Viele Probleme mit meiner Zweithündin Tasia
-
Ati und Aaron -
16. Juli 2010 um 09:31
-
-
Gut Bibi, ich vage es.
Also wie ihr wisst, haben wir vor ca. 4 Wochen eine Zweithündin aus dem Tierschutz aufgenommen. Tasia ist jetzt ca. 1,8 Jahre alt.
Beim Kennenlernen und in den ersten beiden Wochen zeigte sie sich als eine sehr liebe und anhängliche Hündin. Sie verstand sich mit Aaron bestens.
Nun, nachdem sie sich eingelebt hat, kommen wirklich sehr viele unangenehme Eigenschaften zum Vorschein, wo wir, insbesondere ich, sehr schwer damit umgehen können.
Wir haben momentan folgende Probleme:
- Futterneid gegenüber Hund und Mensch
- Leinenaggression gegenüber Radfahrern, Fußgängern und bestimmten Hunden
- sehr starker Jagdtrieb
- KontrollzwangDie drei letzten Probleme sehe ich jetzt nicht als so problematisch und mit der Unterstützung unserer Hundetrainerin als händelbar an.
Sehr große Probleme habe ich aber mit dem 1. Punkt.
Tasia hat mich nun schon das 2. Mal wegen Futter (hier allerdings nur bei Frischfleisch) angeknurrt.
Das 1. Mal waren wir im Garten und beide bekamen diese Kehlköpfe. Tasia war ruckzuck fertig und Aaron trödelte mal wieder. Als Tasia aufstand, ging auch Aaron von seinem Futter weg und ich wollte hin, um es vor Tasia zu sichern. Da kam sie von hinten angestürzt und knurrte mich weg. Ich hab natürlich dann die Finger von dem Teil gelassen und bin weggegangen.
Gestern nun wollte ich ihr, ihren neuen festen Platz mit ein paar Kalbsknochen "schmackhaft" machen und hab sie dort hin gerufen und den Knochen dabei noch in der Hand gehabt. Da hat sie mich wieder angeknurrt. Ich hab gleich vor Schreck, das blöde Teil fallen gelassen, bin raus und hab die Tür zu gemacht.
Habe abends gleich die TT angerufen und ihr von der Situation erzählt. Sie meinte, ich solle ihr nun auch kein Kauzeugs in Form von Frischware geben, sondern nur noch Trofu. Naja und sie meinte auch, ich hätte Tasia den Knochen aufgrund ihres Knurrens nicht rausgeben sollen.Aber ich habe Angst vor ihr.
Es ist genau das eingetreten, womit ich überhaupt nicht umgehen kann, einen knurrenden Hund. 
Die TT kommt nun am Samstag zu uns und schaut sich die ganze Situation an. Sie meinte, dass es viele Hunde gibt, die so reagieren. Tasia als Straßen-/TH-Hund musste wahrscheinlich immer ihr Futter verteidigen und mit dem Knurren will sie uns auf Abstand halten.
Jedenfalls ist unsere Hauptarbeit mit der TT jetzt bei der Deeskalation und das genaue Lesen von Tasia.
Man ich sag euch, momentan bin ich völlig am Boden zerstört.
Wir haben in der Familie Kinder und wenn ich mir vorstelle, Tasia.....Ich weiß doch gar nicht, wie weit sie noch uns gegenüber aggressiv wird. Vielleicht knurrt sie demnächst, wenn wir unser eigenes Essen in der Hand halten...
Nici z. B. hat sie, nachdem sie einen Tag nichts gefressen hatte, auch schon angesprungen, weil sie einen Becher mit Trinken in der Hand hatte...
Hach das ist alles ein großer Mist.
Bin völlig am Boden zerstört. 
Entschuldigt bitte den langen Text.
-
16. Juli 2010 um 09:31
schau mal hier:
Viele Probleme mit meiner Zweithündin Tasia - Vor einem Moment
- Anzeige
Übrigens.... es ist wirklich wichtig, auch an das passende Hundefutter zu denken.
