Kastration ja oder nein
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Na darauf hab ich gewartet. Stimmt, ich hab's mir ziemlich leicht gemacht meinen Rüden kastrieren zu lassen

Wenn du meinst? Du musst es ja wissen.

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Wenn du meinst? Du musst es ja wissen.

Also ich weiß deine Beiträge ja echt immer zu schätzen, aber bei dem Thema finde ich es wirklich schade, dass du so ein extremes Schwarz Weiß Denken hast.
Mich würde mal interessieren, wie du wirklich hypersexuelles Verhalten, wie mein Gismo es hatte, wegerziehen willst.
Vorallem das nicht zur Ruhe kommen, der ständige Streßdurchfall. WIE hättest du das wegerzogen?
Es ist immer leicht zu sagen, ICH würde meinen HUnd nie kastrieren lassen, wenn man keinen hypersexuellen Hund hat.
Und es ist auch leicht zu sagen, dass man das alles erziehen kann, wenn man denn will! ABER WIE??? Würde mich wirklich interessieren, wie du da ansetzen würdest.... -
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Mich würde mal interessieren, wie du wirklich hypersexuelles Verhalten, wie mein Gismo es hatte, wegerziehen willst.
Vorallem das nicht zur Ruhe kommen, der ständige Streßdurchfall. WIE hättest du das wegerzogen?
Ich habe nie gesagt, dass ich es wegerzogen hätte. Ich habe auch nie gesagt, dass es falsch war, deinen Hund zu kastrieren.
Alles, was ich dazu gesagt habe, war, dass man nie weiß, ob jemand anderes es in den Griff bekommen hätte.
Nur weil man selbst scheitert, heißt das ja nicht, dass jeder scheitern würde. Und wenn man viel versucht, sich Hilfe holt und es trotzdem nicht schafft, dann bin ich die letzte, die jemandem vorwirft, dass er seinen Hund frühzeitig hat kastrieren lassen.ZitatEs ist immer leicht zu sagen, ICH würde meinen HUnd nie kastrieren lassen, wenn man keinen hypersexuellen Hund hat.
Mein Hund ist sexuell recht stark motiviert, ob hypersexuell? Keine Ahnung. Sein Jagdtrieb ist allerdings noch schlimmer.
Eine Kastration halte ich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht für nötig, ich würde sie aber niemals ausschließen.
Ich bin kein absoluter Kastrationsgegner, für mich ist die Kastration nur die letzte Möglichkeit, die gut überlegt sein sollte. Tatsächlich rate ich sogar manchen zur Kastration, obwohl nicht der Hund sondern der Besitzer das Problem ist. Nur was hilft das dem Hund ...Missverständnisse beseitigt?

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Und wenn die extremen Kastra Gegner immer mit diesem Grund kommen und einem sagen, dass man hypersexuelles Verhalten doch ganz easy wegerziehen kann,
Verhaltensweisen die vom Testosterongehalt stark beeinflusst werden wie Dominanzaggression oder eben Hypersexualitaet kann man nicht wegerziehen oder abstellen wie einen klingelnden Wecker......da wuerde jeder Ruede bei mir die Boemmel entfernt bekommen ohne wenn und aber.
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Wegerziehen kann man Triebe eh nicht. Man kann einen Hund höchstens dazu befähigen mit seinen Trieben besser umzugehen. Wie gut das funktionieren kann, hängt erstens von der Stärke des Triebes und zweitens auch von der Wesensstärke des Hundes ab und von der Konsequenz und Befähigung des Halters.
Mit dem Begriff Hypersexuell tue ich mich deswegen schwer, weil eben zu viel da hinein spielt. Ein Hund ist ja nicht entweder normal sexuell oder hypersexuell. Die Grautöne machen es aus. Und klar, manchmal ist auch die Kastra der richtige Weg, selbst wenn er es vllt nur in einer bestimmten Konstellation ist. Es gibt so viel grau in dieser Welt.

