Rudelprobleme - Trainer gesucht
-
-
Zitat
Sieht so aus, als ob der Diego den beiden gezeigt hat, wie man schön zusammen spielen kann.Das habe ich auch schon gedacht.... ob Hunde so ticken???
Trudi hat ja vorher gar nicht gespielt. Weder mit Lotte noch mit anderen Hunden. Und wenn, dann nur dieses Nachlaufspiel. Aber wenn ihr dabei der Hund zu nahe kam, ist die Stimmung immer gleich gekippt. (Wobei es da mit fremden Hunden nie zu richtigen Auseinanderseztungen kam, aber sie hat die halt ziemlich heftig weggeschnappt) Spiele mit Körperkontakt gab es bei Trudi gar nicht.
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Rudelprobleme - Trainer gesucht schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Zitat
Das habe ich auch schon gedacht.... ob Hunde so ticken???
Tja,
das ist die große Frage!!!Man weiß es ja einfach nicht!
Einerseits gehen wir Menschen ziemlich schnell dazu rüber und interpretieren einfach viel und viel in jede Kleinigkeit rein, was die Tiere da gerade so machen oder uns so zeigen. Was dann ja auch gleich als "Vermenschlichung" angesehen wird.
Und andererseits schreiben wir Menschen den Tieren jegliche Art von Gefühlen gänzlich ab. "Das geht doch nicht! Ist schließlich ein Tier!"
Aber ich finde, das ist auch irgendwie falsch.Aber was genau richtig ist......................... Ich glaube, daß kann uns niemand so sagen.
Also bleibt mir als Mensch nicht anderes übrig, als zu versuchen, es aus menschlicher Sicht zu erklären (weil wir nur damit viel besser klar kommen) und dabei gleichzeitig im Hinterkopf behalten, daß es sich dabei "nur um Tiere" handelt.Verstehst Du, wie ich es meine???

Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Zitat
Verstehst Du, wie ich es meine???
Schöne Grüße noch
SheltiePowerJa, weiß ich... hach, manchmal wünschte ich, ich könnte in die hübschen Köpfchen von unseren Hunden gucken. Wenn ich genau wüßte, was drin vorgeht, könnte ich auch besser reagieren.
Folgende Situation (und dabei ist egal, wer von den beiden grade Hund 1 oder Hund 2 ist)
Hund 1 bellt einen fremden Hund an. Hund 2 attackiert Hund 1
Grund?
Ist es vielleicht ein "Mißverständnis" und Hund 2 fühlt sich "angesprochen/bedroht" von Hund 1?
oder
"Maßregelt" Hund 2 Hund 1 für sein Gekläffe?
(Ich hab's schon an anderer Stelle geschrieben: Es wäre viel einfacher, wenn unsere Zicken sich nur in Zeitlupe bewegen würden. Vielleicht sollte ich mit den beiden vorübergehend in den BigBrother-Kontainer ziehen. Dann könnte ich mir hinterher die Videos anschauen und alles in Ruhe analysieren. In den einzelnen Situationen gucke ich einfach zu langsam...)
-
Na, das klingt doch schon mal positiv!!!
Ihr solltet jedoch weiterhin acht auf beide haben. Fixieren etc würde ich weiterhin unterbinden und Spiele beenden, die heftiger werden - bevor es eskalieren kann.
Bisher schien es bei den beiden ja eher ein nebeneinander herleben zu sein. Vielleicht haben sie ihr Gegenüber nun durch Diego erst einmal kennen gelernt und sie mussten zunächst einmal ihre Prioritäten festlegen.
Achtet nur bei der Beobachtung der Hunde darauf, dass ihr nicht aus versehen anfangt eure Hunde zu fixieren. Man tendiert dabei sehr schnell dazu angespannt zu wirken. das überträgt sich dann schon mal auf den Hund.
Das wird schon!!! Da bin ich mir fast sicher und drücke euch die Daumen!!!
-
Zitat
Na, das klingt doch schon mal positiv!!!
Danke!
ZitatIhr solltet jedoch weiterhin acht auf beide haben. Fixieren etc würde ich weiterhin unterbinden und Spiele beenden, die heftiger werden - bevor es eskalieren kann.
Fixieren kam seit gestern morgen gar nicht mehr vor, auch dieses staksige umkreisen nicht mehr. Das Spiel habe ich ja auch relativ früh beendet, weil ich kein Risiko eingehen wollte. (Glücklicher Weise geht das über den Befehl "Decke!" sehr positiv/angenehm für die Hunde)
ZitatBisher schien es bei den beiden ja eher ein nebeneinander herleben zu sein. Vielleicht haben sie ihr Gegenüber nun durch Diego erst einmal kennen gelernt und sie mussten zunächst einmal ihre Prioritäten festlegen.
