Beiträge von Millemaus

    Hallo ihr Lieben.
    Ich hab da mal eine Frage...

    Ich hab ja seit letztem Jahr ein knapp 9000m² großes Grundstück mitten in der Natur. Da fliegts und flatterts natürlich überall. Mein Papa hat einen Nistkasten aufgehängt, da sitzen jetzt Meisen drin, letztes Jahr hatten wir ein Grünspechtpärchen auf der Obstwiese und ja. Es ist einfach viel los in Sachen Wildvögel. :herzen1:


    Ich möchte diesen gerne was gutes tun und sie füttern. Ich hab davonb aber genau NULL Ahnung. Ich weiß nicht, ob das überhaupt sinnvoll ist, wenn ja was sinnvoll ist usw.


    Könnt ihr mir da weiterhelfen?

    Es geht offenbar auch anders, jedenfalls machen die Leute von SinL bessere Arbeit, dabei aber wesentlich geräuschloser.

    Und schaut man ins Tierheim Kaiserslautern und schaut sich deren Projekt an, gehts (mMn!) sogar noch besser und noch viel viel leiser.


    Scheint generell so ein Ding zu sein:

    Je sinnvoller, strukturierter und "ordentlicher" mit Hunden (Tieren generell) gearbeitet wird, desto weniger Medienpräsenz gibt es. (Ist nur mein Eindruck, nichts überprüftes.)

    corrier Dankeschön!
    Ich bin mit meinem Pomppa für Whiskey eigentlich total zufrieden, hätte aber doch gerne was wärmeres. Deswegen fragte ich.

    Spannend, dass sich deine Hunde da sogar wund gelaufen haben :shocked:

    Whiskey trägt seinen seit 4 Jahren oder so und da ist nie was in die Richtung passiert.

    Hat jemand den Hurtta Expedition Parka und den Pomppa Toppa und kann mir sagen, welcher von den beiden dicker/wärmer ist?

    Oder gibts nen Mantel in gleicher/ähnlicher Qualität und wärmer?

    Seit ungefähr 1 Stunde: ja, ich! Kann nachher mal versuchen zu vergleichen. Bestimmte Parameter, die du wissen willst?

    Also entscheidend ist für mich wirklich "nur", welcher wärmer/dicker gefüttert ist. :D


    Vielen vielen Dank!

    Hat jemand den Hurtta Expedition Parka und den Pomppa Toppa und kann mir sagen, welcher von den beiden dicker/wärmer ist?

    Oder gibts nen Mantel in gleicher/ähnlicher Qualität und wärmer?

    Kann mir doch keiner erzählen, dass ein Verein, der in Griechenland Hunde "rettet", noch nie einen griechischen Schäferhund gesehen hat.. 🙄

    DAS ist der entscheidende Punkt.


    Ein Verein, der länger als ein paar Wochen in einem bestimmten Land arbeitet, MUSS die typischen Schläge kennen und erkennen.

    Und ein seriöser Verein MUSS diese Informationen freiwillig und großzügig an potentielle Adoptanten weitergeben.


    Selbst wenn nur eine kleine Chance besteht, dass ein orts-/landestypischer Hirten- oder Herdenschutzhund (ist übrigens jeweils was anderes als ein Hütehund!) im vorgestellten Hund mitgemischt hat, dann MUSS der Verein darauf hinweisen. Und im selben Atemzug auch erklären, was für Verhaltensweisen da auf potentielle Adoptanten zukommen könn(t)en.


    und mir die Möglichkeit gegeben, die richtigen Fragen zu stellen.

    Die Sache ist halt die, dass diese Hunde, wie alle anderen Hunde auch, in jungem Alter noch nicht ansatzweise alles an Verhalten zeigen, was in ihnen steckt.

    Da gibts dann schon die ersten Ansätze und die muss man sehen (wollen!) und angehen.


    Und meiner Erfahrung nach wird im Tierschutz (ja, nicht in allen Vereinen) sowas gerne übersehen (wie soll man das auch erkennen, wenn die Hunde in Gruppen gehalten werden und nicht einzeln in einer Wohnung/einem Haus?), oder tatsächlich auch bewusst verschwiegen, damit die Hunde vermittelt werden.

    Läuft so ein Hund überhaupt irgendwann mal "nebenbei"?

    Also für mich läuft sie nebenbei. Einfach, weil wir uns in 6 Jahren sehr eingegroovt haben und eben, weil sie "nur" eine light Version eines Herdenschützers ist. Sie ist noch sehr moderat, was das alles angeht und ich bin ehrlich, dass ich mit ihr da auch Glück gehabt habe.


    Also das ist jetzt sehr OT, weil bei der TE gibt's ja keine Kinder, aber ich dachte beim ersten Lesen sofort, dass so ein Hund ja quasi unmöglich ist, wenn man Kinder im Haus hat.

