Was haltet Ihr davon: Welpe 4mon., 8 Std. alleine


  • Ich geb dir auch voll und ganz recht!!!!

    Meine Maus ist nun knappe 4Monate alt und wir bauen das Alleinsein nun langsam auf. Momentan sind wir bei zwei Stunden angekommen worauf ich sehr stolz bin. Bis jetzt keine einzige Pfütze oder jammern oder sonst was

    Ich finde aber auch, dass sich Hunde sehr wohl selbst beschäftigen können wenn sie alleine sind. Mensch muss einfach nur das richtige Spielzeug finden, was Hund gefällt und auch der Spaß länger andauert.

    Ich versteh nicht, warum manche so ein Tamtam daraus machen. Vielleicht sind es diejenigen, wo es bei ihren Hunden das alleine nicht klappt. Schließlich soll sich der Hund auch an mich orientieren und nicht ich nach dem Hund nach dem Motto: "Gehen wir heut shoppen?" "Boa ich hätt voll bock aber mein Hund kann leider meinen Hund nicht aus Mitleid paar Stunden allein lassen"

    Wenn es ein Hund lernt seh ich es kein Problem. Danach muss halt ausgiebig gespielt werden. Der Hund wird schon nicht sterben nur weil er bei manchen bis zu 9Stunden allein bleibt - in meinen Augen nur Sache der Erziehung

  • Hallo,

    ich finde man sollte sich auf keinen Fall an schlechten Beispielen orientieren.

    Man sollte sich nicht hinter einer Masse verstecken, die das ja auch so macht, wenn es aber falsch ist, was sie tun.

    Ich lasse meinen Knirps nicht sehr oft allein und auch nicht sehr lange allein. Für geplante Sachen suchen ich mir einen Sitter.
    Einen Hund den ganzen Tag allein zu lassen finde ich schlichtweg unfair.

  • Wenn ich arbeite habe ich Geld um mir einen Hund zu halten. Kann gutes Futter :roll:, teure Arztkosten usw. bezahlen. Aber ich bin dann für 8 Std ausser haus. Das disqualifiziert mich definitiv als HH.

    Habe ich viel Zeit und keine Arbeit, bin ich oft auch finanziell eingeschränkt. Somit keine Möglichkeit für Hundeschule, Trainer, Arztkosten. Ein Nogo als Hundehalter.

    Bin ich Mutter, Mann verdient gut, hab ich Zeit, aber mehrere Kinder. Die Kinder sind wichtiger, der Hund macht Probleme, keine Zeit für Trainer usw. In den Ferien wird in den Urlaub gefahren, natürlich ohne Hund. In der Zeit sind die Hundesitter gut ausgebucht. Wieder nix mit der Hundehaltung.

    Dann gebe es noch die Studentin oder den Azubi, die aber noch nicht wissen was mal später ist. Ev. fallen sie dann in eine derersten drei angesprochenen Kategorien. Also lieber weg vom Hundeerwerb und später entscheiden.

    Alles Situationen die hier in den Foren oftmals durchgekaut werden. Ja, wer soll sich dann noch einen Hund zulegen? Bei wem ist es denn perfekt für den Hund? Bei mir nicht und bei den meisten anderen HH die ich kenne, gebe es auch das eine oder andere Argument gegen die Hundehaltung.

    Ich würde dafür plädieren, dass man sich vorher Gedanken um den passenden Hund macht. Warum muss ich mir einen Welpen holen, wenn ich 8 Std. ausser haus bin? Vielleicht wäre ein älterer Hund as dem TH froh über ein ruhiges warmes Plätzchen ohne große Gassigänge.
    Ich habe auch vorher gewusst, dass ich selbstständig bin und mind. 4 Tage die Woche ganztags im Laden bin. Dass ich Kundenkontakt habe, dass ich Auto fahren muss und dass es bei mir manchmal laut zugeht. Auch muss ich mal wochenends auf die Messe, oder fahre mal in einen Kurzurlaub ohne Hund. Ich hätte gerne wieder einen Welpen gehabt, habe diesen Wunsch aber aufgrund der Situation schnell verworfen.
    Wir haben den für uns passenden Hund gefunden. Der Hund profitiert von unserer Alltagssituation und wir profitieren von Schara.
    So kann es auch gehen, aber da muss man sich eben vorher Gedanken machen und ein bisschen suchen.

  • Zitat

    Und was ich persönlich echt nicht mehr ab kann, ist diese Floskel

    "immer noch besser... als..."

    Ich denke auch, diesen relativen Bezug stellt der Hund nicht her. Ebenso wie Dankbarkeit (der Hund schaut nicht zurück) und Liebe (macht Euch nix vor, Hunde sind Opportunisten. Die "lieben" zur Not auch andere Leute).

  • Zitat

    Alles Situationen die hier in den Foren oftmals durchgekaut werden. Ja, wer soll sich dann noch einen Hund zulegen? Bei wem ist es denn perfekt für den Hund? Bei mir nicht und bei den meisten anderen HH die ich kenne, gebe es auch das eine oder andere Argument gegen die Hundehaltung.