Ja, da hab ich auch schon drüber nachgedacht.
ZitatAchtet nur bei der Beobachtung der Hunde darauf, dass ihr nicht aus versehen anfangt eure Hunde zu fixieren. Man tendiert dabei sehr schnell dazu angespannt zu wirken. das überträgt sich dann schon mal auf den Hund.
Guter Hinweis!
Jetzt muß ich auch noch mich beobachten und nicht nur die Hunde
ZitatDas wird schon!!! Da bin ich mir fast sicher und drücke euch die Daumen!!!
Danke. Mal schauen, was die Mädels von prohund dazu sagen...
-
-
Zitat
Folgende Situation (und dabei ist egal, wer von den beiden grade Hund 1 oder Hund 2 ist)
Hund 1 bellt einen fremden Hund an. Hund 2 attackiert Hund 1
Grund: "Maßregelt" Hund 2 Hund 1 für sein Gekläffe!
Das hat die Hündin meiner Schwester bei unserem alten Hund gemacht, der immer wieder meinen Vater angemacht hat, wenn der nach Hause gekommen ist.
Auch habe ich das schon öfterns erlebt, dass Hunde andere Hunde gemaßregelt haben, wenn diese Aggressionen gegen Menschen/Hunde gezeigt haben.
Maßregelst du in der Situation auch selber?
Viele Hunde wollen dann auch mitmaßregeln oder nutzen die "schwache" Situation des gemaßregelten Hundes aus, um ihn eine zu verpassen.P.S. Du hast ja geschirben, dass die Streiterein anfingen, als der Pflegehund eingezogen ist, dann lies dir mal folgenden text durch:
http://www.hundeschule-dog-feeling.de/html/zweithund…undehaltun.html
-
Danke für den Link.
Wenn ich es richtig verstanden habe, bestätigt es ja meinen Verdacht, wobei Diego derjenige war, der Lotte bevorzugt hat. Wir haben Diego wenig beachtet und er uns eigentlich auch. (Der war ziemlich beschäftigt mit der Anwesenheit unserer Mädels)
Die Frage ist ja nur, wie wir damit jetzt umgehen. Und es ist nicht so, dass wir einem Hund die "Schuld" geben oder ihn als "das Problem" ansehen. Die haben da schon beide ihren Anteil dran, die tun sich da nix.
Und - ich maßregel in diesen Situationen nicht. In ganz seltenen Fällen kommt mal ein "Schluß!" Aber das habe ich mit unseren Hunden so ähnlcih aufgebaut, wie andere Leute ein "Schau!". DAher werden die Hunde es nicht als Maßregelung ansehen.
In der Zeit vor Diego haben sie die anderen Hunde gemeinsam angebellt. (Da hat jede so ihr ganz eigenes "Feindbild". Die andere hat immer nur aus Sympathie oder so mitgebellt.)
-
Zitat
Wenn ich es richtig verstanden habe, bestätigt es ja meinen Verdacht, wobei Diego derjenige war, der Lotte bevorzugt hat.
Das war wahrscheinlich der Auslöser: Ein Kerl kommt in die zweier Weiber-WG und schon gibt es einen Konkurrenzkampf

Wer zickt denn eigentlich wen, wann an?
-
Zitat
Das war wahrscheinlich der Auslöser: Ein Kerl kommt in die zweier Weiber-WG und schon gibt es einen Konkurrenzkampf

Wer zickt denn eigentlich wen, wann an?
Anfangs war es so, dass eine von beiden Diego freundlich weggeknurrt hat, wenn er zu aufdringlich war und die andere dann auf die erste Hündin los ist. (konnte mal Lotte mal Trudi sein)
Als es dann zur einzig wirklich heftigen auseinandersetztung kam (vorher haben wir das immer beendet) ging es um einen Stock. Wir waren draußen. Für uns alle unbekanntes Gebiet. Ich war mit Diego relativ weit weg. Plötzlich hatten die beiden den selben Stock und haben daran gezerrt. Ich habs gesehen und sofort gewußt, dass das nicht gut geht. (Klang ganz anders, als wenn zwei befreundete Hunde zergeln) Aber bevor ich irgendwas machen konnte sind die beiden aufeinander los.
Leider kann ich im nachhinein die Körpersprache der beiden nicht mehr so richtig zusammen bekommen, es ging einfach zu schnell. Trudi hat Lotte gepackt und geschüttelt. Aber ich will Lotte da gar nicht in Schutz nehmen. Dass sie körperlich nicht in der Lage war Trudi zu verletzten, heißt nicht, dass sie es nicht gewollt hätte.
Übrigens hat keine von beiden sich jemals vorher für einen Stock interessiert...
