Hilfee mein Hund knurrt andere an!!!!!!!

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  • Kannst du nicht deinen Trainer anrufen, ob er ein paar Leute mit souveränen älteren Rüden ansprechen könnte, ob sie bereit sind, dich privat mit dir zu treffen? Oder hast du gar eine Teilnehmerliste und kannst sie selbst kontakten? Eine Winterpause ist eine lange Zeit und solches Verhalten schleift sich leider auch ein. Es wäre im Grunde das Beste, wenn du damit nicht so lange warten würdest.

  • Vielleicht solltest du einfach mal anfangen deinen Hund als Hund zu sehen und nicht als niedliches, nie beissendes Puscheltier, das große schauspielerische Qualitäten hat.

    ;-)

  • Zur Konkreten Situation mag ich gar nichts sagen, aber ich möchte gern mal ein paar Dinge deutlich machen...

    ...zum Knurren gehört immer ein wenig Angst. Und diese Angst ist ja auch berechtigt, denn würde ein Wolf in freier Wildbahn verletzt, sei es auch nur leicht, könnte dieses seinen Tod bedeuten. Knurren (und auch anderes Drohverhalten) heißt also im Grunde genommen: Du, eigentlich würde ich die Situation gern friedlich lösen, aber es gibt da was was wir klären müssen...

    Zum Beißen: Ich bin mir sicher jeder Hund würde - in der "richtigen" Situation - zubeißen. Sowohl Menschen als auch Hunde... Bei den meisten Hunden dauert es glücklicher Weise lange, bis dieser Punkt erreicht ist, aber es gibt ihn immer, bei jedem Hund.

    Es wäre sicher gut, wenn Du Dich während der Winterpause ein wenig einliest in die Kommunikation von Hunden.

    liebe Grüße

  • Zitat

    aber ich weiss, dass er zu grossen Respekt hätte wirklich zu beissen, dazu kenne ich ihn einfach zu gut...denn er ist sonst nicht der Mutige....

    Dein "kleiner Junge" ist kein Kind mehr. Er steht an der Pforte zum Erwachsenwerden und er wird sich dabei auch mit den Zähnen an anderen Rüden ausprobieren. So wie Du ihn beschreibst, ist das nur eine Frage der Zeit.

    Die Zeit des unbedarften Spielens ist übrigens auch vorbei. In dem Alter sind andere Dinge wichtiger - nämlich auszutesten wer welchen Status hat, wie weit man bei anderen gehen kann und was man sich alles erlauben kann. Er sucht die Grenzen und das offensichtlich sehr offensiv.

    Ich würde an Deiner Stelle viel über Hundesprache lernen, sonst wirst Du Dir viele Probleme in dieser Zeit "backen." Es ist das klassische Alter, in dem Hundehalter ihren Hunden gern das angemessene Sozialverhalten aberziehen. Erfahrungsgemäß (bei meinen Kunden) entstehen Aggressionsprobleme bei Hunden in diesem Zeitfenster.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Huhu Borderlover,

    das klingt nach meinem Hund. Und der hat irgendwann gemerkt, dass er kleinere Rüden ziemlich gut einschüchtern kann, indem er sie über den Boden rollt und Bisse in die Nackengegend andeutet. Er hat nie zugebissen, aber er weiß ganz genau, dass er bei diesen Hunden der Stärkere ist. Angefangen hat es aber wie bei dir! Er hat zunächst nur geknurrt, als das nicht ausreichte, um sich den anderen vom Leib zu halten, startete er seine Attacken.

    Bei größeren Hunden lag er auch schon mal unten - quietschend. Bei gleichgroßen und kleineren würde er sich nicht unterwerfen!

    Das ist natürlich nicht so schön, deshalb bin ich immer auf der Hut. Ich habe weniger Angst davor, größere Hunde zu treffen, denn da weiß ich, dass er eher kuscht und sich in meine Richtung verkrümelt, aber bei kleinen Hunden hab ich fast Panik. Und zwar davor, dass er wieder die Erfahrung macht - ich kann den einfach wegkugeln!

    Tja, was tut man? Ruhig bleiben, nicht hektisch werden und solange noch "nur" geknurrt wird, weitergehen und nicht eingreifen. Aber vor allem: Solche Situationen vermeiden. Ich lasse meinen Hund nicht mehr zu fremden Rüden, esseidenn es steht einer plötzlich vor uns (das kommt oft vor, ich wohne in der Stadt, da kann man nicht um jede Ecke gucken), in dem Fall lasse ich die Leine fallen und gehe weiter, sage dabei freundlich "geh weiter!".

    Ich habe akzeptiert, dass mein Hund nicht everybodys Darling ist. Er wird sich nicht mehr mit jedem Hund vertragen. Er braucht keine Rüden, um glücklich zu sein! So ist es eben. Das einzige, was ich machen kann, ist, ihn dafür zu loben, wenn er sich ordentlich benimmt und keinen Streit vom Zaun bricht!

