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Rüde - kommt man um eine Kastration nicht herum?

    • Rüde - kommt man um eine Kastration nicht herum?

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      Hallo und guten Tag, bin neu hier und wollte von rüdenerfahrenen Haltern wissen, wie sich das bei intakten Rüden mit dem "Irre" sein, im Frühling, im Lauf der Zeit so entwickelt - wenn weder kastriert noch ein Kastrations-Chip gesetzt wird.

      Wir haben einen Labradorrüden, Charly, jetzt 22 Monate jung, der Anfang des Jahres anfing sich arg zu verändern, als ihm auf den Spaziergängen die Düfte der heißen Damen immer wieder ins Näslein kamen.

      Er fraß NICHTS mehr (außer ein paar wenige Leckerlis), jammerte und winselte zu Hause lautstark herum, fand kaum noch Ruhe, hörte unterwegs absolut nicht mehr ... raste meistens nur noch sabbernd im Zickzack ... hatte durchweg Durchfall ... nahm innerhalb einer Woche über 2 Kilo ab.

      Kein Zustand, also ließen wir einen 6-Monats-Kastrationschip setzen in unserer aller Not.

      Wie soll das nun weiter gehen? Wir haben uns umgehört und tatsächlich sind, bis auf ganz wenige Ausnahmen, die meisten Rüden spätestens mit 3 Jahren kastriert, eben weil entweder das Verhalten zu extrem wurde oder es massive Prostata-Probleme gab, die eine Kastration erforderlich machten.

      Ich möchte aber so gerne einen auf ewig intakten Rüden haben (sollte die Prostata gesund bleiben) und der Kastrations-Chip ist auch auf Dauer für mich keine Option.

      Meine Frage nun: kann es sein, dass sich die Lage beruhigt, er also nicht mehr ganz so extrem leidet, wenn er älter ist?
      Im Moment kommt ja auch das ganze pubertäre Hormon-Chaos dazu - würde ja wegfallen, wenn er drei, vier Jahre alt ist.

      Ich wäre dankbar für Meinungen/Erfahrungen.
      Charly, Labradorbub, geboren im Frühjahr 2013 ...
      unser Herzblatt ... manchmal auch die größte Herausforderung der Welt.
      NEU seit Mitte 2016 dabei ... Winston, Labradorbubchen ... der mit dem Hammerblick
      und einem unübertroffenen sonnigen Gemüt.

    • Bei allen meinen Rüden hat sich diese "Aufgeregtheit" während der Junghundezeit, mit dem erwachsen werden gelegt.
      Sie sind alle bis zum Schluß intakt geblieben bzw. sind es.

      Du mußt halt beobachten, wie es bei deinem Rüden weiter geht. Kastriert ist schnell, rückgängig machen unmöglich. Darum würde ich immer abwarten.

      Gaby, ihre schweren Jungs und Finn
      Lieben Gruß Gaby, ihre schweren Jungs und Finn



      **Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.**


      (Die Jungfrau von Orleans - Friedrich von Schiller)

      Bruno
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    • Hallo !
      Wir haben genau das gleiche Problem mit unserem fast 3 Jahre alten Rüden. Als es das erste mal auftrat, ritt uns unsere Tierärztin die Pubertät abzuwarten. Dies habe wir auch gemacht, allerdings war es jetzt wieder so schlimm das auch unser Hund extrem abgenommen hat( er ist sowieso schon sehr schlank) und nur am wimmern, bei Spaziergängen nur unter Strom stand. Wir habe ihn jetzt dann doch kastrieren lassen, da es für ihn auch eine reine qual war.
      Ich würde aber auf jeden fall die Pubertät abwarten und dann entscheiden ob oder ob nicht!
      Lg Tina
    • Jungrüden sind da öfter mal mit überfordert. Hormonchaos bei sich selbst und Hormonchaos draußen auf der Wiese.
      Ich hatte und habe auch Rüden, die durchaus gesteigertes Interesse hatten/haben. Mit dem Erwachsenwerden und Training (vor allem: nicht allen Hündinnen aus dem Weg gehen) hat sich das bei allen eingependelt.

