Mein Hund hat immer mehr Angst vor mir

  • Zitat

    Ich würde auch soweit gehen und ihren Liegeplatz aus eurem Blickfeld „verbannen“.
    Für mich liest sich eure Geschichte wirklich so, als ob sich eure kleine Madam ständig beobachtet fühlt und sie aber gleichzeitig euch beobachtet und glaube mir, sie kann euch auf jeden Fall besser lesen, als ihr sie.

    Das finde ich, ist ein sehr guter Tipp von Fluffy - und so ähnlich habe ich auch gedacht, während ich deine Erzählungen gelesen habe.

    Wasser und Fressen an einen ruhigen Ort - und wenn sie nicht frisst - dann halt weg damit und nächsten Tag wieder was anbieten.

    Aber wirklich die Situation beurteilen kann nur ein guter Trainer - sag doch ingefähr wo du wohnst - vielleich kennt ja jemand hier in deiner Nähe einen guten Trainer. ;)

  • Zitat

    Hallo
    Ich fange langsam an zu verzweifeln.
    Also ich fange mal von vorne an. Meine Freundin und ich haben uns Anfang des Jahres eine Hündin aus dem Tierheim geholt. Sie hat mindestens 3 jahre in Serbien auf der Strasse gelebt und ist dann nach deutschland gekommen. Sie hat massive Angst vor Männern und suchte dringend einen Frauenhaushalt, da waren wir genau die richtigen. Dier kleine entwickelt sich echt toll. Ich hätte nie gedacht das Sie sich in so kurzer Zeit so verändern würde. Am Anfang war Sie sehr ängstlich und allem skeptisch gegenüber. Mittlerweile ist Sie neugieriger geworden und traut sich mehr. Mein Problem ist, je vertrauter Sie mit meiner Freundin wird desto mehr "hasst" Sie mich. Ich habe kein Problem damit das meine freundin der Rudelführer ist, aber ich kann mit Ihr fast nichts mehr machen. Wenn meine Freundin nach Hause kommt springt sie auf und freut sich, bei mir blickt sie nicht auf. Wenns zum Gassi gehen los geht springt Sie bei Ihr auf, ich muss Sie aus dem Korb heben und zur Tür bringen damit Sie überhaupt mit geht. Dann hetzten wir unsere Runde und ende. Ich bin meistens für die Nachmittags und Abendrunden verantwortlich. Wenn ich Glück habe pinkelt Sie in einer von den 2 Runden. meistens aber macht Sie nicht. Wenn meine Freundin dann direkt nochmal mit ihr geht pinkelt Sie sofort. Bei Ihr läuft Sie auch ohne Probleme ohne Leine, bei mir ist das "nicht mehr" möglich, da Sie mir einmal entwischt ist und über die hauptstrasse nach hause lief. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Bestechen ist auch nicht drin, obwohl ich der Futtermensch bei uns bin. Vielleicht hat jemand ja schon ähnliche Erfahrungen gemacht und ein paar Tipps für mich.

    Hallo
    Wir haben von drei Hunden auch eine Auslandshündin.

    Ich habe mir jetzt alles durchgelesen und eines kann ich mit Bestimmtheit sagen, dieser Hund hasst dich bestimmt nicht! ;)
    Sie verhällt sich so, weil sie dich nicht "lesen" kann. Hört sich eventuell blöd an aber aus Hundesicht verständlich.

    Überlege mal was deine Freundin anders macht!
    Wie tritt sie dem Hund gegenüber, wie ist ihre Haltung und Mimik - das ist sehr wichtig für einen Hund.

    Eventuell liege ich jetzt falsch und ich möchte dir nicht zu nahe treten, bist du eher der männliche Part in eurer Beziehung?

    Bitte schleppe dem Hund nicht Wasser oder Futter hinterher und lege dich nicht in den Korb zum Kuscheln. Viele Hunde dulden es zwar aber sie fühlen sich unwohl und bedrängt. Kein Hund verdurstet oder verhungert vor den Näpfen, wenn er keine ernsthafte Erkrankung hat und es bedarf auch keine Ermutigung oder Lob nur weil der Hund den Weg dorthin beschreitet.

    Im Gegensatz zu den anderen Foris teile ich hier, in diesem Fall, nicht die gleiche Meinung, was eine Handfütterung dringend nötig macht.

    Klar "kann" man damit einiges erreichen, doch wird es bei euch ganz woanders klemmen, an der Komunikation und Körpersprache!

    Überdenke mal dein Verhalten dem Hund gegenüber und warum der Hund so reagiert!

    Eventuell hast du das Bedürfnis, um so mehr die Hündin dich vermeintlich hasst, du dich noch mehr aufdrängen und buhlen musst, deine Körpersprache immer schwammiger und unlesbar für den Hund wird und sie sich dadurch mehr zurückzieht.

    Gut, ich kann auch daneben liegen, ich kenne euch und die Hündin nicht, aber dein Geschriebenes ließ mich aufhorchen!

    LG

  • Grüße,

    für mich ist die wichtigste Aussage, dass sich euer Hund woanders relativ normal bewegt und eben nicht solche Angst zeigt.

    Das heißt dann, die Ursache ist entweder bei euch als Personen oder aber in der Wohnung zu suchen. Oder bei Beidem.

    Aus diesem Grund läßt sich aber auch kein Rat mehr über die Ferne geben, sondern da muß ein Trainer ran, der sich mit Angsthunden auskennt und sich bei euch vor Ort die Sache anschaut.

