• Zitat

    bei mir wars so, dass ich am Sonntag Abend um 22 Uhr 1300€ hätte zahlen sollen, entweder bar oder per EC. Weil wir das nicht konnten bzw. mein dad nicht bereit war, mal so eben 1300€ von seinem Konto abbuchen zu lassen, hat der TA mir meinen Hund nicht gegeben! Es war vereinbart, dass ich sie um 22 Uhr holen könnte, aber weil das Geld nicht sofort da war, hat er sich verweigert, mir meinen Hund zu geben :schockiert: ! Krass, oder? Mein dad hat halt gefragt, ob wirs morgen zahlen könnten, mit einer Rechnung. Der TA meinte, er gibt uns den Hund erst, wenn er das Geld sieht! War total schockiert... wir haben den TA gewechselt und mein dad hat bei der Tierärztlichen vereinigung gefragt, ob der TA den Hund so quasi als Pfand behalten darf und anscheinend ist es erlaubt :schockiert: ! Zu erwähnen wäre noch, dass wir (meine Mum auch mit ihren Tieren) seit 4 Jahren zu ihm gegangen sind (und auch massen an Geld dagelassen haben) und noch NIE irgendwelche Schwierigkeiten beim Zahlen gemacht haben! Er wusste ja auch Adresse und Telefonnummer...

    habt ihr euren hund mittlerweile wieder?

    das ist ja heftig...einen hund als pfand behalten :schockiert:

  • Ich kann die Tierärzte verstehen, die vor Herausgabe des Hundes verlangen, dass die Rechnung bezahlt wird.
    Von meinem TA hab ich mal erfahren auf wievielen Rechnungen er sitzen geblieben ist, er hatte in seiner Praxis eine klare Vorgabe, bei fremden Hunden wird die Rechnung sofort gezahlt ansonsten bleibt das Tier bis zur vollständigen Bezahlung in der Praxis.
    Bei langjährigen Patienten wie wir, wäre das kein Problem gewesen, wir hätten in Raten zahlen können.
    Würdet ihr nicht auch so handeln, wenn ihr öfters auf euren Kosten sitzen geblieben wärt? Wie schon gesagt, für mich ist die Vorgehensweise absolut verständlich.

  • Als mein Hund die Magendrehung hatte, wurde mir vom Klinikpersonal als erstes gesagt, dass ich am nächsten Tag die Kosten für die OP (1500 Euro minimum) BAR zu zahlen hätte.

    Ansonsten würden sie nicht anfangen zu operieren. Das ich bereits seit Öffnung vor vielen Jahren mit meinen Tieren in die Klinik gehe und bereits sehr viel Geld PÜNKTLICH hingetragen hatte, hat niemanden interessiert.

    Ich muss sagen, ich war schon ziemlich geschockt - das erst diese Frage geklärt werden musste, während mein Hund mit dem Tode kämpfte. Schliesslich hat man so viel Geld nicht gerade im Nachtschränkchen liegen. Tja und was macht meine Tierärztin, die ich abends noch von der Magendrehung informiert hatte - sie bot sofort an, mir 500 Euro zu leihen, wenn ich das Geld nicht innerhalb dieser 12 Stunden auftreiben könne - ist das nicht ein toller TIerarzt ?

    Aber den grössten Vogel hat ein Jahr zuvor eine Taunusklinik abgeschossen. Denen hatte ich meinen Kater dalassen müssen, weil es ihm nicht gut ging. Am nächsten Tag konnte ich ihn abholen - er hätte FIP und würde in den nächsten Tagen daran sterben. Als ich die Rechnung bezahlen wollte, fiel ich fast in Ohnmacht: 986,11 Euro für die Diagnostik. Und um noch eins draufzusetzen - die Diagnose war falsch. 9 Monate später starb mein Süsser an einem Nierentumor und nicht an FIP.

    Ich hab viel daraus gelernt.

  • Ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen und gehe deshalb mal nur auf die Ausgangsfrage aus.

    Mein TA hat eine Spendenkasse aufgestellt wo man für Menschen spenden kann, die sich sonst keine Behandlung leisten können.
    Dann steht auch da, dass Menschen ohne Geld sich an das Praxisteam wenden können, wenn sie kein Geld haben. Nach der Überprüfung des Sachverhalts wird dann auch TA- Rechnung gearbeiet und teure Behandlungen eben von der Kasse gezahlt.

    Ich denke rechtlich gesehen dürfte ein TA eine Behandlung schon ablehen, im Endeffekt geht es einigen Praxen aber ja doch um das Leid der Tiere...Vielleicht haben mehrere solch ein System

  • Zitat


    ich will einfach nur wissen ob der ta eine behandlung auch ablehnen darf.

    kurz und knapp - JA.


    @Annabel

    was hat das mit arrogant und verurteilen zu tun?
    Hat noch nicht mal was mit Tierliebe und "seinen Beruf lieben" zu tun. Sondern damit, dass eine Tierarztpraxis ein Unternehmen ist. Nicht mehr, nicht weniger.

    Ich kenne Kollegen, die hatten bereits vor 12 Jahren offene Rechnungen von Patientenbesitzern in 5-stelliger, in Worten FÜNFstelliger, Höhe. Und damals war die Zahlungsmoral noch deutlich besser als heute.


    FLUFFY

    Kein TA muss für seine Approbation einen Eid ablegen.

    Und Notfall ...... ja. Ein Notfall ist eine Sache. Aber wie viele wirkliche Notfälle gibt es?


    @MausiPetri

    Kommt drauf an. Ich kenne es bsp. so, dass dann der Tierbesitzer einen Abgabevertrag unterschreibt und das jeweilige Tier geht dann ans Tierheim über, die die Kosten übernehmen und das Tier weitervermitteln. Schätze mal, so funktioniert das dann auch in der Tierklinik München.


    @all

    vielleicht solltet ihr euch mal mit ein paar Tierärzten zusammensetzen und euch Stories erzählen lassen zum Thema "Behandlungsgebühren und Zahlungsbereitschaft".
    Damit könnten die Tierärzte hier in D Bücher füllen.

    Aber vielleicht finden es ja auch einige hier ok, dass sich Tierärzte immer mehr mit Mahnverfahren und Anwälten rumschlagen müssen als ihrem eigentlichen Job nachzugehen.

    Wenn besagte TAs in der Vergangenheit nicht schon entsprechende Erfahrungen gemacht hätten, wären sie vermutlich auch eher bereit, Ratenzahlungen etc. zu akzeptieren.

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