Ich habe für unseren Buddy unglaublich lange nach einer Sorte gesucht, die wirklich zu ihm passt. Immer wieder habe ich etwas Neues ausprobiert und war nie ganz zufrieden. Durch Zufall bin ich hier im Forum auf den kostenlosen Futtercheck gestoßen. Dort konnte ich sehen, welches Futter andere Hundehalter mit derselben Rasse bevorzugen und gute Erfahrungen gemacht haben.
Und was soll ich sagen, Buddy liebt sein neues Futter. Die ganze Suche hat sich absolut gelohnt.
Falls ihr ihn noch nicht getestet habt, hier geht’s direkt zum Futtercheck! Das dauert weniger als eine Minute.
Und am Ende könnt ihr euch sogar kostenlose Futterproben von bis zu 20 verschiedenen Herstellern sichern.
👉 Hier nochmal der Link zum Futtercheck!
LG Steffi mit Buddy
-
-
Zitat
Aber ich habe Angst vor ihr. sad Es ist genau das eingetreten, womit ich überhaupt nicht umgehen kann, einen knurrenden Hund. schockiert
Und genau das sind sehr ungünstige Vorraussetzungen. Der Hund wird immer merken, das du unsicher bist und das auch ausnutzen.
ZitatDas 1. Mal waren wir im Garten und beide bekamen diese Kehlköpfe. Tasia war ruckzuck fertig und Aaron trödelte mal wieder. Als Tasia aufstand, ging auch Aaron von seinem Futter weg und ich wollte hin, um es vor Tasia zu sichern. Da kam sie von hinten angestürzt und knurrte mich weg. Ich hab natürlich dann die Finger von dem Teil gelassen und bin weggegangen.
Das hätte ich nicht gemacht. Von mir gäbs wahrscheinlich nen ordentlichen Anschiss dafür. ich bin mit Sicherheit niemand, der dem Hund Futter gibt und ihm das dann wieder wegnimmt. Alles was ich gebe darf der Hund behalten und in Ruhe fressen. Aber nur das. Irgendwo was aufnehmen oder klauen ist nicht und da diskutiere ich auch nicht. Du hast in meinen Augen nun schon mehrfach dem Hund gezeigt...ok ich knurre und die Alte haut ab.
ZitatGestern nun wollte ich ihr, ihren neuen festen Platz mit ein paar Kalbsknochen "schmackhaft" machen und hab sie dort hin gerufen und den Knochen dabei noch in der Hand gehabt. Da hat sie mich wieder angeknurrt. Ich hab gleich vor Schreck, das blöde Teil fallen gelassen, bin raus und hab die Tür zu gemacht.
Hier hätte ich das Teil wohl prompt wieder mitgenommen.

Was habt ihr denn vorher für Informationen über den Hund gehabt? Wie habt ihr euch auf sie vorbereitet? Ich kenne euch nicht, und die Hunde nicht, aber mir macht es den Eindruck, als seid ihr auch eher die lieben Hundeeltern, die mit Wattebäuschen schmeissen. Dieser Hund braucht aber, zumindest nach deiner Beschreibung, klare Regeln und Grenzen, die ihr auch knallhart durchsetzen müsst. Nicht mit Gewalt, aber dennoch deutlich, ohne bitte bitte.
Ich denke das sich eine Trainerin das mal anschaut ist der richtige Weg...vor allem, um euch auch aufzuzeigen, wie ihr reagieren solltet in so einer Situation. Abhauen und Türe zumachen ist sicher nicht der richtige Weg.
-
Huhu Ati,
Ach je - das hört sich jetzt aber nicht wirklich so an als würde alles klappen wie gewünscht

Viel raten kann ich dir leider nicht, vor allem bei der Sache mit dem Futterneid. Reagiert sie wirklich nur bei Frischfleisch so?
Wie kann man einem Hund klarmachen, daß er es doch gar nicht nötig hat so zu reagieren, es ist ja immer genug da?
Sie wird vermutlich gelernt haben "Ich muss alles verfügbare Fressen ganz schnell für mich beanspruchen, sonst ist es weg"Schlimm ist es natürlich wenn du Angst vor ihr hast, das merkt sie ja sehr genau und wird das vermutlich auch ausnützen - doofe Situation.
