Die Verantwortung des Tierarztes?
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Hallo liebe Foris,
durch ein bestimmtes Thema angeregt habe ich mal ein bisschen herumgesponnen.
Folgendes ist damals bei Paulas Ankunft gewesen:
Wir sind direkt am nächsten Tag zum TA gegangen, bei dem wir damals waren. Wir sind eben ab und an dann immer da gewesen, als es nötig war und wir haben uns mit dem Thema Kastration auseinandergesetzt. Zu der Zeit war ich partout dagegen ( wie was warum etc soll hier nicht diskutiert werden ). Unser damaliger TA war total dafür.
Naiv wie ich damals war, wollte ich unbedingt, dass Paula mal Welpen bekommt. Ist heute nicht mehr der Fall, bin soweit gut aufgeklärt, bin mittlerweile auch strikt dagegen.
So, jetzt frage ICH mich aber, wenn der TA hört: Lala ich will, dass meine Hündin mal Welpen bekommt lala!
Warum läuten bei ihm dann nicht die Alarmglocken? Als studierter TA sollte man doch auch in gewisser Hinsicht wissen, dass soetwas in die Rubrik "willkürliches" Vermehren gehört?
Ich meine, sorry, ich als "damals" 20 jähriges Gör bin dahin spaziert und hab quietschfidel behauptet, ich würde wollen, dass meine Hündin einmal Welpen bekommt..
Sollte es denn nicht so sein, dann würde ich es mir aber doch irgendwie wünschen. Es sollte eine Art "Aufklärungskampagne" o.ä. geben. Und vllt sollte auch genau sowas in TA - Praxen zu finden sein.
Natürlich weiß ich auch, dass TÄ massig Geld an sowas verdienen. Aber kann es das wirklich sein..?
Wie seht ihr das denn?
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Hi,
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Hallo!
Da mein Ex-Mann Tierarzt ist kann ich nur sagen, das jede Medaille zwei Seiten hat.
Zum einen bist Du mit 20 Jahren mündig und er muß die Entscheidung einer mündigen Person akzeptieren...auch wenn er selber denkt:Wasn das für ne blöde Göre!
Manch ein Tierarzt würde manchem Hundebesitzer amliebsten das Tier wegnehmen, aber auch das darf er nicht, denn das Tier unterliegt dem Eigentumsgesetz und damit kannst er damit machen was er willst ( außer quälen versteht sich)
Wenn Du weißt, dass er für die Kastration war, muß er ja mit dir darüber geredet haben, so dass du seine Meinung darüber kennst.
Vielleicht warst du damals nicht für seine Argumente offen und das hat er gemerkt....kann auch sein, dass es wirklich ein geldgeiler TA war...denn gerade da gibt es viele schwarze Schafe -
Was hast du dir vorgestellt, was der TA machen soll?
Es ist soweit (bis auf Sokas) ja nicht verboten zu vermehren. Und das die TA das Geld mit der Schubkarre nach Hause fahren hab ich noch nicht gesehen.
Du bist Kunde, er kann dich beraten mehr nicht. Die Entscheidungsgewalt hast du. -
Der TA hat mir sogar gesagt, dass es gut sei für die Hündin bis zu einer gewissen Zeit ein mal trächtig zu sein.
Das Thema Kastration oder nicht stand noch nichtmal richtig für ihn zur Debatte. Es hieß nur: entweder demnächst kastrierenlassen, Risiko eines Gebärmutterhalskrebses eingehen oder einmal trächtig sein lassen.
Das Thema wurde dann von seiner Seite aus nicht weiter erörtert.
Unter anderem deswegen haben wir dann auch gewechselt.Natürlich sind Hunde Eigentum.
Aber in meinen Augen würde es definitiv nicht schaden, wenigstens "versteckte" Fragen zu stellen, die den Hundehalter ins Grübeln versetzen.
z.B.
-Könnten sie denn die Kosten während der Trächtigkeit bis zur Nachsorge der Welpen tragen?
-Um krankheitliche Risiken in gewisser Weise auszuschließen, müssten wir einige aufwendige Tests durchführenusw
Wenn immer so viel herumgeschrien wird, dass Hunde Lebewesen sind wie du und ich und hier ständig ( auch von meiner Seite ) auf moralische Grundsätze/Werte etc hingewiesen wird, warum wäre es dann so verkehrt, auf so etwas hinzuweisen?

