Abrufkommando anscheinend verlernt!
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Hallo Ronja,
halb so wild :-)
Hunde sind genauso wenig immer perfekt wie Menschen.Ich würde auf die Ferne sagen dein Problem ist ein "nicht funktionierendes Abbruchsignal".
Du hast sie schon öfters geschimpft, bist wütend auf sie zugestapft, aber passiert ist nie was.
Du hast ihr beigebracht: Wenn ich sauer bin und schimpfe bedeutet das eigentlich in der Konsequenz gar nichts.Wichtig wichtig wichtig ist, dass du sie NIEMALS schimpfst wenn sie dich anschaut oder zu dir läuft, dann wegrennen, freuen, kasperln, füttern, was tolles werfen, irgendwas was sie liebt.
Wenn sie dich aber nicht anschaut wenn du sie rufst - sondern dich ignoriert, darfst du schon auch mal deutlicher werden und z.B. mit einem energischen Pfui, wenn das nix bringt die Leine in ihre Richtung schmeissen, so dass sie neben ihr landet, wenn sie daas auch igoriert (waas ich nicht glaube) darf die Leine sie auch berühren.
Wenn sie dich dann verwundert ansieht lobst du gleich und freust dich. Läuft weg usw.
Sollte sie trotzdem gleich nochmal wegschauen wieder pfui und schimpfen, wenn sie hersieht loben usw.
Schneller Wechsel ist dabei wichtig.Und du musst wenn sie herschaut wirklich erfreut sein und wenn sie wegschaut wirklich sauer.
Sie riecht ob deine Emotion echt ist.In kürzester Zeit wird sie dich verstehen und dich für sehr gut einschätzbar halten.
Liebe Grüße und alles Gute.
p.s. ich empfehe dir das Buch unserer Hundeschule:
Fichtlmeier, der Hund an der Leine. - Vor einem Moment
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Hi,
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Hallo,
überleg doch mal was dein Hund gelernt hat! Er sieht was interessantes, schnüffelt - buddelt etc. Du rufst ....er kommt nicht. Kann dadurch weiter schnüffeln und Spass haben. Dadurch hat er sich selbst belohnt. Und so verfestigt sich dieses Verhalten immer mehr. Wenn du schon nicht mit Schlepp gehen möchtest, dann rufe einmal. Und wenn sie nicht kommt hol sie kommentarlos ab. Wütend auf sie zurennen und so weiter - lass es. Emotionen nicht rauslassen - hab ich gestern wieder gelernt! Vielleicht nimmst du ein superduperleckerlie mit. Und wenn sie kommt bekommt sie es. Vielleicht kannst du auch schon üben bevor sie irgendwas tolles sieht und riecht. Also zwischendurch immer mal wieder abrufen und sie bekommt was supertolles!
lg
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Zitat
Hallo,
überleg doch mal was dein Hund gelernt hat! Er sieht was interessantes, schnüffelt - buddelt etc. Du rufst ....er kommt nicht. Kann dadurch weiter schnüffeln und Spass haben. Dadurch hat er sich selbst belohnt. Und so verfestigt sich dieses Verhalten immer mehr. Wenn du schon nicht mit Schlepp gehen möchtest, dann rufe einmal. Und wenn sie nicht kommt hol sie kommentarlos ab. Wütend auf sie zurennen und so weiter - lass es. Emotionen nicht rauslassen - hab ich gestern wieder gelernt! Vielleicht nimmst du ein superduperleckerlie mit. Und wenn sie kommt bekommt sie es. Vielleicht kannst du auch schon üben bevor sie irgendwas tolles sieht und riecht. Also zwischendurch immer mal wieder abrufen und sie bekommt was supertolles!
lg
Hallo Elvis,
es gibt sicher viele Wege zum Ziel. Und jeder hat "seine Methode" ;-)Trotzdem eine Verständnis-Frage dazu:
Wenn ich den ignorant schnüffelnden Hund emotions und kommentarlos abhole, hat er nicht gelernt, dass es falsch ist was er da macht (Signal ignorieren).
