Rudelprobleme - Trainer gesucht

  • Huhu!

    Einige von Euch werden es in meinem Thread "Abenteuer Pflegehund" von unseren Problemen gelesen haben.

    Wir hatten einen Pflegehund hier und mit seinem Einzug begannen die Streitigkeiten zwischen unseren beiden Mädels. (Möglicherweise haben sich auch nur bestehende Schwierigkeiten verstärkt.)

    Jetzt ist der Pflegi - aus diesem Grund - wieder ausgezogen. Im Moment läuft es ganz gut und ich habe schon den Eindruck, dass die beiden im Moment wieder sehr zur Ruhe kommen.

    Aber so ganz traue ich dem Frieden nicht. Die Vorfälle haben mir gezeigt, dass ich mich in diesem Fall nicht so unbedingt verlassen kann.

    Daher möchte ich gerne schon mal - zur Vorsicht - einen Trainer suchen.

    Jetzt meine Frage: Hat jemand einen Tip?

    Ich hatte eigentlich immer eine sehr nette Trainerin, bin mir aber nicht sicher, ob sie in diesem Fall die richtige Ansprechpartnerin ist. Denn es ist ja kein Problem zwischen mir und den Hunden, sondern zwischen den Mädels untereinander.

    Ach, wenn jemand sonst noch Tips zum Umgang mit den beiden hat, gerne her damit.

  • Nun da stellt sich die Frage, ist es wirklich nur unter den Mädels oder hat deine Persönlichkeit damit doch noch was zu tun.
    Ich würde doch erst einmal die schon bekannten Trainer ansprechen, denn dieser kennt ja dich und die Hunde schon.

  • Ne, die kennt mich und die Hunde nicht, ich war mit meinem letzten Hund bei ihr.

    Weshalb ich glaube, dass ich nicht die (Haupt-)ursache bin, ist, dass es in meiner Nähe nicht zu Auseinandersetzungen kommt. Auch mit mir nicht. Und ich kann das auch umgehend unterbinden, wenn es doch mal passiert.

    Aber es stimmt natürlich, im Moment bin ich ein wenig unsicher, was der richtige Weg ist. Zur Zeit (der Pflegi ist ja erst Sonntag ausgezogen) bemühen wir uns hauptsächlich um Deeskalation. Das klappt auch schon ganz gut und seit gestern Morgen gibt es auch schon wieder das übliche "Zähneputzritual" zwischen den beiden. Auch füttern ist kein Problem gewesen. (Das war anfangs immer ganz schlimm)

    Aber ich bin halt unsicher, wie ich auf Interaktionen der beiden untereinander reagieren soll.

    Früher bin ich immer davon ausgegangen, dass Hunde die zusammen wohnen und sich im Prinzip mögen, Streitigkeiten untereinander regeln könnne.

    Aber bei dem einzigen wirklichen Zwischenfall, als der Pflegi da war, sind die beiden - aus meiner Sicht - mit Beschädigungsabsicht aufeinander losgegangen. Zumindes Trudi hat Lotte gepackt und geschüttelt. (Was Lotte so wirkich vor hatte kann ich nicht beurteilen. Aber da sie nur ein drittel von Trudi wiegt, hatte sie bei einer körperlichen Auseinandersetzung wenig Chancen.)

  • Hallo,

    ich muss Cerridwen zustimmen. Es ist nicht sicher, dass es sich bei den gezeigten Problemen um eine "Unverträglichkeit"handelt, die "nur" mit den Hündinnen zu tun hat.

    Es kann sicher auch deine Person mit reinspielen, dass einer der Hunde (oder gar beide) gewisse Besitzansprüche stellen und sich deshalb in die Haare bekommen.

    Wann genau geraten die Hunde denn aneinander? Immer nur dann wenn Du dabei bist oder auch dann wenn weit und breit kein Mensch zu sehen ist?

    Sprich deine bekannte Trainerin an und analysiere mit ihr das Geschehene. Du kannst dir immer noch einen anderen Trainer holen, wenn du dich darin bestätigt fühlst, dass die jetzige mit der Situation vielleicht überfordert ist.

    Lg
    Volker

  • Hört sich jetzt doof an, aber ich habe die Erfahrung gemacht, wenn die Hunde begriffen haben, das der "Posten des Ersten" besetzt und ausgefüllt ist, dann werden die "Streitwerte" einfach geringer.
    Jetzt mal ins blaue getippt, die Hunde versuchen gerade wieder ihren Platz in der Gruppe zu finden. Dort war dann einer mehr, der ist dann weg und nun ist die Struktur erst mal wieder offen und muss irgendwie gefüllt und besetzt werden.

    Desto klarer du sagst, hier geht es lang, desto einfacher werden es auch deine Hunde wieder haben.

    Einen Trainer in deiner Gegend kann ich dir so leider nicht empfehlen.

  • Zur Trainerin: Ich mag die Frau menschlich wirklich gerne und es gibt eine Menge Probleme, mit denen ich zu ihr gehen würde, mit diesem nicht. Da habe ich einfach kein gutes Gefühl bei und das ist für mich entscheiden.

