Was können eure Junghunde?

  • da stelle ich mal den anderen junghundebesitzern die in diesem thread gepostet haben eine frage: eure hunde können mit 8 oder 9 monaten tolle tricks, aber beherrschen sie auch den rückruf? orientieren sie sich an euch, wenn ihr vor die tür geht oder ist alles andere interessanter? ziehen sie euch durch die gegend?

    liebe grüße

    biggi

  • Bootsmann wird in 2 Wochen 8 Monate alt.

    Er kann nicht einen einzigen Trick!!!!
    Aber er läuft super an der Leine, auch oder gerade in unbekannten Gegenden oder in Städten.
    Mittlerweile ist er zu 100% abrufbar, auch wenn er mit anderen Hunden spielt oder was tolles entdeckt hat. Ich kann ihn überall ablegen oder absetzen und dort bleibt er dann auch, selbst wenn ich ein paar Schritte weggehe.
    Er schaut sich im Freilauf ständig nach mir um und entfernt sich in der Regel nicht weiter als 10 m von mir. Verstecken spielen konnte ich nie mit ihm, da er mich immer im Blick hat.

    Was wir definitiv noch nicht können sind die ganzen Wortkommandos, da wir viel über Sichtzeichen und Körpersprache kommunizieren, aber da arbeiten wir dran.

    Ansonsten kann er ein wunderbarer Begleiter in jeder Situation sein, ein Kuschelbär, aber auch ein flippender und springender Junghund.
    Am Besten kann er aber den Menschen denen wir begegnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern!!!! Und das ist mir persönlich mehr wert als ein Trick.
    Aber das ist meine ganz persönliche Meinung...

  • Zitat

    da stelle ich mal den anderen junghundebesitzern die in diesem thread gepostet haben eine frage: eure hunde können mit 8 oder 9 monaten tolle tricks, aber beherrschen sie auch den rückruf? orientieren sie sich an euch, wenn ihr vor die tür geht oder ist alles andere interessanter? ziehen sie euch durch die gegend?

    Hmm. Bei den meisten hier lese ich, dass der Rückruf recht ordentlich funktioniert und oft lese ich auch, dass die Teenies sauber an der Leine laufen. Von daher verstehe ich die Frage nicht ganz. Ich weiß, worauf du hinauswillst. Aber die angesprochenen Probleme sehe ich hier nur bei ein paar Ausnahmen :hust:

    Wobei ich zur Ehrenrettung meines Hundes sagen muss: Ich bin nicht der Mittelpunkt der Welt für sie (und das ist gut so) sie findet auch ihre Umwelt interessant. Wobei ich durchaus sagen kann, dass sie sich an mir orientiert und mich auch nicht außer Rand und Band durch die Gegend schleift.

    Viele Grüße
    Frank

  • Zitat

    eure hunde können mit 8 oder 9 monaten tolle tricks, aber beherrschen sie auch den rückruf? orientieren sie sich an euch, wenn ihr vor die tür geht oder ist alles andere interessanter? ziehen sie euch durch die gegend?

    Das sind Sachen bei Shira, an denen ich seit 5 Monaten intensiv arbeite. Sie ist extrem "selbstständig", kein Hund der mir ständig mit Herzchenaugen nachläuft.

    Abrufbar: zu 90%. Die anderen 10% sind blöde Sachen wie z.B. ein Rennflash, wo sie vor lauter überspringender Energie erstmal an mir vorbeirennt, dann aber doch kommt. Aus dem Spiel mit anderen Hunden ist sie auch noch nicht abrufbar.

    Orientierung: Auch so ein Ding, wo wir ewig drann üben werden. Mit 3-4 Monaten - NULL. Stur der eigenen Nase nach, Frauchen egal. Mitlerweile ist das schon vieeel viel besser, spätestens nach 20 Meter schaut sie mal, wo ich bleibe. Richtig unaufmerksam: Bei anderen Hunden im Freilauf.

