leidiges Thema: Beissen

  • hmm.. ich persönlich bin so ein Fan von ner gewissen Mischung..


    Beschäftigung ja,
    aber sobald ich merke, dass Kyra irgendwie "hochfährt" oder "aufddreht" --- ooooh weeerde ich dann laaaangsaaaam und öööde und laaaangweilig... und betoooont laaangsaaaam.

    Beispiel: Beim Rausgehen: anfangs ist sie wild an mir hochgesprungen und hat mich auch gezwickt... da hab ich sie schon massiv zurückgeschubst, sie auch zeitweise mal angeschnauzt. Ich hab sie absitzen lassen und das ruhige Sitz immer wieder belohnt.
    Erst, wenn sie ruhig gesessen hat, dann...
    Die Tür ging erst nur einen Spalt auf... fing sie wieder an, unruhig zu werden, ging die Tür halt wieder zu..., usw.

    Verstehst du, was ich meine?

  • :hilfe: Hallo Leute,
    habe ein ähnliches Problem mit meinem Altdeutschen Schäfer Welpen.
    Unser kleiner Shelby ist jetzt fast drei monate alt, und schon eine richtige Beisszange! Wir haben den Kleinen erst seit kurzem und anfangs hat er nur geknabbert, jetzt beginnt er aber schon langsam richtig zuzubeissen und zerrt jetzt auch an der Jacke und Hose. Wir haben schon viel unternommen das zu unterbinden (Hund auf Rücken drehen und festhalten, Schnautze zuhalten, ignorieren, schimpfen,....) habt Ihr auch für uns einen Rat??
    (Er ist bis zu 2 1/2 Monate bei seiner Mutter und seinen Geschwistern gewesen und ist auch sonst bis auf ein paar Ausnahmen super sozialisiert)

    Danke im voraus!

  • Zitat

    Ich mache mitlerweile finde ich schon wirklich wenig mit ihr, eben weil ich will das sie es lernt. Aber ich hab einfach Angst das ich irgendwo auch zu wenig mit ihr mache.

    Sie zeigt doch deutlich, dass sie mit dem, was Du tust überfordert ist. Also ist es zuviel.

    Das Hundchen ist zwarte 12 Wochen alt! Weißt Du, wann man Hütehunde anfängt zu arbeiten normalerweise? Mit 12 Monaten. Und das hat einen guten Grund! Kein Schäfer hat Lust darauf ein Jahr einen unnötigen Fresser zu haben. Aber die wissen, dass der Hund vorher seine Entwicklungsphasen durchlaufen muss. Die lernen in der Zeit Alltagserziehung und sonst nichts. Und sind alles andere als unausgelastet.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Ja das ist mir ja alles bewusst...aber es ist einfach komisch. Ich kann halt eigentlich überhaupt nicht mit ihr spielen. Ich hab das gefühl das wir nur gassi gehen, die Welt in Ruhe erkunden und sonst nichts machen. Ich weiß ja das die Welt erkunden schon viel ist für nen Welpen....Aber, was heißt das? Jeden Tag ein zwei Plätze aussuchen und da das ruhig sein üben...und sonst nur schlafen und NICHTS machen?
    darf ich denn wirklich überhaupt nicht mit ihr spielen?

    Finde es halt traurig....aber gut...wenn ihr denkt bis jetzt war alles zu viel...dann werde ich dies berücksichtigen...

    ich kann auch verstehen das es vielleicht zu viel für sie ist alles....aber sie schläft ja auch extrem viel....es ist nicht so als würde ich ihr keine Ruhe gönnen.

    haaach....so übers netz ist das schwierig....

  • wenn der Hund andere Hundekontakte hat, dann lernt er doch auch! :)
    So ein kleines Hundehirn kann sich doch noch gar nicht so lange konzentrieren :)


    Was denkst du, warum so viele Kinder ne (falsche!!!!) ADS-Diagnose kriegen? Hat meistens schlicht damit zu tun, dass es viel zu wenig Rituale gibt, zu wenig Ruhe und andererseits ne totale Reizüberflutung da ist.

