leidiges Thema: Beissen

  • Du solltest dir ganz unbedingt einen KOMPETENTEN Hundetrainer suchen, der dich unterstützt.
    Da liegt ja einiges im argen. Du musst lernen ein konsequenter udn vorausschauender Hundehalter zu werden. Dafür muss aber noch hart gearbeitet werden.
    dein Hund hatte keinen guten Start ins Leben und hat dadurch wahrscheinlich auch extreme Defizite.

    Ich hoffe du gibst Euch eine Chance und gibts nicht so schnell auf.
    Du musst jetzt seeeehr geduldig sein ;)

  • Zitat

    Ich hab alle gängigen Methoden ausprobiert.

    Ebene, du probierst zu viel aus: ignorieren, schubsen, Hausleine, wegsperren etc., ziehst sie aber anscheinend nicht so lange druch, bis sie Erfolg zeigen.

    Wenn du so weiter machst, wird es schwer am Ende etwas zu finden, was noch funktioniert.

    Ich würde den Hund eine Auszeit geben, wenn er mich drinnen drangsaliert (sofern du das Verhalten nicht ignorieren kannst) und draußen würde ich sie einfach an die nächste Laterne anbinden und abkühlen lassen.

    Alles andere wurde ja schon gesagt (keine wilden Spiele, Kontakt zu anderen Hunden usw.)

  • Ach ja, was mir noch einfällt:
    wenn du einen Hund maßregelst (nix anderes ist der Nackenstoß), dann nur, wenn du SELBER ganz ruhig bist...und dann nur kurz und knapp....!
    Kann sein, dass dein Nackenstoß immer kam, wenn du sauer warst. Dann - so meine Vermutung, kann es auch sein, dass der Hund gelernt hat, das als Angriff zu werten.. :smile: Deshalb wird hier in der Regel hier im Forum immer davon abgeraten, weil halt die Art und Weise und das Timing so wichtig sind und man da extrem viel falsch machen kann.

    Außerdem:
    ne Maßregelung muss nicht nur genau sitzen: Die darf auch nur ganz, ganz SELTEN kommen, weil das Tier sonst abstumpft... oder ... wie vll bei dir? sich angegriffen fühlt.

    Ganz, ganz wichtig, geh mal auf ne Hundewiese und BEOBACHTE gezielt die Hunde beim Toben....
    Wie wird gemaßregelt? Wie verhalten sich die Tiere?
    Manchmal hilft es auch, zu filmen und sich dann die Sequenzen nochmal in Ruhe zuhause anzugucken.


    vll. hilft das ja auch weiter?
    http://www.youtube.com/watch?v=JgJW96E-3Uo


    Jeany,
    ich bin nicht der Meinung, dass man mit Anbinden und Ignorieren in dieser Situation weiterkommt, mag mich irren.
    Ich würde eher an grundlegenden Dingen arbeiten, wie flying paws das schon beschrieben hat.
    Die Hausleine ist ne Krücke...

    Stattdessen könnte man z.B. den Hund auch langsam und vorsichtig an einen Maulkorb gewöhnen, um erstmal Schlimmeres zu verhindern und ihn dann wirklich vehement zurückschubsen, nicht zu zaghaft, wenn er wieder rempelt. Das wäre so meine Idee...

  • Ich denke dass die TS inzwischen begriffen hat was sie sich da ins Haus geholt hat ;), dass das ganze sehr unueberlegt und falsch war sicherlich auch.

    Meine Meinung dazu ist, dass bei diesem Hund von jeglicher "Wattebauschmethode" abzusehen ist. Ich weiss dass viele hier diese Art der Erziehung lieben und fordern, ich fuer meinen Teil tue es nicht aber das ist ein anderes Thema. Ich wuerde bei diesem Hund hart durchgreifen. Noch ist eine Moeglichkeit da, zu retten was noch zu retten ist. Natuerlich soll der Hund weder geschlagen noch getreten werden aber den kann man ruhig auch mal etwas haerter anfassen. Das ist zumindest meine Meinung. Ich denke dass Flying Paws Tipps gut sind und auch ich wuerde dir raten, einen kompetenten Trainer zu suchen.

