Kastration ja oder nein

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    Gefressen hat meiner noch nie gut, aber wo die eine jetzt heiß war, war es echt so, dass er alles verweigert hat. Er wollte nur raus und tat jaulen. Hab ihn mal spaßeshalber an de Leine genommen und gemeint "Zeigs mir" und er ist direkt zu den Haus gelaufen, wo die Hündin wohnt. :roll: Jetzt hat sie das wieder gelegt, aber bei uns hier wohnen insgesamt 6 Hündinnen :hilfe: Da dreht der Kleine durch.

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    Vielleicht noch als Zusatz: Für gewöhnlich wird der Stress von Rüden bei läufigen Hündinnen mit zunehmendem Alter/Erfahrung geringer und ist dann auch weniger problematisch. Wenn der Rüde mal ein paar Läufigkeiten durch hat, wird es entspannter :)

  • Also für uns war es auch schwierig zu entscheiden, ob wir es tun oder nicht.
    Eigentlich war es ein ziemlich Hik hak, heute so und morgen wieder ganz anders.
    Letztendlich lassen wir ihm seine Gaggerchen dran..., denn wenn es medizinisch nicht notwendig ist, dann darf er bleiben wie er ist.
    Erzieherisch geben wir natürlich auch unser Bestes, was das Abwenden von Besteigungen und das Dominazverhalten angeht und ich muss sagen, wir sind echt auf nem guten Weg.

    Ein bekannter Gassigehkamerad verstaht unsere Entscheidung natürlich nicht, er versteht es nicht warum wir erziherisch so konsequent sein müssen, durch eine Kastartion könnten wir uns das alles sparen...ja ja wat für n Geschmarre, wenn ich mir da seinen so anguck.

    Genauso geht jetzt unsere Nachbarin nicht mehr mit uns Gassi, da sie eine unkastrierte Beagle Hündin hat und sie total empört über unsere Entscheidung ist, sie meinte wir stünden in der Pflicht mit der Kastration, erst dann könne sie die Hunde wieder zusammen lassen. :hust:
    Vollkommen lächerlich, ich meine wenn sie da so rigoros ist, dann soll sie ihre Zwicken und nicht über unseren richten.

    Im Moment fahren wir wirklich gut, haben auch die erste Läufigkeit schon durch und es verlief echt unproblematisch....

    Wie gesagt es muss jeder für seinen Hund selbst entscheiden...

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    Genauso geht jetzt unsere Nachbarin nicht mehr mit uns Gassi, da sie eine unkastrierte Beagle Hündin hat und sie total empört über unsere Entscheidung ist, sie meinte wir stünden in der Pflicht mit der Kastration, erst dann könne sie die Hunde wieder zusammen lassen. :hust:
    Vollkommen lächerlich, ich meine wenn sie da so rigoros ist, dann soll sie ihre Zwicken und nicht über unseren richten.

    Diese Thematik hatten wir auch mal mit einer anderen HH. Die meinte man könnte die beiden auch nicht außerhalb der Läufigkeit zusammen lassen. Sie hatte mir sogar angeboten, die Hälfter der Kastrationskosten zu übernehmen, weil ja unsere Hunde immer so schön zusammgen gespielt haben. :roll: Haben dankend abgelehnt, da gehen wir eben nicht mehr mit dieser Frau.

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    Vielleicht noch als Zusatz: Für gewöhnlich wird der Stress von Rüden bei läufigen Hündinnen mit zunehmendem Alter/Erfahrung geringer und ist dann auch weniger problematisch. Wenn der Rüde mal ein paar Läufigkeiten durch hat, wird es entspannter :)

    Naja gut, es kommt ja auch immer auf den Ausmaß des Stress an. Das ein Rüde mal normalen Streß hat, ist klar. Mein Joker zickt im Moment auch mal rum, leckt an jedem Grashalm und klappert mit den Zähnen.
    Aber er ist nach wie vor ansprechbar und wird nicht lethargisch und das ist nicht ansatzweise zu vergleichen mit dem was Gismo gemacht hat. Und Joker ist ja jetzt hormonell in der anstrengensten Phase. Solange ein Rüde den üblichen normalen "Streß" damit hat, ist es natürlich kein Grund zu kastrieren. Das wäre ja auch Quatsch. Dann hätte ich mir keinen Rüden ins Haus geholt. Logisch, das die Hormone in Wallung kommen, wenn die Mädels heiß werden. Das ist die normale Natur!

    Gismo hatte durch den starken psychischen Streß auch starke körperliche Auswirkungen. Da hätte ich nicht länger warten können, frei nach dem Motto, die Zeit wird's schon richten! Nein defintiv nicht...

    @Anatmoica: Letztlich musst du wissen, was dein Rüde für einen Streß damit hat. Ist es nicht mehr der normale Streß, würde ich zur Kastra tendieren.

    Aber wie gesagt, wenn es den normalen Streß übersteigt. Bei Gismo war es am Ende so stark, dass er permanent dieses Verhalten gezeigt hat, obwohl in der näheren Umgebung keine läufige Hündin war.
    Er musste also nichtmal direkten Kontakt damit haben.
    Wenn es nur mal ne Phase von 4 Wochen im Jahr ist, dann hätte ich da auch drüber hinweggesehen. Davon wäre er nicht umgekommen.
    Aber auf DAUER solch einen ZUstand, kann für keinen HUnd der Welt richtig sein und da muss ich nicht als Mensch krampfhaft an den Eiern meines Hundes festhalten!!