Oder wie siehst du das?
Warum sollte sich sein Verhalten ändern? -
Der "ignorant" schnüffelnde Hund hat mit ziemlicher Sicherheit gar nicht mitbekommen, dass er damit aufhören sollte, daher kann er auch gar nicht lernen, dass er da was falsch gemacht hat...
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ich würde mal frech behaupten, dass Du zu viel Theorie mitbekommen hast und zu wenig auf Dein eigenes Gefühl achtest.
Hunde haben eigene Wünsche und Vorstellungen, das kennen wir von unseren Mitmenschen und wie bei unseren Mitmenschen gibt es keinen Knopf und keinen Trick, der einen Hund einfach so zum Folgen bringt.Schauen wir doch mal, wie Du es bei einem Menschen fertig kriegst, dass er das macht, was Du gerne möchtest.
Die erste Möglichkeit ist die, dass Du es für ihn lohnend oder sinnvoll machst, das zu tun, was Du willst.
Dabei gibt es nicht eine Belohnung, die immer funktioniert, was dafür aber funktioniert, ist das wenn Du auf die Person eingehst und rausfindest, was er in dieser Situation wirklich toll oder gut finden würde.
Ein Fussballtrainer gibt einem Fussballer schliesslich nicht ein Steak oder ein Stück Schokolade, wenn der in einem wichtigen Kampf ein Tor schiesst.Eine andere Möglichkeit ist die, dass Du so unangenehm wirst, dass der Betroffene es vorzieht, das zu machen was Du willst.
Überlege Dir mal, wie Du das bei Freunden machen würdest, wenn sie nicht kommen, wenn Du sie rufst.
Wenn Du nicht zu ihnen gehst, wirst Du sie stehen lassen und weggehen.
Wenn Du nun daran denkst, dass man einen Hund eigentlich nur dann von der Leine lassen kann, wenn man überzeugt davon ist, dass er bei uns bleiben will und nicht gleich auswandert, dann sollte Dir klar werden, dass es "nur" darum geht, dass er nicht kommt, wenn Du rufst.
Da es sich hier aber um einen Hund handelt, solltest Du etwas Vorsichtig sein damit, einfach weg zu gehen.
Der Lerneffekt ist wirklich klein, wenn der Hund überfahren wird oder sonstwie dabei umkommt, auf jeden Fall für den Hund.
Überlege Dir also, wo Du das tun könntest.
Du kennst Deinen Hund und weisst, wann es genügend sicher sein wird.
Wenn Du weg gehst, musst Du nicht erwarten, dass der Hund sofort kommt, der kann sich nähmlich aus Erfahrung wirklich denken, "die kommt gleich wieder".
Wenn Du den richtigen Ort ausgesucht hast, kannst Du Deinem Hund relativ leicht beibringen, dass dies nicht so ist, Du musst nur "härter" sein wie der Hund im Aushalten.Kommen wir mal zu einem Trieb, den wir Menschen haben und der uns immer wieder in Schwierigkeiten bringt.
Wir werden nicht mit einer Sprache geboren, wir lernen sie durch wiederholen.
Deshalb haben wir einen Trieb zu schwatzen und zu brüllen, wenn wir uns aufregen.
Dieser Trieb führt gegenüber anderen Menschen immer wieder dazu, dass wir diskutieren und streiten.
Bringen tut dies aber sehr selten etwas ausser schlechter Laune.
Übrigens, Affen haben den gleichen Trieb, mit den gleichen Ergebnissen, dieser Gedanke kann helfen
Wenn Du einen Hund abrufst, gibst Du ihm eigentlich ein Signal, denn ein Hund spricht unsere Sprache nicht.
Weil er nicht reden kann, kann er aber auch nicht sagen "lass mich bitte nur schnell das Mauseloch fertig untersuchen".
