Abrufkommando anscheinend verlernt!
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Ronja (Labrador, 2) treibt mich zur Weißglut in letzter Zeit. Ich weiß einfach nicht, was ich noch alles tun soll, sobald sie irgendwas Interessantes gefunden hat ist wirklich ALLES egal!
Also, wir haben bei uns direkt hinterm Haus Wiesen+Felder+Wald, wo ich grad mit ihr unterwegs war. Es gab wieder ungefähr 5x folgende Situation: Sie findet irgendwas, was ihr Aufmerksamkeit derart in den Bann zieht, dass ich mich zum Affen machen kann, ohne, dass sie auch nur einmal hochguckt. Meistens ein Mauseloch. Sie fängt an zu buddeln und schnüffeln, ich gehe weiter, warte, ob sie auf die Idee kommt, mir zu folgen, aber nein, sie guckt noch nichtmal, wo ich bleibe. Wenn ich sie rufe oder pfeife, interessiert sie auch nicht. Wenn ich wegrenne, interessiert's sie auch nicht, wenn ich z.B so tue, als ob ich was waaaahnsinnig Interessantes gefunden hab oder ein Huhn oder einen Indianer oder sonstwas nachmache, juckt sie auch nicht. Wenn ich mich verstecke und sie dann rufe, interessiert sie auch nicht. Vor einiger Zeit hat es dann gereicht, wenn ich 3 Schritte wütend auf sie zugestapft bin, mittlerweile interessiert sie das auch nicht mehr. Also bleibt mir nur die Möglichkeit, sie zu holen (an die Felder grenzt ne Hauptstraße & wenn sie auf der anderen Seite einen Hund sieht, kann das böse enden; abgesehen davon soll sie natürlich mit mir mitkommen). Dabei bin ich echt immer schon so geladen, dass ich meistens auf sie zurenne und brülle, dass sie sofort herkommen soll. Wenn ich dann kurz vor ihr bin, kommt sie meistens auch im großen Bogen, leicht geduckt auf mich zu und wenn ich sie dann anranze und sie so "bedrohlich" angucke & mich über sie beuge, läuft sie auch ne ganze Zeit brav neben mir her, auch wenn ich es gar nicht verlange. Wenn sie wieder was gefunden hat, geht das ganze Spiel von vorne los.
Eben war sie bestimmt 150m von mir entfernt, als ich über die Wiese Richtung Haus gegangen bin, hat sie nen feuchten Kehricht gestört, sie weiß ja sicherlich, wie sie nach Hause kommt. Nach 10-20x nach ihr schreien ist mir echt der Kragen geplatzt und ich bin auf sie zugerast und geschrieen & als sie kam hab ich sie dann so richtig angebrüllt und sie so ins Fell gekniffen und sie runtergedrückt, dann hat sie gewinselt & ich hab sofort wieder losgelassen. Ich schäme mich so dafür, ich würde ALLES tun, um das wieder rückgängig zu machen. Ich musste dann heulen, weil ich ihr wehgetan hab & weil ich nicht weiß, wieso sie einfach nicht auf mich hört (auf Mama hört sie ja einigermaßen). Jetzt muss ich schon wieder heulen, ich hab doch wahrscheinlich nur noch alles schlimmer gemacht, obwohl sie danach gehört hat. Zuhause ist sie auch sofort auf ihren Platz gegangen, obwohl sie das sonst nie macht und sie draußen immer noch ein paar Leckerli suchen darf. Es tut mir in der Seele weh, was ich mit ihr gemacht hab, aber ich bin jedes Mal echt so auf 180, wenn sie nicht in die Hufe kommt.. ich weiß, das ist keine Entschuldigung, aber ich weiß einfach nicht weiter, wieso mach ich denn alles falsch?
:hangman:
Tut mir leid für diesen Roman, aber ich bin einfach so verzweifelt, ich hoffe ihr könnt mir sagen, was ich falsch mache bzw. wie ich es schaffen kann, dass sie auf mich hört. Sie muss nicht perfekt hören, ich kann damit leben, das sie nicht so gut hört, wenn andere Hunde dabei sind, aber sonst soll sie weingstens abrufbar sein. Im Wald z.B hört sie wie eine eins, warum auch immer. Ich hoffe ihr verurteilt mich nicht, weil ich so ausgetickt bin, ich weiß selber, das es mehr als falsch war, ich kann es aber nicht mehr rückgängig machen. Ich weiß nicht, wie ich in so einer Situation reagieren soll.
R & V
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Hallo,
hast du hier Abrufkommando anscheinend verlernt! schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Hallooooooo!
Ich schließe mich hier mal an. Problem "the same"!
Man macht sich echt zum Affen dabei und der Hund denkt, du könntest ihn mal...
LG
Andrea -
Gebt doch mal Schleppleine in die Suchfunktion ein!