-
hallo Trillian,
freut mich, dass bei euch wieder mehr Harmonie eingekehrt ist. Ich wünsche euch, dass es so bleibt!
Bei uns ging das damals auch erstaunlich schnell, trotz der sehr ernsten Auseinandersetzung.Ich halte Diegos Anwesenheit auch für einen sehr plausiblen Auslöser des Streits, geschwelt hat aber vermutlich schon vorher was, bzw. die Grenzen waren eben noch nicht klar abgesteckt.
Was das Miteinanderspielen angeht, glaube ich schon, dass Hunde das voneinander lernen können, sogar sehr schnell. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Nellie innerhalb von Sekunden das Mobben gelernt hat, als sie einmal mit mehreren Hunden spielte, von denen einer hemmungslos drauflosmobbte. Davor hatte sie nie auch nur ein Anzeichen von Mobbing gezeigt, seitdem versucht sie es regelmäßig, wenn sie an entsprechende Hunde gerät. Ich glaube, man unterschätzt oft, was sich Hunde so alles voneinander abgucken und, vor allem, wie schnell das geht.
Zitat1. Mir ist aufgefallen, dass die beiden sich, seit dem die Situation so angespannt ist/war, extrem für den Intimbereich der anderen interessieren. Meint ihr das bedeutet was oder ist es in dem Zusammenhang eher normal?
Ist bei uns auch so! Vor allem Kira schnüffelt und leckt dann immer ewig an Nellie herum, während die stocksteif dasteht, sich sehr groß macht, Rute in die Höhe gestreckt und nicht gerade freundlich nach hinten blickt. Kira hingegen versucht Nellies Beschnüffelung immer eher auszuweichen.
Ich denke, sie lesen ja ganz viel an Stimmungen, Hormonstatus etc. voneinander ab, ich sah es immer als zusätzliche Vergewisserung, woran man (äh... hündin) bei der anderen wohl gerade ist. In dem Zusammenhang erwähnte meine Hundetrainerin, dass solche Animositäten ja auch ganz stark zyklusabhängig sein können und auch Rangfragen durchaus von Läufigkeit etc. beeinflusst werden. Da Nellie nicht kastriert ist, scheint es mir logisch, dass Kira auf diese Weise wichtige Infos erhält. Ob sie die entsprechend deuten kann, frage ich mich allerdings auch, da sie leider schon als Welpe kastriert wurde und eine wichtige hormonelle Entwicklung bei ihr ja gar nicht stattfand.
Sind eure beiden noch intakt?Zitat2. Ihr findet aber, das es auf jeden Fall richtig ist immer einzugreifen?! Ich habe Situationen in bestehenden Gruppen immer laufen lassen. Aber es war noch nie so heftig wie bei den beiden jetzt.
Hm, also ich schreibe jetzt mal, wie es bei uns war, Ihr müßt natürlich selbst schauen, wie's bei euch läuft. Ich habe am Anfang (so die ersten zwei bis drei Wochen) tatsächlich immer eingegriffen, weil ich einfach nichts riskieren wollte, nach und nach habe ich aber mehr Gespür für die Kommunikation zwischen den beiden bekommen und inzwischen lasse ich kleine Drohgebärden, kurzes Fixieren, Staksen, Bewegungseinschränkungen etc. auch wieder zu. Ich habe zum Beispiel auch aufgehört, Kira immer Schutz zu gewähren, da sie dieses Privileg auszunutzen begann. So stänkerte sie oft Nellie blöd an, um dann gleich hilfesuchend zu mir angerannt zu kommen, dass ich ihr die "böse Nellie vom Hals halte".
Da habe ich mich durchaus auch mal demonstrativ weggedreht. Ist immer so ein Abwägen, was in der momentanen Situation gerade angebracht wäre. Bislang läuft's jedenfalls einigermaßen entspannt.Ich denke, das wird sich bei euch mit der Zeit auch einpendeln. Ihr kennt ja eure Pappenheimerinnen.
Ich finde, es ist ein gutes Zeichen, dass sie sie sogar zusammen spielen und wieder beiander liegen, ich glaube da braucht ihr euch keine allzu großen Sorgen zu machen.Und ja, wie Yvonne schon schrieb: Versuchen, selbst locker zu bleiben, da sich eure Anspannung natürlich gleich wieder auf die Nasen überträgt. Ich habe das am Anfang bestimmt nicht geschafft, da ich ja mitansehen und -fühlen mußte, wie todernst es den beiden war, aber mein Freund war da zum Glück deutlich entspannter, was sehr geholfen hat (sowohl mir als auch unseren Mädels).
Weiterhin viel Glück!
Liebe GRüße,
Anja - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!