"Baustellen" beim Hund

  • Zitat

    Vielen lieben Dank für die ausführliche Info.. Muss auch wieder mehr mit dem Clicker schaffen! das wäre der erste Ansatzpunkt..
    Arbeitest du auch anderweitig mit dem Clicker? Wenn ja, was z.B noch so? :smile:

    Ich arbeite mitlerweile auch mit Zeigen&Benennen (andere Hunde, Pferde, Wild, Kinder, ...alles was total zum durchdrehen führt) und clicker auch generell recht viel. Von Grundkommandos bis Fußlaufen - ich versuche bei allem das Clickern einfließen zu lassen und habe jetzt, nach gut 7 Monaten, schon richtig Übung mit dem Timing und Leckerchengeben. Klappt richtig gut. Ein Futterbeutel am Gürtel hilft da echt enorm, zudem hat meine Hündin nach der Grundkonditionierung gelernt, dass es einige Sekunden dauern kann, bevor der Keks kommt.
    Ich bin absoluter Clickerfan. Achja, ich benutze nicht direkt einen Clicker, sondern ein Markergeräusch - Zungeschnalzen. Das Erspart das rumgefummel mit dem Kästchen in der Hand.

  • Lucy: wie formuliere ich es... sie plustert sich bei fremden Hunden zu sehr auf. Ich vermute, das ist mehr mein Problem, als Lucys oder das der fremden Hunde. Im Freilauf, wenn ein anderer Hund Kontakt aufnimmt, checkt sie ab, sehr deutlich, fordert Unterordnungssignale. Sie rauft nicht, sie pöbelt nicht (an der Leine oder sonst wie), sie nähert sich auch nicht von sich aus dem anderen Hund (außer sie denkt, der Kontakt lässt sich eh nicht vermeiden). Sie ist problemlos in hundereicher Gegend zu führen, mit und ohne Leine. Aber direkte Kontakte mit fremden Hunden lasse ich in aller Regel nicht zu. Wir hatten im Laufe der Jahre einige Versuche, was zu ändern. Hat sich aber nie. Mittlerweile lebe ich damit (dass sie kaum Fremdhundkontakte hat), zumal wir eh kaum Hunde treffen und Lucy auch fast nie mit anderen Hunden spielt, auch nicht mit befreundeten. Ansonsten keine Baustellen. Ihren Eigensinn mag ich :D :p

    Grisu: Er hat sich ganz toll gemacht. Dennoch: ein Rest Training an Impulskontrolle und Frustrationstoleranz bleibt bei ihm wohl immer :???: . Ich könnte keine spezielle Situation nennen, aber bei ihm ist es so, wenn ein gewisses Erregungslevel überschritten ist, "explodiert" er. Kommt nur noch sehr selten vor, aber so ganz in Sicherheit wiege ich mich bei ihm nie. Vielleicht auch einfach der krasse Unterschied zur doch sehr souveränen und berechenbaren Lucy?! Bei ihm haben wir extrem viel genau daran gearbeitet: Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und bei mir: sicherer führen, klareres Feedback, genaueres Lesen des Hundes und ihm vermitteln, ich hab die Situation im Griff

  • Wir arbeiten an der Leinenaggression mit "Zeigen und Benennen" von Shoppy und Hundetrainerin (die Zweite).
    Die Baustelle beim Agility total hochfahren wenn Shanti nicht dran ist ist dank "Zeigen und Benennen" schon viel besser geworden.
    Naja, dann gibts noch die Baustelle, dass Shanti andere Hunde zu stark maßregelt. Wobei meine Hundetrainerin meinte, es ist nicht dramatisch, aber ihre Maßregelung ist schon etwas heftiger als normal. Ich habe aber auch mittlerweile gemerkt, dass sie nicht mit jedem Kontakt haben möchte und sie hat wirklich nur noch wenig Fremdhundkontakte. Ich rufe sie aus dem Spiel öfters ab und verordne ihr ne Pause und versuche zu gucken, wenn sie erste Anzeichen zeigt, gleich zu maßregeln und sie dann auch abzurufen.
    So lief unser erster Fremdhundekontakt nach längerer Zeit (außer unter Aufsicht der Hundetrainerin) auch sehr gut ab.
    Außerdem muss ich an mir selbst arbeiten und lockerer und sicherer werden...Das könnte am Schwierigsten werden...

    @ Nightstalcer: Wie clickerst du Leinenführigkeit?
    Ist jetzt nicht unbedingt ein Problem bei uns aber könnte ab und zu besser sein.

    Ach ja und Jagdtrieb ist immer mal wieder ein Thema.

  • Ich habe versucht, immer dann zu clicken, wenn er neben mir läuft, also das bestägigen, was ich haben will. Blöderweise meint mein Hund, sobald ich ihn lobe (und der Click ist ja ein Lob) kann er wieder vorpreschen und somit erreiche ich mit Lob genau das Gegenteil.
    Ich versuche momentan, ihm über Signale (leichtes Auftitschen mit dem Fuß)zu vermitteln, bis dahin und nicht weiter.
    Das geht auch, ist nur wahnsinnig anstrengend. Eine andere Methode ist die nach HundeTeamSchule. Also Grün wäre das Erinnern an die Leinenführigkeit, Gelb ein Zischgeräusch zur Ermahnung und wenn alles nichts fruchtet, gibt es Rot (ein titscher auf die Brust vorne).
    Ist sehr effektiv, aber man muss wirklich jeden kleinen falschen Schritt korrigieren und zumindest meiner wird dann frustriert, legt die Ohren an und trabt neben mir her- aber total desinteressiert.
    Er resigniert dann und das ist nicht mein Weg.

  • Erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten... :gut:

    Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass viele von Euch ein Problem mit Leinenpöbeln haben... :???: Könnt ihr euch da irgendwie an Situationen erinnern, in denen es zum ersten Mal aufgetreten ist?

    Natürlich könnt ihr auch körperliche Baustellen bechreiben (weiß nicht mehr genau wers geschrieben hat)... :gut:


    Viele liebe Grüße

  • Körperliche Baustellen:
    - seit 5 Monaten Nikhautfolikel... macht soweit keine Probleme (zumindest läuft kein Eiter mehr aus den Augen :kotz: ), an manchen Tagen merkt man garnix, an Tagen wo die Augen extrem gereizt sind gibts Salbe rein...
    - ganz aktuell: Probleme mit der ersten Läufigkeit, geht schon vieeel zu lang und sie hat sich wohl eine Entzündung zugezogen dadurch -> Antibiotika und unter strenger Beobachtung durch den Tierarzt

    Probleme mit Leinenpöbeln habe ich -gottseidank!- nicht, eher das Problem, dass Shira jeden anderen Hund so toll findet, dass sie ab einer bestimmten Entfernung anfängt auf Taub zu machen und zu zerren. Daran arbeiten wir aber mit Zeigen&Benennen... Mühsam, aber laaaangsam wirds ein bisschen besser.

  • wir haben auch baustellen, wobei ich das bei einem 10 monatigen nicht gerne als Baustelle bezeichne. Ich schleife meinen Rohdiamanten halt noch :D

    Abrufprobleme: er lässt sich nicht wirklich gut abrufen wenn wir draussen sind. Intensives Training mit Lieblingskuschelvieh und Leckerlis zeigt nur bedingt Erfolg. Nun beginnen wir definitiv auch mit der Schleppleinentechnik

    Bellproblem im Haus: ich versuche jetzt mal die Tür zu verdecken, damit er den Hauseingang nicht mehr sieht und lass ihm das Radio laufen wenn ich nicht da bin. Wenn ich dort bin, klappts eigentlich schon ganz gut mit einem scharfen NEIN, dann mault er danach zwar noch nach aber bellt nicht mehr.

  • Baustelle: Jagdtrieb
    Training: das ultimative Abbruchsignal wurde eingeführt...seitdem schon mehrfach von Wild abgerufen..klappt also

    Baustelle: große Hunde in einiger Entfernung werden angegrollt
    Training: Ich verlange in der entsprechenden Situation ununterbrochenen Blickkontakt, der dann aufgelöst und belohnt wird

    Baustelle: alles wird gefressen was so rumliegt (wenn ich nicht schneller bin)
    Training: muss ich mir nochwas einfallen lassen, sonst ist sie halt unter Dauerbeobachtung

  • Zitat

    Baustelle: Jagdtrieb
    Training: das ultimative Abbruchsignal wurde eingeführt...seitdem schon mehrfach von Wild abgerufen..klappt also

    Kannst du mir, evtl per PN, erklären, wie du das trainiert hast??

  • Puh, eigentlich hat mein Hund keine Baustellen, sondern ich :hust: Diese Baustellen wechseln bei uns nämlich immer dahingehend, wo ich konsequent war und wo nicht. Deswegen zeigt mein Hund immer sehr deutlich, ob Frauchen Hausaufgaben gemacht hat oder nicht :D
    Beispiele:

    1. Erste Anfänge von Leinenaggression - vorbei. Sind dann vor einiger Zeit wieder gekommen, jetzt scheint es soweit wieder ok.

    2. Hetzen/Jagen. Heute kein Problem mehr. Noch keine Perfektion, aber ich bin sehr zufrieden.

    3. Hundebegegnungen: Früher wunderbar, jetzt nicht mehr so. Ich sage nein, Hund schlawinert sich hinten ums Pferd rum und geht doch zum Hund oder ich rufe, Hund kommt, ich drehe mich um und gehe weiter/reite weiter, Hund rennt wieder zurück...
    Außerdem ist er auch ein wenig rüpelig geworden, aber das ist auch schon wieder besser, seit ich einmal klar gemacht habe, dass es nicht erwünscht ist. Allerdings ist es noch nicht so, wie ich es gerne hätte aber hier wie überall sonst: selbst schuld!

    4. Restaurantbesuch: Genauer gesagt der Kellner, der an den Tisch kommt: Früher nie ein Problem, seit einer unliebsamen Kellnerbegegnung in Spanien leider schon. :roll: Und ich habe ehrlich gesagt noch nicht daran gearbeitet, bzw war noch nicht wieder weg (gehe nicht oft essen). Wäre aber wohl mal angebracht. Vielleicht ist es mittlerweile beim Hundi auch schon wieder vergessen, wer weiß...

    Puh, mir fällt gerade auf, ich könnte noch so einiges weiter auflisten... Aber belassen wir es erst mal hierbei :D

    Wie ich daran arbeite: Gute Frage! Müsste mir mal wieder ordentlich selbst in den Allerwertesten treten und die Sache angehen. Aber irgendwie sind bei uns auch zu wenige Hundebegegnungen. Werde vermutlich einfach noch mal ein Stündchen beim Trainer nehmen.

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