"Baustellen" beim Hund
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Unsere Baustelle ist Leinenagro.
Ich bekomme das einigermaßen hin, wenn ich dem anderen Hund ausweichen kann, aber kommt jemand frontal auf uns zu, ist es sehr schwierig.
Ich versuche, ihn absitzen zu lassen und seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, mal gehts- mal nicht. Immer wieder Rückschläge. Hunde die angestürmt kommen, die ich nicht abblocken konnte, werfen uns wieder zurück.Dann noch, dass er nicht 100%ig abrufbar ist. Dem Grunde nach hört er super gut, aber wenn er nen Hasen oder ein Rebhuhn sieht, dann rennt er erst mal.
Da übe ich schon seeehr lange dran. Dann klappt das auch alles sehr gut, aber er weiß ganz genau, wenn er nicht an der Schlepp ist.Mit dem Rest bin ich total zufrieden. Ich habe keine hohen Ansrüche an den Hund, was er alles machen und können muß, von daher...
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Erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten...

Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass viele von Euch ein Problem mit Leinenpöbeln haben...
Könnt ihr euch da irgendwie an Situationen erinnern, in denen es zum ersten Mal aufgetreten ist?Viele liebe Grüße
Meiner hat es im Alter von ca. 5 / 6 Monaten in der Hundeschule von einem anderen Hund abgeschaut.
Ist natürlich ganz toll, wenn man dahin geht, damit der Hund was lernt und dann lernt er son Mist 
Das erste Mal jagen gehen hat er sich übrigens auch abgeschaut,da ist er seinem großen Vorbild hinterher.

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@Murmelchen...Wie äußert sich das Verhalten gegenüber Männern? Hast du eine Ahnung, wo es herkommen könnte?
Und was meinst du mit erlernter Hilflosigkeit?Liebe Grüße
Erlernte Hilflosigkeit: http://de.wikipedia.org/wiki/Erlernte_HilflosigkeitDas bei Juri zeigt sich, indem er teilweise panisch fluechten will (er hat Gott-sei-Dank nen guuuuten Rueckwaertsgang) und indem er sich sehr ungern anfassen laesst (ausser man laesst ihn ankommen). Es liegt wohl an seiner Vergangenheit. Er kam schon so zu mir und hat sich mittlerweile echt gut gemacht :^^:
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Erlernte HilflosigkeitErlernte Hilflosigkeit in Bezug auf Menschen ist mir ein Begriff.
Es wird auf Problemlösung von außen gewartet, anstelle es selbst in die Hand zu nehmen.
Man verharrt also in einer Opferidentität. Oder?...aber wie äußert sich das beim Hund?

Kannst du mir vielleicht konkrete Situationen, Beispiele nennen?
Irgendwie kann ich mir darunter nichts vorstellen. -
Sie hatte aufgegeben, hat nichts gemacht (es koennte ja falsch sein), war absolut passiv. So in etwa beschreibt es Lee ganz gut. Wozu noch was machen/wozu sich etwas trauen, es gibt ja eh nur Aerger

Durch viel Arbeit (zu 98% an mir) ist sie heute viel, viel offener als noch vor 1 Jahr, als mir das zum ersten mal gesagt wurde. Sie hat wieder Spass an der Arbeit mit mir, nimmt Abbrueche hin/gut an weil ich sie da wieder abhole und nicht in dem Loch lasse, usw. Ich hab auch das Gefuehl, dass sie seitdem schneller lernt

