Kastration ist unnatürlich-aber unsere Welt doch auch?!
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Es geht doch gar nicht um "natürlich" oder "unnatürlich" ! Eine Kastration , außer bei dringender medizinischer Indikation, ist eine sinnlose Verstümmelung!
Zitat§ 1 Tierschutzgesetz
Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
§ 6
(1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres........
Es ist Deine Halterverantwortung , das Dein Hund nicht zu Schaden kommt und das keine Schaden von ihm ausgeht. Und es ist Deine Halterverantwortung - gerade in einem so engen urbanen Lebensbereich wie einer Stadt - Deinen Hund so zu erziehen und auszubilden, das er auch mit solchen von Dir beschriebenen Situationen fertig wird.
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Es geht nicht um gesundheitliche Aspekte, oder das Tierschutzgesetz. Die Frage ist eine andere

Fenchurch, das stimmt so nicht. Bei Gehegewölfen wird das wohl so durchgezogen, das sind auch keine verwandten Tiere und es kann keiner abwandern. Dort gibt es auch immer wieder Kämpfe bzgl. der Rangordnung. Bei richtigen Wolfsrudeln (wilden!) sind es Familien, ergo paaren sich nur die Eltern und die Jungen wandern irgendwann ab. Und bei den Pizza-Hunden (ich glaub, da war es) wurde beobachtet das sehr wohl jeder Rüde mal "darf"..
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Ich denke im Hunderudel "dürfen" die, die schnell genug und gewitzt genug sind.
Wie halt im Zusammenleben mit dem Menschen auch. Dreht Chef mal den Rücken zu, macht der eine Hund was er will, der andere ist immer noch brav.
Dem Rüden beizubringen wie er sich in Anwesenheit von läufigen Hündinnen zu verhalten hat, ist zwar schon "höhere Schule", es bleibt aber ganz normale Erziehung! Problem ist vielleicht, dass man als Ein-Hunde-Halter zu wenig Übungsmöglichkeit hat. Wenn man in einem Haushalt ganze Rüden und Hündinnen zusammen haltet, lernen es die Hunde recht schnell. Man lasst ihnen ja auch nicht die Wahl!
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ZitatAlles anzeigen
Rüde würde natürlicherweise in seinem Rudel leben, entweder als Mitglied oder als Führer, und dieses Rudel hat sein Territorium und lebt dort. Dieses Rudel verteidigt sein Teritorium und es gibt eine klare Hierarchie.. Jeder Rüde in der Gruppe "weiss", dass läufige Hündinnen im Normalfal nur vom Rudelführer gedeckt werden dürfen. Andere Rudel in der Umgebung haben ihr eigenes Gebiet und man geht sich weitestgehend aus dem Weg.Verwechselst Du da nicht Hunde mit Wölfen?
Als der Wolf zum Hund wurde, lebte er schon kaum noch im Rudel. Einige wenige Jagdhundmeuten ausgenommen. Wer sollte ein solches Rudel ernähren? Der klassische Haus- und Hofhund lebte auch "früher" schon allein.
Heutzutage aber leben Rüden aber in der Stadt mit ihrem kleinen Familienrudel und mit zig anderen Familienrudeln in nächster Umgebung, es gibt keine klare Territorialgrenzen und man kann sich auch nicht aus dem Weg gehen. Unsere Rüden stehen jetzt in einem Konflikt, einerseits sagen ihnen ihre Instinkte sie müssen ihr Rudel/Teritorium gegen Eindringlinge verteidigen, andererseits kollodiert genau das mit der Vorstellung der Menschen wie das Zusammenleben heutzutage aussehen soll. Dazu kommen noch die Verlockungen der läufigen Hündinnen, die ja nicht zum Rudel gehören. Das alles führt dazu, dass viele Rüden nicht mehr klarkommen.
Wieso gibt es keine klaren Territorialgrenzen?
Sicher gibt es die. Beim Stadthund "seine" Wohnung, beim Gartenhund eben Haus und Garten. Und das wird gegen hündische Eindringlinge verteidigt. Ich habe damit kein Problem. Ein fremder Hund hat bei uns nichts zu suchen.
