Was haltet Ihr davon: Welpe 4mon., 8 Std. alleine

  • Zitat


    Dazu fällt mir auch noch was ein, was auf jeden Fall auch nicht von der Hand zu weisen ist.
    Neulich kam uns beim Gassi gehen ein Mann mit zwei Hunden entgegen. Wir kamen mit ihm ins Gespräch und erzählten ihm, dass wir gern die zwei Hunde (mit denen wir unterwegs waren), adoptieren wollen, uns aber noch Gedanken machen, ob wir das zeitlich hin bekommen.
    Er meinte darauf, dass man Hunde natürlich nicht ewig allein lassen soll aber:

    ZITAT: "Es ist immernoch besser den Hund ein paar Stunden allein zu lassen, wenn man ihm in der restlichen Zeit ein tolles zu Hause und viel Liebe bietet, als ihn womöglich ewig im Tierheim zu lassen wo er zwangsläufig nur "abgefertigt" wird. "


    Richtig!

    Ein paar Stunden. Darunter verstehe ich 3 - 4 Stunden, auf keinen Fall 9 - 10 Std.

    Aber jeder so wie er meint. Für mich wäre das nichts und für meine Hunde schon gar nicht.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Zitat


    Dazu fällt mir auch noch was ein, was auf jeden Fall auch nicht von der Hand zu weisen ist.
    Neulich kam uns beim Gassi gehen ein Mann mit zwei Hunden entgegen. Wir kamen mit ihm ins Gespräch und erzählten ihm, dass wir gern die zwei Hunde (mit denen wir unterwegs waren), adoptieren wollen, uns aber noch Gedanken machen, ob wir das zeitlich hin bekommen.
    Er meinte darauf, dass man Hunde natürlich nicht ewig allein lassen soll aber:

    ZITAT: "Es ist immernoch besser den Hund ein paar Stunden allein zu lassen, wenn man ihm in der restlichen Zeit ein tolles zu Hause und viel Liebe bietet, als ihn womöglich ewig im Tierheim zu lassen wo er zwangsläufig nur "abgefertigt" wird. "

    Ja und? Der nächste sagt dazu vielleicht: es ist immer noch besser auf die Adoption eines Hundes zu verzichten, wenn er zu lange allein sein muss - und ihm damit die Chance auf ein Zuhause zu lassen, in dem er nicht so lange allein warten muss.

    Was hier anscheinend einige vergessen... der Mensch kann entscheiden, ob er in der Lage ist, einem Hund ein anständiges Zuhause zu bieten. Der Hund muss damit klarkommen, ob er will oder nicht.

  • Zitat

    Wo ist denn das Problem mit 8 Stunden?
    Ich schlaf schon mal länger wie 8 Stunden und das müssen meine Hunde auch ab.

    Hunde nur für Arbeitslose und gelangweilte Hausfrauen?
    So kommt es mir echt vor.

    UNd wenn der Welpe damit klar kommt, warum nicht.
    Meine Hunde kennen es auch nicht anders von klein auf. Dann hab ich halt mal die eine oder andere Pfütze mehr weggewischt, ja und?
    Dafür hab ich Hunde die ich überall problemlos alleine lassen kann.


    meckmeck ich bin voll bei Dir

    Bei uns ist es eine durchwachsene Situation: Ich arbeite voll, verlasse um 7.00 Uhr das Haus um gegen 17.00 Uhr wieder zu kommen, Freitags komme ich 13.00 Uhr heim. Mein Mann arbeitet auch voll, allerdings Schichten, so dass er sehr oft am Wochenende oder nachts arbeitet. Effektiv verbleiben somit jeden Monat ca. 3-4 Tage, an denen Janosch länger als 6 Stunden allein sein müsste. Diese versucht mein Mann entweder zu tauschen bzw. nehme ich mir einen halben Tag Urlaub um 13.00 Uhr zu Hause zu sein. Ob wir das so weiter praktizieren, wenn Janosch älter ist und die Stubenreinheit zuverlässiger klappt (tut sie jetzt eigentlich schon, nachts hält er locker 8-9 Stunden) wissen wir noch nicht. Vielleicht muss er an diesen 3-4 Tagen dann einfach durch.

    Wir haben Janosch schon nach 3 Wochen (da war er 13 Wochen) mal für 3 Stunden allein gelassen (ohne Aufbautraining). Alle Hunde die wir in der Familie bisher hatten, konnten ohne irgendein sekundenweises Aufbautraining allein bleiben. Ich glaube manchmal das gerade diese Übervorsicht diese Probleme noch verstärkt.

    Auch finde ich, dass man diejenigen die Vollzeit arbeiten und nun mal nicht das Glück haben den Hund mit ins Büro nehmen zu können, Home Office nutzen zu können oder Freiberufler zu sein, nicht das Recht auf einen Hund verwehren kann. Die Zeiten heutzutage sind nun mal so.

    Jetzt kommt mal ein krasser Vergleich (einige werden mich schlagen, ich sehe es aber trotzdem so): Wann beschäftigen sich denn bitte die Vollzeit arbeitenden Menschen mit ihren Kindern, helfen bei Hausaufgaben, lesen Geschichten vor? Sie organisieren ihren Alltag so, dass sie die Zeit dafür finden. Daher finde ich die Frage danach WANN sich die Leute mit ihrem Hund beschäftigen überflüssig bzw. so pauschale Aussagen, wie „wenn ich keine Zeit habe, lege ich mir keinen Hund zu“.