Ich hoffe ihr bekommt das mit eurem Hundetrainer in den Griff - eventuell könnte man da mit Bachblüten noch etwas "eingreifen" - hast du eine (n) guten THP an der Hand?
Ich wünsche euch daß ihr eure Probleme in den Griff bekommt und mit Tasia und Aaron glücklich werdet!
LG
Ines
-
Zitat
- Futterneid gegenüber Hund und Mensch
Ich kann deine Angst und Enttäuschung verstehen.
Zum Futterneid , ich wäre da so radikal, den Hund einzusperren wenns was gibst. Ich würde Tasia nur noch total getrennt von Aaron füttern. Plus würde ich schauen dass die Küche für die Hunde nicht begehbahr ist, so dass man mal was kleines Essen kann und weiss - Tasia ist es nicht möglich reinzuplatzen.
Ich weiss nicht ob meine Tipps jetzt gut sind oder einfach das Problem verdrängen, aber zu Anfang würde ich es so machen, damit sich das Gefühlschaos wieder beruhigt.
Das macht vielleicht ein wenig Aufwand, aber es geht ja nicht dass Tasia dich herumtreibt und du womöglich noch mehr Angst von ihr bekommst.
Nun hat sie dich schon 2 mal erfolgreich vom Futter weggetrieben....
Hoffe du gibst nicht auf und kriegst es mit deinem TT hin...
Liebe liebe Grüsse, Nina
-
TanNoz, richtig, Angst ist eine schlechte Vorraussetzung dafür und meine TT möchte das mit mir aufarbeiten.
So wie du beim 1. Mal vorgegangen wärst, hätte es mein Mann auch gemacht. Ich habe diese Situation mit der TT erörtert und sie meinte, dass ich es richtig gemacht habe. Denn noch wissen wir viel zu wenig wie Tasia tickt und meine Trainerin und ich werden nicht nach der "Hau-Drauf-Methode" arbeiten, sondern mit Deeskalation. Ich werde erst einmal diesen Weg probieren und hoffe, dass es der richtige ist.
Das ich beim 2. Mal falsch gehandelt habe, weiß ich, wurde mir ja auch schon gesagt. Aber das Teil lag nun mal auf dem Boden und ich konnte es nicht mehr weg nehmen. Deshalb habe ich dann die Tür geschlossen, damit sie und Aaron räumlich getrennt sind, denn Aaron hatte ja zeitgleich auch einen Knochen bekommen.
Freddypudel, eine THP habe ich leider nicht zur Hand. Aber ich frag am Samstag mal die TT. Für deine wünsche danke ich dir.
-
-
Hallo Ati,
erstmal danke für den Mut, es hier einzustellen

Sicherlich ist es aus der Ferne schwer zu beurteilen und natürlich denkt man gleich, der Hund knurrt, der kriegt einen Anschiss und gut.
Bei mir gab es auch mal so eine Situation.
Als das Notfell hier war, hat sie mich angeknurrt, als sie das Futter bekommen hat. Ich habe darauf hin auch das Bad verlassen, wo sie gefressen hat.
Im ersten Moment war es einfach das Bauchgefühl, wo man nach handelt und anders hast Du es auch nicht gemacht.
Wenn Du in dem Moment so gefühlt hast, war Deine Reaktion völlig richtig, denn alles andere wäre falsch rüber gekommen.
Gipsy hat mich beim nächsten Mal auch angeknurrt, als ich sie raus holen wollte. Ich habe sie ein Kommando ausführen lassen und ihr den Ball gegeben. Dann war Ruhe. Sicherlich nicht der richtige Weg, aber in dem Moment am besten.
Was ich damit sagen will, man muss dahinter stehen, wenn man etwas tut, solange man das nicht tut, hat man keine Chance.
Das mit der Handfütterung finde ich super.
Ich würde Aaron auch nur getrennt füttern, da er ja weiterhin BARF bekommt.Was meinst Du mit Kontrollzwang?
Gruß
Bibi -
Eine gute Trainerin vor Ort kann da eh am allerbesten helfen.
Bis dahin kann ich dir sagen, was ich machen würde, um es gar nicht mehr so weit kommen zu lassen.
