Meine Hunde schaffen es dass ich sie bald hasse

  • Hallo,

    finde Deinen "Senf" - Osiris - sehr gut und glaube, er ist die Essenz dessen, wie wir unseren Hunden begegnen sollten. Und auch Murmelchen, die sagt, dass es zweifelhaft ist, Hunde als beste Freunde zu bezeichnen, gebe ich recht.

    Liebevolle Verantwortung für Hunde zu übernehmen und zu tragen, ist eine andere Sache, als sich selbst in gewisser Weise von seinen Hunden "abhängig" zu machen, indem man auf ihr Wohlwollen, aufs Gutverstehen wie bei Freunden und auf ihr "brav"sein wartet. Bei Ersterem bin ich aktiv, bei Zweiterem passiv.

    Ich halte ausserdem nichts von Spielchen oder künstlichen Regeln wie lange Ignorieren etc. Was wirklich wirkt, ist, wenn es von Herzen kommt. Ich vergesse nie, dass mein Hund ein perfekter Spiegel für mich ist - was nicht heisst, dass ich perfekt bin (gar nicht ;) ), aber er zeigt mir, wo ich an mir arbeiten kann.

    Hoffe, ich bin nicht zu theoretisch geworden....

    LG Falbala

  • ich weiss ja nicht, wo du diesen "hundeversteher" aufgetrieben hast aber der sollte vielleicht mal ein paar bücher lesen, die nach 1950 gedruckt wurden.
    ich empfehle dir erst mal auch ein buch: "Hundepsychologie" von dorit feddersen-petersen. ich glaube, wenn du das gelesen hast bict du mit deinen zwei kleinen viel glücklicher, echt. dieser Trainer (dem ich gern mal persöhnlich ein paar takte sagen würde) ist irgendwo im letzten jahrhundert angesiedelt, was ethologische erkenntnisse angeht und sollte von dir ganz ganz dringend durch jemanden ersetzt werden, der begriffe wie "chef" und "autorität" dort benutzt, wo sie angemessen sind, nämlich unter menschen. es wäre für ein wolfsrudel extrem anstrengend, würden die sich um so einen mist groß gedanken machen und wegen der hohen energieverschwendung die das mit sich bringt in der natur eher kontroproduktiv.tatsächlich werdeb aufgaben verteilt, wie bei uns menschen auch: jeder nach seinen bedürfnissen und nach dem kriterium, wer was am besten kann.
    bitte entschuldige die lange vorrede aber solche flachköppe von "hundetrainern" regen mich echt tierisch auf!
    zu deinem problem:
    ich habe das auch, nur dass meine hunde jeweil 55 bzw 60 kilo wiegen, weswegen die natürlich so einen terz nicht veranstalten dürfen, damit ich lebend aus der sache rauskomme :-)
    Also müssen beide sitz oder sogar platz machen, wenn sie sich solchermaßen echauffieren wegen eines anderen hundes. dazu ein "bleib!". das gibt mir dann die gelegenheit, einen hund wegzujagen, der unangeleint daherkommt. dieser befehl "bleib" ist essenziell wichtig, er muss absolut IMMER befolgt werden und da gibt es auch kein drumrumdrücken. wenn du deinen wauzis ein solches "superwort" beibringst wirst du mehr freude an den spatziergängen haben. und sogar dickköpfe wie meine canarios merken irgendwann, dass es bei diesem wort keine diskussion gibt. ignorieren ist für deine hunde die hölle und sie verstehen nicht, warum du sowas grausames mit ihnen tust, sie setzen das niemals in beziehung zu einem vorfall auf der strasse! es ist absolut "unhündisch!"(könnte deinem hundetrainer echt übers knie legen!)
    wer zuerst durch die tür geht, ob du das futter hinstellst und sie erst auf befehl randürfen ist sowas von belanglos! es ist auch unlogisch: du bereitest das futter zu(auf dem küchentisch oder so) und du stellst es ja für sie hin-das macht dich automatisch zum "herren über die fressalien".das hundefutter ist der anteil, den du ihnen zugestehst, sie dürfen ja nicht dein essen essen, insofern ist das schon klar, wer der "Maitre de cuisine" ist. du bekommst am ehesten respekt von deinen hunden, wenn deine aktionen für sie nachvollziehbar sind, diese hundetrainer-verhaltensweisen verstehen sie einfach nicht. und begrüße deine hunde,wenn du heimkommst, es ist wichtig für sie, sie brauchen das, es ist ein zeichen der liebe und anerkennung ihres- würg- "Chefs" oder wie ich gern sage- ihrer mama. ein weiterer literaturtipp:
    "Autorität-was das ist und was nicht"
    ich entschuldige mich noch mal für den langen text
    viel spaß mit den hunden und deinem neuen superwort
    wirst sehen, es hilft!!

  • Mozzinte,

    auch wenn ich die Empfehlungen des besagten Trainers ebenfalls kritisch sehe und das definitiv nicht mein Weg wäre, finde ich Deine Äußerungen über einen Trainer, den Du persönlich nicht kennst recht krass....

  • Mozzinte, sorry aber nur wegen der Anweisungen ist der Trainer nicht unfähig..