  • Jetzt nochmal zum Thema ignorieren oder reagieren:

    Wenn Tequila, der 13 Wochen alt ist, Cash nervt, ihn auffordert, ignoriert Cash ihn einfach wenn er keinen Bock auf toben hat.
    Wieso geht ihr dann bei diesem Welpen davon aus dass es der falsche Weg wäre? Vll. empfindet die TS es ja auch nur so extrem und in Wahrheit ist es vielleicht "normales" Welpenverhalten und diese Kleine hat nunmal Pfeffer?

    Wie gesagt, mein Kleiner ist etwa im selben Alter und das meiste kenne ich auch- nur dass ich von Anfang an konsequent eine Schiene gefahren bin und es dadurch mittlerweile soweit ruhig ist.

  • Zitat

    Jetzt nochmal zum Thema ignorieren oder reagieren:

    Wenn Tequila, der 13 Wochen alt ist, Cash nervt, ihn auffordert, ignoriert Cash ihn einfach wenn er keinen Bock auf toben hat.
    Wieso geht ihr dann bei diesem Welpen davon aus dass es der falsche Weg wäre? Vll. empfindet die TS es ja auch nur so extrem und in Wahrheit ist es vielleicht "normales" Welpenverhalten und diese Kleine hat nunmal Pfeffer?

    Wie gesagt, mein Kleiner ist etwa im selben Alter und das meiste kenne ich auch- nur dass ich von Anfang an konsequent eine Schiene gefahren bin und es dadurch mittlerweile soweit ruhig ist.

    Find ich auch, es kommt eben auf die Konsequenz drauf an :smile:

  • Das ging ja Fix mit den Antworten, Danke :)

    Das war jetzt schon so viel das ich bestimmt vergessen werde hier auf eine Antwort einzugehen. Verzeiht ;)

    Also, meiner Meinung nach bin ich konsequent. Ich hab es anfangs mit fiebsen und wegdrücken und diese ganzen "geschwisterreibereien" probiert...aber schnell gemerkt das es bei ihr nicht um Beishemmung etc geht sondern das es ein schwerwiegendes Problem ist. Dann bin ich zum Vorgespräch bei unserer alten Hundetrainerin (sie hat bei unserer alten Jack Russel Dame Wunder bewirkt und ist definitiv Kompetent)
    Und sie hat mir einiges erzählt und dann eben vom Nackenstoß und der Hausleine erzählt.
    Ich denke mein Timing ist recht gut. ZB wenn sie ihre Nase im Mülleimer hatte, und nicht wenn sie mit was im maul sich schon von abwendet. etc.

    Ich glaube auch das es solzieale defizite sind. Ich war mit ihr auch schon bei meiner Mutter und ihren Hünden. Jack Russel und Bishon Frise (ja klein aber oho) unser Bishon hat sich einfach immer schon aus dem Staub gemacht weil er keine Lust hatte auf den nervigen Welpen ;) und unsere gute Jack Russel Dame hat ihr schon immer recht deutlich gezeigt das sie keinen Bock hatte. Zähne fletschen Knurren und wenn sie weiter gemacht hat gings dann auch schon mal weiter. Jedoch hat meine Boots sich nie unterworfen und nach einer kurzen schrecksekunde war alles wieder gut und es ging von vorne los. Also, meiner Meinung nach hat sie es verstanden, aber nie SO ernst genommen das sie komplett aufgehört hat.

    Ich "stoße" sie wenn ich sie bei was erwische...aber wenn sie mich beißt kommt sie weg. Mehr wende ich nicht an. Ich meine klar, sie wird bei den kleinen Sachen wie mit den Vorderpfoten hoch und auf den Schoß, anstubsen Spielzeug bringen etc. ignoriert, aber mehr passiert nicht.

    Ich bin leise und ich bin ruhig. Die Hausleine hat am Anfang super geholfen. bis sie gerafft hat das sie einfach nur n weilchen ruhig sein muss bis irgendwann jemand kommt und die Tür wieder aufmacht. Und dann gings sofort wieder los.

    Ich habe schon gezwungener masen mit ihr augehört irgendwelche "extremen" spiele zu spielen. Im Augenblick wird nur gespielt wenn es ums Futter geht. Futerbeutel Apportieren, Suchen, und nebenbei Sachen wie Sitz, Platz usw lernen und üben. Dabei ist sie auch wirklich unschlagbar. Sie ist ruhig, sie konzentriert sich und alles ist super. Aber sobald es schluss ist geht sie ab wie schmidts katze wenn ich das mal so sagen darf.

