Dogge stürzt sich auf Dackel

  • Zitat


    ausgewachsene Dogge, nicht angeleint rast aus 10 Meter Entfernung auf uns zu und schmeißt sich ungebremst auf meinen 9 Monate alten, angeleinten Dackel. ... Wie hätte ich reagieren müssen?

    Wie jeder souveräne HH reagieren sollte, erst einmal gelassen bleiben, denn meistens sind große Hunde einfach ungestüm, aber eigentlich ganz lieb. :D Und auch bei Euch ist ja nicht wirklich was passiert ...

    BTW meine ganz liebe Colliehündin wird hier öfter von mehreren Dackeln mit ernsthaften Verletzungsabsichten angegangen. ;)

  • Zitat

    Da irrst du gewaltig ;)
    Eine Dogge hat kaum eine Chance einen Dackel zu erwischen im freilauf. Ich hab solche Schauspiele schon oft beobachten dürfen.

    ok, so ein schauspiel habe ich noch nicht gesehen, hier sind dackel und doggen mangelware :D

    Zitat

    Bis so eine riesige behäbige Dogge auf Geschwindigkeit ist, hat der Dackel schon drei haken geschlagen und is verschwunden.

    dann ist ja alles gut ;)

    gruß marion

  • Hallo!

    Liebe TS, geh bitte trotzdem zum TA, unter einem kleinen Loch kann eine größere Wunde sein.

    Außerdem hast du dann schon was in der Hand, falls nochmal was sein sollte.

    Liebe Grüße!

    Harmke

  • Zitat

    Aber zu meiner eigentlichen Frage - was hätte ich tun sollen? Meinen loslassen damit der weglaufen kann? Den anderen anbrüllen? Dazwischen gehen konnte ich nicht er lag ja auf meinem! Außerdem hab ich selber Angst vor dem Riesen.

    Hallo,

    eine wirklich unschöne Situation.
    Ich finde es sehr schwierig, hier Tipps zu geben, was man hätte tun können oder besser machen sollen.
    Unverhofft kommt oft, da kann man sich heute einen Plan für's nächste Mal machen und wenn man wieder in so eine Situation kommt, kann man nicht immer besonnen reagieren.
    Schließlich ist man auch "nur" ein Mensch.
    Aus 10m Entfernung noch eine Dogge abzublocken ist sicher vernünftig, aber auch keine Garantie, dass es nicht doch zur Eskalation führt und vielleicht hätte sie das auch nur wenig bis gar nicht beeindruckt.
    Hinterher ist man immer schlauer oder eben auch nicht.
    Ableinen ist so eine Sache, wenn dein Hund abgehauen wäre, hätte es noch die Möglichkeit gegeben, dass die Dogge hinter ihm her wäre... oder dein Dackel wäre gar nicht weggelaufen.

    In weiter Entfernung hättest du dann überhaupt nicht mehr eingreifen können.
    Wenn man auf weiter Flur alleine dasteht, ist es sicher nicht ganz so einfach, zwei Hunde auseinander zu bekommen (wenn sie sich ineinander verbeißen).
    Man kann versuchen, dem Angreifer das Halsband umzudrehen, sodass er keine Luft mehr bekommt, aber sicher auch einfacher gesagt, als getan.
    Es ist auch nicht immer ganz ersichtlich, wie weit die Eskalation führen kann.
    Manchmal, gerade bei Rüden, gibt es eine kurze Rauferei, mit viel Lärm um nichts und alles ist schnell vorbei oder aber es kommt zum Ernstkampf, da sollten dann beide Halter reagieren und jeder versucht, seinen Hund zu packen.
    Ich glaube einfach, dass man sich vorher viel Gedanken machen kann, wie man reagieren sollte, ob man dann wirklich besonnen reagieren kann?
    Es ist menschlich, wenn man es nicht schafft, den Kopf zu bewahren und das Richtige zu tun, weil man eigentlich auch nie genau weiß, was richtig sein wird.


    Mit der Halterin würde ich auch noch in Ruhe das Gespräch suchen, ihre Einstellung, ihr Hund wolle "nur" ein bisschen unterwerfen, finde ich etwas dreist.
    Sie muss einsehen, dass man den eigenen Hund nicht unkontrolliert durch die Gegend laufen lässt, an unübersichtlichen Stellen gehört er an die Leine, das gehört meiner Meinung nach zum guten Benehmen eines jeden Hundehalters.
    Unabhängig von deinem unschönen Erlebnis gibt es auch kranke, verletzte Hunde und auch läufige Hündinnen.
    Oder aber Hunde, die Probleme mit anderen Hunden haben und keinen Kontakt wünschen, ebenso gibt es Halter, die gerade ihren Hund z.B. wegen Leinenaggressionen trainieren.
    Wenn dann ein unangleinter Hund auf einen angeleinten zustürmt, ist so etwas einfach ärgerlich.
    Das würde ich der Frau einfach mal klar machen.

    Sei froh, dass es einigermaßen ausgegangen ist, der Schreck sitzt besimmt noch tief und ich hoffe, dein Dackel hat schnell wieder positive Kontakte und er wird nun nicht ängstlich...
    Leider hatte mein Junghund (damals) auch einige solcher Begegnungen.

    Gehe besser doch zum Tierarzt.

    Alles Gute!

