    Aber sie knurren sich auch nicht an oder streiten nicht um Ressourcen.
    Sie haben sich arrangiert (und sind übrigens auch nicht tot krank, wie mir vorher gesagt wurde), so, wie das viele Hunde schon Jahre tun - weil sie einfach anpassungsfähig sind! Aus diesem Grund hat sich der Mensch den Hund einst zu Nutze gemacht und da kann Frau Ertel sonstwas predigen, es wird immer so bleiben.


    Trotzdem beobachte ich bei einigen meiner Kundenhunde, wie sie auf entsprechende Stellungen, von denen ich sicher weiß, reagieren....habe nun wirklich schon viel gesehen - es kann tatsächlich laut Ertels Beschreibungen harmonieren.


    Aber ich war auch bei Dreharbeiten von Frau Nowak dabei und da gab es eine geplante Zusammenführung, die leider so garnicht gepasst hat - was sie dann in der ausgestrahlten Sendung ein wenig umgemodelt hat, um die RS nicht ins schlechte Licht zu rücken.


    Das hat mich zum Nachdenken veranlasst.....
    Ich bin mir sicher, dass an den vererbten RS was dran ist....., denke ich nur daran, dass manche Züchter Mühe haben die eigene Hündin vom Wunschrüde decken zu lassen, denke ich daran, dass ich neulich 3 imposante Rüden in der Gassi - Runde hatte, die ständig in der selben Reihenfolge gelaufen sind. Ist einer kurz auf`s Feld gerannt, um Mäuse zu jagen, wurde er zurück geholt....der MBH hatte es bei einem kurzen Fotoshooting nicht nötig, sich hinzu legen.....ich kann zig Beispiele aufzählen - aber ebenso auch umgekehrt, dass ich mit 3 N3 friedlich über Monate spazieren gegangen bin, dass neulich eine Zusammenführung MBH, N2, N3, NLH so garnicht funktionierte, wie erwartet (NLH hat sich ständig vor MBH unterworfen, N3 hat vor MBH ebenfalls nur gekuscht)...


    Ich finde, man sollte das alles nicht zu ernst nehmen. Nutzen ziehen daraus in 1. Linie nur HH, die mehrere Hunde haben und wo die Hunde so garnicht miteinander können.....oder wenn ich einen VLH an der Leine habe - aber auch so einen Hund kann man nach heutigen, vielseitigen und positiven Trainingsmethoden in akzeptable Verhaltensweisen und Bahnen begleiten.


    Davon abgesehen wirft das Thema noch viele Rätsel auf. In dem Buch ist auch die Rede von stellungslosen Hunden....ein Widerspruch an sich.
    Dann gibt es eine Wolfsrudelbild mit mind. 30 Wölfen drauf. Sie laufen nacheinander und gelegentlich auch zwei, drei Wölfe nebeneinander. Frau Ertel sagte damals, dass die nebeneinander laufenden Wölfe gleicher Stellungen seien. Wie geht das, wenn sie doch gleichzeitig behauptet, dass im Hundehaushalt sowas absolut unakzeptabel ist.....


    Es gibt soviele verschiedene Rassen, Hundemischlinge, Charaktere......, stellungsschwache, gebeamte, stellungslose, "Schläfer" - Hunde...., wie soll das zu schaffen sein, RS durchzusetzen und genau das ist der Punkt, der mich an der ganzen Sache stört - das von den Verfechtern der RS all das außer Acht gelassen wird, im Gegenteil - es wird verpönt und beschimpft.


    Wie gesagt, ich bin kein Anhänger, aber auch kein absoluter Gegner....., aber ein Kritiker und gleichzeitig offener Mensch.


    In diesem Sinne: nehmt eure Hunde wie sie sind, befasst euch mit deren individuellen Wesen und hört auf euer Bauchgefühl!


    VlG, Claudia

    Zitat

    Und mir ist aufgefallen, dass bei Phelan das "Sitz" bei immer größere Ablenkung funzt. Sie kann mich zwar dabei noch nicht angucken aber der Poppes geht runter (z.B bei Katzen- oder Wildsichtung an der Leine, ohne wäre noch viel zu verlockend)


    Ich habe bei einigen Jagdhunden die Erfahrung gemacht, dass sie sich bei Wildsichtung zwar nicht abrufen lassen, wohl aber ins "Sitz" pfeifen lassen b.z.w. auch vor einer "angekündigten" Hatz noch durch "Sitz auf Entfernung" unterbrechen lassen (Timing ist natürlich wichtig).
    Ganz einfach, weil sie noch schauen dürfen....

    Ich finde, dass hier keine pauschale Antwort nützlich sein wird, weil es immer auf den Charakter des Hundes ankommt (und nicht NUR auf Rasse oder deren Mischungen).
    Außerdem - im beschriebenen Fall (Hundemeute mit Reitern)- es sind Hunde, die untereinander derartig reagieren. DAS schaffen wir Menschen niemals so differenziert und was den Hund veranlasst hat, als Einzigster aus der Reihe zu tanzen, sind alles nur Vermutungen.