    Und Ja, ich habe sie auch schon angeschriehen und ein oder zweimal wirklich sehr schroff behandelt. Aber auch nur zweimal und das auch nur aus Reflex nachdem sie mich zweimal bis zum bluten gebissen hat. Und da kann mir erzählen wer will. Jeder wird lauthals Fluchen wenn er richtig gebissen wird. Und ob das Fluchen jetzt dem und gerichtet ist oder nicht versteht sie denke ich nicht.


    Zum Thema aussitzen hab ich noch ein bisschen ein Problem. Ich habe noch ein Leben weg vom Hund. Wenn sie draussen anfängt in die Leine zu beissen oder wenn sie anfängt mir in die Hosen etc zu beissen dann bleibe ich stehe halte sie kurz und warte. Gestern habe ich für geschätzte 300 Meter eine Stunde gebraucht. So gerne ich auch konsequent bin, irgendwann muss ich weiter. Ich hab keine Ahnung wie ich das anstellen soll .....


    haach...ich glaub ich muss nochmal ein paar Antworten lesen. Ich verliere gerade den Faden ^^

  • Zitat

    Ich denke mein Timing ist recht gut. ZB wenn sie ihre Nase im Mülleimer hatte, und nicht wenn sie mit was im maul sich schon von abwendet. etc.

    Zitat

    Ich "stoße" sie wenn ich sie bei was erwische...

    Nein, das ist eben nicht das richtige Timing...

    das ist ZU SPÄT -- dann ist es besser, es ganz zu lassen.;)

    richtig:
    ... in dem Moment, wo sie den ANSATZ macht, die Nase in den Mülleimer zu stecken :)

    Hunde sind viel, viel schneller:
    die sagen nicht Nein, nachdem was passiert ist, sondern, wenn der andere grade daran denkt...
    und das erkennt man durch die Körpersprache....


    Zitat

    Ich meine klar, sie wird bei den kleinen Sachen wie mit den Vorderpfoten hoch


    DA ist ignorieren FALSCH... schubs sie runter...
    da wird sie rüpelig und körperllich...

    "kleine Ursachen..." "große Wirkung"


    Zitat

    und auf den Schoß, anstubsen Spielzeug bringen etc. ignoriert

    ,
    DA ist Ignoriereren RICHTIG! :), weil du dem Hund nicht die Initiative überlässt

  • Wenn unser Bishon unsere Jack Russel an seine Futternapf, Spielzeug etc. findet dann sagt und zeigt er ihr laut und deutlich dass das Tabu ist. Auch wenn sie schon drann ist. Meistens reicht ein Knurren und sie lässt alles stehen und liegen und geht.

    Ihm ist egal ob sie auf dem Weg dahin ist oder schon drann ist, und sie versteht das.

    Aber gut, noch früher, werde daran arbeiten,


    Kontakt zu Althunden versuche ich ihr so oft wie möglich zu ermöglichen. Umweltreize/einflüsse arbeite ich auch drann.

  • Zitat

    Hallo Leute!

    Die Hundetrainerin hat mir auch geraten ihr eine Hausleine anzulegen, etwa 1 Meter lang das ich sie notfalls an der Leine packen kann und wegsperren kann...kennt man ja. Der Hund soll sich beruhigen etc.. Funktioniert nicht.

    lg Melanie

    Zitat

    Dann bin ich zum Vorgespräch bei unserer alten Hundetrainerin (sie hat bei unserer alten Jack Russel Dame Wunder bewirkt und ist definitiv Kompetent)
    Und sie hat mir einiges erzählt und dann eben vom Nackenstoß und der Hausleine erzählt.

    Wie jetzt? Sie ist definitiv kompetent, aber ihre Vorschläge funktionieren nicht? Oder sind das jetzt zwei verschiedene Trainerinnen?

    Die Reaktionen der erwachsenen Hunde wird sie nicht ernstnehmen, sie dürfte kaum was damit anfangen können. In welchem Alter wurde sie denn genau von Mutter/Geschwistern getrennt, mit 12-5 Wochen = 7 Wochen, oder noch früher?

    Gruß
    Petra

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