    Natürlich kann es sein, dass ich/wir zu dem Problem beitrage/n. Deshalb suchen wir ja einen Trainer, der uns sagt, wie wir uns verhalten müssen. (Selbst wenn wir nicht die Ursache für das Problem sind, sind wir doch für die Lösung verantwortlich. Das ist keine Frage für uns.)

    so, zu den Fragen:

    Ich hole mal etwas weiter aus:

    Beide Hündinne sind etwas gleich alt, etwa gleich lange bei uns und etwa gleich stark. (Was Lotte an Körpergröße und -kraft fehlt, macht sie durch Selbstbewußtsein und Mut wieder wett) Das das nicht die ideale Kombination ist, ist mir heute auch klar... aber nun haben wir die beiden eben.

    In der ersten Zeit kam es gelegentlich zu Auseinandersetztungen, wenn es um Futter ging. In diesen Fällen ist Trudi regelrecht über Lotte hergefallen und ich hatte den Eindruck, dass Lotte oft nicht klar war, worum es Trudi geht. (Trudi hat aufgrund ihrer Vorgeschichte eine "Macke" wenn es um Futter geht.)

    Inzwischen haben wir das gut gelöst. Trudi hat gelernt, dass im Zweifelsfall alles Futter den Menschen gehört und Lotte hat gelernt, dass Futter, das nicht den Menschen gehört Trudi gehört.

    Nachdem ich lange nur aus der Hand oder in getrennten Räumen gefüttert habe, kann ich beide jetzt im selben Raum füttern ohne dass es Probleme gibt. Nur wenn ich den Raum verlassen würde, wäre vermutlich alles wieder beim alten.

    Bei diesen futtergebundenen Übergriffen war es immer so, dass Trudi zugepackt hat und Lotte geschrieen hat und versucht hat, weg zu kommen. Danach hat sie "unterwürfig" oder "ängstlich" auf Trudi reagiert. Trudi ihrerseits hat versucht, Lotte zu begrenzen.

    Jetzt hat sich das gewandelt. In der Zeit in der Diego da war, hat er Lotte "schöne Augen gemacht". Und - meine Theorie - das hat Lottes Selbstbewußtsein so sehr gepuscht, dass sie versucht hat, die bestehende "Rangfolge" zu verändern.

    Die meisten Unstimmigkeiten gab es, wenn Hündin 1 Diego abgewehrt hat (mit einem "freundlichen" "Es-reicht"-Knurren) ist Hündin 2 mit einem eher "bösen" Knurren auf Hündin 1 los. Wo ich war, war egal.

    Eine wirklich schlimme auseinanderseztung gab es, als ich mit allen drei Hunden am See war. Diego war bei mir (weil er noch nicht frei laufen durfte) und mit schnuppern beschäftigt. Die Mädels waren so 10 - 15 Meter von mir entfernt. Plötzlich hatten beide den selben Stock und haben daran gezerrt. Mir war sofort klar, dass das nicht gut ausgeht, aber ich konnte gar nciht so schnell reagieren, wie die Zwei aufeinander los sind. Trudi hat Lotte gepackt und geschüttelt, aber Lotte hat auch keine Anzeichen gemacht, dass sie aufgibt, sondern sich ihrerseits in Trudis Lefze verbissen.

    Blöder Weise waren wir zwar schnell da und konnten schlimmeres verhindern, aber Trudi hatte sich mit dem Eckzahn in Lottes Halsband verfangen, und so hat es eine ganze Weile gedauert, bis die beiden ganz getrennt werden konnten.

    Danach haben die beiden sich weiterhin "bedroht" und wir haben sie erstmal strickt getrennt. (Lotte hatte ein paar Tage "Sonderurlaub" bei meinen Eltern)

    Nach der Wiederzusammenführung blieb die Situation angespannt. Das wurde erst besser, nachdem Diego ausgezogen ist. Jetzt ist es sehr ruhig, aber die beiden hören nicht auf, sich immer wieder zu umkreisen. (Nicht so richtig böse, ich hab sowas auch schon bedrohlicher gesehen, aber schon nicht sehr freundlich)

    Puh, das war ja jetzt doch eine Menge... Ich weiß, dass ich in manchen Beschreibungen ein wenig vermenschlichen. Aber ich weiß nicht wie ich das anders beschreinben soll, daher die Anführungszeichn.

    Danke für's lesen

  • Hallo!

    Wie wäre es denn mit den Mädels von http://www.pro-hund.net !

    Ich kenne die beiden ja schon ein paar Jahre und durfte ja schon vor dder Gründung von ProHund bei beiden trainieren. Gerade mit der Art von Sandra Willhelms komme ich sehr gut klar. Sie hat eine sehr ruhige Art und ich bewundere sie wöchtentlich beim Agility-Training beim umganz mit ihrem Border.

  • @ Cerridwen: Ich dachte immer, dass ich die "erste Position" ganz gut ausfülle... aber das denken vermutlich die meisten Hundehalter von sich selbst... die Sache mit der Eigenwahrnehmung und der Fremdwahrnehmung.

    @ Yvonne: Hm, ich kenn die beiden ja auch vom Platz. Aber irgendwie sind für mich Rudelstreitigkeiten was anders als Agilitytraining. Weißt Du, was ich meine? Aber ich werde die beiden mal anrufen. Die werden ja hoffentlich wissen, was sie sich zutrauen können und was nicht.

  • Zitat

    Ich würde eine Trainerin, einen Trainer holen, der selber schon lange Rudelhaltung betreibt ;)

    Das wäre mir auch am liebsten. Leider kenne ich keinen. :sad2: Und Rudelhaltung ist ja auch nicht gleich Rudelhaltung....

    Das mit der Trainerauswahl ist leider anscheinend so eine Wissenschaft für sich...

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