Die Verlockungen der läufigen Hündinnen. Mit denen mußten und müssen die meisten Rüden klar kommen. Auch und gerade im eigenen Rudel durfte nicht jeder Rüde decken. In fremde Rudel einbrechen auch nicht. Er mußte eine eigene "Familie" gründen. Womit wir wieder beim Wolf sind.
Der Canis Lupus Familiaris ist ein Haus- und Nutztier. Wie alle möchte er seinem Fortpflanzungstrieb nach kommen, läßt sich aber bei entsprechender Erziehung kontrollieren. Ich sehe nicht, daß viele Hunde damit nicht "mehr" klar kommen. Ich finde, die meisten leben sehr gut, auch ohne ihren Trieb ausleben zu können.
Und jetzt die Frage - Kastration ist unnatürlich, aber ist nicht das Zusammenleben von Hunden heutzutage genau so unnatürlich?
Lg
finnrottiMeine Meinung ist, daß viel mehr der Mensch heut zu Tage ein Problem damit hat. Mensch ist der Meinung, Hündin sollte einmal Welpen haben, Rüde sollte ab und zu seinen Trieb befriedigen.
Der Mensch hat vergessen, warum sich Tiere paaren, nämlich ausschließlich zu Fortpflanzungszwecken. Das unterscheidet uns Menschen unter anderem vom Tier.
Wir tun´s nämlich auch und meistens aus Spaß an der Freud´.

Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
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Es ist immer die Frage, wie der Rüde klar kommt. Nicht jeder Rüde hat ein Problem mit dem Rüdendasein. Hier besteht sicherlich keine Notwendigkeits der Kastra. Manche Rüden aber drehen beim Geruch läufiger Hündinnen durch. Sind nur noch hormongesteuert. Oder sie fiepen beim Anblick anderer Hunde nur noch. Dann wird die Rüdenhaltung für Hund und Hundebesitzer zur Qual.
Auch, wenn Rüden durch falsche Zucht soviel Testosteron entwickeln, dass sie nur noch Verhaltenausfälligkeiten zeigen, kann man an eine Kastra denken.Ich kenne viele kastrierte Ründen, die ein viel angehemeres Leben führen als vorher. Da man aber nie sicher weiß, ob eine Kastra erfolgreich ist, kann man vorher das alles testen. Inzw. gibt es Hormonimplantate, die bis zu 6 Monaten wirken. Hier kann man testen, ob sich das Verhalten des Rüden positiv verändert. Und dann kann man immer noch entscheiden, ob man kastrieren möchte oder nicht.
Ich sehe das so, der Rüde sollte sich nur vermehren, wenn er auch zuchtauglich ist. Heißt geusnd und normales Verhalten. Wenn man also weiß, dass man nie züchten wird, dann darf ein Rüde einfach nicht decken. Für mich ist das aber unnatürlich und deswegen habe ich kein Problem damit, wenn ein Rüde kastriert wird, wenn dadurch sich seine Lebensqualität und die seiner Hundebesitzer maßgeblich verbessert.
Bei Hündinnen sehe ich es ähnlich. Eine Hündin, die ganz sicher nie zur Zucht zugelassen wird, muss sich nicht mit Läufigkeiten rumschlagen. Es wäre nämlich unnatürlich, sie nicht zu decken. Wer aber deckt schon einen kranken Hund? Ich denke da nur an Allergien, HD, Rückenerkrankungen etc. Sowohl Mischlinge wie Rassehunde können Krankheiten haben.
Wenn ich also nie meine Hündin decken lassen möchte, warum also sollte ich sie nicht kastrieren? Die Läufigkeiten sind für Hund uns HUndebesitzer auch nicht immer eine tolle Zeit. Kastriert man am hormonellen Ruhepunkt, also genau zwischen zwei Läufigkeiten, funktioniert das eigentlich recht gut. Wobei man nie vergessen sollte, dass sich das Verhalten einer Hündin auch negativ verändern kann.
Da wir aber nie testen können, ob sich dieses Verhalten auch so eingestellt hätte, werde wir das nie wissen.