      Mein Maxe hatte übrigens auch Prostataprobleme, die unter Ultraschallkontrolle behandelt worden sind. Das ist auch ohne Kastration ausgeheilt. Kastriert wurde er dann mit 12, weil er 2 unterschiedliche Hodentumore hatte.
      Grüße von Ellen und
      Eddie - Spanier - *1/2007
      Geordy - KHC - *12.02.09
      Finlay - Rough Collie -.*08.12.09
      Bilder
      °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
      Pondi *23/11/96 +12/06/09
      Maxe *01/05/96 +13/10/09
    • Mein Rüde hatte auch Prostataprobleme und war total hypersexed unterwegs. Ich habe zweimal gechippt, nach dem ersten Suprelorinimplantat hatte sich die Situation sofort nach Wirkende wieder verschlimmert (die Chips haben jeweils weit mehr als 6 Monate gewirkt...).

      Ich hätte ihn viel eher (nach Beendigung des Wachstums) kastrieren sollen, das hätte ihm enormen Stress erspart.

      Zum Thema kann ich auch dieses Webinar empfehlen dog-ibox.com/market/catalog/pr…?cPath=26&products_id=290
      I am not young enough to know everything [Oscar Wilde]


      ...hat mal Error Bars mit Barplots verwechselt...passiert den Besten... :ugly:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dragonwog ()


    • Millemaus schrieb:

      Hey :)
      Zu allem, was schon geschrieben wurde, habe ich hier nochmal einen sehr interessanten Artikel:
      tierarzt-rueckert.de/blog/deta…nde=1489&Modul=3&ID=18951

      Absolut lesenswert und bringt vll. auch nochmal neue Sichtweisen.


      Zwei Sachen gefallen mir bei diesem Artikel nicht so..1. Wenn der Hund "psychisch" leidet, kann das für ihn auch enorm belastend sein und gesundheitliche Folgen haben. Dieser Fall stellt für mich auch eine Indikation zur Kastration dar und wird einfach so unter den Tisch gekehrt (übrigens auch ein Thema, mit dem sich wie im Ausland mehr in der Zucht beschäftigt werden sollte..)

      2. Die Studienlage ist zur sehr uneindeutig und generalisierte Aussagen können mit Basis dieser noch nicht getroffen werden. Es gibt da natürlich einige eindeutige Ausnahmen, so ist z.B. das Kreuzbandrisiko bei frühkastrierten größeren Hunden definitiv erhöht, da durch den veränderten Epiphysenschluss der Kniewinkel verändert ist.
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      ...hat mal Error Bars mit Barplots verwechselt...passiert den Besten... :ugly:
    • Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

      Über die mittlerweile festgestellten gesundheitlichen Risiken von Kastrationen habe ich bereits eine Menge gelesen. Deshalb wollte ich auch nie einen Kastration in Erwägung ziehen. Nicht in die Natur, also den Hormonhaushalt, einzugreifen erschien mir sinnvoll.

      Aber, wie Dragonweg schon zu bedenken gibt, kann das "Leid" des liebeskranken Rüden auch unterm Strich gesundheitliche Probleme bereiten ...

      Dass unser Charly GAR nichts mehr fressen wollte und sich dieser Zustand auch nach 10 Tagen nicht änderte, hat mich sehr bestürzt. Zumal ein Labrador eigentlich unendlich verfressen ist - aber, vor lauter lauter Liebeskummer schien er sich regelrecht zu ekeln - vor egal was wir ihm angeboten haben.

      Wenn man wüsste, dass diese Zeit zu Ende geht und er dann eben abgenommen hat ... wäre das im Grunde nicht schlimm - Gewicht lässt sich ja wieder aufbauen. Nur, wenn sich das ganze über Monate und dann noch zweimal im Jahr erstreckt, wirds langsam auch gesundheitlich bedrohend ...

      Wir sind sehr zwiegespalten, ob wir in dieser für den Hund eigentlich unnatürlichen Umwelt, unserem Rüden mehr schaden als helfen, wenn wir ihn nicht kastrieren lassen. Er lebt ja nicht in einem natürlichen Rudel, wo er entweder sexuell aktiv werden darf oder es ihm aufgrund seiner geringen Stellung im Rudel nicht gestattet wird ein Weibchen zu begatten. Damit kommen männliche Wölfe und Wildhunde schließlich auch zurecht .... oder?
      Charly, Labradorbub, geboren im Frühjahr 2013 ...
      unser Herzblatt ... manchmal auch die größte Herausforderung der Welt.
      NEU seit Mitte 2016 dabei ... Winston, Labradorbubchen ... der mit dem Hammerblick
      und einem unübertroffenen sonnigen Gemüt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von charly2802 ()

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