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Wobei das alles doch recht individuelles Empfinden des Menschen ist.
Wann ist ein Hund hypersexuell? Wie lange muss er das Verhalten zeigen und welches genau?
Wenn ich meine Rüden bisher so betrachte, dann waren die alle erstmal hypersexuell, zumindest nach dem, was man von anderen Hundebesitzern, die haben kastrieren lassen, so hört.
Mit der Zeit wurden es allerdings "ganz andere" Hunde.LG
das Schnauzermädel -
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Mit der Zeit wurden es allerdings "ganz andere" Hunde.Gismo ist 3 Jahre und er wurde letztes Jahr chemisch kastriert und dieses Jahr operativ.
Und da hätte ich auch nicht länger warten können, worauf hätte ich warten sollen? Darauf das er austrocknet, weil er ständigen Streßdurchfall hatte oder vor Erschöpfung fast umgefallen ist, aber einfach nicht zur Ruhe kam?
Zeit richtet nicht alles. Und so wie mein Hund war, das nenne ich hypersexuell.Ein Zustand der seitdem er 5 MOnate alt ist, sich von MOnat zu Monat steigerte und nachher zu seinem normalen Alltag gehörte, es war wie gesagt keine Phase, wegen einer Phase im Jahr würde ich meinen Rüden auch nicht kastrieren lassen.
Aber einen andauernden wirklich depressiven Zustand, ist nicht gesund und für mich eine medizinische Indikation!!Und manchmal muss man diese Entscheidung treffen. Da kann ich nicht drauf hoffen, dass die Zeit ihm schon hilft!
Sascha: Eigentlich bin ich mir in meinem Fall doch ziemlich sicher, dass wohl jeder "gescheitert" wäre. Aber trotzdem danke für deine Ausführung, es sind jetzt tatsächlich Missverständnisse beseitigt

Gescheitert ist für mich aber das völlig falsche Wort. Ich empfinde mich dadurch nicht als Versager, weil ich meinem Hund eine extreme Last genommen habe.
Jeder der Gismo kennt und erlebt hat, wie er intakt drauf war hat sich Sorgen um ihn gemacht. ICH war diejenige die immer wieder nach Alternativen gesucht hat, ihn so zu lassen wie er ist und sich viel zu schwer mit der Kastra getan hat.... -
Ich sage doch nicht, dass du etwas hättest anders machen sollen.
Ich lebe z.B. in der komfortablen Situation mindestens eine intakte Hündin zu haben. Das erleichtert die Lernprozess für die Herren sehr.
Ein gutes Beispiel unser jetziger Rüde, er kam 2jährig zu uns, die Hündin war läufig. Er jammerte, jaulte, bellte, hechelte, sabberte und belästigte die Hündin permanent. Es war eine Situation, wo man an eine Kastra auf dem Küchentisch oder eine "Schnellsteri mit 2 Backsteinen" denkt.
Nach der Hitze wurde es nicht viel besser. Er wollte decken und das war schließlich ein Hündin, oder?
Draußen war er nur mit lautstarkem Markieren, wobei die Brocken nur so flogen, Pipi lecken und die "Gefängsniskugel an der Leine" sich hinterherzerrend mit der Suche nach interessanten Stellen beschäftigt.
Er war rappeldürr (gut zusätzlich auch noch Mäkler), ständig nassgesabbert und sein bestes Stück lugte eigentlich immer in die Welt.
Langsam und stetig wurde es besser, es hat viel Training und viele Nerven gekostet.
Nach vielen Monaten wollte er seine Hündin nur noch "vergewaltigen", wenn er draußen eine läufige gerochen hatte...
Noch später wurde er während der Läufigkeiten ruhiger, es wurde jedesmal etwas besser.
Mittlerweile schläft er locker neben einer läufigen Hündin, nur während der Stehtage ist er hochaufmerksam und sucht eine Chance, da muss man doll aufpassen. Gewicht hat er aber mittlerweile aufgebaut, er frisst normal, sabbert nicht und bleibt ansprechbar.
So ähnlich ist es hier mit jedem Rüden gelaufen,
Nur wer hat schon so ein Hardcore-Trainingscamp für Rüden daheim?LG
das Schnauzermädel -
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Nur wer hat schon so ein Hardcore-Trainingscamp für Rüden daheim?LG
das SchnauzermädelIch definitiv nicht......spaetestens bei der zweiten laeufigen Huendin im Haus haette ich ihn zum TA geschleift :veg:
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Jeany
Nicht nur Versager scheitern.
- Vor einem Moment
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