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Beiträge von Trillian

    Zitat von "Buddy-Joy"

    Das der Hund von jetzt auf gleich aus einem extrem hohen Erregungslevel zwanghaft sofort runtergefahren hat in optische Entspannung auf höchster Ebene
    Sprich das Adrenalin rauscht aber der Hund "schaut" locker aus
    GsD gibts da ja den ein oder anderen Anhaltspunkt ;)


    Und wieder Jain :D


    Ganz ähnliches sag ich immer, wenn Leute mit pos. Strafe arbeiten und dann behaupten, dass ihr Hund aber ganz entspannt sei. Auch da passiert es oft dass der Hund zwar entspannt ausschaut, Herzfrequenz und Cortisolspiegel was anderes aussagen.


    Wie haben die Leute denn Entspannung konditioniert?

    Wie sieht denn überkonditionierte positive Entspannung aus?


    Im letzten Punkt stimme ich Dir im wesentlichen zu. ABER: Nur weil es manchmal falsch gemacht wird und seltsame Auswüchse hat, bedeutet es ja nicht, dass die Methode falsch ist :D Wie Du schon sagtest: Fingerspitzengefühl ist gefragt

    Zitat von "Themis"

    Auch diese Personen haben den Hund in keinster Weise zurechzuweisen oder zu erziehen.
    Ein Trainer soll die Halterin dahingehend anleiten, wie ihr Hund sich gegenüber Menschen zu verhalten hat.
    Das hat ihm doch noch niemand "erklärt".


    Abgesehen davon, nutzt es nichts, wenn der Hund weiß, was er gegenüber dem Hundetrainer und seinem Hilfspersonal machen darf und was er lassen soll.
    Hunde lernen personenbezogen, das heißt, er lernt dann nicht, was für Passanten, Freunde und Verwandte gilt.


    :gut:


    Wie gesagt, ich kann unter Umständen mit Adressen von kompetenten Trainern helfen

    Also:


    Für mich klingt das nach "fiddle arount" Das ist eine der vier Reaktionen auf Angstauslöser. (Flight, Fight, Freeze und eben "Fiddle around")


    Diese Verhaltensweisen sind reflexiv, sprich, der Hund kann sie nicht willentlich steuer. Sie resultieren aus zu großem Stress und zu hoher Erregung.


    Es klingt für mich nicht so, als würdet ihr das Problem alleine gut in den Griff bekommen können. Daher würde ich dringend zu einem guten (!) Trainer raten. Der kann Euch zeigen wie ihr erfolgreich am Erregungsniveau arbeiten könnt und mit Euch einen Blick auf den Tagesablauf, etc werfen.


    Magst Du schreiben, wo ihr wohnt? Vielleicht kann ich Dir jemanden empfehlen. Gern auch per PN


    Bis dahin ist es wichtig, den Hund zu sichern und solche Situationen so gut es geht zu vermeiden

    Buddy-Joy, Du wirst lachen, aber so ähnlich sieht es bei uns auch aus :D


    Und ich stimme Dir definitiv zu: Es gibt Leute/Situationen/Szenarien, wo mittels pos. Verstärkung wunderliche Dinge geschehen, die auch ich nicht gut heißen kann. Und auch unter den "Netten" ;o) gibt es solche, die Gewalt anwenden, indem sie z.B. Hunde (für bessere Motivierbarkeit) hungern lassen. Fraglos, da läuft auch eine Menge schief :D


    Trotzdem hast Du mich in einem Punkt nicht richtig verstanden: Wenn Du Deine Hunde raus schickst und sie nix erwarten, nehme ich an, dass Du das raus nicht über pos. Verstärkung aufgebaut hast. :D ABER: Sie dennoch erwarten sie ja, quasi dass was ausbleibt. Nämlich der Ärger, den es gäbe, wenn sie nicht rausgehen würden.