Tatsächlich kann er Dir nur zeigen, was er möchte.
Unser Trieb führt nun dazu, dass wir mit dem Hund diskutieren möchten, was natürlich sinnlos ist, weil der Hund nur weiter zeigen kann, deshalb gewinnt er jede Diskussion mit uns.
Das Resultat ist, Du bist ernsthaft sauer.
Das wollte Dein Hund nun aber auch nicht, deshalb versucht er wieder gut Wetter zu machen, sobald er so nahe ist, dass er Dich aushalten muss.
Um Dir zu zeigen, dass er ja nichts dagegen hat, mit Dir zusammen zu sein, bleibt er dann demonstrativ bei Dir, schliesslich kann er immer noch nicht reden, sondern nur zeigen.
Resultat, wir Menschen fühlen uns vollständig verarscht und der Hund hat ein Problem.
Wenn eine gute Fee bei dieser Gelegenheit ihren Zauberstab schwingen würde, könnte Dein Hund ungefähr so etwas ähnliches sagen wie "he, was willst Du, ich kann doch nicht reden, deshalb muss ich es Dir zeigen, weshalb bist Du dann jetzt so sauer. Eigentlich erwarte ich von Dir, dass Du mir auch zeigst, was Du meinst, denn das wäre für mich normal."Du wirst immer wieder in die Situation kommen, dass Du nicht weggehen kannst, dann zeigst Du Deinem Hund fast genau so erfolgreich was Du von seiner Idee hältst, indem Du einfach zu ihm gehst und ihn Kommentarlos anleinst.
Ausserdem gibt es noch etwas anderes, was Du tun kannst, Frauen sind Meister in dieser wortlosen Art der Kommunikation.
Ich denke, Du kennst den Ausdruck und das Verhalten einer Frau genau so gut wie ich, die dann höchstens noch sagt, "du weisst genau, was Du getan hast".
Das versteht jeder Hund genau so gut wie jeder Mann *ggg*Dieses Verhalten nennt man beim Hundetraining ignorieren.
Damit meint man dann natürlich tatsächlich etwas, dass man tut und nicht das, dass Du das Verhalten des Hundes ignorierst.
In Amerika hat man den Effekt genauer untersucht und ist dabei auf zwei interessante Ergebnisse gekommen.
Von der Wirkung her ist das Ignorieren bei Hunden genau so effektvoll wie ein starker Stromstoss, mit dem Unterschied, dass ein ignorierter Hund noch lernen kann, wenn ein geschockter Hund schon lange in Panik ist und nur noch Angst hat.
Die höchste Wirkung beim Ignorieren ist schon nach drei Sekunden erreicht, anschliessend kommen ein paar Sekunden bis Minuten, bei denen es nicht zu weiteren oder stärkeren Reaktionen kommt.
Wenn wir nun einmal an die Frauen und Männer denken, könnte das erklären, weshalb dies so gründlich schief gehen kann, wenn das Frauen mit Männern machen und tatsächlich können wir die Resultate auch beim Hund vorhersagen, wenn wir zu lange ignorieren.
Der Hund wird zuerst unsicher und will wieder gefallen, dies nach drei Sekunden schon, wenn man dann zu lange wartet, versucht er mit allen möglichen Tricks wieder die Aufmerksamkeit zu bekommen.
Hat er damit keinen Erfolg, wird er verstört und kann sogar aggressiv oder aufdringlich werden.
Bringt ihm dies auch nichts, geht er in eine Kneipe und lässt sich volllaufen und gibt am nächsten Tag die Scheidung ein.
eh, das tun natürlich Männer aber Hunde machen das so gut wie sie es halt können nach.Du musst nie erfreut sein, wenn ein Hund nicht das macht, was Du willst oder er es viel später erst macht, das macht keinen Sinn.
Allerdings kann er nicht sprechen, deshalb kannst Du ihm auch nicht sagen, dass Du ihn jetzt bestrafst, weil er vorher etwas nicht gemacht hast.