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Oha, da ist aber eine Menge schief gelaufen.
Warum läuft der Hund denn frei, wenn er zur Zeit nicht abrufbar ist? Vor allem wenn du die Gefahr der Hauptstraße direkt vor der Nase hast...
Der wohl größte Fehler ist aber wohl Folgender: Du rufst deinen Hund, er ignoriert dich. Du rufst strenger und er kommt in einem Bogen auf dich zu. Das heißt er möchte dich besänftigen. Du schimpfst weiter und nimmst eine für den Hund bedrohliche Haltung an. Was soll der Hund denn noch machen?? Er besänftigt schon, bekommt aber von dir dafür noch mehr "Ärger". Meinst du wirklich ein Hund kann in so einem Moment dann noch freundlich kommen?

Tja, wie in so einer Situation reagieren. Am Besten so vorrausschauend handeln, dass es erst gar nicht zu so einer Situation kommt und den Hund ggf. mit Leine sichern. Und wenn es doch mal passiert, dann solltest du den richtigen Moment erwischen um umzuschalten und dem Hund die Möglichkeit geben zu dir zu kommen.
Wie sieht der Grundgehorsam sonst aus? Was machst du mit dem Hund sonst noch so?
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Also erstmal beruhige dich, sie wird es überleben, Nase putzen, weitermachen!
Ok, du hast einige Fehler gemacht, nun arbeite daran. Wie hast du denn den Abruf aufgebaut? Und warum rufst du 20 Mal - so kann sie doch nur lernen, deinen Hintergrundlärm auszublenden....
Wie auch immer, geh mehrere Schritte zurück in deinen Anforderungen und gewöhne sie wieder an eine prompte Reaktion auf dein Abrufsignal. Unter Umständen könnte es sich lohnen, den Abruf mit einem neuen Signal ganz neu aufzubauen. Baue dir einen freudigen, promten Rückruf auf ohne Ablenkung, und vermeide es solange, den Abruf in diesen aussichtslosen Situationen, wenn möglich aus grosser Entfernung zu testen. Wenn dein Hund dich gar nicht wahrnimmt, nützt auch weglaufen nichts, dann musst du im Gegenteil die Abrufdistanz massiv verkürzen, von Anfang an, notfalls auf 0 m! Bis dein neues Abrufsignal in Situationen ohne Mauseloch tadellos auf grosse Distanz funktioniert, gehst du gar nicht erst weg, wenn dein Hund buddelt, sondern nimmst ihn gleich mit, ohne Ärger und Rumbrüllen. Trample das Loch zu, lein ihn an, nimm ihn mit. Und lass ihn gar nicht erst sich festbuddeln. Das buddeln dürfen kannst du später als Belohnung für befolgten Abruf gezielt nutzen.
Guck auch mal hier rein: https://www.dogforum.de/der-doppelte-ruckruf-t126830.html
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Zitat
Oha, da ist aber eine Menge schief gelaufen.
Warum läuft der Hund denn frei, wenn er zur Zeit nicht abrufbar ist? Vor allem wenn du die Gefahr der Hauptstraße direkt vor der Nase hast...
Ich denke immer, dass sie sonst einfach nicht genug "ausgelastet" ist, wenn sie nur an der Leine rummarschieren darf..ZitatDer wohl größte Fehler ist aber wohl Folgender: Du rufst deinen Hund, er ignoriert dich. Du rufst strenger und er kommt in einem Bogen auf dich zu. Das heißt er möchte dich besänftigen. Du schimpfst weiter und nimmst eine für den Hund bedrohliche Haltung an. Was soll der Hund denn noch machen?? Er besänftigt schon, bekommt aber von dir dafür noch mehr "Ärger". Meinst du wirklich ein Hund kann in so einem Moment dann noch freundlich kommen?
Tja, wie in so einer Situation reagieren. Am Besten so vorrausschauend handeln, dass es erst gar nicht zu so einer Situation kommt und den Hund ggf. mit Leine sichern. Und wenn es doch mal passiert, dann solltest du den richtigen Moment erwischen um umzuschalten und dem Hund die Möglichkeit geben zu dir zu kommen.
Ja, ich hab schon oft von diesen Besänftigungsmerkmalen gelesen, Bogen gehen, Schnauze lecken etc. Ich kann wegen der Schule, Hausaufgaben, arbeiten etc. nicht oft mit ihr gehen, d.h. ich gehe meistens am Wochenende mit ihr, ansonsten meine Mutter, auf die hört sie ja meistens. Wenn ich jetzt ein- dreimal in der Woche mit ihr gehe mit Schleppleine, das würde doch nichts bringen, oder?? Wenn jetzt demnnächst die Leinenzwangzeit wieder anfängt, wäre es aber z.B eine gute Möglichkeit.ZitatWie sieht der Grundgehorsam sonst aus? Was machst du mit dem Hund sonst noch so?