    Exakt. Deswegen hab ich betont, dass wir so wenig Besuch haben.


    Und ich nehme an, dass es bei diesen Hunden auch so ist, wie bei anderen Herdenschutzhunden? Je älter sie sind, desto "ernster" werden sie auch?

    Kann ich so nicht unbedingt bestätigen. Eher: Sie werden bis zu einem bestimmten Punkt immer ernster und dann bleiben sie so. Das war bei Nala so mit 3-4 Jahren.


    Ich muss aber eben auch dazu sagen, dass ich konkrete Erfahrungen nur mit diesem einen Hund gemacht habe. Das ist keine Bandbreite an Charakteren und auch bei mir in der HuSchu finde ich solche Hunde eher selten.

    Zumal ich da auch schnell klar mache, dass die in den Gruppenstunden idR nichts zu suchen haben und die Leute für Einzelstunden meist nicht zahlen möchten :dead:

    Millemaus hat ne griechische Hirtenhündin und könnte bestimmt mal erzählen, was da auf euch zu kommen könnte. Dann könnt ihr entscheiden, ob das wirklich ist, was ihr euch vom Zusammenleben mit einem Hund wünscht.

    Ohne den Thread gelesen zu haben platze ich dann hier mal rein und erzähle ein bisschen was von Nala.

    Also... Nala ist mittlerweile fast 6,5 Jahre alt und davon 6 Jahre bei mir. Sie wurde in Griechenland auf einem Parkplatz gefunden und passt phänotypisch und auch vom Verhalten her ziemlich gut zum Hellenikos Poimenikos, also "dem" geriechischen Hirtenhund. Sie sieht auf den Bildern recht klein aus, deswegen: ca 60cm Schulterhöhe und 26kg.




    Ich beschreibe sie immer gerne als "Herdenschützer light" und damit als für mich perfekten Hund. Im selben Atemzug sage ich aber auch immer dazu, dass sie bei anderen Leuten mit relativ hoher Sicherheit problematisch bis gefährlich hätte werden können.


    Ich mache mit ihr (hobby mäßiges) Rally Obedience und kann sie ohne Leine laufen lassen. Sie fährt problemlos im Auto mit, liebt den Tierarzt und kann einfach überall chillen. Sie braucht keinerlei Beschäftigungsprogramm, nimmt aber alles, was ich ihr anbiete gerne an. In der Wohnung merkt man sie fast gar nicht. Sie liegt im Sommer zu 95% am kältesten Ort der Wohnung, im Winter liegt sie gerne stundenweise bei uns. Ist draußen auf der Straße "Radau" schaut sie aus dem Fenster und wufft und knurrt gelegentlich mal. Genau so, wenn im Treppenhaus was anderes passiert, als dass unsere Nachbarn nach Hause kommen. Vögel sind ihr vollkommen egal (bis auf Krähen), mit Kühen, Pferden etc. pp. hat sie kein Problem, genau so wenig mit Rollstühlen, rennenden Kindern, ... Sie kann wahnsinnig gut hündisch kommunizieren und reagiert meistens angemessen.



    Sie lässt fremde Leute nur in die Wohnung, wenn ich dabei bin, ist mein Partner mit ihr alleine geht das nicht. Sie jagt auf Sicht, das sehr ernsthaft. Alleine bleiben fällt ihr extrem schwer, trotz langem Training. Sie ist generell sehr auf mich bezogen und auch wenn sie meinen Partner sehr mag, kann er sie nicht frei laufen lassen, Hundekontakte sind schwierig und generell muss er mit ihr viel mehr aufpassen. Frust kann sie nur schwer aushalten und äußert das ausgesprochen vokal (Heulen/Jaulen). Wiederholungen von Übungen findet sie spätestens ab dem dritten oder vierten Mal sinnlos, dann "steigt sie aus". Sie haart ganzjährig wirklich doll und findet alles an Manipulationen an sich (bürsten, Krallen schleifen, ...) einfach scheiße. HSH typisch findet sie fremde Menschen und Hunde erstmal unnötig und möchte keinen Kontakt. Um die meisten Hunde machen wir auf Gassis einen großen Bogen.


    Sind wir alleine auf meinem Platz (sie erkennt das Grundstück als "ihres" an), weil ich z.B. Dinge repariere, "Garten"arbeit mache o.ä. und jemand geht auch nur außen am Wall (sie sieht die Person nicht) vorbei, wird gemeldet. Und das sehr ausdauernd. Bei meinem Rüden reicht in der Situation ein Abruf und das Thema ist gut. Bei ihr muss ich hingehen und "für sie" schauen, dass alles ok ist. Sonst hört sie nicht auf.

    Betritt jemand das Gelände, läuft sie hin und stellt und verbellt (würde es jemand drauf anlegen, bzw. würde ich nicht einschreiten, würde es unter Umständen noch weiter eskalieren).