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Also ich lasse da die TÄte nicht so schnell aus der Verantwortung.
Er hat natürlich Aufklärungspflicht. Natürlich kann er nichts besimmen. Aber er kann die Gründe aufzählen warum man darauf verzichten sollte (Vermehrung), welche Vor- und/oder Nachteile eine Kastration z.B. hat.
Ich bin auch der Ansicht das er sich weiter "zu entwickeln" hat. Sich über die neuesten Impfmöglichkeiten informiert und sie an seine Kunden weiter gibt. Ernährungstechnisch sich weiter zu bilden hat, und wenn ihm das zu viel ist, dann halt den Kunden weiterempfiehlt an Kollegen die evtl. eine Zusatzausbildung haben.
Das dies alles geht beweisen so einige mir bekannte gute TAPraxen. Sie zeigen das es möglich ist auf dem neuesten Stand zu sein. Und beraten ihre Kunden.
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Zitat
Also ich lasse da die TÄte nicht so schnell aus der Verantwortung.
Er hat natürlich Aufklärungspflicht. Natürlich kann er nichts besimmen. Aber er kann die Gründe aufzählen warum man darauf verzichten sollte (Vermehrung), welche Vor- und/oder Nachteile eine Kastration z.B. hat.
Ich bin auch der Ansicht das er sich weiter "zu entwickeln" hat. Sich über die neuesten Impfmöglichkeiten informiert und sie an seine Kunden weiter gibt. Ernährungstechnisch sich weiter zu bilden hat, und wenn ihm das zu viel ist, dann halt den Kunden weiterempfiehlt an Kollegen die evtl. eine Zusatzausbildung haben.
Das dies alles geht beweisen so einige mir bekannte gute TAPraxen. Sie zeigen das es möglich ist auf dem neuesten Stand zu sein. Und beraten ihre Kunden.
Danke

Du hast den Nagel richtig gut auf den Kopf getroffen!
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also ich finde auch, dass tierärzte auf jedenfall bei einem hund der krankheiten/vererbar oder nicht/ hat, eine gewisse aufklärungspflicht haben, weil viele besitzer garnicht wissen was sie mit dieser vermehrung dann den nachkommen anrichten könnten, weil sie sich keine gedanken machen, was vererbbar ist.
ich habe eine tierärztin gefunden mit der ich ewigkeiten schnacken kann - diese würde mir ihre ehrliche und fachliche meinung kundtun. - und darüber bin ich echt froh

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Es ist halt leider so, das es keine Fortbildungspflicht gibt. Auch nicht für Humanmediziner.
Aber genau das macht den unterschied zwischen einem guten und schlechten Arzt aus.
Ein guter TA erklärt dir die Möglichkeiten, berät allerdings entscheiden mußt du.
Ein schlechter macht seinen Job, wie er es gelernt (wann immer das auch war) und basta.
Verantwortlich bist immer du, aus der Nummer kommste nicht raus. -
...auch unter Tierärzten gibt es sonne und solche!!
Ich habe kein Plaidoyer(
richtig geschrieben??) für diesen TA gehalten, ich wollte nur auch mal anmerken, dass auch Tierärzte an gewisse Grenzen stoßen.Weiterbildung und individuelle Beratung sind die eine Sache, aber jemanden partout davon zu überzeugen, dass die Hündin kastriert werden sollte...
Wir fragen ihn doch auch nicht um Rat , wenn wir den Hund holen, warum erwarten wir dann den eindringlichen Rat von ihm, wenn es um Entscheidungen geht, die das Leben des Hundes und des Besitzers angehen.
Findet ihr das nicht ein wenig viel verlangt? -
Also meine TÄ klärt da auch auf und rät ohne Zuchtverband auch davon ab...
- Vor einem Moment
- Neu
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