Ich habe meine Hündin kastrieren lassen, weil ich nie Welpen wollte. Auch nicht ungewollt. Außerdem bin ich viel unterwegs, auf Hundeplätzen, etc. Habe eine große Familie. Ich hätte nie diesen Hund genommen, wenn ich sie nicht hätte kastrieren können. Nur wäre der Hund dann leider auch nie vermittelt worden. Und bei seinen vielen Krankheiten ist es vermutlich für sie heute eine Gnade, sich nicht mit der Läufigkeit dazu noch rumschlagen zu müssen.
Komischerweise ist es für Menschen völlig normal mit der Pille und anderen Verhütungsmethoden zu verhüten. So sehr, dass es immer weniger Kinder gibt. Bei Hunden dagegegen hat man plötzlich damit ein Problem. Da spricht man plötzlich von unnatürlich. Dabei darf der Hund in der Regel sich gar nicht so vermehren, wie er es sicherlich gerne tun würde. Diese Doppelmoral verstehe ich nicht. Selbst Tiere im Zoo und Tierparks werden Verhütungsmittel implantiert. Wieso hat man dann bei Hunden ein Problem damit?
Weil der Mensch ein Problem damit hat? Bevorzugt Männer? Die Männer werden doch nicht kastriert, nur die Hunde.
ZitatEs geht nicht um gesundheitliche Aspekte, oder das Tierschutzgesetz. Die Frage ist eine andere

Fenchurch, das stimmt so nicht. Bei Gehegewölfen wird das wohl so durchgezogen, das sind auch keine verwandten Tiere und es kann keiner abwandern. Dort gibt es auch immer wieder Kämpfe bzgl. der Rangordnung. Bei richtigen Wolfsrudeln (wilden!) sind es Familien, ergo paaren sich nur die Eltern und die Jungen wandern irgendwann ab. Und bei den Pizza-Hunden (ich glaub, da war es) wurde beobachtet das sehr wohl jeder Rüde mal "darf"..
Ich glaube du liegst du völlig falsch. Ich hab das Buch "Pizzahunde", den DVD hab ich auch, gerade vor mir. Hier geht es erstmal ums Überleben. Wer bis zur Geschlechtsreife überlebt, kann sich auch fortpflanzen. Erfolgreiches Überleben ist die Voraussetzung für die Fortpflanzung. Nur wer länger überlebt, kann sich häufiger fortpflanzen. Bei den Pizzahunden hinderte lwährend der Beboachtung der Leitrüde Nerone seine männlichen Konkurrenten 462mal an der erfolgreichen Umsetzung der Deckabsichten. Außer ihm schaffte es keiner, sich mit den Hündinnen zu verpaaren.
Als Nerone starb , kam der eigentliche Zermürbungskrieg. Erst dachte man, dass das alles sehr locker ablaufe und es nur Kämpfe bis zum bitteren Ende unter Hündinnen gebe. Doch dann kam es in der Hochkranz zu einem massiven Beschädigungskampf zw. den beiden Hauptrivalen Salvo und Bello. Bello starb zwei Tage später an seinen schweren Kopf- und Halsverletzungen völlig entkräftet.
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Dann werde ich jetzt im Netz suchen, WO das beobachtet wurde und wo es nachzulesen ist
Wobei.. deswegen steht da ja "da war es glaub ich" 
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uff - schon wieder Kastration.
Ich finde man sollte das alles nicht über einen Kamm scheren. Natürlich ist es viel schöner wenn bei Hunden alles dran ist und sie auch so gut leben können. In einem Mensch-Hund-Verbund die eher ländlich leben kann das durchaus gut möglich sein.