    Das mit Tür, Futter etc. ist nichts, weswegen der Mensch die Führung übernimmt. Aber es hilft dem Hundehalter Grenzen zu setzen und sie (vorallem!) auch durchzusetzen! DAS hilft sehr wohl!

    Führung übernehmen, etc. hat nichts mit "letzten jahrhundert" zu tun!

    Ich könnte dir nun auch an den Kopf werfen, keine Ahnung zu haben. Immerhin heißt Platz sich hinzulegen und zwar so lange, bis es aufgelöst wird. Ich werf dir das aber nicht an den Kopf, weil es nunmal dein Weg ist und bei euch auch zu klappen scheint..
    Ich finde "Hundepsychologie" ist ein sehr interessantes Buch. Aber definitiv nicht, wenn der HH so Probleme hat, wie sie die TS zu haben scheint..

  • Na, ich fand das aber trotzdem erfrischend richtig, was Mozzinte über das Superwort "bleib" und dessen bedingungslose Durchsetzung schreibt - ob 60 kg oder 2 kg-Hund. Und das IST ja Führung.

    LG Falbala

  • Zitat

    Na, ich fand das aber trotzdem erfrischend richtig, was Mozzinte über das Superwort "bleib" und dessen bedingungslose Durchsetzung schreibt - ob 60 kg oder 2 kg-Hund. Und das IST ja Führung.

    LG Falbala

    zu dem "Bleib!" hab ich so meine eigene Meinung... Meine Eltern haben das so mit ihrem Rüden (55 kg, aggressiv anderen Rüden gegenüber) trainiert. Das war eine super sache, biss ich einer Dame mit 2 Hoverwarts begegnete, die den gleichen trainigsweg gewählt hatte...

    Da standen wir dann wie Doof und Doof, weil wir beide in der Lage waren unseren Hund zuverlässig abzulegen, aber keine von uns den Hund problemlos an anderen vorbeiführen konnte...

  • Zitat

    zu dem "Bleib!" hab ich so meine eigene Meinung... Meine Eltern haben das so mit ihrem Rüden (55 kg, aggressiv anderen Rüden gegenüber) trainiert. Das war eine super sache, biss ich einer Dame mit 2 Hoverwarts begegnete, die den gleichen trainigsweg gewählt hatte...

    Da standen wir dann wie Doof und Doof, weil wir beide in der Lage waren unseren Hund zuverlässig abzulegen, aber keine von uns den Hund problemlos an anderen vorbeiführen konnte...

    :lachtot: :lachtot: tut mir leid, muss mir das grad mal bildlich vorstellen.

    Zitat

    Also müssen beide sitz oder sogar platz machen, wenn sie sich solchermaßen echauffieren wegen eines anderen hundes

    ein platz in einer solch hohen reizlage wird nicht hunden ausgeführt, die die entscheidungen des hundeführers nicht respektieren. dazu gehört eine menge vorarbeit...und das aufstellen von regeln kann einem helfen diese zu leisten.[/code]

  • ich entschuldige mich für die harten worte gegen den hundetrainer, ich hab mich mal wieder ziemlich aufgeregt, ich weiss....die patt-situation, die trillian erlebt hat ist zwar sicher nervig gewesen, musste aber trotzdem schmunzeln....aber so etwas kommt im hundeleben wohl höchstens 3mal vor...ich mag eben solche "autoritären" weisheiten nicht besonders....zumindest seit meine erste canario-hündin zu uns kam. vorher bin ich mit dem "chef-sein" immer gut gefahren eigentlich, aber man braucht eben den "richtigen" hund dafür. bei einem canario(und meine hündin ist stur wie ein fels)zieht die nummer halt nicht mit der autorität. meine hunde vorher waren sogar ausgebildet als fährten oder begleithunde-habe ich damals alles alleine gemacht bis zur prüfung. dann kam meine canario-hündin moz und ich merkte schnell, dass ich neu lernen muss, wenn das mit diesem hund klappen soll. also besorgte ich mir andere literatur und veränderte die methode. mit dem, was bei den hunden davor so gut gewirkt hat kam ich bei moz einfach nicht weiter, im gegenteil, ich glaube, sie amüsierte sich prächtig ob meiner vergeblichen bemühungen. der rüde ist ähnlich- ein dogo canario braucht ein tiefes vertrauen und erst dann akzeptiert er deine befehle, denn er entscheidet von natur aus eher selbst, was richtig und falsch ist. zeigt man ihm nun in einem langen und geduldigen prozess, dass "sein mensch" für ihn in der lage ist zu entscheiden, akzeptiert er das. das macht es aus, warum ich diese asse so liebe: sie sind sehr eigen und dickköpfig und man muss sie schon sein lassen, wie sie nun mal sind. ich nehme an, darum landen hunde wie mein rüde auch oft im tierheim oder schlimmer(habe ihn aus einer tötungsstation gerettet-zwei tage vor seiner "exekution".
    entschuldigung wegen meiner harten worte noch mal....

  • schmunzelt ruhig, ich hab mich - hinterher - auch großartig amüsiert...

    meinen eltern passiert sowas tatsächlich nicht, was allerdings daran liegt, dass sie nur zu festgelegten zeiten mit ihren hunden raus gehen und alle anderen rüden-besitzer meiden diese zeiten, bzw. haben eigene "frei-zeiten"

    auch ne lösung, auch wenn mich das total nerven würde...

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