Hund knurrt Halter an - ein NO-GO??
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Hey Leute.
Ich hatte vor einiger Zeit beim Hundesport einen Vorfall mit anschließender Gesprächsrunde, der mir die ganze Zeit noch im Kopf rumgeistert.
Grob ging es darum, ob ein Hund den Halter anknurren darf.
Die Sache fing damit an, dass ich beim THS Slalomlauftraining über meine eigenen Füsse gestopert bin und dabei aus versehen Liska umgestoßen habe. Das war alles sehr unglücklich und für Hündi leider weniger angenehm und vor allem ganz unerwartet. (Keine Sorge weder Liska noch mir ist irgendwas im Ansatz ernstes passiert!) Doch vor Schreck hat Liska geknurrt. Ich fand das in dem Moment überhaupt nicht schlimm, sogar aus menschlicher Sicht verständlich, da es mehr so eine Art verärgertes Aufstöhnen war.
Unser Trainer fand ihre Reaktion alles andere als in Ordnung. Ich bin weder auf seinen Kommentar eingegangen, noch kam es mir in den Sinn Liska deswegen anzumeckern. In dem Moment war es mir wichtiger, sicherzugehen ob sie sich nicht verletzt hatte.Nach dem Training saßen wir in gemütlicher Runde und haben noch etwas geplaudert. Es trainieren vorwiegend Leute unseres Alters (um die 25) mit uns. Schließlich kam dann das Thema "Anknurren des Halters" auf. Und ich muss zugeben, dass ich teils doch sehr geschockt war, über deren Standpunkte.
Fast einvernehmlich wurde postuliert, dass derren Hund mit radikalen, körperlichen Strafen zu rechnen hätten, wenn sie nur im Ansatz den eigenen Halter anknurren würden.
Nach dem ich meine Sprachlosigkeit überwunden hatte, wies ich darauf hin, dass es doch Unterschiede beim Knurren gibt und dass vor allem zu einem Drohen viel mehr als nur ein Knurrlaut gehört. Doch irgendwie stand ich alleine mit meiner Meinung da.Wie seht ihr das?
Womöglich sehe ich diese Streitfrage nicht ganz so eng, weil ich natürlich nur von meinem Hund und ihrer Persönlichkeit ausgehe. Liska ist nämlich ganz und gar kein Typ Hund, der bei Schmerzen fiept. (Wobei wir zum Glück noch nie eine Situation hatten, in der sie solche Schmerzen hatte, dass sie heulen musste:)
Ich bestrafe es nicht, wenn Liska mich in einigen Situationen anknurrt. Dabei spreche ich von diesem kurzem meckernden Knurren. Wenn ich ihr aus versehen (nicht immer bin ich geschickt) auf die Pfote latsche , lässt sie manchmal einen kurzen Knurrlaut fallen und blickt sie mich anschließend empört an. Stets zeigt sie keinen Ansatz zum Schnappen oder Fliehen. Ihr Verhalten ist danach nicht verändert und sie lässt sich ohne Probleme überall von mir anfassen etc.
Aber der Punkt ist, dass ich meinem Hund auch das Recht zugestehe, mir zu zeigen, dass sie etwas gerade echt blöd/schmerzhaft fand. Genauso meckere ich auch meine Liebsten an, wenn sie mir den Einkaufswagen in die Hacken rammen.
Ich erwarte nicht von meinem Hund alles toll zu finden, was ich tue, solange sie es eben erduldet.Wie deutet ihr solch ein Knurren? Sehr ihr das auch Situationsgebunden? Oder ist es für ein ein untastbares NO-GO?
Freue mich schon auf eure Meinungen.
Dawn
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Ist für mich ganz einfach:
Darf ein Hund den Menschen nicht mehr durch knurren warnen, wird er diesen Schritt wohl oder übel überspringen und direkt schnappen oder beißen.
Was möchte man nun lieber haben, einen Hund der dem Menschen zeigt, wie weit dieser gehen darf oder einen Hund, der für den Menschen aus "heiterem Himmel" zubeißt?
Daher sehe ich es als völlig falsch an, Hunde für das knurren zu bestrafen, es ist nunmal eine Art der Kommunikation.
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Toffie darf Knurren. Schließlich ist es immer eine Warnung. Warum auch nicht?
Sie darf knurren, wenn ich sie erschrecke und sie darf knurren, wenn jemand sie bedrängt oder ihr Futter wegnehmen will. Nur wenn ich sage: "Nein,Aus". dann muss sie mir das Futter ohne zu knurren geben, es könnte ja etwas sein, was sie nicht fressen soll.Ich kenne viele Menschen, die Knurren nicht zulassen und ihren Hund dann züchtigen. Sie denken dann, ihr Hund will sie dominieren und die Weltherrschaft an sich reißen.
