Rudelprobleme - Trainer gesucht

  • Danke für Deine ausführliche Antwort.

    Unsere Hündinnen sind beide Kastriert. Waren sie schon als sie - aus dem Tierschutz - zu uns kamen. Allerdings riecht Lotte seit Ostern diesen Jahres ausgesprochen lecker. Wir waren schon beim TA und überlegen im Moment, wie wir diagnostisch am besten weiter vorgehen. (Könnte natürlich mit reinspielen)

  • Huhu Shoppy!

    Danke für den Tip, mir war gar nicht klar, das Pia Gröning so nah ist. Ich werde am Wochenende mal schauen, wo wir einen Termin bekommen.

    @ all:

    Gestern waren die beiden Hunde ja den ganzen Tag getrennt. Mir ist klar, dass das im Moment eher ungünstig ist, aber es ließ sich nun mal nicht ändern.

    Das Wiedersehen war zwar relativ angespannt, aber nicht so sehr, wie ich es erwartet hätte. Heute ist es nochmal so, mal schauen, wie es läuft.

    Euch allen schonmal vielen Dank für die vielen Tips und Ratschläge.

  • Zitat

    Wie fand Trudi es denn in der Betreuung???

    Hast du eine von den Sandras mal auf euer Problem angesprochen?

    Ich fürchte Trudi fand es ziemlich doof. Aber das lag mit Sicherheit nicht an der Betreuung an sich.

    Als wir Trudi bekamen war sie ja extrem ängstlich. Wir dachten, sie hätte in der Zeit bei uns einfach viel Selbstbewustsein aufgebaut, da sie auch in neuen Situationen viel unerschrockener reagiert als früher.

    Dieser neu gewonnene Mut scheint aber eher aus ihrem Vertrauen zu uns als aus gewachsenem Selbstbewußtsein zu resultieren. Als meine Frau sie dort abgegeben hat, ging sie auch locker auf alle zu. Nachdem Tues gefahren ist, war sie wohl extrem schüchtern.

    Wir hoffen, dass bessert sich, denn Trudi wird wohl noch das ein oder andere Mal dort bleiben müssen...

    Zum Problem hat Tues die beiden schon befragt, allerdings hat uns das noch nicht so richtig weiter geholfen. (Was bei so einem "zwichen Tür und Angel"-Gespräch aber auch nicht verwunderlich ist.)

    Sonst ist die Stimmung hier weiterhin sehr entspannt. (Wobei Trudi nach der ganzen Aufregung eh seit gestern Abend durchpennt.)

  • Hi Trillian!

    Berichte doch mal, wie es nun weiter gegangen ist!


    Ich habe eine Idee. Muß aber erst noch was abklären, bevor ich da was konkretes sagen kann. Melde mich dann per Mail bei Dir!


    Schöne Grüße noch,
    und Kopf hoch!
    Das packt Ihr auch noch irgendwie!

    SheltiePower

  • Huhu!

    Leider läuft es gar nicht gut.... Gestern abend hat Trudi Lotte gebissen. Ziemlich schlimm, wir waren dann nachts noch beim Tierarzt um Lottes Wunde reinigen und klammern zu lassen.

    Wir sind uns auch nicht sicher, woran es lag. Meine Vermutung ist, dass Trudi Futter "geahnt" hat und dieses "imaginäre" Futter verteidigen wollte. Lotte hat - soweit wir es sehen konnten - gar nichts gemacht, außer sich zu bewegen.

    Auf jeden Fall hatte ich dieses Mal nicht das Gefühl, dass die beiden sich hochgeschaukelt haben. (Beim letzten Mal ging dem ganzen schon die eine oder andere Provokation voraus)

    Ich bin inzwischen nur noch ratlos und verzweifelt. Und ganz ehrlich, mir wäre es am liebsten, wenn ein Hund von beiden ausziehen würde. Grad im Moment sind beide wieder räumlich getrennt. Aber das kann ja kein Dauerzustand sein. (Also auch für die Hunde nicht, die wären dann ja in der Folge 12 Stunden am Tag alleine)

    Und ich kann diese "Übergriffe" auch überhaupt nicht voraussehen. Bei Futter im Napf oder Essen auf dem Tisch, weiß Trudi, dass es unter unserem Schutz steht und macht nix. Aber wenn sie irgendwo "verlassenes" Futter vermutet - das muß nicht wirklich da sein - dann verteidigt sie es gegen Lotte. Und zwar extrem aggressiv.

    Dass es auch anders geht, haben wir bei Diego gesehen und auch bei dem Rüden meines Vaters. Da konnte sie zeigen, dass sie die Kommunikation unter Hunden mit all ihren Abstufungen durchaus beherrscht. Aber mir kommt es vor, als fände sie Kommunikation an Lotte verschwendet.