    Bitte sucht euch schnell einen Trainer, ein Hund der permanent Angst zuhause hat, der erleidet totalen Streß

    gruß
    sabine

  • Zitat

    Ein Versuch wäre, dass du für eine Zeit komplett alles mit dem Hund machst. Deine Freundin also wirklich nichts mehr. Du gehst immer Gassi, du fütterst, du gehst in die HuSchu, du machst coole Sachen mit ihr (Leckerchensuche etc.). Geht aber nur, wenn ihr das zeitlich hinkriegt...

    Bei einer unsicheren Straßenhündin finde ich dies der falsche Weg, meist sind grade die Leute interessant die Hundi nicht beachten.
    Vllt möchtest du zuviel von Ihr? Versuche die kleine Zuhause komplett in Ruhe zu lassen.

  • Was für einen Bodenbelag habt ihr denn? Statische Aufladungen können sehr unangenehm sein für den Hund ...Möglicherweise seid ihr geladen?

    Ansonsten an alle Handfüttererfreaks..es ist EINE Möglichkeit aber nicht DIE Möglichkeit.

  • Habe selber eine Ex-Streunerin aus Serbien. Eure Futterproblematik wundert mich sehr, denn diese Hunde sind normalerweise überglücklich, wenn sie einfach regelmäßig einen vollen Napf vor die Futterluke bekommen, die haben in ihrem Leben genug gehungert.
    Meine hat nur ganz am Anfang das Fressen verweigert - klassische Adaptionsprobleme in den ersten zwei Wochen. Ich habe den Napf vollgemacht, ihn hingestellt und sie gerufen. Dann habe ich mich entfernt und den Hund unbehelligt gelassen. Wenn sie nicht gefressen hat, kam der Napf nach circa einer halben Stunde (ich war da gnädig, es werden noch kürzere Intervalle empfohlen) außer Reichweite. Ja, das hört sich furchtbar hart an - hart ist es aber bloß für den Menschen. Da ich von Anfang an dreimal täglich füttern wollte, gabs mittags und abends nochmal die Chance, den Napf leerzufuttern. Irgendwann war der Napf leer. Seitdem frisst sie alles pünktlich, wenn man es hinstellt.
    Die Tatsache, dass eure das Futter immer noch derartig verweigert, zeigt vor allem, dass ihr massiv etwas falsch macht, in der Art, wie das Futter angeboten wird. Wenn ich hier lese, dass ihr das bis in den Korb schleppt und sie dann streichelt und lobt - ich zitiere hier O-Ton: Kein Hund verhungert vor vollen Näpfen. Ich rate ebenfalls: Futter an einen festen, ruhigen Ort stellen. Nicht neben den Korb und erst recht nicht in den Korb. Wenn der Hund frisst - lasst sie in Ruhe! Einen leeren Magen zu füllen ist Befriedigung genug, da braucht sie weder Lob noch Streicheleinheiten.
    Wenn ihr sie grundsätzlich immer aus den Näpfen füttern wollt - okay. Gerade am Anfang habe auch ich (anders als viele es raten) auf die Handfütterung verzichtet, weil ich durch Alltagsroutinen Ängste abbauen wollte. Futter immer im Napf, immer nach dem Gassi, immer schön zuverlässig für den Hund. Wenn es bei mir jetzt Handfütterung gibt (aus Trainingsgründen), ziehe ich die Handfutter-Menge von ihrer Napffutter-Menge ab. Und gut ist. Sie bekommt trotzdem dreimal am Tag was aus dem Napf, auch wenn es nur ein Esslöffel voll ist.

    Was die Bewegungs-Einschränkung in der Wohnung angeht: Wenn sie das wirklich in fremden Wohnungen (bei Freunden usw.) nicht macht, dann solltet ihr euch schnell einen Trainer holen. Denn dann macht ihr auch da massiv etwas falsch. Und ein Trainer kann euch sicher viel mehr helfen, als du erwartest - da scheinst du ja eher skeptisch zu sein wenn ich lese, dass der sich deiner Meinung nach ja nur den schlafenden Hund anguckt.

    Vielleicht braucht eure Hündin keinen Trainer - aber ihr braucht einen.

    Ich wünsche euch viel Erfolg und Freude an eurer Kleinen. Sind prima Hunde, die vierbeinigen Serben ;)

  • Hallo

    Du schreibst, die Hündin wäre sehr ängstlich. Ich fantasiere jetzt mal ein bisschen.
    Hund ist im Tierheim, dann kommen fremde Menschen (Mensche sind nicht nett und man verhält sich besser als wäre man unsichtbar) und nehmen Hund mit. In eine Wohnung die offensichtlich diesen Menschen gehört. (Zur Sicherheit ist erstmal alles tabu, damit es keinen Ärger gibt.) Futter wird hingestellt und die Menschen stehen vor dem Napf und locken und reden und tun. (Muss wichtig für die Menschen sein, lässt Hund also besser in Ruhe, Futter ist schliesslich wichtig.)
    usw. (Ja, ich habe Martin Rütters Show im Fernsehen gesehen. ;) )

    An irgendeinem Punkt hat deine Freundin etwas anders gemacht und wurde zu einem Mensch bei dem Hund sich auch etwas trauen kann, evtl. sogar dadurch das du das meiste mit dem Hund gemacht hast. Ein Mensch der den Hund seltener beachtet kann auch seltener Ängste auslösen oder verstärken. ;)
    Dann solltest du die Hündin etwas weniger beachten. Kommt sie auch nachts nicht aus dem Korb?
    Ihr könntet mal eine Skala an den Wassernapf machen und schauen ob sie in unbeobachteten Augenblicken trinkt. Dann eventuell auch mal das Futter über Nacht hinstellen.

    VG Yvonne

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!