Meine Hunde schaffen es dass ich sie bald hasse

  • Zitat

    zu dem "Bleib!" hab ich so meine eigene Meinung... Meine Eltern haben das so mit ihrem Rüden (55 kg, aggressiv anderen Rüden gegenüber) trainiert. Das war eine super sache, biss ich einer Dame mit 2 Hoverwarts begegnete, die den gleichen trainigsweg gewählt hatte...

    Da standen wir dann wie Doof und Doof, weil wir beide in der Lage waren unseren Hund zuverlässig abzulegen, aber keine von uns den Hund problemlos an anderen vorbeiführen konnte...

    Hehe - erinnert mich an Loriots wohlerzogenes Ehepaar.... :D

    Das scharf ausgesprochene Bleib (es gibt auch ein beiläufigesbei uns) hat bei uns eher die Bedeutung von Achtung, Gefahr und so bleibt Zookie wie angewurzelt stehen mit Blick zu mir. Ihre Aufmerksamkeit ist dann auf mich gerichtet und sie weiss, dass es besser ist, auf mein Komm oder was immer danach zu folgen.

    LG Falbala

  • Hi,

    danke schon mal für eure Tips. Ich habe mich mittlerweile natürlich wieder beruhigt. Ich war vorher lange nur mit Chicco draussen, haben einen Hund ohne Leine getroffen -kein problem, ich habe ihn laufen lassen, die haben gespielt. Dann kam etwas weiter vorne am weg ein Hund ohne Leine (er war ziemlich wild) gelaufen, Chicco war an der leine. Chicco hat diesen Hund gesehen, ich habe die Aufmerksamkeit auf mich gezogen, ihn Leckerlies suchen lassen und er hat sich nicht für den Hund interessiert '(er kam aber auch nicht direkt an uns vorbei.

    Ich weiss, die Unsicherheit geht von mir aus, aber ich bemühe mich immer so sehr cool zu bleiben aber es ist ja auch so, dass sie vor ein paar Tagen auf einmal abgegangen sind wie die Sau,nach hinten gesprungen sind und Theater gemacht haben weil hinter uns ein Hund aus einer anderen Straße gebogen ist. Den habe ich überhaupt nicht gesehen, erst als die theater gemacht haben habe ich den anderen Hund bemerkt, also ist es in dieser Situation nicht von mir ausgegangen! Ich habe aber einfach Angst. Was ist z.B. wenn mir ein anderer Hund an der Leine entgegen kommt, den ich nicht unbedingt kenne. Ich weiss ja nicht wie der reagiert, also muss ich sie kürzer nehmen (wenn es die Breite des Weges nicht zulässt einen Bogen zu gehen) und schon ist Spannung da und die flippen aus! Wobei ich mir zu 95% sicher bin, alle Hunde die wir an der Leine treffen und wo sie Theater machen, mit denen würden sie im Freilauf spielen. Die sind ja auch in der Huta, da gibts nie Probleme mit Anderen, und da sin auch andere sehr dominante Rüden.

    Ob der Trainer nun gut ist oder nicht wage ich als Laie nicht zu beurteilen. Gut er ist noch sehr jung und macht des auch noch nicht so lange und manchmal habe ich auch den eindruck, als macht er alles nach Schema F, und entweder es klappt oder halt nicht, er hat irgendwie keine "Ausweichlösungen" parat sondern nur die selben Regeln immer und immer wieder! Aber wie gesagt, er ist der 3. Trainer, und ich habe den Kurs schon komplett bezahlt.,

  • sag mal, habt ihr denn auch an dem problem selbst mit trainer gearbeitet? für mich las es sich so, als hättet ihr bisher nur an den Hausregeln gearbeitet.

    Wie sieht es sonst mit Grundgehorsam der Hunde aus? Speziell Leinenführigkeit?

    Sonst habe ich den Eindruck, Du bist eigentlich schon auf einem guten Weg. Wenn Du weißt, dass Deine Hunde (einzeln) bis zu einem bestimmten Abstand brav bleiben können, dann ist das Euer Trainigs-Start-Punkt.

    Bist Du eigentlich allein mit den Hunden, oder hast Du einen Partner, der Dich unterstützt?

    Wenn die Hunde schon kläffend in der Leine hängen, würde ich an Deiner Stelle garnichts mehr machen, nur schnell aus der Situation gehen. Denn in einem solchen Erregungszustand ist kein Hund (und auch kein anderes Lebewesen) mehr in der Lage zu lernen. Wenn Du dann versuchst, auf Deine Hunde einzuwirken, werden sie sich vermutlich nur noch mehr aufregen...

  • Zitat


    Wobei ich mir zu 95% sicher bin, alle Hunde die wir an der Leine treffen und wo sie Theater machen, mit denen würden sie im Freilauf spielen. Die sind ja auch in der Huta, da gibts nie Probleme mit Anderen, und da sin auch andere sehr dominante Rüden.

    moin,

    diese Aussage habe ich jetzt schon in ein paar Beiträgen von dir gelesen. Hast du dir mal Gedanken gemacht warum das so ist? Was sagt der Trainer dazu?