Also, zuhause hört sie echt gut, sie weiß, was Platz, Sitz, Bleib, Fuß, Nein und auch "Komm" ist, also die Grundkommandos und dann noch solche "unnötigen" Sachen wie Rolle, Dreh dich, Pfote und Fünf geben etc. Aber der Garten ist ja auch allemale nicht so spannend wie Felder mit Mauselöchern, von daher ist es klar, dass sie im Garten hört.
Ich denke eigentlich, dass wir sie ganz gut beschäftigen, sie fährt auch manchmal Fahrrad und hat die Möglichkeit zu schwimmen und mit anderen Hunden zu spielen etc.
Für ihr Futter muss sie arbeiten, das heißt entweder muss sie es im Garten suchen, in letzer Zeit kriegt sie es aber immer aus der Hand, wenn sie irgendwelche Kommandos ausgeführt hat. -
Zitat
Also erstmal beruhige dich, sie wird es überleben, Nase putzen, weitermachen!
Ok, du hast einige Fehler gemacht, nun arbeite daran. Wie hast du denn den Abruf aufgebaut? Und warum rufst du 20 Mal - so kann sie doch nur lernen, deinen Hintergrundlärm auszublenden....
Wie auch immer, geh mehrere Schritte zurück in deinen Anforderungen und gewöhne sie wieder an eine prompte Reaktion auf dein Abrufsignal. Unter Umständen könnte es sich lohnen, den Abruf mit einem neuen Signal ganz neu aufzubauen. Baue dir einen freudigen, promten Rückruf auf ohne Ablenkung, und vermeide es solange, den Abruf in diesen aussichtslosen Situationen, wenn möglich aus grosser Entfernung zu testen. Wenn dein Hund dich gar nicht wahrnimmt, nützt auch weglaufen nichts, dann musst du im Gegenteil die Abrufdistanz massiv verkürzen, von Anfang an, notfalls auf 0 m! Bis dein neues Abrufsignal in Situationen ohne Mauseloch tadellos auf grosse Distanz funktioniert, gehst du gar nicht erst weg, wenn dein Hund buddelt, sondern nimmst ihn gleich mit, ohne Ärger und Rumbrüllen. Trample das Loch zu, lein ihn an, nimm ihn mit. Und lass ihn gar nicht erst sich festbuddeln. Das buddeln dürfen kannst du später als Belohnung für befolgten Abruf gezielt nutzen.
Ich rufe sie mit ihrem Namen + Komm und/oder - das ist vermutlich auch schon ein Fehler - Hierher. Wir hatten eigentlich von Anfang an Komm geplant, aber meine Mutter fing dann irgendwann einfach so mit Hierher an, aber ich kann ihr das ja natürlich nicht verbieten und jetzt haben wir beides
Wenn es mal wieder so eine Situation gab, dann mache ich es danach auch immer so, dass ich sie ein paar Mal einfach so prompt rufe, wenn sie nur weinige Meter entfernt ist, meistens kommt sie dann auch, und dann bekommt sie auch ein Leckerli. Aber manchmal guckt sie sich aufch vorher noch 10mal um, kööönnte ja sein, ich rufe nur, weil grad irgendwo ein Hund ist, und kommt danach erst an, ich weiß nicht, ob ich dann auch ein Leckerli geben soll oder nicht? Eigentlich ja nicht, wenn sie nicht gleich kommt, oder?
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Hi!
Da der Hund ja lernen soll auf DICH zu hören, bringt es sehr wohl was, wenn du mit ihm an der Schleppe gehst. Du kannst sie dann ja auch unterwegs beschäftigen, Leckerlis verstecken, Tricks machen, ... Vielleicht wäre auch ein Futterbeutel interessant für dich und deinen Hund?
Wenn sie nicht gleich kommt gibt es auch kein Leckerli.
Wenn sie schnell kommt, kannst du auch etwas lustiges mit ihr machen, z.B. eine Hand voll Leckerli ins Gras werfen, ein Stück gemeinsam rennen, Futterbeutel verstecken, über Baumstämme hüpfen, ...Sei einfach kreativ und habe Spaß mit deinem Hund unterwegs! Und sichere sie die erste Zeit eben noch mit der Schleppe ab.

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Gib deinem Hund gute Gründe, freudig und zügig zu dir zu kommen! Nicht nur ein stereotypes Leckerchen, mach mal was mit dem Hund, was der toll findet, habt Spass zusammen, schmeiss mal eine Handvoll Futter ins Gras und ihr sucht es gemeinsam.... Abrufen sollte keine leidige Pflichtübung sein, abrufen ist toll!
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vielseitige Belohung ist immer ne gute Idee!
Guck dazu mal hier rein:
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