    Verabschiede dich von dem Gedanken, dass dein Hund mit allen anderen gut Freund ist!

  • Fahrt mal ein wenig runter. Knurren ist nicht zwingend agressives, unsicheres oder ängstliches Verhalten. Es passiert genauso im Spiel. Wenn man unsere gerade zum Rüden gewordenen Junghunde so hört, meint man sie müssten sich jeden Augenblick zu Hackfleisch verarbeiten.


    Als Rüdenhalter kann ich nur folgende Punkte auflisten:

    1) ein vollständiger Rüde wird in vielen Situationen von seinem Testosteronspiegel gesteuert. Und auch der Rüde muss erstmal lernen sich zu beherrschen!

    2) andere Rüden sind nicht völlig auf den Kopf gefallen und nehmen den Halbstarken noch nicht komplett für voll. Mein Rüde auch nicht. Knurrt ihn ein halbstarker Rüde an ist ihm das Schnuppe. Macht das aber ein voll ausgewachsener Rüde, dann überlegt er schon, was er nun macht. Zurück pöbeln oder Rückzug antreten.

    3) hört doch bitte bitte auf, euren Hunden ihre Sprache ab zu erziehen! Knurren, drohen und auch Pöbeln ist Teil ihrer Sprache! Kein Rüde macht ernst, wenn er dieses Verhaltensrepertoir abspielt. Oder habt ihr unkontrollierbare Beisser? Ein Rüdengerangel, das zwar laut und hektisch ist, wird aus eurem Hund auch keinen Beisser oder Angsthasen machen. Das sind natürliche Vorgänge, die sie auch mal ausleben müssen, vorallem wenn ihr den Konkurenten öfter trefft. Dazwischen zu gehen und ständig die Hunde bei ihrer Kommunikation zu stören macht euren Hund viel eher dazu.

    4) Hunde sind keine Kuscheltiere. Das vergessen die meisten gerne. Kein Rüde auf dieser Welt hat noch nie einen anderen angeknurrt.

    5) zum Rüdenleben gehört auch dazu mal gehörig einen aufs Dach zu bekommen. Gut sozialisierte Hunde wissen wie weit sie gehen dürfen und wann sie aufhören müssen. 99% solcher Rangeleien gehen unblutig aus und wenn mal Blut fließt, dann ist es nicht beabsichtigt gewesen. Meiner hatte auch schon mal ein getackertes Ohr und es war keine Beisserei.

    So. Ich habe bestimmt noch was vergessen... :)

  • Knurren ist aggressives Verhalten.

    Was ist daran so schlimm? :???: Aggressives Verahlten gehört genauso ins Verhaltensrepertoire wie andere Verhaltensweisen auch. Ein Hunde ohne Aggressionsverhalten wäre verhaltensgestört oder ein Labrador Retriever :hust: Kleiner Scherz... :pfeif:

  • Nun ich würde dieses Verhalten auch nicht unterbinden. Wie sonst soll der Hund selbst lernen sich zum einen einzuschätzen und zum anderen die Hundsprache verfeinern.

    Bei meinem war es genauso und er hat sich auch aufgeführt wie ein Proll. Wenn ich wusste, der Hund den er gerade ansteuert ist nicht ganz ohne, dann habe ich ihn schon im Vorfeld zu mir genommen und gar nicht erst in die Situation gelassen. Wenn ich aber wusste, der andere Hund verteilt Rüffel, verletzt dabei aber nicht - oder besser hat bis zu diesem Punkt noch nicht Verletzt - dann habe ich ihn seine Erfahrung machen lassen. Bis zu einem gewissen Grad. Wenn es zu heftig wurde haben wir - also der andere Hundehalter und ich - schon auch getrennt.

    Passiert - bis auf ein paar Schrammen - ist bei den Commentkämpfen nie was. Mein Bengel wusste, was die Stunde geschlagen hat und bei wem er wie weit gehen kann. Mit der Zeit war es ihm dann auch zu dumm, sich mit jedem anzulegen und er hat es wieder gelassen, weil es ihm auch einfach zu doof war. Aber er würde sich trotzdem nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, weiß aber auch ganz genau, wann es besser ist, sich zurück zu nehmen und ist trotzdem manchmal rotzfrech.

    Mal eine kleine Prügelei gehört einfach zum Erwachsen werden dazu. Wenn man es ständig unterbindet, erzieht man sich quasi einen Hund, der nicht mehr weiß, wie er mit anderen umgehen soll.

    Gut an der Leine habe ich solche Aktionen auch nicht zugelassen.

  • Zitat

    Bisher hatter er Glück, da sich auch zum Teil doppelt so grosse Hunde unterworfen haben.

    Die Größe ist meißtens relativ, eher interessiert das Geschelcht, das Alter, die Verfassung und die Situation.

    Wie haben sich die anderen Hunde verhalten, was hat dann dein Hund gemacht?

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