    Versteht mich nicht falsch, ich will Trudi hier nicht schlecht reden. Ich mag sie und ich kann auch verstehen, warum sie mit Futter so extrem ist. (Damit Ihr es auch versteht, hier mal ein Foto von Trudi, bevor sie von deutschen Tierschützern gerettet wurde:

    Tatsache bleibt aber, dass wir hier im Moment das Gefühl haben auf einem Pulverfass zu sitzen. Und ich habe den Eindruck, dass durch unsere Interventionen die Angriffe zwar seltener werden, aber dafür heftiger. (Was auch irgendwie verständlich scheint, vermutlich fragt Trudi sich, warum Lotte das mit dem Futter nicht endlich versteht, wo Trudi doch schon so oft ihren Standpunkt deutlich gemacht hat.)

    So, ich werde mal im Tierheim anrufen, in der Hoffnung, dass die noch einen rettenden Tip haben.

    Frustrierte Grüße

  • Ich bin sehr erschüttert! Ich verstehe, dass ihr darüber nachdenkt, nachdem ihr schon über 1 Jahr diesen Trubel habt, dass es vielleicht besser wäre, wenn einer der Hunde ganz und gar auszieht. Aber das kann doch nicht die Lösung sein?!
    Ja, ich weiß, man muss das tun, was für das Tier das Beste ist. Das Prinzip vertrete ich ja auch, stell deine eigenen Interessen nicht über die deines Tieres. Du hast die Wahl, dein Tier nicht.
    Aber ich will einfach nicht glauben, dass das die einzige Lösung ist, einen der Hunde abzugeben!!!
    Traurige Grüße und ich hoffe sehr sehr sehr, dass ihr nen guten Trainer findet! Für mich hört es sich trotz allem so an, als wenn das Problem lösbar ist. Ich will es nicht wahr haben, dass einer der Hunde evtl. gehen muss, gebe ich zu. Aber zwischendurch sind die Hunde immer wieder normal oder gar richtig "lieb" zueinander, also sie zoffen sich ja nicht nur. Da muss es doch ne Lösung geben!!!

    GLG,
    Felle-Melle

    edit:
    ob diese Gleichbehandlung, die in dem einen Link zur Mehrhundehaltung angesprochen wird, allerdings immer so richtig ist, wage ich zu bezweifeln. Ich habe in meinem Fernstudium gelernt, dass es eine Rangordnung zwischen den Hunden geben muss, und wenn man beide demokratisch behandelt, dann kann sich evtl. (bei gleicher Kräfteverteilung) keine ausbilden. Ob das stimmt und noch aktuell ist, weiß ich nicht. Ich glaube nicht, dass alles aus dem Studium perfekt ist. Aber das gibt mir doch zu denken.
    Ich hab mich darauf eingestellt, dass es passieren kann, wenn ich mir nen zweiten Hund hole, dass mein alt eingesessener der Rangunterlegene wird und eben als zweites gestreichelt wird.
    Bei einer Freundin mit 2 gleich großen Rüden (beide kastriert) ist der eine ganz klar der Ranghöhere. Er ist nicht gewalttätig gegen den anderen, aber er frisst z.B. zuerst, dann erst der andere usw. So Kleinigkeiten, die man erstmal genau beobachten muss, da sie für den Mensch nicht immer total deutlich sind.
    Also, keine Ahnung, wie es richtig ist, dies nur als Anregung.

  • Huhu!

    Ja, das mit der Rangfolge kenne ich auch so. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob das so stimmt.

    Tatsache ist, dass die Hunde - beide - in den letzten Wochen eigentlich nichts durften und sehr stark von mir vorgegeben bekamen, was sie tun sollen.

    Ich kenne diese Rangordnungsstritigkeiten nur aus Rüdengruppen. Da hat es dann ab und zu laut geknallt. So mit viel Lärm und viel Show, aber ohne Verletzungen. (mal eine Schramme, wenn's hoch kam)

    Das gestern war anders. Trudi ist aufgesprungen, hat Lotte gepackt und geschüttelt.

    Ich möchte keine der beiden hergeben.

    1. Weil ich beide lieb habe

    2. Weil das unweigerlich Auswirkungen auf unsere Beziehung (die von meiner Frau und mir) haben wird.

    3. Weil ich fest daran glaube, dass man für ein Tier, das man übernimmt, verantwortlich ist. Das gibt man nicht einfach wieder her.

    4. und nicht zuletzt, weil ich mir nicht eingestehen möchte, dass ich versagt habe.

    Aber ich möchte auch nicht, dass Lotte irgendwann ernsthaft verletzt wird. Trudi wiegt 3 Mal so viel und hat - aus meiner Sicht - auch die Absicht, Lotte zu verletzen. Nicht auszudenken, was hätte passieren können.

    ratlose und traurige Grüße

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