Ich bin am Ende... *verzweiflung*

  • Was und wie habt ihr trainiert?
    eben das konzentrieren auf mich, das ruhige gehen neben mir, ruhig sein bei hundebegegnungen und sein wesen wurde getestet (er ist in keinster weise aggressiv)

    Aus welchen Grund rutscht Dir die Hand aus?
    er wollte mir auf die bundesstrasse laufen, weil er einen rüden gesehen hat, der ihm nicht passte... als ich ihn dann nach einigen minuten nachdem ich mich beruhigt hatte (eh schon heulend) hergerufen habe um ihn zu streicheln... lief er nicht zu mir, sondern zu einem kollegen der dabei war und hielt mir nur den hintern her...

    Wieso darfst Du nicht spielen mit ihm?
    weil die bindung erstmal im vordergrund steht und ich ihn nicht überdrehen soll, also damit er ruhig und ausgeglichen wird...

    Wie kann der Trainer am Telefon beurteilen, was Du falsch machst??
    nein nein, ich war ja extra dort an einem samstag

  • Zitat

    also das training funktioniert so: man korrigiert den hund durch kleine schlauchstücke die man neben ihm am boden wirft... ruft ihn oft her, hat viel körperkontakt auch während dem gehen etc...

    Du hast einen pubertierenden Junghund, der in diesem Alter typische Allüren zeigt.
    Du klingst völlig verzweifelt und überfordert.

    Von dieser dubiosen Methode habe ich noch nie gehört.
    Bevor ich diese verurteile, möchte ich gerne den Sinn erklärt haben!
    Desweiteren wären deine "Hausaufgaben", die dir dieser Trainer aufgegeben hat, sehr interessant.
    Vor allen Dingen: Sinn und Zweck!

  • Du klingst sehr kraftlos.
    Ist es dir möglich, dir mal einen Tag komplett frei zu nehmen und abzuschalten? Jemand anderes kümmert sich um deinen Hund und du pflegst dich einfach nur, um dann mit neuer Kraft durchstarten zu können?
    Hunde haben sehr feine Antennen für das Befinden ihrer Menschen und es kann sein, dass dein Hund so schwierig ist, weil du keine Kraft mehr hast.

  • Also, ich steh immer unterschiedlich auf, mein Mitbewohner geht mit ihm ein Lacki machen... früher sind wir dann los, zum Zug und nach salzburg gefahren, da dann erstmal gassi und spielen, dann in eine vorlesung... in der sollte er still liegen und es sollten ihm die anderen leute egal sein... ist aber nicht so... obwohl ich eigentlich ausreichend mit ihm gespielt hatte und er sein geschäft erledigen konnte, hatte auch viel freilauf... wenn ich nach hause kam war er immer müde und hat gleich geschlafen.

    Gefüttert wird er in der früh und am abend, in der Uni hat er immer ein großes Gutti bekommen.

    Beschäftigt wurde er aufgrund einer anderen Trainerin (deren Methoden ich mittlerweile anzweifle) mit einer Beisswurst die anner Schnur hing. Er durfte sie jagen, hatte er sie, PLATZ oder SITZ und AUS, dann gings weiter... das hat ihn oft auch sehr aufgedreht bzw in Verbindung mit Unterordnung wars kaum möglich...

    Der zweite Hund wohnt bei meinen Eltern.

    Soll ich den Namen der Hundeschule sagen? (darf man das?)

  • Ok, klingt alles nach dem pupertierenden Junghund und dann auch noch ein Rottweilerrüde...nicht ganz einfach. Mit deinem ersten Hund war sicher alles anders, aber zwischen den Rassen liegen auch Welten. Kann ich schon nachvollziehen, das die das über den Kopf wächst.

    Ob man diese Methode nun mag oder nicht, für einen Hund in dem Alter finde ich sie unangebracht. Dadurch lernt der Hund keine Bindung aufzubauen, zumindest leuchtet mir nicht ein wie. :???: Da soll einem jungen Hund ein Verhalten auferzwungen werden, als wäre er schon erwachsen. Das ist er aber nicht. Klar sein rüpelhaftes und rotzfreches Verhalten ist nicht ok, aber da muß du an dir arbeiten. Ich halte von dem Rudelgedöhns jetzt auch nicht allzuviel, aber du solltest dennoch schauen, das du ein wenig souveräner wirst. Dann wird sich dein Hund dir auch anschließen.