    In beiden Fällen glaube ich, wenn man es gut macht, dann wird das ganze irgendwann relativ neutral. Wie gesagt, meine Hunde haben nachdem ich das Lob ausgeschlichen habe auch keine permanente Erwartungshaltung mehr. Oft pennen sie einfach, manchmal suchen sie sie statt dessen eine andere Beschäftigung, aber sie "geiern" nicht durchgehend nach der Belohnung :D


    Ist vermutlich wie bei jeder Methode: Sie ist nur so gut, wie der der sie durchführt. Und so gut wie Du und ich kann ja nicht jeder sein ;o)


    Geiles Foto übrigens

    Wie gesagt, ich habe schon mit Hunden gelebt, die geschnappt und auch ernsthaft gebissen haben. Es ist total vernünftig und gesund, Angst zu haben von einem Hund gebissen zu werden!


    In Hamburg und Umgebung gibt es tolle Trainer, wenn Du magst, schick ich Dir welche per PN (Also Adressen, nicht den ganzen Trainer)


    In den Fällen, in denen mein Tier diese Freiheit auch nutzen kann, gebe ich sie ihm auch. Aber wenn ein Hund das nicht kann, dann helfe ich ihm.


    Und Lotte würde nur sehr ungern den Raum verlassen, in dem ich bin. Warum also sollte ich sie zwingen? Ganz abgesehen davon, dass es in meinem/unserem Leben viele Situationen gibt, in denen es mir nicht möglich ist, die Hunde während des Essens raus zu schicken. Das geht weder im Restaurant noch bei meiner Schwiegermutter daheim.


    Und nochmal: ich habe nie behauptet, dass es ein Fehler ist, den Hund aus dem Raum zu schicken. Aber aus vielen Gründen war das in dem Fall nicht die richtige Entscheidung für uns.


    Und auch das noch: Meine Tiere können eine ganze Menge frei entscheiden. Es gibt vieles, wo ich schlicht zu faul bin, ihnen zu sagen, was sie tun sollen, es gibt vieles wo es mir einfach egal ist und auch so einiges, wo ich ihnen die Freiheit auch dann gern zugestehe, wenn es für mich unbequem ist.


    Aber da woich sehe, dass mein Hund mit einer Freiheit nicht gut umgehen kann, helfe ich ihm. Da setze ich Grenzen, innerhalb derer sich mein Hund sicher und frei bewegen kann.


    Ganz klar: Jain!!! ;O)


    Natürlich beeinflusse ich das Verhalten meiner Hunde. Immer. Daran kann ich garnix machen, das ist im zusammenleben so. Dein "Raus" ist ja auch festkonditioniert. Zumindest unter der Voraussetzung, dass der Hund in der Folge wirklich die Küche verlässt.


    Und je nachdem, wie Du das "Raus" aufgebaut hast, ist ja auch dabei die eine oder andere Erwartungshaltung. Entweder erwartet der Hund nach befolgen des Kommandos was gutes oder bei nichtbefolgen des Kommandos etwas schlechtes. Und ob schlechte Erwartungen nun besser sind als gute??


    Ich hatte hier das Problem, dass ich irgendwann meinen Esstisch "verloren" habe. Dann saß ich hier immer am Couchtisch zum essen. Lotte und die Kater haben am Esstisch nicht gebettelt. Noch nie, das war einfach so.
    Aber am Couchtisch war das anders, gleichzeitig zog ein etwa schäferhundgroßer Junghund ohne jede Erziehung aber mit viel Hunger bei uns ein.


    Also haben alle 4 gleichzeitig auf die gleiche Art gelernt, mich in Ruhe essen zu lassen. Inzwischen liegt nurnoch Lotte regelmäßig bei mir. Beim Neuzugang hängt es davon ab, ob meine Frau mit isst, dann ist auch er bei uns und pennt. Ist meine Frau nicht da, liegt er auf dem Bett auf ihrer Bettseite und wartet auf sie. Die Kater kommen, gucken, gehen wieder und sind pünktlich wenn ich fertig gegessen habe wieder da.


    Alle 4 würden ziemlich genau dasselbe tun, wenn ich nciht essen würde.


    Hätte ich jeweils nur einem beibringen müssen, mich während des Essens in Ruhe zu lassen, hätte ich vermutlich jeden Ansatz von Betteln einfach ignoriert.


    Aber meine Erklärung richtet sich ja auch vor allem an jene, deren Hunde essen klauen und wo Strafe (weil falsch angewand) keinen Erfolg gebracht hat

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