    Ob der Trainer gut ist oder nicht vermag ich nicht zu beurteilen. Dazu weiss ich zu wenig von seinem gesamten Konzept. Mir persönlich wären es, wie auch von anderen geschrieben zu viele Regeln. Auch das mit dem ignorieren leuchtet mir nicht ein. Hunde leben in hier und jetzt, und ich glaube nicht das ein Hund weiss, oh vor einer halben Stunde habe ich draussen die Sau raus gelassen, dafür ignoriert mich mein Frauchen jetzt.

    Hat dein Trainer einen eigenen Hund? Wenn ja gibt es die Möglichkeit das du mal eine Unterrichtsstunde mit dem arbeitest? Ich könnte mir vorstellen das es dir sehr viel bringt, weil du vielleicht unbefangener an die Sache rangehst, gerade was die Körpersprache angeht wäre das eine Methode es mal zu testen.

    Lg

    Snoepje

  • Hallo,

    ich habe auch eine ganze Weile an dem Thema Leinenaggression rumgedoktort und mittlerweile klappt es gut, aber es gibt noch Situationen, in denen es nicht klappt und dass sind ausschließlich Situationen, in denen ich gestresst bin, entweder weil ich dem anderen Hund nicht ausweichen kann und dieser aber selbst ein riesen Theater macht oder weil ich einfach an dem Tag total unausgeglichen bin oder weil ich nicht schnell genug reagiere und keine Entscheidung darüber treffe, was zu tun ist. In solchen Momenten kann es dann vorkommen, dass Jeppe pöbelt, weil er dann auch nicht weiß, was zu tun ist. Ich habe echt lange gebraucht, um wirklich entspannt zu sein, wenn ein anderer Hund kommt. Ich habe mir immer gesagt, dass ja nicht schlimmes passieren kann und ich die KOntrolle habe und es wurde immer besser. Mittlerweile können wir den Abstand zu anderen Hunden an der Leine immer mehr verkleinern oder, wenn ich merke, dass Jeppe verspannt, wechseln wir die Straßenseite oder, wenn auch das nicht geht, lasse ich ihn absitzen und lenke ihn ab. Auch das hat gedauert, bis es klappte, aber mittlerweile reicht meist schon eine kurze klare Ansage meinerseits und Herr HUnd widmet wieder mir seine Aufmerksamkeit. Seitdem ich weiß, dass und wie es funktioniert, bin ich wieder enstpannter und Jeppe ist es auch. Und da schließt sich dann der Kreis. Rückschläge oder Ausnahmen wird es immer mal wieder geben, aber wenn man selbst gelernt, in solchen Situationen ruhig zu bleiben und sich zu entspannen, dann wird es meiner Meinung nach auch besser.

  • Zitat

    sag mal, habt ihr denn auch an dem problem selbst mit trainer gearbeitet? für mich las es sich so, als hättet ihr bisher nur an den Hausregeln gearbeitet.

    Wie sieht es sonst mit Grundgehorsam der Hunde aus? Speziell Leinenführigkeit?


    Bist Du eigentlich allein mit den Hunden, oder hast Du einen Partner, der Dich unterstützt?

    .

    Also draussen haben wir in 2 Wochen das erste Mal! Bis jetzt haben wir an den "Hausregeln gearbeitet, weil der sagt, es muss erst mal drinnen gut klappen.Ok leuchtet mir ein.

    Mein Mann unterstützt mich voll und ganz, ihm geht des ja selber auf die Ketten!

    Der Grundgehorsam ist eigentlich ganz gut. Nicht perfekt aber ok, vor allem beim Snoopy der was die Aggression angeht ja viel schlimmer ist. Aber soweit klappt der Grundgehorsam echt gut, bis aufs Rückrüfen wird aber durch Training von Tag zu Tag besser.

  • Zitat

    moin,

    diese Aussage habe ich jetzt schon in ein paar Beiträgen von dir gelesen. Hast du dir mal Gedanken gemacht warum das so ist? Was sagt der Trainer dazu?


    Snoepje

    Ich denke mal es liegt an mir! Klar, ich hänge hinten an der Leine, reagiere nicht richtig und die Hunde meinen sie müssen alles alleine regeln. Sie sind im Freilauf nett zu anderen Hunden weil sie ja grunsätzlich betrachtet sind liebe und verträgliche Hunde sind, es ist nur an der Leine Theater.
    Der Trainer sagt, dass es an der Leine immer schwierig ist, weil die Hunde Hunde da einfach nah am Besitzer sind. Er sagt, wenn er bei seinem eigenen Hund nicht rechtzeitig reagiert macht der auch Randale (was mich etwas verstört denn ich dachte immer Trainerhunde sind perfekt :p

    Das mit dem Ignorieren wenn sie draußen blöd waren finde ich auch besch... weil wenn ich z.B. ne halbe Stunde von daheim weg bin, dann machen sie Theater, ich dreh um und gehe die 1/2 Std. wieder zurück wissen die gar nicht mehr worum es geht, aber entweder ich lasse mich aufs Training mit ihm ein mit allen Regeln oder es hat ja gleich mal gar keinen Sinn