    Zitat

    er wollte mir auf die bundesstrasse laufen, weil er einen rüden gesehen hat, der ihm nicht passte... als ich ihn dann nach einigen minuten nachdem ich mich beruhigt hatte (eh schon heulend) hergerufen habe um ihn zu streicheln... lief er nicht zu mir, sondern zu einem kollegen der dabei war und hielt mir nur den hintern her...

    War er denn nicht an der Leine? Traurig ist das schon, aber heulen mußte da nicht, bringt auch nix. Vielleicht sendest du auch unbewußt Signale aus, das solltest du mal prüfen lassen. Denn nur wenn du dich änderst, wird das was mit der Führung des Hundes, der Hund muß nur lernen was du von ihm erwartest. Sprich keine Leute anspringen usw.


    Zitat

    Bevor ich diese verurteile, möchte ich gerne den Sinn erklärt haben!

    Ist wie disks werfen soweit ich weiß.

  • @ Askoo: ich habe doch jetzt schon so ein schlechtes Gewissen... da meistens eh schon mein Mitbewohner rausgeht... ich habe das Gefühl meinen Hund immer mehr zu verlieren...

    @ dieSchweizer: also Punkte die zu beachten sind in diesen drei wochen:

    + die ersten 5 minuten des gassi gehens hat der hund nur neben mir zu gehen (auf ein PST) und sich auf mich zu konzentrieren, dann darf ich ihn mal frei lassen und er kann sein Geschäft machen

    + kein/kaum Kontakt zu anderen Menschen bzw kein Hinlaufen zu Fremden oder Bekannten, da er sich an MICH binden soll und weil so ein Verhalten einfach nicht tragbar ist

    + kein Spiel, damit er ruhiger wird...

    + kein Spielen mit anderen Hunden

    + liebevolles Herrufen zu mir (immer wieder), beim gehen viel körperkontakt haben, aber kein wieder aufreiben durch überschwängliches Knuddeln etc

    mehr fällt mir grade nicht ein, bin etwas fertig...

  • Welches Futter genau fütterst Du??

    Erstmal ganz klar, es ist schwer über ein Forum Tipps zu geben, soviel vorweg.

    Das ein Trainer Dich korrigieren kann, wenn er nicht dabei ist, kann einfach nicht funktionieren. Sprich, wenn er mit Dir telefoniert, hat er nicht gesehen, was wirklich passiert ist, wie der Hund reagiert hat etc. Von daher denke ich nicht, daß Du Dich so fertig machen lassen solltest.

    Vielleicht kann Dir jemand einen Tipp für einen guten Trainer geben, der Dir zeigt, wie Du souverän und entspannt mit Deinem Hund arbeiten kannst.

    Er ist ein Junghund und braucht gewisse Grenzen. Aber ein Rottweiler ist auch wiederrum ein sensibler Hund, der in der falschen Hand, auch falschen Trainerhand, sich sehr schnell wenden kann.

    Das man mit Spielverweigerung die Bindung stärken kann, ist mir total neu, umgedreht wäre es besser.

    Oh man, manche "Trainer" sollten echt was anderes machen :/

    Wie lange genau gehst Du mit ihm Gassi und was spielst Du mit ihm, bevor er in die Uni geht?
    Sorry, aber es wäre gut zu wissen, wie die Zeiten sind und was genau mit dem Hund gemacht wird.
    Wie weit ist Innsbruck von Dir entfernt?

    Das Training mit der Beißwurst an sich ist nicht falsch, wenn es richtig aufgebaut wird ;)

  • Ich denke Du verlangst einfach zu viel.

    Das was Du schilderst ist mM nach völlig normal für einen jungen, kräftigen Rüden dessen Hormone gerade verrückt spielen.

    Natürlich soll das jetzt nicht heißen das Du nicht daran arbeiten sollst ihn in die Spur zu bringen.

    Aber vielleicht mit etwas weniger Druck unter den Du Dich selbst im Moment setzt.
    Und mit etwas kleineren Erwartungen an Deinen Hund.

    Finde erstmal Deine Linie und zieh sie dann, ganz ruhig und für den Hund klar und deutlich sichtbar, durch.
    Mit ganz viel Geduld und am Ball bleiben wird das klappen.
    Nur die musst Du eben haben.

    LG
    Tina

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