    Zum AJT gibt es massig gute Ideen, aber pauschale Ratschläge?
    Ob nun Superschlachtruf (den ich persönlich nicht MEHR für DIE Idee halte) oder Vorstehen zu clickern, oder mit Premack und viel Impulskontrolle arbeiten, dass muss jeder HH seinem Hund entspr. entscheiden, viell. mal ein bissel probieren.


    Impulskontrolle üben wir doch unbewusst ohnehin genug..., im Ernstfall (je nach Jagdeifer des Hundes) zieht diese auch nicht immer, wenn überhaupt.


    Was man aber durchaus trainieren kann, sind reale Situationen mit Duftspuren oder ein plötzlich aus dem Gebüsch heraus fleuchendes Felldingens.
    Also fast "perfekt" nachgestellte Situationen.
    Davor benötigt man doch erstmal Grundgehorsam und Vermitteln der "einfachsten" Dinge in relativ normalen Situationen, Auslastung und eigene Beherrschung.


    Noch wichtiger ist, den Hund "lesen" zu können, seine Reaktionen voraussehen zu können und - ihn auch mal Hund sein lassen.
    Verbiete ich meinem Hund permanent alles, würde alles andere auch nix nützen, wenn ich meinen Hund nicht zu einem Leben mit Schleppe verdonnern will.


    Pia ist gut, aber gewisse Dinge sind zu oberflächlich.....aber wie gesagt, dass kommt halt immer auf die Jagdleidenschaft des Hundes an.
    Wenn ich bei manchen meiner Fellnasen nur nach P.G. trainiert hätte, würden die Kunden niewieder kommen, weil eben nicht alles so funzt, wie sie es lehrt.

    Habe ich in bisher keiner seiner Sendungen gesehen (habe allerdings auch nicht ALLE geschaut).
    Das was ich gesehen habe: er verweist gelegentl. auf "Hundetrainer" und in irgendeiner Folge hat ein Trainer im Beisein von CM ein wenig in diese Richtung mit dem Hund gearbeitet. Hat der Hund aber nicht von sich aus angeboten, es wurde ihm praktisch "gelehrt".


    Bei CM selbst dürfen die Hunde doch garnicht suchen, da sie ja ständig hinter ihm laufen müssen oder eben anderweitig im Gehorsam zu stehen haben.

    Zitat

    Was ich damit sagen möchte: die Bekannte regelt sonst auch viel und trotzdem hat ihr Hund zuerst reagiert.
    Wenn der Mensch in diesem Fall Rudelführer wäre, dann hätte doch der Hund sich garnicht gewagt, zu reagieren.....Versteht ihr, was ich meine? Es geht einfach nicht wirklich.....in diesem Sinne, wie es CM immerwieder betont....


    mal abgesehen davon, dass ein mensch-hunde-gespann kein rudel ist: wieso sollte in einem rudel nur der chef die verteidigung übernehmen? wer behauptet sowas?
    in einem funktionierenden rudel reagieren alle mitglieder auf fremde artgenossen, nicht nur der chef der bande.
    teilweise werden sogar andere vorgeschickt.


    CM behauptet das und genau darum geht es ja irgendwie - ein Mensch und Hunde (gemeinsam lebend) sind kein Rudel und werden nie ein Rudel sein.


    Sicher kann ich meinem Hund lernen, alles selbst zu regeln (also ich - der Mensch)....., dennoch beobachte ich bei vielen, verschiedenen Mensch - Hund - Gespannen, die oft perfekt harmonieren, dass es immer eine Kleinigkeit gibt, die der Hund auf seine Art und Weise managt - wir bekommen nicht alles so hin, dass der Hund garnix mehr regeln muss, will, braucht, darf etc. .....

    Wow, die letzten Beiträge sind wirklich super - und keiner behauptet Rudelführer zu sein.
    Weil es garnicht geht....., nicht sein kann.


    Neulich erst habe ich bei einer Bekannten beobachtet, dass sie ihren Hund sehr gut "kontrollieren" kann und sie auch ein sehr gutes Gespann sind : dann kam ein freilaufender Hund auf sie zu (ihr Hund war auch ohne Leine, aber auf Höhe der HHin), den ihr Hund unmissverständlich gesagt hat, dass er nicht näher kommen soll.
    Gerne hätte meine Bekannte das dem entgegenkommenden Hund selbst "mitgeteilt", ihr Hund war aber schneller und mit Sicherheit viel differenzierter und deutlicher, als sie hätte sein können.


    Was ich damit sagen möchte: die Bekannte regelt sonst auch viel und trotzdem hat ihr Hund zuerst reagiert.
    Wenn der Mensch in diesem Fall Rudelführer wäre, dann hätte doch der Hund sich garnicht gewagt, zu reagieren.....Versteht ihr, was ich meine? Es geht einfach nicht wirklich.....in diesem Sinne, wie es CM immerwieder betont....

    Keine Ahnung - ich jedenfalls nicht. Komme schon seit ein paar Tagen nicht mehr zum Schauen....., muss ich aber auch nicht mehr, da es allmählich langweilig wird....., weil es fast immer das Gleiche ist.
    Soviel hat er nicht "in petto" - ist weder positiv, noch negativ zu bewerten.


    Für mich als Trainer wäre das einfach zu wenig, nicht individuell genug - unabhängig von den Meinungsverschiedenheiten zu CM generell.


    PS: ich spreche aber nur für mich!

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