    Gruß
    Leo

  • Nachdem er nu den ganzen Tag nur geschlafen hat, nicht essen,spielen, gassigehen wollte und sich seine Augen ganz komisch verändert haben bin ich doch zum TA. Er lag gestern schon viel rum, aber ich dachte mir das wäre bestimmt nur der Schrecken.
    Die Wunde ist nicht schlimm, nur eine Quetschung. Aber er hatte beim Abtasten Schmerzen, Kreislauf ist nicht o.k., leichtes Fieber.
    Vielleicht ändern nun ja auch die, die der Meinung waren es war nur ein ungestümes, unfreundliches Anpöbeln Ihre Meinung.
    Der TA war bestürzt und meinte ich solle ihr auf jeden Fall die Rechnung schicken.

  • Zitat

    Der TA war bestürzt und meinte ich solle ihr auf jeden Fall die Rechnung schicken.


    ja, du solltest zu der halterin gehen, wie ich schon schrieb, und ihr klar machen, dass sie besser aufpassen muß.

    gute besserung für deinen kleinen.

    gruß marion

  • Also eins weiss ich, wenn wirklich ein Hund sich auf meine stürzt ... gehe ich dazwischen und diskutier nicht erst stundenlang mit dem halter.

    Ich würde niemals sofort zutreten, schlagen oder sonstwas, aber ich würde NIEMALS in Ruhe zusehen wie mein Hund kaputtgebissen wird, nur weil der andere Halter nicht zu sehen ist oder sein Tier nicht im Griff hat.
    Klar tut es mir für den Hund Leid, aber wenn ich die Wahl zwischen MEINEM Hund retten und den anderen verletzen, blocken, treten, anschreien ist... dann werde ich mich für meinen Hund entscheiden.

    Aber das wäre dann auch nur im absoluten Notfall der Fall. Ein blocken und anbrüllen reicht meistens um einen fremden loszuwerden.

    Ach so... das gilt übrigens nur für eine ernste Beisserei/Angriff.
    Ein ungestümes rangerenne...naja ich kenne ja Alanna sowas regelt kurz und schmerzlos...dann wird auch anschliessend gespielt. Wobei ich es da wichtig finde, dass sowas nicht wie beim TE passiert. Die Hund sollten schon eine Gewichtsklasse haben. Dogge gegen Dackel kann böse enden, selbst wenn es KEIN böser Angriff ist.

  • Ich glaube, dass niemand wirklich voraussagen kann, wie er in der Schrecksekunde einer solchen Situation reagiert.

    Liebe TS, halte uns bitte auf dem Laufenden, wie es dem Dackeltier geht!!!!

  • Also eine heranlaufende Dogge mit Körper abblocken halte ich für nahezu unmöglich... ich weiß wovon ich rede...

    Ich hatte eine ähnliche Situation und hab mich zwar schützend VOR meinen Hund gestellt, aber wenn die Hunde (welche Rasse auch immer) es nicht gelernt haben auszuweichen hilft dir das wenig.
    Einen Schritt drauf zu und auf den Boden stampfen hilft da schon eher.
    Ich habe damals den Doggenrüden mit min. 80kg mit dem Knie abgeblockt (aua, das gab einen blauen Fleck :lol: )... da schnauzte mich die Besitzerin nur an, ich solle aufhören ihren Hund zu treten. Nur zur Anmerkung ich bin besimmt 10kg leichter gewesen und habe nicht getreten sondern mit dem Knie abgeblockt...

    In deiner Situation würde ich, wenn noch möglich deinen schnell von der Leine machen, damit er die Chance hat zu flüchten.

    Ansonsten sind DAS leider die Situtionen, warum große (schwarze) Hunde so einen schlechten Ruf haben :(


    Ich hoffe dir und deinem kleinen gehts wieder besser?

    Meiner hat seitdem Angst vor Doggen, obwohl es eigtl. wunderbare Tiere sind (hatte 3Jahre lang eine als Gassihündin).

  • wie geht es dem dackelchen? auch kleine wunden können sich heftig entzünden...wenn dein hund fieber hat würde ich dringend dazu raten, ihn auf eine entzündung hin zu untersuchen.

    ich würde mit dem doggenfrauchen reden, wenn sie sich gleich entschuldigt hat wird sie sicher einsichtig sein und die rechnung begleichen.

    ihre erklärungsversuche waren vielleicht auch ein zeichen ihrer eigenen hilflosigkeit in diesre situation, dafür würde ich sie nicht verteufeln.

    wenn es ein zahnabdruck, also ein einzelner war, spricht das nicht für einen biss, sondern eher dafür, dass der hund mit dem zahn hängen geblieben ist.

    ist schon mist, dass das passiert ist, zumal es durchaus sein kann, dass der kleine dackel jetzt noch ganz andere probleme an der leine bekommen könnte.

    abblocken lernen finde ich hier sehr wichtig. und bitte an alle, die immer vom zutreten sprechen: damit heizt ihr eine aggression so richtig an. wenn der hund vorher nur ein brummelig war kann er durch den tritt so angeheizt sein, dass er sich verbeißt und nix mehr von dem anderen hund übrig bleibt. macht sowas nicht!

    den anderen greifen und die beiden trennen ist sinnvoll. etwas vor die füße schmeißen vor dem kontakt bnremst auch etwas ab, mit dem eigenen körper abblocken ebenfalls.

    aber treten stimuliert!

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