  • Ja ich weiß, ich verstehs ja...aber wie gesagt, ist komisch. Im Grunde genommen würde das bei mir angewendet heißen:

    Wenn ich nicht gerade irgendwo hin muss, (zB FH) nur raus gehen zum Pinkeln oder irgendwohin gehen wo man sitzen kann und nichts tut. Wenn ich mal in die FH gehe dann den Weg ca 15 Minuten und dann wieder Ruhe.
    nach Hause und Ruhe.

    im Grunde genommen wirklich nur den WEg wohin und dann Ruhe...? Egal ob zu Hause oder draussen?

  • brauchst du gar nicht ;) -- mach so, wie es für dich hinhaut... muss m.E. wirklich nicht täglich sein...

    Habt ihr irgendwo nen Hundeplatz oder hast die Möglichkeit in ne Welpenspielstunde zu gehen?

  • Ich muss ganz ehrlich sagen, ich würde schon auch mit dem Hund spielen, aber nur ganz ruhige Spiele, wo man sich vielleicht auch noch etwas konzentrieren muss und auch nicht so ewig lange.

    An der Erziehung würde ich auch nicht so groß arbeiten. Sehr wohl aber an der Beziehung und dazu gehört, das der Hund lernt, Respekt zu haben und von mir Respekt entgegengebracht wird, wenn sich der Hund entsprechend verhält.

    Dazu würde ich aber weder Nackenstoss, Alphawurf, Nackenschüttel etc verwenden.
    Ignorieren ist ein sehr gutes Mittel und im Zweifel auch ein Aussperren, wenn es zu bunt getrieben wird.

    Ansonsten würde ich eher darauf bedacht sein, das ich agiere und nicht immer nur reagiere. Denn wenn der Hund schon die Nase im Mülleimer steckt, dann bin ich zu spät. Man muss schon was tun, wenn der Hund nur auf dem Weg zum Mülleimer ist.

    Dazu fände ich persönlich wichtig, dem Welpen eine Alternative anbieten und nicht nur eine Handlung zu verbieten. Was nützt es mir, wenn ich dem Hund verbiete an meinen Händen zu kauen, wenn ich ihm keine Alternative zum kauen anbiete.
    Gerade in dem Alter, wo sie die Umwelt kennenlernen und ihre Grenzen gezeigt bekommen, sollten man ihnen auch Alternativen in den Grenzen zeigen und ganz besonders anbieten.

  • Ich finde, du machst schon ziemlich viel mit ihr. Das soll jetzt ja nicht heißen, dass du gar nichts mehr machen sollst. Zu den Hundekontakten: Wohnst du sehr ländlich? Ich frage, weil ich anfangs auch fast niemanden hier mit Hund kannte. Ich bin dann einfach öfter mal in den Park oder auf eine Wiese gegangen, dort waren immer Hunde, mit denen konnte er dann spielen oder sie haben ihm gezeigt, dass sie eben nicht spielen wollen. Die Kontakte zu anderen Hunden kommen dann ja ganz automatisch. Und ich habe mit Jeppe als Welpe auch kaum richtig gespielt. Es war eher so, dass wir zusammen draußen waren, ü#ber Bäche gesprungen sind, die gruseligen Enten beobachteten oder im Cafe saßen und dem bunten Treiben zusahen. Oder er saß im Fahrradkorb und hat die Welt von dort entdeckt. Das sind doch auch alles Dinge, die man gemeinsam tut. Zuhause hatte ich genug damit zu tun, ihm beizubringen, ruhig zu sein, ich denke, dass ist bei dir noch weitaus schwieriger. Lass es ruhig angehen, je ruhiger du bist, desto ruhiger wird auch irgendwann dein Hund.

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