Hund pinkelt überall hin

  • Wenn du ihn zur Sau machst wird das nicht helfen und auf den Arm nehmen will er dich auch nicht.
    Von diesen Gedankengängen mußt du abkommen.

    Ich nehme an, daß das ganz einfach nervlich bedingt ist, er fühlt sich wohl abgeschoben.
    Ist dein anderer Hund auch mit in dem Zimmer oder nur Eli?

  • Oberstes Gebot, niemals Deinen Hund bestrafen, weder durch Worte, Gesten noch sonstiges für das Reinkacken bzw. Reinpinkeln!!
    Dadurch machst Du es eigentlich in meinen Augen noch schlimmer.

    Wenn er gemacht hat, dann ist es eh zu spät und danach muss er logischerweise auch nicht mehr draußen machen.

    Mein Vorschlag, verändere den Rhythmus. Lege die Futterzeiten neu, die Gassizeiten, durchbreche die Routinen.
    Tu mal so, als wenn Du Gassi gehen willst, dann beobachte, ob er damit schon Stress bekommt. Das kannst Du auch jede halbe Stunde machen und schau, wie er reagiert.
    Dann würde ich die Gassirunden neu gestalten. Mal nur 10 Minuten und zum Haus zurück und noch ne Runde drehen, dann mal wieder 30 Minuten und vor der Haustür kehrt und nochmal ne Runde drehen.

    Und ganz wichtig, Du mußt entspannt sein.
    Doggen sind nun mal sehr sensibel, wurde ja schon mehrfach geschrieben und Du mußt ihm einfach Sicherheit vermitteln. Ein tobendes und schreiendes Herrchen vermittelt keine Sicherheit.
    Wegen dem Zerstören. Ganz ehrlich, wenn er "nur" eine oder höchstens 2 Stunden alleine ist, dann finde ich, daß eine große Zimmerbox besser wäre, wo er auch bei Deiner Hündin sein kann.
    Dieses ausgesperrt sein, ist auch ein riesiger Stressfaktor und in meinen Augen nicht gut für Deinen Hund.

    Gruß
    Bianca

  • Moin,

    ich kann deinen Ärgern und deine Wut gut verstehen, würde mir genauso gehen. Leider schaukelt sich die ganze Situation dadurch noch weiter hoch. Du hast nur eine Chance, nämlich ruhig zu bleiben. Überlege bitte in Ruhe wie sich die Situation aus Sicht des Hundes darstellt.

    Ich würde einen Liste machen und genau aufschreiben was jetzt anders ist. Also vor dem Umzug, nach dem Umzug. Versuche dich in die Lage deines Hundes zu versetzen. Und bitte verabschiede dich von dem Gedanken das er irgendetwas aus Berechnung tut. Wenn du ihn dann noch bestraft machst du die Sache nicht besser sondern noch viel schlimmer.

    Ich denke das Eli zur Zeit totunglücklich ist, und nur du kannst die Ursache rausfinden und etwas ändern.

    Immer unter der Voraussetzung das keine Erkrankung vorliegt liegt die Ursache im seelischen Bereich.

    Ich würde mir in so einer Situation proffesionellen Rat holen. Also mir einen guten Hundetrainer, bzw einen Hundepsychologen suchen.

    Lg

    Snoepje

  • Hallo,
    ja, bei so einem richtigen Doggen-Schiss fallen einem schon die Nasenhaare aus...Du hast dahingehend mein vollstes Mitgefühl!

    Ansonsten kann ich es nur wie ein Mantra wiederholen:

    Doggen sind absolut ober-sensibel.

    Und all das, was Dein Doggerich da gerade veranstaltet, deutet einfach auf maximalen Streß für ihn hin.

    So schwer es fällt - hab Geduld und bleib ruhig.

    Der Umzug an sich.
    Ein veränderter Tagesablauf (egal, auch wenn´s eher besser ist als vorher - aber ANDERS)
    Jetzt noch der Zusatz-Streß durchs (verständliche, weil Schadensbegrenzung) Weg-Sperren.
    Deine offene oder unterdrückte Frust-Reaktion...

    Was er jetzt braucht sind Ruhe, Ankommen, Sicherheit, geregelte Abläufe und die Gewißheit, dass Du das alles mit Fassung trägst.

    Ich kann mich wirklich noch gut daran erinnern, wie es damals vor gut 2 Jahren bei unserem Umzug war - mein Liebster war das Zusammenleben mit Hunden (noch dazu fünf) noch gar nicht gewohnt und gleich zum Einstand gab es eine gestreßte Dogge, die mehrmals täglich vor lauter Aufregung Dünnpfiff hatte....dabei hatten wir alle Zeit und Ruhe der Welt, sind mehr als oft genug raus gegangen - aber es war für Arres einfach ANDERS und das genügt denen schon vollkommen....

    Dein Hund ist völlig verunsichert und braucht noch ein wenig, bis er in der neuen Umgebung angekommen ist.

    Das wird schon, glaub mir *beschwörend murmel*

    Mach ihm und Dir nicht noch mehr "Streß" - ich schwöre Dir, der Geruch verzieht sich bald wieder!

    Halt noch ein wenig durch!
    Was Du noch versuchen könntest, wäre ein guter Tierheilpraktiker - es gibt Mittel für Hunde, die mit Veränderungen schlecht zurecht kommen (egal ob Verbesserungen oder Verschlechterungen....) - vielleicht wäre das eine Hilfe für Euch.

    LG, Chris

  • Was machst Du denn außer Gassigängen?

