Die Verantwortung des Tierarztes?
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Ich nehme an, ein TA befindet sich bei seiner Arbeit wie jeder helfende und gleichzeitig beratende Dienstleister in einer Zwickmühle.
Er kann meiner Meinung nach nicht alle Beweggründe eines ihm relativ unbekannten Menschen in einem kurzen Zeitraum abchecken und entsprechend reagieren.
Er kann es sich auch nicht leisten seine Kundschaft permanent vor den Kopf zu stoßen, wenn er nicht den richtigen Zeitpunkt für ein aufklärendes Gespräch erwischt, weil etwa das Gegenüber gar nicht bereit zur Aufnahme von Informationen ist und eine völlig andere Position einnimmt.Für mich ist der Tierarzt Ansprechpartner in gesundheitlichen Fragen.
Ich erwarte nicht von ihm, dass er gesellschaftliche und erzieherische Aufgaben übernimmt oder dem Tierhalter seine Eigenverantwortung abnimmt.LG, Friederike
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Meine Tierärztin ist gegen Vermehrung - egal ob Hunde, Katzen und Kaninchen. Natürlich wird sie einen Menschen, der unbedingt vermehren will, sicher nicht davon abbringen, aber ihre Bedenken wird sie dazu äussern. Sie hat auch ihre Probleme mit Züchtern und würde sich niemals einen Rassehund holen (sie hatte immer erwachsene, ältere Hunde aus Spanien, die kaum vermittelbar waren).
Anders ihre Vertretung. Jedesmal, wenn ich mit Bambi zu ihr gehe, fängt sie das Thema an, dass sie so gern von ihr und ihrem Rüden Nachwuchs hätte - weil es eine geniale Mischung wäre. Die Magenfixierung wäre gar kein Problem ...
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Ich denke halt, dass es bei der "Vermehrung" auch um gesundheitliche Aspekte geht. Ein normaler HH weiß oft gar nicht, welche Untersuchungen und Vorsorgen für Welpen und die Mutter notwendig sind. Und da sehe ich dann schon den TA in der Funktion des Aufklärers. Ich wüsste das alles auch nicht, wenn ich nicht schon bei diversen anderen Tieren bei Geburt und danach dabei gewesen wäre. Das ist man der Gesundheit des Tieres doch schuldig, oder?
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Zitat
Meine Tierärztin ist gegen Vermehrung - egal ob Hunde, Katzen und Kaninchen. Natürlich wird sie einen Menschen, der unbedingt vermehren will, sicher nicht davon abbringen, aber ihre Bedenken wird sie dazu äussern. Sie hat auch ihre Probleme mit Züchtern und würde sich niemals einen Rassehund holen (sie hatte immer erwachsene, ältere Hunde aus Spanien, die kaum vermittelbar waren).
Anders ihre Vertretung. Jedesmal, wenn ich mit Bambi zu ihr gehe, fängt sie das Thema an, dass sie so gern von ihr und ihrem Rüden Nachwuchs hätte - weil es eine geniale Mischung wäre. Die Magenfixierung wäre gar kein Problem ...
Das sind natürlich zwei ganz gegensätzliche Ansichten. Irgendwie schon zwei Extreme. Aber Letzteres würde mich doch ein bisschen stark verwundern. Vor allem das mit der Magenfixierung - was genau ist damit gemeint?
Es ist schon richtig, dass ein TA nicht jeden Menschen so und so einschätzen und ihm dies und dies ans Herz legen kann. Aber wenn jemand mit so einem Wunsch zu mir käme, würde ich allein schon aus tierärztlicher Sicht einige Fragen stellen wollen. Allein schon, ob sich der Patient im Klaren ist, dass eine trächtige Hündin auch div. Kosten mit sich trägt. Und auch wenn eine Hündin gedeckt werden soll, wer denn der deckende Rüde ist und ob der soweit gesund ist, bzw dass das auch eine Voraussetzung dafür wäre.
Solche allgemeinen Fragen dürften ja nicht allzu abwegig sein..EDIT: @Wauli
So hab ich das auch gemeint
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Zitat
Das sind natürlich zwei ganz gegensätzliche Ansichten. Irgendwie schon zwei Extreme. Aber Letzteres würde mich doch ein bisschen stark verwundern. Vor allem das mit der Magenfixierung - was genau ist damit gemeint?
Bambi hatte letztes Jahr eine Magendrehung, ihr wurde der Magen an der Bauchwand fixiert. Wie soll sich die Gebärmutter ausdehnen, wenn der Magen festgenäht ist ? Jedes mal eine sinnlose Diskussion, ich will keine Welpen - nicht mal, wenn Bambi gesund wäre.
Die Einstellung meiner Tierärztin finde ich in Ordnung.