    Leinenführigkeit: Das klappt auch viel besser. Die Strecken, die sie super kennt, läuft sie ganz locker an der 1m-Leine. In unbekannten Gebieten, besonders wenns ans Gassigehen geht, zieht sie schon mal vor lauter Aufregung und Herumschnüffeln. Auch daran arbeite ich intensiv :)

    Was sie GARNICHT kann, ist alleinebleiben. Das ist allerdings MEINE Schuld, weil ich das total vernachlässigt habe. Bei uns (5 Leute im Haus) ist immer jemand zuhause, man gibt sich quasi die Klinke in die Hand, und so habe ich das total...vergessen :ops: Aber das steht nun ganz oben auf der To-Do-Liste! "Anfängerfehler".

    Die Tricks (Pfote geben, Verbeugen) sind bei uns nur aus Spaß entstanden bei schlechtem Wetter, nach 10 Minuten hatte sie das drauf. Finde ich auch nicht schlimm.
    Alles andere ist ne Menge Arbeit mit ihr und ich muss sehr viel ausprobieren.

  • Ich verstehe jetzt nicht wieso das Eine, das Andere ausschließt :???:

    Ich hab vielleicht Glück weil ich ein einfaches Modell habe - Sheltie halt und von Haus aus eher auf Streber gepolt.

    Sie ist jetzt gerade 1 Jahr alt, aber sie beherrscht sowohl den alltagsrelevanten Grundgehorsam, als auch einige Tricks etc.
    Sie bleibt ohne Probleme 6-7 Std. alleine, ist zu 99% aus allen Situationen abrufbar (100% zu behaupten finde ich realitätsfremd), orientiert sich beim Spaziergang immer an mir, kann alle Kommandos wie Sitz, Platz, Fuß, Nein, Aus, Hier, Bleib, Warte, Voraus und und und
    Sie kann aber auch den anderen Kram wie Slalom durch die Beine, toter Hund spielen, Türen zu machen, Dinge suchen, gib Pfote, recht u. links drehen und vieles mehr.

    Ich finde diese Sachen ergeben sich einfach im Alltag und nur weil der Hund ein paar unnütze Tricks kann bedeutet das noch lange nicht, dass das Grundlagentraining deshalb vernachlässigt wird.
    Ganz egal was ich gerade mit meinem Hund übe, der Bindung und der Orientierung am HH kommt das immer zugute.

  • Byron "kann" Aus und seinen Namen.


    Mal eine kleine Erfahrung aus diversen Junghundekursen.. meist kommt ein guter Teil der Leute an mit der Aufzählung "also mein Hund kann schon das das das das das das das das das und das".
    TJa, am Ende kommt zu 99% raus, dass wir da wohl von "können" eine andere Vorstellung haben. "Können" heißt für mich, er führt das in jeder Situation absolut zuverlässig aus. "Können" heißt für mich nicht er macht das mit FUtter vor der Nase, wenn er gerade Lust hat, kein anderer Hund stört und auch nichts interessanter riecht.
    Erfahrungsgemäß gehen die meisten Junghundbesitzer aber eher von letzterer Definition aus.


    Irgendwann kommt dann der Hilferuf "mein Hund kommt in die Pubertät" (jaja.. hatte bisher kein mir bekannter Hund) " der kann niiiiix mehr". Ist auch nicht verwunderlich, er konnte ja vorher schon nichts.

  • Cool, dann kann Shira eigentlich ausser Sitz und Auflösekommando garnichts. Abruf klappt ja bei anderen Hunden nicht bzw nur selten.
    Aber das ist alles Übungssache und jeder Hund und auch jeder Hundehalter ist ja anders.

    Davon mal abgesehen finde ichs irgendwie vermessen, zu sagen der Hund kann etwas "Immer sofort auf der Stelle und egal was drumrum ist" - ein Hund ist doch keine Maschine! 95-99% seh ich ja ein, wenns richtig gut klappt, aber 100%?! Nie und nimmer.

  • Zitat

    Mal eine kleine Erfahrung aus diversen Junghundekursen.. meist kommt ein guter Teil der Leute an mit der Aufzählung "also mein Hund kann schon das das das das das das das das das und das".
    TJa, am Ende kommt zu 99% raus, dass wir da wohl von "können" eine andere Vorstellung haben. "Können" heißt für mich, er führt das in jeder Situation absolut zuverlässig aus. "Können" heißt für mich nicht er macht das mit FUtter vor der Nase, wenn er gerade Lust hat, kein anderer Hund stört und auch nichts interessanter riecht.
    Erfahrungsgemäß gehen die meisten Junghundbesitzer aber eher von letzterer Definition aus.