    Partner von gut verdienenden Leuten, ohne Kinder.

    Aber sehr gut beobachtet. Stellt man die eigene Eignung (für Hundehaltung) in einem Internetforum zur Diskussion, kommt ohnehin dies heraus: Der, der darüber befindet, ist der einzig geeignete auf Gottes Erdboden.


  • So ist es da geb ich dir vollkommen recht

  • Zitat

    Ich finde aber auch, dass sich Hunde sehr wohl selbst beschäftigen können wenn sie alleine sind. Mensch muss einfach nur das richtige Spielzeug finden, was Hund gefällt und auch der Spaß länger andauert.

    Das ist eine Lehrbuchweisheit. Hunde können sehr wohl allein bleiben, Du übst es ja auch. Mein Hund spielt nicht, wenn er allein ist. Er trinkt nicht mal. Er liegt im Flur und wartet. Also nicht JEDER Hund beschäftigt sich allein.

    Zitat


    Ich versteh nicht, warum manche so ein Tamtam daraus machen. Vielleicht sind es diejenigen, wo es bei ihren Hunden das alleine nicht klappt. Schließlich soll sich der Hund auch an mich orientieren und nicht ich nach dem Hund nach dem Motto: "Gehen wir heut shoppen?" "Boa ich hätt voll bock aber mein Hund kann leider meinen Hund nicht aus Mitleid paar Stunden allein lassen"

    Es geht hier nicht um ein paar Stunden und nicht darum den Hund überall mitzuschleppen. Es geht um regelmäßig den vollen Arbeitstag. Der Hund orientiert sich auch nicht an Dir, sondern erduldet das, was Du ihm aufträgst.

    Zitat


    Wenn es ein Hund lernt seh ich es kein Problem. Danach muss halt ausgiebig gespielt werden. Der Hund wird schon nicht sterben nur weil er bei manchen bis zu 9Stunden allein bleibt - in meinen Augen nur Sache der Erziehung

    Nein, nicht alles ein Sache der Erziehung.
    Und mir geht es darum, dass der Hund ebenfalls zu seinen Bedürfnissen und Ansprüchen kommt, sonst hätte ich ihn nicht. Dass er nur nicht stirbt reicht Dir vielleicht, für mich ist das zu wenig.

  • also auch wenn es für einige Menschen wirklich schwer zu ertragen ist, aber als ich damals einen Hund wollte, habe ich mich als erstes mal gefragt, ob ein Hund in mein Leben passt.

    Zufällig habe ich die Möglichkeit, den Hund mit zur Arbeit zu nehmen. Nun, er hat sich aber als nicht besonders bürotauglich erwiesen, weil er dort einfach nur total gestresst ist und meint, mein Büro bewachen zu müssen. Daran haben auch mehrere teure Hundetrainer nichts ändern können :roll:

    Was ich aber von Anfang an wusste: es gibt einen Plan B! Und der sieht so aus, dass mein Freund, der selbständig ist und viel von zu Hause arbeitet, einspringen kann, wenn es bei mir im Büro nicht geht. So machen wir es momentan und es klappt gut. Mein Hund ist nun öfter mal 4-5 Stunden allein, und er genießt das sogar. Aber spätestens nach 5 Stunden kommt jemand, der ihm die Möglichkeit gibt, sich zu lösen und sich mit ihm zu beschäftigen.

    Ach ja, Plan C und D gibts auch noch (Nachbarn, Freunde, bezahlter Sitter)...

    Und nun stellt euch mal vor, wenn diese Möglichkeiten alle nicht von Anfang an bestanden hätten, dann, ja dann: dann hätte ich heute keinen Hund!! Weil ich dann zu Gunsten des Hundes auf selbigen verzichtet hätte. Ja ist es denn zu fassen??

    Manchmal frage ich mich, in was für einer Welt wir leben, dass alles immer völlig selbstverständlich sein muss. Traurig!

  • Unser Alltagsleben wird immer stressiger, wir haben alle immer weniger Zeit, jeder rennt täglich von A nach B und zurück. Trotzdem gibt es immer mehr Hunde, noch nie zuvor wurden so viele Hunde im Namen des Tierschutzes aus dem Ausland zu uns geholt. Die Tierheime sind voll mit Abgabehunden.
    Es gab noch nie so viele Hundesorten und Hundefutter-Firmen wie in der heutigen Zeit. Die Hunde-und Katzenspielzeug-Branche boomt mehr als die Kinderspielzeug-Branche.
    Hundeschulen, Trainer und was sich Trainer schimpft sprießen aus der Erde wie Spargel im besten Erntejahr.
    Die Mitgliederzahlen von Hundeforen steigen ;) und mit ihnen steigt auch die Zahl der Problemhunde, oder besser gesagt, der Hunde, die als Problem angesehen werden.
    Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Aber das wird jetzt glaube ich OT. :???:

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