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Zitat
Ich denke halt, dass es bei der "Vermehrung" auch um gesundheitliche Aspekte geht. Ein normaler HH weiß oft gar nicht, welche Untersuchungen und Vorsorgen für Welpen und die Mutter notwendig sind. Und da sehe ich dann schon den TA in der Funktion des Aufklärers. Ich wüsste das alles auch nicht, wenn ich nicht schon bei diversen anderen Tieren bei Geburt und danach dabei gewesen wäre. Das ist man der Gesundheit des Tieres doch schuldig, oder?
das wäre für mich aufgabe der zuchtverbände und züchter...jede rasse will was anderes untersucht haben, bei allen gibt es was anderes zu beachten...woher soll ein tierarzt das wissen? das ändert sich auch immer mal...
gut wäre wenn er an entsprechende stellen verweisen würde, ok...meine meinung

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Das eigentliche Problem, das sich hier im Thread darstellt ist doch, dass vom TA gefordert wird, dass er genau so reagiert, wie man selbst es erwartet.
Zum einen hat auch ein TA ein Recht auf seine eigene Meinung... und wenn er nun mal der Meinung ist, dass eine Trächtigkeit für jede Hündin toll ist ......... ist das zwar eine Meinung, die ich nicht teile, aber einen Maulkorb-Erlass haben wir meines Wissens nach noch nicht für bestimmte Berufsgruppen. Einen "Kunstfehler" kann ich da trotz allem nicht erkennen (es sei denn, die Hündin ist offensichtlich physisch beeinträchtigt, wodurch eine Trächtigkeit auszuschließen wäre).
Ein Arzt kann es nun mal nicht allen recht machen. Ist er gegen BARF, halten ihn hier im Forum nicht wenige für einen geldgeilen Vollpfosten, auch wenn er aus seiner Sicht die Argumente bringt.
Gibt er schnell ein Antibiotikum, schreit die eine Fraktion, zögert er damit, ist es den anderen wieder nicht recht.
Ist es in vielen - auch medizinischen - Fragen nicht so, dass es nun mal keine allgemeingültige Wahrheit gibt?
Und ist es nicht auch sinnvoll, dass wir freie Arztwahl haben und sich jeder den Deckel suchen kann, der zu ihm passt? -
Das ist ja eine schlimme Sache - wie ist es dazu gekommen, wenn man fragen darf?
Eben nicht. Ich erwarte nicht vom TA, dass er genauso reagiert, wie ich es will. WÄre ja in dem Fall meines TA - Besuches damals nicht so. Ich hätte mir wenigstens ein paar Fragen gewünscht, die der TA generell zu stellen hat, wie ich finde. Ist die Hündin soweit gesund, sind Sie sich der Kosten bewusst etc pp. Das sind ja ganz legitime Fragen.
Mein damaliger TA war übrigens auch gegen Barf. Aber nur mit der Begründung, dass es einfach in Mode sei.
Und wenn mein TA mir sofort Antibiotika verschreibt, dann wird das einen Grund haben. Ich sollte aber so frei sein und auch fragen können: Ist das denn so notwendig oder kann man das auch anders behandeln?
Dazu kommt noch, dass es viel zu viele TÄ gibt, die Fragen und Aufklärung zu lästig finden. Mein damaliger TA wollte mich so schnell es geht "loswerden", wenn ich mit Fragen gekommen bin

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Die Gründe, warum wir unseren ersten TA gewechselt haben waren folgende:
Man kam sich vor wie am Fließband - soviele Patienten wie möglich in kurzer Zeit.
Dann musste ICH dem TA sagen, dass er doch mal Blut abnehmen soll, da Infektionen oder andere Krankheiten erkannt bzw. ausgeschlossen werden können - der TA wusste aber, dass es ein Spanier ist.
Und solche Einfachheiten erwarte ich einfach von meinem TA und die dazugehörige Aufklärung.
Bei der "Vermehrung" muss ja erstmal ein Verband Wind davon bekommen und wenn nur der TA davon weiß, sollte er über die gesundheitlichen Risiken aufklären.
Aber jetzt bin ich etwas vom Thema abgeschweift, tschuldigung. War nur von den ersten 2 TA so enttäuscht und finde den jetzigen richtig gut und er kommt seiner Aufklärungspflicht nach (obwohl auch die Zeit knapp bemessen ist).
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@Wauli
Also da möchte ich auch mal kurz abschweifen
Unsere TA-Praxis z.Zt. ist ansich ganz okay. Es ist zwar voll wie Hulle, aber es wird sich auch Zeit genommen.
Das Problem ist nur, dass ich auch auf div. Sachen selbst aufmerksam machen muss. DAs kommt aber immer auf die behandelnde Ärztin an.
Du bist jetzt in einer Tierklinik, richtig?
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