Ich würde einen abgeschlossenen Raum wählen (zB Küche) und ihr darin alleine das Futter geben. Aber sie bekommt den Napf erst, wenn sie ganz ruhig geworden ist. Solange/Falls sie rumhibbelt, jiepert oder sonst was tut, wird sie ignoriert. Erst wenn sie wirklich ruhig ist gibts das Futter.
Und dann würde ich aus der Küche gehen und sie in Ruhe futtern lassen. Und sie auch erst wieder rauslassen, wenn Aron fertig ist. Dann ist ein Konflikt umgangen.
Ich denke, sie muss einfach lernen ein Nein von dir zu akzeptieren. Das geht nur, wenn sie dich respektiert. Dann gehts aber schnell und tut dem Hund gut, weil es Sicherheit gibt. Das sollte ein guter Trainer aber vermitteln können.
-
Zitat
So wie du beim 1. Mal vorgegangen wärst, hätte es mein Mann auch gemacht. Ich habe diese Situation mit der TT erörtert und sie meinte, dass ich es richtig gemacht habe. Denn noch wissen wir viel zu wenig wie Tasia tickt und meine Trainerin und ich werden nicht nach der "Hau-Drauf-Methode" arbeiten, sondern mit Deeskalation. Ich werde erst einmal diesen Weg probieren und hoffe, dass es der richtige ist.
Natürlich ist das keine Methode, das wäre halt nur meine ganz spontane Reaktion gewesen. Vergleichbar in etwa, wenn der Hund auf die Straße rennen will. Da greif ich zu und wenn ich eben nur das Fell am Arsch erwisch, dann ist das so. Ebenso, wenn der Hund mich auf dem Sofa oder im Bett anknurrt, so schnell könnte die nicht schauen wie die runter wäre. Wenn der Hund giftig sein kann wenns um Futter geht, kann ich das auch. Und ich denke schon, das ein Hund so etwas sehr gut versteht. Reaktionen, die sofort auf ein Verhalten, also völlig spontan erfolgen, sind meiner Meinung nach oftmals viel eindeutiger und nachhaltiger, als ewig langes rumgedoktere, mit einer Methode, die man sich wochenlang überlegt hat.
Ich würde wohl auch auf Handfütterung umsteigen, ist mit Sicherheit nicht verkehrt, aber in Situationen die man vorher nicht erwartet, die völlig überraschend kommen, da reagiere ich eben einfach.
-
Aaron und Tasia werden bei der Hauptmahlzeit von Anfang an getrennt gefüttert. Da kommt keiner an den anderen Napf. Kaustangen und Rohknochen haben sie bisher noch zusammen bekommen, sollen wir nun aber auch getrennt geben, bzw. Tasia erstmal gar nichts mehr, sondern nur noch Trofu.
Bibi mit Kontrollzwang meine ich, dass Tasia sich immer dort ablegt, wo sie den absoluten Überblick hat oder uns an der Hacke klebt. Aaron hatte sie ja beim Vorbeigehen immer gemaßregelt. Dank der guten Tipps unserer Trainerin passiert das aber momentan fast nicht mehr. Tasia hat einen Platz zugewiesen bekommen, wo sie niemanden kontrollieren kann und Aaron seine Unsicherheit wieder ablegen kann.
-
Och Mensch Ati, das tut mir aber wirklich leid, nach all der Euphorie jetzt so ein "Absturz".
Ich kann gerade nicht so ausführlich schreiben (bin auf der Arbeit), sage nur kurz dies: Du darfst, so schwer das ist, Tasias Verhalten nicht persönlich nehmen, sozusagen. Sie arbeitet nicht gegen dich, sondern für ihr Essen. Aus hundlicher Sicht und mit ihrer Vorgeschichte durchaus zu verstehen.
Das soll natürlich nicht heißen, dass es so weitergehen kann. Ich denke auch, dass das Zauberwort zur Zeit "Deeskalation" heißt, sprich, Tasia gar nicht erst in Situationen bringen, in denen sie dieses Verhalten zeigen könnte.
Ich wünsche euch schnelle Erfolge!
Liebe Grüße
Wauzihund - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!