    Seh ich auch so. Es gibt einen Unterschied zwischen "können" und "hat eine vage Vermutung was ich meine" oder "kennt es und macht es wann er/sie lustig ist".

    Zitat

    Irgendwann kommt dann der Hilferuf "mein Hund kommt in die Pubertät" (jaja.. hatte bisher kein mir bekannter Hund) " der kann niiiiix mehr". Ist auch nicht verwunderlich, er konnte ja vorher schon nichts.


    Die Pubertät ist eigentlich ein körperlicher Entwicklungsprozess den man nicht leugnen kann. Nur drückt er sich bei unterschiedlichen Individuen unterschiedlich aus. Ich könnte mir vorstellen dass sich die Pubertät bei z.B. Schäferhunden eher darin ausdrückt mit Artgenossen zickig zu werden oder ungerechtfertigte Schutztendenzen zu zeigen und pubertätsbedingter Ungehorsam eher bei von Natur aus selbstständigen Hunden auftritt. Meine Meinung ist das jedenfalls.

    Pluto hat gerade eine schwierige Phase hinter sich. Ob das jetzt pubertätsbedingt ist, oder zweithundbedingt oder wegen des Umzugs oder eine Kombination aus allem ist im Prinzip egal. Jedenfalls hat sich ein passabel folgsamer Hund zeitweilig in eine Katastrophe verwandelt und mir ist es manchmal ein Trost gewesen es wahlweise auf Pubertät oder Rasse zu schieben :D Gearbeitet hab ich ja trotzdem dran und mittlerweile bin ich dank vieler Chattherapien ( :D ) wieder auf Kurs.

    Ewok ist jetzt acht Monate und bei dem ist von Pubertät noch nichts zu riechen, Pluto fing aber auch erst mit etwas über eineinhalb an.

    Irgendjemand hier hat geschrieben er fände es wichtig dass manche Sachen wie z.B. der Abruf oder sich am Halter orientieren schon vor Eintritt der Pubertät gefestigt sein sollten und das sehe ich eigentlich auch so. Ich wüsste nicht worauf ich hätte neu aufbauen sollen wenn Pluto davor schon nichts gekonnt hätte.

  • Hm, ich finde nicht dass alles bei jedem klappen muss! Aaaber man sollte sich das dann nicht als "alles optimal " schönreden.
    Ich musste meinen Hund nicht einmal irgendwo holen! Auch nicht bei Ablenkung. Auch nicht bei anderen Hunden.
    Manchmal musste ich öfter motivieren oder stimmlich dranbleiben bis er da ist, damit er beim herlaufen nicht von einem anderen Hund abgelenkt wird bei seinem weg zu mir.

    In unserer huschu kriegen das alle hin. Alle gehen mit ihren Welpen in freifolge durcheinander und jeder schafft es dass der hund bei ihm bleibt oder aus der Gruppe kommt.

    Mein Hund hatte leider auch keinen nennenswerten Folgetrieb, der ist als Welpe schon gleich abgebogen und ich habe ihn null interessiert, man kann das erarbeiten. Umso früher umso besser und nicht warten, dass alles von selbst besser wird. Es wird eher schlechter.

    Ungehorsam sollte man nicht schönreden sondern als Motivation sehen.

    Für den hund ist es wie er es kennt... Also sollte er es so kennen wie man ihn später haben will.

  • Also ich will mich da auch grnicht rausreden und auch nichts schönreden.
    Manches funktioniert noch nicht zuverlässig - also wird dadrann geübt und ich freue mich über jeden Erfolg.
    Wenn was nicht klappt, gibts nen Klapps - für mich selbst, da ich da wohl falsch/zu wenig geübt habe oder falsch reagiert.

    Ich denke, im Laufe der Zeit bekommt man, wenn man drannbleibt, alles hin.

    Spikybub, wie hast du die Orientierung an dir geübt?? Das ist etwas, wo ich mit Madame sehr zu kämpfen habe... Im Moment bemühe ich mich, so wenig wie möglich zu sprechen damit sie schauen muss, wo ich bin oder ob ich etwas will, statt einfach nur hinzuhören, wo die Olle grade brabbelt... :roll:

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