Aber die meisten Stadthunde werden einfach nur gestresst. Die Rüden durch ständig läufige Hündinnen in der Umgebung und Hündinnen durch ständig freilaufende unkastrierte Rüden. Das in einem Maß bzw. Hundedichte was garantiert nicht "natürlich" ist. Ich lass meine auf jeden Fall kastrieren. Sie riecht jetzt seit 3 Monaten so stark, dass sie immer noch für jeden zweiten Rüden eine Zielscheibe darstellt und ihr ist sichtlich unwohl mit solchen Rüden (Schwanz einklemmen, hinter mich verstecken). Auf die treffen wir mind. 2x auf jedem Spaziergang. Das ist einfach nur eine Qual und hat nichts "natürliches" mehr. -
Zitat
Wie kommst du zu dieser Aussage? In dem Buch "Auf Hundepfoten durch die Jahrhunderte" wird genau das Gegenteil behauptet. Adlige hielten sich über Jahrhunderte hinweg bis zu 1000 Jagdhunde und mehr, die meistens besser ernährt wurden, als ihre Untertanen. Den klassischen Haus- und Hofhund gibt es noch gar nicht so lange. Außer den Jagdhunden gab es meistens Bauernhunde/ Hirtenhunde, die zu manchen Zeiten mit Knüppeln um den Hals rumlaufen mussten, damit sie nicht wilderten. Vorrangig gab es in den letzten 3000 Jahren Jagdhunde. In Deutschland muss es Abertausende von Jagdhunden gegeben haben.
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Zitat
Es ist immer die Frage, wie der Rüde klar kommt. Nicht jeder Rüde hat ein Problem mit dem Rüdendasein. Hier besteht sicherlich keine Notwendigkeits der Kastra. Manche Rüden aber drehen beim Geruch läufiger Hündinnen durch. Sind nur noch hormongesteuert. Oder sie fiepen beim Anblick anderer Hunde nur noch. Dann wird die Rüdenhaltung für Hund und Hundebesitzer zur Qual.
Auch, wenn Rüden durch falsche Zucht soviel Testosteron entwickeln, dass sie nur noch Verhaltenausfälligkeiten zeigen, kann man an eine Kastra denken.Ich kenne viele kastrierte Ründen, die ein viel angehemeres Leben führen als vorher. Da man aber nie sicher weiß, ob eine Kastra erfolgreich ist, kann man vorher das alles testen. Inzw. gibt es Hormonimplantate, die bis zu 6 Monaten wirken. Hier kann man testen, ob sich das Verhalten des Rüden positiv verändert. Und dann kann man immer noch entscheiden, ob man kastrieren möchte oder nicht.
So ein Beispiel kenne ich auch. Ein 2 jähriger Dobermannrüde aus dem Tierheim, der es ganz schlecht hatte. Bei dem waren soviele Baustellen auf einmal und zusätzlich war er so triebgesteuert, dass er alles besprungen hat. Er konnte nicht mal ordentlich spielen.
Seit der Kastration ist er ruhiger geworden, war offen für Ansprache, hatte plötzlich ein normales Sozialverhalten gegenüber Artgenossen.... Es war absolut das Beste.
Man darf das nicht über einen Kamm scheren. -
Zitat
Bei Hündinnen sehe ich es ähnlich. Eine Hündin, die ganz sicher nie zur Zucht zugelassen wird, muss sich nicht mit Läufigkeiten rumschlagen. Es wäre nämlich unnatürlich, sie nicht zu decken.Wenn ich also nie meine Hündin decken lassen möchte, warum also sollte ich sie nicht kastrieren? Die Läufigkeiten sind für Hund uns HUndebesitzer auch nicht immer eine tolle Zeit.
Wenn es wirklich nur darum geht, dass man befürchtet die Hündin könnte in einem unachtsamen Moment gedeckt werden, warum sterilisiert man dann nicht?
Warum entfernt man ein Organ welches Hormone produziert?
Wenn ihr keine Kinder mehr wollt, würdest du es vorziehen deinen Mann zu kastrieren oder zu sterilisieren? Ich denke mal letzteres. Warum? Warum beim Hund nicht?Wieso "rumschlagen"? Läufigkeiten u.ä. gehören zum Leben dazu wie z.B. auch unsere Menstruation. Lässt du dich kastrieren um dich damit nicht mehr "rumzuschlagen"?
Und wieso empfindest du Nichtdecken als unnatürlich, wenn du selbst Blochs Beobachtungen anführst, dass der Chefhund die anderen am Decken hinderte?
Ich mein, selbst wenn ein hund mal decken darf, darf er nicht auf alles rauf wo er will, muss sich also genauso beherrschen wie andere Hunde die nie decken. - Vor einem Moment
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