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Sie hatte aufgegeben, hat nichts gemacht (es koennte ja falsch sein), war absolut passiv. So in etwa beschreibt es Lee ganz gut. Wozu noch was machen/wozu sich etwas trauen, es gibt ja eh nur Aerger
Ich glaube, etwas viel schlimmeres kann ich mir für mich/mein Empfinden bei einem Hund kaum vorstellen. Bei Grisu arbeite ich da von Anfang an gegen (und leider neigt er dennoch dazu, trotz dass ich sicher eher "Wattebausch-Fraktion" bin. Vielleicht manchmal nicht klar genug? Nicht genug Alternative/Eigeninitiative lohnenswert machen?! Ich probiere es, das ist nicht das, was ich will. Lieber Grenzen setzen und der Hund stellt sie immer wieder charmant (
) in Frage... Vielleicht ist es auch der Aussie in ihm?!), Lucy zu so etwas bringen, sie wäre absolut nicht mehr sie selbst... (gut, bei ihr stellt sich die Frage nicht) Was hast du denn konkret getan, um Lee "aktiver" zu bekommen? -
Ich habe wirklich viel Mist gebaut bei ihr, aber sie da reinzudruecken war das Schlimmste und es tut mir bis heute unsagbar leid..
Hmh was mache ich!? Es gibt schwarz-weiss und das weiss hat ihr gefehlt. Es gab nur falsch oder gar nichts. Heute gibt es 'falsch' und sofort danach ein (wirklich ehrlich gemeintes) 'richtig'. Sie darf wieder Fehler machen, es aergert mich nicht mehr. Entweder sie korrigiert sie selber oder ich zeige ihr, was ich wie moechte. Ich selber mag es wieder mit ihr zu arbeiten.. Viel war auch in meiner Einstellung/Sicht auf sie begruendet. Ich sehe diesen Hund endlich mit anderen Augen (danke Kram
)! Sie ist nicht der boese Brecher, sondern ein weiches Blumenkind.. Und ich vergleiche sie nicht mehr mit Pepps. Sie ist ein anderer Typ Hund, sie lernt ganz anders (langsamer, dafuer sitzt es aber auch besser) und hat ihre eigenen Staerken und Schwaechen. Also meine Sicht auf sie und dadurch mein Umgang mit ihr hat sich geaendert.
Joa das war es wohl so grob.Vielleicht kann Kram besser beschreiben, wodurch es sich veraendert hat..
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http://www.psychologie-seiten.de/allgemeine-psy…paradigmen.html
Das ist der Versuchsaufbau. Erlernte Hilflosigkeit beschreib inadequate Passivität in Situationen der Bedrohung und des Konfliktes, verursacht durch traumatisierende Erlebnisse, oder anders gesagt "entsteht in einer Situation, in der unabhängig vom augenblicklichen Verhalten unkontrollierbare und unvermeidbare aversive Reize auftreten, d.h. es ist weder Flucht- noch Vermeidungsverhalten gegenüber aversiven Reizen möglich"
Genau diese Passivität machen sich einige Huschus zu nutze und verkaufen sie als Erfolg.
Ist ja auch praktisch, der Hund friert ein, macht lieber mal nix, wenn er in Konfliktsituationen kommt, so ein Hund stört auch nie, super praktische Sache!
Lee wurde mir als massiv dominanzaggressiver Hund ohne Impulskontrolle vorgestellt, was ich entdecken konnte war ein Hund der sich permanent im Schützengraben wähnte und sich eigentlich nur wen wünscht der sie führt.
Lee ist ein ganz feiner, leider passiv gemachter Hund, was die arbeit mit ihr sicher nicht einfach macht.
Wichtig ist in diesen Fällen meiner Ansicht nach, das Bild das der Hundeführer vom Hund hat zu revidieren.
Kathrin musste erkennen: Lee ist keine nach der Weltherrschaft oder Apokalypse strebende Bestie, sondern ein etwas angekratzes Blumenkind und ABSOLUT liebenswert.
Mir tat es in der Seele weh einen eigentlich tollen Hund derart verunsichert und passiv zu erleben.
Nein ich bin nicht der Meinung dass Kathrin ein grottiger Hundeführer ist, sie ist nur leider nicht hinter das Prinzip gestiegen.
Wer straft muss mindestens doppelt so stark loben können, wer straft muss Alternativen aufzeigen, wer straft, sollte genau wissen wieviel der Hund brauch und ob er genug Aufbauarbeit geleistet hat. -
Wer macht den bitte aus einem eigenständig denkenden und agierenden Hund einen "Wackeldackel"? Auweia... (bitte nicht als Angriff oder Vorwurf verstehen!)Meine Hündin ist in ihrem ersten Jahr total isoliert (nur Kontakt zu ihren Geschwistern, anderen Hunden und der Leiterin des Gnadenhofes) aufgewachsen. Sie musste alles komplett lernen. Dazu kam noch, dass sie extrem sensibel und dünnhäutig ist, sprich Angst vor allen Umweltreizen hatte.
Vieles habe ich einfach nur durch Geduld, Empathie und Verständnis hinbekommen. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre mit ihr in so eine HuSchu gekommen, die es für erstrebenswert hält, die Hunde zu "Robotern" zu erziehen....ach du Schreck. Ich glaube ich hätte den tollen Hund, der sie trotz ihres Dramas nunmal ist, gebrochen und kaputt gemacht.
Ich gehe mit ihr auf den HuPla, aber eigentlich nur, um ihr Hundekontakte zu ermöglichen. Auf das Training ansich könnten wir gut verzichten, trotz dessen sie ein ausgemachter Angsthund ist haben wir erziehungstechnisch keine Sorgen. Sie kann und macht viel, sie zeigt es nur in bestimmten Situationen (wie zum Beispiel HuPla) nicht. Irgendwas muss sie da falsch verstanden haben, dort lässt sie sich nämlich nicht aus dem Platz abrufen (was außerhalb des Platzes bestens funktioniert!) und Fuß laufen (wir arbeiten auf die BH hin) geht auch nur bedingt. Also wenn ich überhaupt von Baustellen spreche, dann sind das unsere. *grins* Wenn jemand Tips hat, wie ich dem Hund schonend beibringe ihr Können auch auf dem HuPla zu präsentieren, gerne her damit!
Mein Trainer gibt hin und wieder Tips, leider muss ich aber sagen, dass er mehr Ahnung von Ausbildung statt von Therapie hat. Soll kein Vorwurf sein- immerhin gehe ich ja noch hin.
Ich habe sie jetzt über ein Jahr und jetzt erst zeigt sie mir ihre Qualitäten. Anfangs dachte ich, ich hätte einen komplett talentfreien Hund. Nichts machte ihr Spaß, außer mit anderen Hunden toben. Naja, die Erkenntnis war nicht pralle, war aber ok für mich. Eh ich mit Druck arbeite, der auf sie kontraproduktiv wirkt, dann habe ich sie eben machen lassen. Jetzt zeigt sie mir, dass sie gute Voraussetzungen für Fährtenarbeit hat und es ihr Spaß macht. Prima, dann arbeite ich in die Richtung. Mal schauen was draus wird...Liebe Grüße
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Wer sowas macht? Nicht wenige und zum Teil namhafte Huschus.
Meine Hunde hören aufs Wort sind dennoch nicht in der erlernten Hilflosigkeit gefangen.
Man kann auch OHNE den Hund zu brechen sehr zuverlässige und extrem freudigarbeitende Hunde ausbilden, nicht jeder Hund der sehr gut und sehr schnell reagiert ist ein gequälter
- Vor einem Moment
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