Aber es ist nunmal Hundesprache. Was sollen sie denn sonst machen.
Solange ich das Knurren in wirklich wichtigen Fällen unterbinden kann (zB wichtige Futterwegnahme), ist knurren völlig ok. -
Joschi - wir haben ihn seit Welpentagen - hat mich noch nie böse angeknurrt, aber das wäre für mich tatsächlich ein No-Go.
Würde dann ganz schnell meine Trainerin fragen, was in dem speziellen Fall zu tun ist.
Als ich Joschi mal unglücklich auf den Fuß getreten bin, hat er nur gefiept.
Jetzt mal ganz intuitiv: Wenn er knurren würde, etwa weil ich ihm etwas wegnehme, gäbe es ein verbales Donnerwetter. Joschi ist aber nicht der Knurrtyp.
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Also wenn ich lese, dass die Anderen aus euer Hundegruppe ihre Hunde bestrafen, wenn sie knurren, krieg ich schon wieder Plaque. :rock2green: :rock2green:
Dein Wauzi hat dich doch nicht gebissen, sondern nur kurz gesagt :" He, vorsichtig. Ich bin auch noch da.." Vergiss den Mist, den die sagen und mach dir bloß kein schlechtes Gewissen.
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ganz einfach antwort:
meine hunde dürfen und durften mich immer anknurren oder auch anbrummeln.
ein knurren oder brummen kann so vieles bedeuten, kann aus sovielen gründen "passieren", kann in sovielen unterschiedlichen varianten und abstufungen kommen - ich möchte meinen hunden dieses kommunikationsmittel nicht nehmen.
ich sorg lediglich dafür, dass sie wenig oder gar keinen grund haben, zu knurren oder zu brummeln.
mein sam - der brummt, grummelt, knurrt den lieben langen tag vor sich hin (der ist überhaupt sehr mitteilsam) müsste ich ihm das "austreiben" ich käm hier zu gar nix mehr...

mein joey brummt oder knurrt nur äusserst selten - wenn, dann ist allerdings aufmerksamkeit von MIR gefordert, denn dann teilt er mir ganz deutlich was mit.
und bevor nun das todschlagargument von wegen rudelführer, dominanzdingsbums und dergleichen kommt:
keiner meiner hunde knurrt, weil er irgendeine ressource vor mir verteidigen will
oder weil er sich zum weltherrscher aufschwingen möchte. -
Zitat
Wie deutet ihr solch ein Knurren? Sehr ihr das auch Situationsgebunden? Oder ist es für ein ein untastbares NO-GO?
Situationsgebunden darf mich ein Hund auch anknurren, klar.
Mich oefter mal anknurren aus "nichtigen" Gruenden waere ein No-Go, da wuerde ich aber nicht das Knurren im Moment verbieten sondern wuerde an der Wurzel des Uebels arbeiten um den Grund seines Knurrens abzuschalten.
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Es ist ein Unterschied ob der Hund DICH anknurrt oder in Deinem Beisein knurrt. In Deinem Fall hat er situationsbedingt geknurrt. Das kam doch intuitiv und aus dem Schreck heraus. Finde ich verständlich.
Schara hat mich heute angeknurrt, weil ich schon wieder so ne blöde Sprayflasche für ihre Pfoten in der Hand hatte. Das Knurren galt der Flasche, nicht mir.Wenn der Hund knurrt, weil ich zur Tür reinkomme, oder mich neben meinen Mann setze, dann wäre das bedenklich.
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Henry hat noch nie einen Menschen angeknurrt.
Täte er es, wäre es für mich ein Zeichen, dass ihm irgendwas bedrohlich vorkommt und ich würde gucken, wie ich die Situation für ihn regeln kann.
Verbieten oder bestrafen würde ich ein knurren nicht. -
Ich habe einen Hund, dem jegliche Art von drohen/aeussern von Unmut ausgetrieben wurde. Mit dem Ergebnis, dass die Zaehne eben ohne Drohung eingesetzt wurden.. Mein kleines Blumenkind :liebhab:
Wie sag ich immer? Ich nehme dem Hund nicht einen Teil seiner Kommunikation (= das knurren). Ich nehme ihm den Grund auf diese Art mit mir kommunizieren zu muessen!
Im Spiel will ich z.B. knurren haben, ich will, dass die Hunde kaempfen. Alles andere ist eine Frage der Situation (mein Prinzesschen - Menschen gegenueber ein absolutes Schaf - hat unter Schmerzen gebissen und das ist fuer mich vollkommen ok), der Gewoehnung und der Beziehung zum Halter..
- Vor einem Moment
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