    Ich würde diese wieder auf das normale Maß zurückschrauben und mir etwas Nettes zur ruhigen Beschäftigung suchen - mit schnellen Erfolgserlebnissen und völlig ohne Druck.

    ZOS vielleicht?
    Wenn sein Selbstbewusstsein dadurch etwas gestärkt werden kann, ist das sicherlich nur förderlich - und nur ein kopfmäßig (!) müder Hund ist ein guter Hund. Das Zerstören auch in Deine Anwesenheit würde mir zu denken geben und ihn selbst dann auszusperren, finde ich sehr heftig für einen sensiblen Hund.

    Bezüglich des Durchbrechens der Routine schließe ich mich den Anderen an, ich würde aber auf jeden Fall noch andere Auslastung hinzunehmen/eine Stunde am Tag dadurch ersetzen.
    Ich wette damit - und vielleicht einer abendlichen Kuschelstunde mit Dir statt dem Aussperren? wird es schon besser werden.

  • Vielen dank für eure Antworten,
    eben wieder komm ich vom Gassigehen und als dankeschön setzt er wieder einen haufen in die Bude...

    Naja ..

    Also was ist anders als Vorhin?

    Vor dem Umzug war er auch "weg gesperrt" von der Familie, da mein Vater mit dem Hund nicht klar kam und immer in meiner Abwesenheit den Hund in mein Zimmer einschloss. Das im übrigen kleiner war als das Jetzige Zimmer.

    Nun ist er ja nicht komplett weg geschlossen, ich hab ein Gartentürchen mit Gitter an den tür rahmen montiert um ihn davon abzuhalten den Raum zu verlassen. Allerdings hat er trotzdem noch den kontakt zu un s da er ja rausschauen kann.

    DIe meiste zeit ist der Raum ja komplett offen und der Hund kann sie frei in der wohnung bewegen. In diesen Zeiten geht er auch freiwillig in den Raum und pennt dort.
    Nur in den 2-3 Std wo ich mal abwesend bin, ist er eben in diesen Raum.

    Früher hat er auch schon sachen kaputt gemacht, allerdings nicht in dem maß wie heute.

    Ich versetze mich in die Lage des Hundes und dann kann ich ihn schon verstehen das es einen Stress auslöst in diesem Zimmerchen zu sein, weg vom rest. Ich würde es ja begrüßen wenn der Hund in der Wohnung rumläuft und sich normal verhält, wie meine Hündin ja auch. Das geht halt leider nicht. Er ist permanent damit beschäftigt etwas zu ruinieren, beschädigen oder vollzukacken.

    Was könnte ich besser machen?

    Ich habe mir nach euren Kommentare auch gedanken darüber gemacht und überlegt das ich eventuell einzeln Gassi gehe mit beiden.
    Bisher gehen wir (unterschiedliche) waldweg entlang und ich lass die beiden dann auf offenen Hundewiesen springen. Werfen mit spielzeug oder machen suchspiele. Allerdings imme rzu zweit.
    Ich wäre gerne bereit noch mehr verantwortung und energie auf mich zu nehmen und die Hunde auch einzeln auszuführen, wenn dafür diese verdammte in die Wohnungmachen aufhört.
    Ich mach grad im 3h rhytmuss seinen kot weg und mir kommt das kotzen wenn ich vom gassi gehen in die Wohnung komme und trotz 10 Airwick stationen die ganze wohnung nach schei**e riecht.

    Ich hab grad echt die backen dicke das geht so einfach nicht.

    Was habt ihr denn für anregungen, wie man eine Dogge müde bekommt (im kopf)?

    Am besten etwas wo einfach zu lernen und die schnellsten resultate erziehtl?

    Ich werde nun damit beginnen den Hund wieder in der Wohnung laufen zu lassen und einfach in den Sauren apfel zu beissen.

    Es war nie von mir gewollt den HUnd den ganzen tag einzusperren, nur eben für die zeit der abwesenheit.

    Ich hoffe das er nun aufhört mir alles vollzumachen..

    Vielen dank für eure antworten

  • Ich würde ihn nicht unbedingt einfach so in dem anderen Raum lassen.

    Leider habe ich gerade nicht viel Zeit, aber ich überlege nochmal und melde mich nachher nochmal.

    Aber ich würde nicht die Variante wählen, diese Abtrennung wegzunehmen. Da ja die Variante, daß die Wohnung geschrotet ist, auch nicht richtig ist.

    Bis später

  • Zu bentley,

    Mein Vater ist Psychisch nicht besonders fit, um nicht gestört zu sagen.
    Er hat extreme minderwertigkeitskomplexe und missgönnt mir alles.
    Als ich mich damals entschied die Dogge zu holen, war die Ganze familie einverstanden, auch er hat damas genickt.
    Aber als ich sie dann wirklich geholt hatte, begann er lauter dämliche massnahmen zu ergreifen um mich bzw den Hund zu schädigen.
    Aus diesem Grund entschloss ich mich in meiner abwesenheit den Hund zu seiner sicherheit in mein zimmer einzuschliessen, um sicherzugehen das nichts schief läuft.

    Ich danke euch für eure antworten und asterix ich bin auf deine antwort auch schon ganz gespannt!! :-)

  • Ich bin zwar nicht Bentley, aber langjähriger Doggen-Mensch.

    Vielleicht hat Dein Doggerich dann doch einen "Knacks" weg - so ein hypersensibler Hund hat schon bei optimal gelaufener Vorgeschichte an jeder Veränderung zu knabbern, aber mit Eurer Vorgeschichte wäre dann vielleicht doch professionelle Hilfe von einem Hundepsychologen angebracht.

    LG, Chris

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