Tierarzt empfiehlt dringend Kastration. Ja oder Nein???

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  • Hallo,

    das Spazierengehen mit unserem Havaneser, ca. 14 Monate alt wird langsam zur Tortur. Er stoppt überall; egal ob Baum, Strauch, Stein, Hausecke, Mülltonne und so weiter. Ständig will er sein Beinchen heben. Egal wo und in welcher Situation.

    Außerdem reitet er seit Wochen, meist nur abends, auf allem auf, was ihm gelegen kommt. Kissen, Decken, Spielzeug, Schuhe. Nimmt man ihm das "Objekt der Begierde" weg oder will ihm mit einem "Nein" stoppen, dann bellt oder winselt er.

    Letztens haben wir Freunde besucht; zumindest wollten wird das. Sie haben eine Hündin. Die hat unseren Vierbeiner aber nicht so sehr interessiert, wie das (versuchte) Markieren an jedem Möbelstück. Also mussten wir schnellstmöglich gehen, damit es keine unerwünschte Pfütze gibt. :ops:

    Unser Tierarzt meint, unser Havi hätte vermutlich ein Testosteron-Problem und empfiehlt uns dringend eine Kastration. Das wäre wohl auch für den Hund eine Erleichterung.

    Wir als Hundeneulinge kennen uns mit den Vor- und Nachteilen einer Kastration beim Rüden leider überhaupt nicht aus. Daher würde ich mich über eure Meinungen & Erfahrungen sehr freuen! Wir sind echt ratlos!

    PS: Er hat sogar beim Tierarzt am Schreibtisch sein Beinchen gehoben und eine gewaltige Pfütze hinterlassen. :headbash:

    LG
    Christina

  • wenn es wirklich mit dem hormon zusammenhängt, würde ich es schon machen lassen. denn dein hund steht durch den überbordenden trieb ständig unter enormen stress. ganz davon abgesehen, dass er sicher irgendwann mit anderen rüden übel ärger bekommen wird aufgrund des triebes.

  • Hallo,

    mit seinen 14 Monaten pubertiert er sicherlich noch bzw. er wird grade erwachsen. Sicherlich spielen Hormone jetzt eine tragendere Rolle als bisher.

    So, wie Du es beschreibst, hat Dein Wuffel aber enormen Streß. Daß Rüden mal "rammeln" und auch draußen häufig markieren (besonders wenn eine Hündin in der Nähe läufig ist), ist völlig normal.

    Wenn es aber derart extrem ist/wird, daß es den Hund dolle streßt, wäre eine Kastration für mich auf jeden Fall eine Option.

    Ich würde das Ganze noch ne Weile beobachten, markieren besonders in Wohnungen konsequent unterbinden. Bei Besuchen muß er dann halt an die kurze Leine. Sollte in ein paar Monaten keine Besserung des Verhaltens eintreten bzw. sich der Trieb normalisieren, würde ich tatsächlich kastrieren lassen, im Sinne und zum Wohle des Hundes.

    Bevor man zum Skalpel greift, kann man auch mit einem Kastrations-Chip erstmal schauen, ob die gewünschte Wirkung überhaupt eintritt.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Ein guter (!!!) Hundetrainer wird Dir im Gegensatz zum Tierarzt schnell sagen können, ob es sich um ein Hormon- oder um ein Erziehungsproblem handelt.
    Aber, leider gibt es nur wenige wirklich gute Hundetrainer die das erkennen können. Ich hoffe, Du hast einen in Deiner Nähe.

    Wenn Dein Tierarzt meint, es hänge mit dem Testosteron-Spiegel zusammen, soll er diesen doch erstmal bestimmen bevor er operiert. Kostet so um die 30 Euro. Der Spiegel schwankt zwar im Tagesverlauf, aber wenn Dein Hund in der Tierarztpraxis markiert, sollte er, wenn das der Grund für das Markieren ist, bei Blutabnahme schon überdurchschnittlich hoch sein.
    So wie Du das Problem beschreibst, würde ich allerdings vermuten, dass der Testosteron-Spiegel "normal" ist.

  • Und bevor die Bömmel abkommen, würde ich vielleicht ersteinmal einen Suprelorin-Chip testen. Das ist zumindest keine endgültige Sache.
    Ansonsten liest es sich zudem so, als würde es Eurem Jungspund an ein wenig Benimm aufgrund von Erziehung (bzw. dem Fehlen derselbigen) fehlen.
    LG von Julie

  • Ich würde auch den Suprelorinchip vorschlagen, wenn das Verhalten nämlich nicht sexuell motiviert ist, bringt eine Kastra u.U. mehr Nach- als Vorteile.

    Das in der Wohnung markieren, ist das seit der Geschlechtsreife? Also, hat er es vorher nicht gemacht?

    Der Hund von meiner Schwester hat jetzt den Chip seit ca. vier Wochen. Die Futterakzeptanz draußen ist wieder besser geworden, ne zeitlang hat er draußen nur hochwertiges Futter genommen, er ist wieder abrufbar bei Hundebegegnungen (bei tollen Mädels ist er z.T. mitgelaufen, Mama war uninteressant), spielen mit Hündinnen war auch nicht drin, vor allem die intakten wollte er sofort besteigen.

    Kissen rammeln etc. hat er noch nie gemacht.

    Er verteidigt jetzt mehr Futter und Spielzeug, kann aber auch einfach entwicklungsbedingt sein, er ist jetzt ca. neun Monate. Und z.T. hat er auf einmal Angstanfälle, wo er schwer rauszubekommen ist. Ob seine Unsicherheit sich verstärkt, müssen wir noch schauen. Ich gehe auch regelmäßig mit ihm und hab außer einmal nichts bemerkt.

    Die Schilddrüsenwerte werden bei Gelegenheit überprüft um zu schauen, wie sie liegen. Nach einer Kastra sinken die nämlich und es kann sein, dass Hund Thyroxin braucht.

  • Würde es auch mit Suprelorinchip probieren, wenn es besser wird, auf jeden Fall kastrieren lassen. Würde allerdings mit de rrichtigen Kastra warten bis dein Hund zwei Jahre alt ist.
    Hier sind einige extreme Kastrationgegner im Forum. Lass dich von diesen Leuten nicht verunsichern. Ich denke, dass eine Kastra in eurem Falle schon helfen wird. Nicht alles ist auf der Erziehungsschiene zu beheben ;)

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