Rudelprobleme - Trainer gesucht

  • Die beiden Sandras haben selbst auch Rudelhaltung. Sandra Sojat hat momentan 3 Hunde, wovon eine eine schwierige Pflegehündin ist. Sandra Wilhelms hat vorher mit 4 Hunden zusammen gelebt. Seit sie die Hundepension haben und selbst Verhaltenstherapie anbieten hat sie ihre eigenen Hunde Cora und Clayton bei sich. Ich denke die beiden sollten sich damit also recht gut auskennen.

    Das mit dem Agility war ja nur zum Vergleich! Ich wollte damit nur sagen, dass mir der Umgang mit ihrem Hund richtig gut gefällt.

    Beide haben sich mit dem Thema Hundeverhalten in den letzten Jahren intensiv beschäftigt. Beide haben ein Fernstudium absolviert usw. Sandra Sojat hat -soweit ich weiß- ein Praktikum bei Günther Bloch gemacht.

    Für mich wären die beiden die erste Adresse!!! Ich weiß wie beide mit Hunden und Menschen umgehen. Und was ich ganz wichtig finde, sie versuchen einem nicht ihre Meinung aufzudrücken! Das habe ich bei einer anderen Trainerin schon mal gehabt. Alles, was sie sagte war Gesetz. Mit solchen Leuten möchte ich nicht arbeiten.

    War nur nen Tipp mit den beiden! Bei meinen Problemen konnten sie mir bisher gut helfen!

  • schon ok, vielleicht bin ich bei sowas auch zu mißtrauisch oder zu kritisch.

    Ich werde die beiden auf jeden Fall mal anrufen und frage. (Und vielleicht können sie ja auch Trudi hüten, wenn ich lange arbeiten muß)

  • [/quote]Und vielleicht können sie ja auch Trudi hüten, wenn ich lange arbeiten muß)

    Zitat

    Aber bestimmt!
    Ja, sprich mal mit den beiden! Da wirst du bestimmt schon das ein oder andere erfahren. So kannst du dir selbst ein Bild machen. Vertrau am besten auf dein Bauchgefühl! Ein Anruf ist ja schließlich auch nicht verbindlich!!!

    Kannst ihnen ja sagen, dass du den Tipp von mir hast ;-)

    Gruß

    Yvonne

  • Zitat

    Und vielleicht können sie ja auch Trudi hüten, wenn ich lange arbeiten muß)

    Zitat

    Aber bestimmt!
    Ja, sprich mal mit den beiden! Da wirst du bestimmt schon das ein oder andere erfahren. So kannst du dir selbst ein Bild machen. Vertrau am besten auf dein Bauchgefühl! Ein Anruf ist ja schließlich auch nicht verbindlich!!!

    Kannst ihnen ja sagen, dass du den Tipp von mir hast ;-)

    Gruß

    Yvonne

    [/quote]

    So, Tagesbetreuung geregelt. Wegen dem Rest wird meine Frau mal bei der Hundeübergabe mit den beiden reden.

  • Hallo Trillian,

    ich habe zwar leider keinen Trainer-Tip für dich, da ich woanders wohne, aber ich finde das, was du schreibst unglaublich spannend, weil ich Anfang des Jahres etwas ganz ähnliches erlebt habe (https://www.dogforum.de/ftopic74767.html). Meine Trainer-Suche verlief damals im Sande, bzw. ich suche immer noch, aber nicht mehr so dringend.

    Ich habe seit damals unglaublich viel über das Miteinander meiner Hunde gelernt und lerne immer jeden Tag dazu, da ich durch den Vorfall echt sensibilisiert worden bin. Es war einfach traumatisch, mitanzusehen, wie die eigenen Hunde in deutlicher Beschädigungs- bzw. Tötungsabsicht übereinander herfallen. In der ersten Zeit habe ich wirklich konsequent JEDES Sich-Umkreisen, Fixieren, Herumstaksen unterbunden, habe also Dinge geregelt, die ich früher als "Das machen die unter sich aus" verbucht hätte.
    Den entscheidenden Durchbruch hat aber erst das Aufzeigen von Alternativverhalten gebracht (würde jetzt auch gut in den Konditionierung vs Kommunikationsthread passen ;)). Bloßes Verbieten hat zwar die Hunde dazu gebracht, mit dem Herumstaksen aufzuhören, aber die Stimmung blieb schlecht.

    Ich habe also zunächst gezielt Dinge mit beiden gleichzeitig getan, um sie in der Gegenwart der jeweils anderen zu entspannen. Ich habe in solchen Situationen oft beide Hunde zu mir gerufen und sie gestreichelt, bis sie sich entspannten. Ich habe dazu Kira durchaus auch mal aus ihrer Schutzecke unter dem Schreibtisch hervorgerufen, um ihr zu zeigen, dass sie in meiner Nähe und in Nellies Gegenwart einfach tolleres erlebt, als allein in der Schmollecke. ;)
    Ich habe deshalb so besonders viel Wert darauf gelegt, dass sie in meiner Nähe zusammen entspannen sollten, da der Vorfall damals ja unmittelbar in meiner Nähe passierte und ich das Vertrauen wieder aufbauen wollte, dass meine Nähe Schutzzone ist. Hat ganz gut funktioniert, inzwischen suchen sie in Fremdbegegnungen meistens bei mir Schutz und lassen mich fremde Hunde verscheuchen.