Weil Hundekommunikation immer in der Gegenwart stattfindet, kann er dies nur falsch verstehen.
Konsequenzen können Hunde aber verstehen und das es Dir nicht gefällt, wenn Dein Hund nicht kommt, das versteht jeder Hund.
Deshalb wundert es ihn dann nicht, wenn Du ihn ignorierst, nachdem Du zuerst an sein Rudeltrieb, sein soziales Verhalten oder an sein Zusammengehörigkeitsgefühl appelliert hast und er Dich ignoriert hat.
Nenne es wie Du es willst aber genau dies drückt eigentlich der Rückruf aus, "komm zu mir und sei bei mir"Hunde verstehen dieses Ignorieren so gut, weil sie dies schon ganz früh erleben.
Wie reagiert wohl eine Hündin, wenn ihre Welpen zu aufgedreht, brutal oder Rücksichtslos ihr gegenüber sind.
Sie verprügelt die kleinen Welpen wohl kaum sondern sie steht ganz einfach auf und überlässt die Plagegeister sich selber.
Wie reagieren die Geschwister, auch menschliche Geschwister, wenn einer immer wieder zu Rücksichtslos ist?
"mit Dir spiele ich nicht" und lassen das rücksichtslose Geschwister stehen.
Deshalb kennen Hunde das Ignorieren schon von ganz früh und deshalb wirkt es so gut. -
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Zitat
Der "ignorant" schnüffelnde Hund hat mit ziemlicher Sicherheit gar nicht mitbekommen, dass er damit aufhören sollte, daher kann er auch gar nicht lernen, dass er da was falsch gemacht hat...
Hallo shoppy,
Sollte das eine Antwort auf meine Frage an Elvis sein?
Falls ja, wie willst ihm ohne klare ja/nein kommunikation denn erklären, dass es falsch ist. Was er ja laut deiner Aussage noch gar nicht weiß.Grüße
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Ich wiederhole meine Bitte, wenn es sein kann, dass die nicht angekommen ist.
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Zitat
Ich wiederhole meine Bitte, wenn es sein kann, dass die nicht angekommen ist.
Und wenn dann wie beschrieben nichts passiert? Hund schnuppert weiter? Ignoriert dich? -
Zitat
Hallo Elvis,
es gibt sicher viele Wege zum Ziel. Und jeder hat "seine Methode" ;-)Trotzdem eine Verständnis-Frage dazu:
Wenn ich den ignorant schnüffelnden Hund emotions und kommentarlos abhole, hat er nicht gelernt, dass es falsch ist was er da macht (Signal ignorieren).
Oder wie siehst du das?
Warum sollte sich sein Verhalten ändern?Es ist ja auch an sich nicht falsch zu schnüffeln.
Halt in der Situation.
Bestrafen und belohnen sollte man nur ziemlich zeitnah. Wenn ich den Hund rufe bin ich nicht neben ihm in den meisten Fällen. Wenn ich dann brülle, und den Hund interessiert es nicht. Was lernt er dann? Die Olle brüllt und ich komm trotzdem nicht - und was passiert? Gar nüscht erstmal!
Im allerschlechtesten Fall kommt er wirklich nicht mehr freudig oder halt nur bis auf 2m ran.
Wenn ich dann bei dem Hund bin kann ich ihn auch nicht mehr groß bestrafen. Denn der Zeitraum dazwischen ist einfach zu lang.
Also versuche ich gerade diese sensible Sache mit dem Rückruf äusserst positiv zu verstärken. Superleckerchen oder Spielzeug wenn er zu mir gekommen ist.
Das Verhalten sollte sich also ändern, weil es was supertolles gibt wenn ich rufe. Deswegen rufe ich auch einfach so zwischendurch immer mal ab, ohne das er angeleint wird. Wobei wir auch das anleinen positiv verstärkt haben am anfang!lg
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woher weiß man, dass der Hund "ignoriert"?
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