  • Ehrlich: Nachdem was ich da gestern wieder gesehen habe würde ich meinen Rüden NIEMALS kastrieren lassen, es sei denn es liegt eine dringende medizinische Dringlichkeit vor.

    Gestern waren in unserer Hunderunde 2 kastrierte Rüden, die die anderen unkastrierten Rüden schon kannten, bevor diese Hunde kastriert wurden. Und es war eine Katastrophe. Ständig, und damit meine ich ständig, sind die anderen (nicht kastrierten Rüden) auf die kastrierten Rüden aufgeritten. Ständig. Auch mein Rüde wollte, durfte aber nicht.

    Und es gibt hier noch einen kastrierten Cavalier und diesem Hund geht es genauso. Ständig hängen unkastrierte Rüden auf ihm.

    Weniger Stress wird das wohl kaum sein, wenn du das Pech hast, dass sich dein Hund dann in ein gut riechendes "Neutrum" verwandelt, welches die Rüden verrückt macht. Je nach Charakter kann es da zu den wildesten Beissereien kommen, weil sich der kastrierte Rüde das nicht immer gefallen läßt.

    Aber unterm Strich ist es jedem selbst überlassen, was er entscheidet. Würde ich mir die Frage stellen, ob ich meinen kastrieren lassen soll, oder nicht, gibt es für mich nur ein klares NEIN! Nun habe ich natürlich auch das Glück, dass mein Hund nicht so hypergeil ist. Ihn interessieren nicht alle heißen Weiber und selbst wenn ihn eine interessiert ist er auch schnell wieder von dem Tripp runter zu holen.

  • Ich frag mich echt was ihr da für Rüden rumlaufen habt :???:
    Das ist doch nun auch kein normales Verhalten jetzt mal ehrlich?
    Warum wird das eigentlich immer als völlig normal hingenommen :???:

    Ich kenne so viele kastrierte Rüden und habe dieses verhalten nur suuuuper selten erlebt. Ehrlich! Und ich beobachte es auch oft genug, dass intakte Rüden sich besteigen wollen!

    Und wenn die extremen Kastra Gegner immer mit diesem Grund kommen und einem sagen, dass man hypersexuelles Verhalten doch ganz easy wegerziehen kann, warum kann man denn dann solch ein Verhalten seinem intakten Rüden gegenüber einem Kastraten nicht abgewöhnen.

    Da kann ich ja fast froh sein, dass Joker mit einem Kastraten aufwächst und das wir hier anscheinend nicht solch intakte Rüden rumlaufen haben, die jeden Kastraten besteigen wollen....
    Kenn ich absolut nicht und meine Hunde haben sehr viel KOntakt zu anderen Hunden, intakt und kastriert.

    Würde Joker sich einem Kastrat gegenüber so benehmen, dann würde der aber ne fette Ansage bekommen.... =)

  • Als hinzunehmende Verhaltensweise sehe ich das nicht. Deswegen wird meinem Hund sowas auch strikt verboten. Mein Hund hat nicht aufzureiten, ob Hündin oder Rüde. Heißt nicht, dass er nicht gerne wollte. Nur ich habe das letzte Wort. Aber nicht jeder Hundehalter denkt so wie ich. Ich weiß nicht genau, warum die Rüden das machen. Ob es eine Art Übersprungshandlung des Unkastrierten ist, weil er den anderen Hund nicht zu 100% zu ordnen kann, oder der Kastrat "weiblich" riecht (was ich mir nicht vorstellen kann). :ka: Tatsache ist, dass ich dieses Verhalten von unkastrierten Rüden zu kastrierten Rüden (bei kastrierten Hündinnen übrigens auch, nur erstaunlicherweise nicht ganz so heftig) schon öfter gesehen habe.

    Allerdings konnte ich dieses Verhalten chipkastrierten Rüden gegenüber noch nicht beobachten.

    Achja Edit: Wir haben auch Kastraten, bei denen die nichtkastrierten NICHT aufreiten.

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    Und wenn die extremen Kastra Gegner immer mit diesem Grund kommen und einem sagen, dass man hypersexuelles Verhalten doch ganz easy wegerziehen kann, warum kann man denn dann solch ein Verhalten seinem intakten Rüden gegenüber einem Kastraten nicht abgewöhnen.


    Na klar kann ich meinem Rüden beibringen sich auch bei einem kastrierten Rüden zurückzunehmen, die Individualdistanz zu achten und nicht wie Hans Dampf in allen Gassen alles niederzuwalzen und zu rammeln, ebenso wie ich es ihm ja auch bei (läufigen) Hündinnen beibringe. Er lernt mit seinem Frust umzugehen und sich zurückzunehmen. Was ich allerdings nicht ändern kann, das ist seine Einstellung.
    Und easy ist die Erziehung häufig nicht, hat auch nie jemand behauptet. ;)

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    Und easy ist die Erziehung häufig nicht, hat auch nie jemand behauptet. ;)

    Na darauf hab ich gewartet. Stimmt, ich hab's mir ziemlich leicht gemacht meinen Rüden kastrieren zu lassen :roll:

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