    Daneben habe ich gezielt "gutes" Verhalten bestärkt. Wenn sie entspannt miteiander waren, habe ich sie überschwenglich gelobt. Jedes Sich Angähnen, Anwedeln, friedliches beiander Liegen, Sitzen, stehen habe ich immer bestärkt. Da ich selbst darüber immer sehr glücklich war, kam das sicher auch sehr ehrlich rüber. ;) Inzwischen ist das natürlich abgebaut, aber nachwievor lobe ich jeden Morgen ihr kleines Begrüßungsritual, wenn Kira zu Nelli geht, sie anschnüffelt, anwedelt und ihr manchmal sanft über die Lefze leckt. Das hatten sie früher überhaupt nie gemacht, als sie es das erste Mal anboten, gab es gleich Leckerchen (dazu muß ich sagen, dass es bei Leckerchen nie Ressourcenneid gab, sonst hätte ich natürlich anders bestärkt).

    Zum Thema Ressourcenneid: Fressen gibt es bei uns eh nur getrennt (Auslöser der ganzen sache war ja Kiras extremer Futterneid), und wenn Nellie frißt, bleibe ich demonstrativ in ihrer Nähe und biete ihr Schutz, Kira muß außerhalb der Küche warten (sie inhaliert ihr Futter immer und ist nach ein paar Sekunden schon fertig).

    Auch habe ich jegliches Getrenntgehen aufgegeben. Klar hat das unser Training (vor allem Antijagdtraining) sehr erschwert, aber da sich einer der Hunde immer benachteiligt fühlt, wenn sie warten muss, und es immer zu angespannten Situationen bei der Rückkehr führte, habe ich beschlossen, dass dies das geringere Übel sei. Ausnahmen sind nur am Wochende, wenn mein Freund zeitgleich mit dem anderen Hund was unternimmt.

    Ich habe es gerade sehr eilig, wollte halt nur rasch was schreiben, weil mich das Thema geradezu ansprang. Ich hoffe, es ist jetzt nicht allzu konfus geworden. :hust: Sorry auch für Fehlerchen!

    Liebe Grüße,
    Anja

  • Hallo Nella!

    Ich habe Deinen Thread jetzt aufmerksam gelesen und bin schon sehr beruhigt. Unsere Mädels hingen zwar nicht so sehr aneinander wie Deine (in der ersten Zeit) Aber dafür haben sie jetzt auch nicht so viel Streß miteinander. Im Moment pennen beide nebeneinander auf der Couch. (Zugegeben, nicht weil sie so unbedingt nebeneinander liegen wollten, sondern weil ich da bis eben noch saß, aber dafür entspannt.)

    Und Zähne putzen geht auch wieder. :D Also besteht für die Zwei wohl noch Hoffnung.

    Nur wenn es eng oder aufgeregt wird, greife ich ein und verhindere, dass sie "aus versehen" aneinander rasseln.

    EDIT: Noch zwei Sachen

    1. Mir ist aufgefallen, dass die beiden sich, seit dem die Situation so angespannt ist/war, extrem für den Intimbereich der anderen interessieren. Meint ihr das bedeutet was oder ist es in dem Zusammenhang eher normal?

    2. Ihr findet aber, das es auf jeden Fall richtig ist immer einzugreifen?! Ich habe Situationen in bestehenden Gruppen immer laufen lassen. Aber es war noch nie so heftig wie bei den beiden jetzt.

  • Zitat


    Das mit der Trainerauswahl ist leider anscheinend so eine Wissenschaft für sich...

    das kann man wohl sagen ;)

    gruß marion

  • So, was soll ich sagen.... kaum habe ich diesen Thread hier eröffnet, herrscht hier die absolute Harmonie.

    Gestern Abend wasch ich ab, dreh mich um und was sehe ich: Beide Hunde liegen (freiwillig!!) auf einer Decke. Als ich los bin um die digicam zu holen, war natürlich Schluss mit entspannt rumliegen. Aber statt das die beiden aufspringen und zu mir kommen, fangen sie an zu spielen. Ganz entspannt und vorsichtig.

    Das gab es vorher noch nie!!!! (Die haben ganz selten mal ansätze von Spiel gezeigt, aber diese Ansätze waren immer sehr angespannt und hatten mehr was von Machtkampf als von fröhlichem Miteinander!)


    Ich hab das dann trotzdem beendet, weil ich nichts riskieren wollte. Und mir ist auch klar, dass wir weiter vorsichtig sein müssen, einen Trainier werden wir auch auf jeden Fall zu Rate ziehen. Aber nachdem ich in den letzten Tagen schon verzweifelt überlegt habe, welcher Hund ausziehen muß, wenn sich das nicht wieder einrenkt, bin ich jetzt vorsichtig optimistisch.

    Drückt uns die Daumen

  • :???:


    Sieht so aus, als ob der Diego den beiden gezeigt hat, wie man schön zusammen spielen kann.
    Anscheinend haben beide das aber nur auf den Diego bezogen, und wollten natürlich auch dann nur mit ihm spielen. Schließlich war er ja so gut in der Lage gewesen, sich auf die jeweilige Hündin einzustellen.
    Jetzt, wo er nicht mehr da ist, da könnte man ja vorsichtig ausprobieren, ob es auch mit der anderen klappt, mit der man ja sowieso schon im selben Haus lebt.
    Trudi hat wohl gesehen, daß man auch vorichtiger spielen kann, und Lotte hat wohl gemerkt, daß etwas wilderes Spielen eventuell auch nicht so schlecht ist, schließlich kann man doch jederzeit sagen, wann es einem nicht mehr paßt, und gut ist!

    :D


    Ist doch schön, so eine Entwicklung zwischen Trudi und Lotte.
    Wenn es so weiter geht, habt Ihr am Ende doch noch zwei Hündinnen die miteinander harmonieren.

    Ich würde es für Euch wünschen, und drücke Euch ganz feste die Daumen! :gut:

    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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