    Da werden manche Leute die Vollzeit arbeiten und (aus Zeitgründen) auf ein Kind verzichten (eventuell auch müssen) als Egoisten abgetan. Sie beteiligen sich ja nicht am Nachwuchsproduzieren für die Sicherung der Rente der ewigen Hausfrauen und Mütter, die durchaus Hunde halten dürfen – haben schließlich Zeit. Das impliziert doch ein Hund dürfen Vollzeitler bitte nicht halten, dafür haben sie zu wenig Zeit, aber ein Kind sollen sie doch bitte schön bekommen :irre:

    Meine Meinung dazu.


  • :gut: :gut: :gut:


  • Also, ich persönlich kenne niemanden, der auf Kinder verzichtet, weil er meint, keine Zeit zu haben, um ihnen bei den Schularbeiten zu helfen oder eine Geschichte vorzulesen... :???:
    Und mein Kind ist in der Lage, sich auch ohne mich zu amüsieren, sei es im Kiga oder in der Schule oder bei Verabredungen. Mein Hund kann das nicht und daran wird sich im Laufe des Hundelebens auch nichts ändern.

  • Zitat

    Ja und? Der nächste sagt dazu vielleicht: es ist immer noch besser auf die Adoption eines Hundes zu verzichten, wenn er zu lange allein sein muss - und ihm damit die Chance auf ein Zuhause zu lassen, in dem er nicht so lange allein warten muss.

    Was hier anscheinend einige vergessen... der Mensch kann entscheiden, ob er in der Lage ist, einem Hund ein anständiges Zuhause zu bieten. Der Hund muss damit klarkommen, ob er will oder nicht.

    danke Schnaudel!

    Und was ich persönlich echt nicht mehr ab kann, ist diese Floskel

    "immer noch besser... als..."

    Das sagt schon sehr viel aus! Sorry, aber wovon reden wir hier noch mal? Von Hunden, oder?

  • Wieso "Recht auf einen Hund"?
    Bei mir hat es sich so ergeben, dass es jetzt die Umstände für einen Hund passend sind (Freiberufler), wäre das nicht so, hätte ich definitiv keinen oder würde die Umstände schaffen, die für einen Hund passend sind.
    Nie würde ich auf die Idee kommen, ich hätte das "Recht auf ein Lebewesen". Wer soll mir das geben? Wieso muss ein Lebewesen für mich so krass auf eigene Rechte und Ansprüche verzichten, dass es aus Not in die Wohnung pinkelt und 8, 9 Stunden jeden Tag auf mich warten muss? Weil ich mir einrede, dass es meinem Hund ja so gut geht? Verstehe ich nicht.

    Nein, garantieren kann ich nicht, dass meine Umstände für immer so sind. Aber wenn sie von vorneherein nicht hundegerecht sind, dann schaffe ich mir keinen Hund an.

    Wer mal ernsthaft die Abgabehunde im TH anschaut, dem fällt auf:
    Viele sitzen wegen ihrer Rasse dort.
    Einige wegen Aggressionsproblemen.
    Und wirklich viele schaffen das Alleinbleiben nicht und wurden dann abgegeben.

  • Zitat

    Wieso "Recht auf einen Hund"?
    Bei mir hat es sich so ergeben, dass es jetzt die Umstände für einen Hund passend sind (Freiberufler), wäre das nicht so, hätte ich definitiv keinen oder würde die Umstände schaffen, die für einen Hund passend sind.
    Nie würde ich auf die Idee kommen, ich hätte das "Recht auf ein Lebewesen". Wer soll mir das geben? Wieso muss ein Lebewesen für mich so krass auf eigene Rechte und Ansprüche verzichten, dass es aus Not in die Wohnung pinkelt und 8, 9 Stunden jeden Tag auf mich warten muss? Weil ich mir einrede, dass es meinem Hund ja so gut geht? Verstehe ich nicht.

    Nein, garantieren kann ich nicht, dass meine Umstände für immer so sind. Aber wenn sie von vorneherein nicht hundegerecht sind, dann schaffe ich mir keinen Hund an.

    DAS ist genau das, was ich immer nicht verstehen kann! Ein Hund ist doch kein "Grundbedürfnis", das jeder Menschen unbedingt haben MUSS, komme was wolle! Man muss doch in der Lage sein, objektiv zu entscheiden, ob es RICHTIG ist, sich einen Hund anzuschaffen, und zwar aus Sicht des Hundes, nicht aus Sicht des Menschen!

  • Zitat

    danke Schnaudel!

    Und was ich persönlich echt nicht mehr ab kann, ist diese Floskel

    "immer noch besser... als..."

    Das sagt schon sehr viel aus! Sorry, aber wovon reden wir hier noch mal? Von Hunden, oder?

    Gut stimmt auch wieder. Ich bin sowieso der Meinung, dass man sich, wenn man einen Hund schon allein lassen muss nach einem Hundesitter oder eine Hundetagesstätte umsieht. So wollen mein Freund und ich das machen, falls es mal garnicht anders gehen sollte.
    Abgesehen davon gibt es doch sicherlich immer mal jemanden im Bekannten oder Verwandtenkreis der mal nach dem Hund sehen kann.

  • Ab 4 Stunden machen wir Notfallpläne, länger will ich ihn nicht alleine lassen, auch wenn er zuhause ein ruhiges Gemüt hat (nichts zerlegt usw.). Emil ist jetzt 7.5 Monate alt. Aber auch wenn er erwachsen ist, soll das so bleiben.
    Dann muss eben jemand seinen Dienst auf der Arbeit verschieben (das ist bei uns in der Regel möglich) - wenn gar nichts mehr geht, muss Oma ran, war aber erst einmal der Fall.

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