  • Also unser Hund der Sultan konnte es gar nicht mit anderen Hunden. Wir haben ihn im Alter von 5 Jahren von Bullterrier in Not übernommen. Er hat 5 Jahre in Berlin in einem Hinterhof an einer 2m Kette mit Stachelhalsband gesessen und kannte NIX.
    Wenn er nur einen anderen Hund sah, ging er hoch wie ein HB-Männchen. Es war Stress mit ihm spazieren zu gehen. Ich dachte nur immer: hoffentlich kommt uns kein anderer Hund entgegen. So konnte es nicht weitergehen, also haben wir uns eine Hundeschule gesucht.
    Zuerst hatten wir Einzelunterricht und jetzt sind wir in einer Gruppe und es klappt super. Auch beim Spazierengehen macht er keine Probleme. Er möchte zwar manchmal zu dem anderen Hund hin, aber ich sage "weiter" und gehe mit ihm daran vorbei. Er schaut dann mehr zu mir, statt zu dem anderen Hund - ich habe viel mit Leckerchen erreicht.

    Hier ganz kurz, wie wir es geschafft haben:

    Kam uns ein Hund entgegen und ich sah auch nur ein Haar sich aufrichten, strickter Richtungswechsel (quasi wieder zurücklaufen),dabei das Komando "FUSS". (Mit dem Richtungswechsel: So haben wir auch gegen das Leinenziehen geübt)

    Wichtig ist dabei das du die Aufmerksamkeit auf Dich lenkst, dein Hund darf nicht zurückgucken, (notfalls stell Dich in sein Blickfeld.
    DU musst attraktiver wirken als der andere Hund.
    quietsch ihm was vor, erzähl was vom Wetter....;)

    Dann wieder Richtungswechsel, sah ich ne Bürste, wieder das gleiche von vorne,..

    Ich kann dir nicht sagen wie oft ich hin und her laufen musste....

    Der Hund darf nicht in den Tunnelblick verfallen...und den anderen Hund fixieren - sorge dafür, dass er viel Blickkontakt zu Dir hält!!!

    Aber es klappt nach viel Übung...mit der Maulschlaufe konnte ich mir den Kopf dahin ziehen, wo ICH wollte. Im Zweifelsfall verhindert es aber auch böse Bisse....

    Es ist wirklich abhängig wann das Komando kommt, im Prinzip musst du ihn in der Situation wenn er sich aufbäumt völlig überraschen.

    Fakt ist das ich die grössten Fehler gemacht habe, Leine anspannen, ich war richtig nervös, etc.....und das merkte der Hund!!!
    ICH musste lernen wie Komunikation mit Hund abläuft...

    Sultan hat auf 4 Monate unwahrscheinlich viel gelernt und ich bin richtig stolz auf ihn. Wir lernen nun fleißig für den Wesenstest ;)

    Es ist wirklich nicht einfach - üben - üben - üben - aber Du schaffst das auch.
    Mit dem ignorieren - muss ich ehrlich sagen, da halte ich gar nichts von.
    Die ersten 5 Sekunden für meine Komandos sind entscheidend - und nicht eine spätere Bestrafung. :/
    Es ist etwas schwer, hier alles genau zu Beschreiben, ich hoffe aber, es ist einigermaßen verständlich? :???:

    LG Maria

  • Hey Maria,

    ich find die Erklärung auch super.

    Allerdings denke ich, dass die Ursache bei den Hunden der TS eine andere ist, wenn sie schreibt, dass sie denkt, die Hunde würden vermutlich ohne Leine mit dem anderen Hund spielen.

    Für mich klingt das eher nach einer geringen Frustrationstoleranz. Und das hat mich auf eine Idee gebracht.

    Günter Bloch hat mal auf einem Seminar geraten, Leinenkläffer an der Leine immer um einen herumzuführen. So könnte der Hund die angestaute Erregung abbauen ohne zu bellen, was ja auch einen Erregungsabbau bewirkt.

    Ich selbst habe das noch nicht versucht, aber vielleicht wäre es einen Test wert, schadet ja nicht.

    An Snoopy:

    Ich finde kritisch, dass der Trainer Dir nicht gezeigt hat, wie Du draußen deeskalieren kannst. Dass es zunächst zuhause klappen muss, sehe ich auch so, aber trotzdem fände ich wichtig, dass Du draußen rumlaufen kannst, ohne ständig stress zu haben.

    Ich hatte nach unterstützung gefragt, weil ich, an Deiner Stelle zunächst erst mit je einem Hund trainieren würde und dann zu zweit mit beiden Hunden, so dass jeder sich auf einen Hund konzentrieren kann.

    Und vielleicht kann Dein Partner Dich auch moralisch Unterstützen, auch das kann Dir viel mehr Sicherheit geben.

    Berichte mal, wie es weiter läuft

    viel Erfolg

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