    Trotzdem kann ich sie in meiner Hundeschule mitlaufen lassen und sie macht dabei keinerlei Probleme.

    Kommen meine Kund*innen mit ihren Hunden auf den Platz ist sie aufmerksam und neutral bis freundlich (je nach anderem Hund). Mache ich Theorie legt sie sich neben mich und chillt, in der Praxis kann ich mit ihr "vorturnen".



    Das ganze klingt ziemlich ambivalent und genau so ist es auch. Es ist eine Mischung aus ihrer Genetik und meiner Erziehung, bzw. viel mehr meinem Umgang mit dieser Genetik. Und das ist bei allen HSH und Hirtenhunden mMn das absolut wichtigste: Anerkennen, wofür sie gemacht sind und lernen, damit umzugehen.


    So haben wir bspw. nur einen eher mäßigen Rückruf, dafür ein bombensicheres Stopp. Warum? Weil Nala auf Grund ihrer Genetik super gerne steht und schaut. Beim Rückruf muss sie dem, was sie interessiert, den Rücken zuwenden. Das will sie nicht. Beim Rückruf arbeite ich also gegen die Genetik, beim "Stopp" mit ihr.


    Der Freilauf an sich funktioniert auch nur zuverlässig, weil ich einschätzen kann, wo wir wahrscheinlich Wild treffen könnten und ich sie vorher anleine. Bzw. generell sehr aufmerksam unterwegs bin und so Wild meistens vor ihr sehe und sie eben dann anleine oder beschäftige. Das ist der Vorteil daran, dass sie Spuren nicht verfolgt.

    Aber auch hier ist wieder viel Mitdenken des Menschen erforderlich. Einfach so vor sich hinbummeln und den Hund machen lassen geht meistens nicht.


    Bei einem HSH oder Hirtenhund muss man sich darauf einstellen, dass vieles, was wir normalerweise von einem Hund erwarten, so nicht funktionieren wird. Das Rally Obedience funktioniert bei uns bspw. auch nur, weil ich die Übungen stark abwechsle und nicht oft mache. Würde ich 20 Mal hintereinander Sitz-Platz-Sitz-Übergänge üben, würde sie mir recht schnell die Mittelkralle zeigen und nicht mehr kooperieren. Zudem weiß ich genau, wie ich sie motiviert kriege. Auch da komme ich mit Wiederholungen aber nicht weit. 10 Mal dasgleiche Leckerchen? Nicht mit ihr.

    Das muss man wollen. Man muss kreativ werden und viel um die Ecke decken.


    Das Wachen und Schützen darf nicht unterschätzt werden. Das ist einfach was ganz anderes als ein Labbi, der bellt, weil es klingelt. Findet sie etwas komisch, ist sie schwer vom Gegenteil zu überzeugen. Das geht nur in monatelanger Arbeit, in der man sich als Mensch als zuverlässig beweisen muss.

    Wir haben zu Hause eher wenig Besuch, was die Sache zudem einfacher macht. Besuch, der zu uns kommt, kennt sie idR schon lange (meine Eltern z.B.) und macht damit keine Probleme.

    Sie kann an meiner Reaktion an der Gegensprechanlage genau abschätzen, ob Besuch oder ein Paketbote kommt. Beim Paketboten bleibt sie liegen, bei Besuch wartet sie gespannt an der Tür.


    Wenn man selbst keine Erfahrungen mit solchen Hunden hat ist es schwierig, passende Trainer*innen für sie zu finden. Eben weil vieles nicht "nach Schema F" funktioniert.

    Diese Hunde tun Sachen idR nur dann, wenn sie einen Sinn dahinter sehen. Und "mein Mensch möchte das" reicht da meistens nicht aus...

    Ich fände schön wenn viel öfters eine Beratung vor dem Hundekauf in Anspruch genommen würde.

    Denn nicht selten habe ich Hunde im Training die einfach nicht zu ihren Menschen passen. Das ist einfach für beide Seiten doof.

    Und auch wenn doch recht viele einen Welpen möchten, passt das auch nicht überall.

    Die Menschen verkennen was zu denen passt und was nicht.

    Eben das...

    Ich biete ja eine kostenlose Anschaffungsberatung an. Die wurde bisher genau zwei Mal in Anspruch genommen. Einmal wurde alles ignoriert, was ich gesagt habe (ging halbwegs gut, was ich bisher beurteilen kann) und beim anderen Mal hab ich nichts mehr von der Person gehört.


    Aber ich habe vor allem im Welpen Kurs immer wieder Leute, die mit ihrem Terrier oder dem Labbi aus AL komplett überfordert sind (der wohlgemerkt erst seit wenigen Wochen dort lebt!). Den Frust und Stress hätte man mit Sicherheit verhindern oder zumindest abmildern können, wenn man vorher mal mit einer Fachperson gesprochen hätte.