Dürfen Arme einen Hund haben

  • Sicher dürfen Arme einen Hund halten.
    Und viele halten ja auch "erfolgreich" Hunde.
    Es hängt von einigen Faktoren ab, z.B. wie gut oder schlecht derjenige mit Geld umgehen kann. Inwieweit er bereit ist, eigene Wünsche und Befindlichkeiten zurückzustellen.

    Wenn der Hund ganz am Ende steht und es Glücksache ist, ob am Monatsende sein Napf gefüllt ist - nein, dann finde ich nicht, dass das arme Zuhause ein gutes für den Hund ist.
    Wenn der Halter engagiert ist, wird es sicher auch den einen oder anderen "sozialverträglichen" Tierarzt geben.

    Auch wenn ich verstehe, dass Tiere für den einzelnen eine Wohltat und Therapie sein kann - ich halte es trotzdem für ein individuelles Hobby, für das man (zumindest nicht in der momentanen Lage) die Gesellschaft nicht zur Kasse bitten kann.

    Und dieses "arm aber glücklich" - Klischee finde ich einfach nur albern. Der volle Geldbeutel macht keinen tollen Hundehalter, ist klar, aber nun alle mit wenig Geld zu den Superhundeverstehern zu machen, finde ich ebenso albern. Glückliche Hunde gibt es da und dort.

  • Zitat

    Wenn man dann noch nen netten TA findet, der einem vielleicht mal ne Ratenzahlung ermöglicht oder mal nur die Medis und keine Untersuchung berechnet...dann ist doch alles gut!

    Da sollte sich der Ta aber nicht erwischen lassen. Die Tierärztekammer sieht sowas nicht gerne und "normalerweise" gibt es auch keine Phantasiepreise bei Tierärzten, es gibt nämlich eine Gebührenordnung. Natürlich, ob sich da jeder dran hält ist die andere Seite, aber man kann es als Hundehalter zumindest nachverfolgen, was da tatsächlich abgerechnet wird.

    Was bei mir immer sauteuer ist, sind die Medikamente, da verschlägt es mir regelmäßig die Sprache.

    Edit: Es geht nicht um die Ratenzahlung, sondern die nicht berechnete Untersuchung ;)

  • Zitat


    Wenn der Hund ganz am Ende steht und es Glücksache ist, ob am Monatsende sein Napf gefüllt ist - nein, dann finde ich nicht, dass das arme Zuhause ein gutes für den Hund ist.

    Genau so seh ich das auch :gut:

    Wenn nicht zumindest für gutes Futter und TA-Kosten gesorgt ist, halte ich es für keine gute Idee einen Hund zu halten.
    So leid es mir für die Leute tut, dann geht das halt nicht. Nicht jeder kann alles haben.

  • Und wer kontrolliert das, was auf meiner Rechnung steht ;)

    Außerdem kann n TA ja vom einfachen bis zum dreifachen Satz berechnen und alleine da kann ein TA "nett" sein und eben nur den einfachen Satz nehmen.
    Unsere TA bekommt z.B. von nem Vertreter immer Wurmkuren geschenkt, die fehlgeprägt oder falsch verpackt sind und die schenkt sie dann weiter...

    LG

  • Ich habe nichts dagegen, dass sich Leute, die monatlich nicht so viel Geld zur Verfügung haben, ein Tier ins Haus holen.

    Jedoch würde ich mir wünschen, dass auch diese Leute vorab einfach mal über die Kosten nachdenken, die gerade ein Hund verursacht und dann realistisch überlegen, ob das für sie wirklich finanzierbar ist.

    Denn wie oft ist selbst hier im Forum zu lesen: Hundeschule? Hundetrainer? Da hab ich kein Geld für! DAS kann es dann ja auch nicht sein :-/

    Doris

  • Ja und nein.

    Ich finde es zB nicht gut, wenn Arbeitslose auf Staatskosten sich solchen Luxus wie einen Hund leisten. Das mag fies klingen, aber ich finde eben, dass Hartz 4 und Co nur eine Notlösung und Überbrückung sein sollten und da eben kein Cent mehr als nötig gezahlt werden sollte...theoretisch ist da ein Hund auch einfach nicht drin!

    Was Rentner und Studenten angeht, letzteres betrifft mich ja selbst...so kommt es wohl auf die individuelle Situation an.
    Mein Opa zB bezog mehr Rente, als die meisten Menschen heutzutage verdienen...klar, er hätte locker einen oder zwei Hunde halten können.
    Ich bin Studentin, habe aber locker abzüglich Miete npch um die 600,- monatlich zur Verfügung, da ich auch noch nebenbei etwas arbeite. Da sind zwar keine horrenden TA-Kosten möglich, aber gesunde Haltung eines Hundes sehr wohl.

    Es kommt einfach IMMER auf die Situation an!

  • Zitat

    Da sollte sich der Ta aber nicht erwischen lassen. Die Tierärztekammer sieht sowas nicht gerne und "normalerweise" gibt es auch keine Phantasiepreise bei Tierärzten, es gibt nämlich eine Gebührenordnung. Natürlich, ob sich da jeder dran hält ist die andere Seite, aber man kann es als Hundehalter zumindest nachverfolgen, was da tatsächlich abgerechnet wird.

    Was bei mir immer sauteuer ist, sind die Medikamente, da verschlägt es mir regelmäßig die Sprache.

    Edit: Es geht nicht um die Ratenzahlung, sondern die nicht berechnete Untersuchung ;)

    Bei schriftlicher "Einigung" hat der TA das Recht, einen Preis zu nehmen, der UNTER der Gebührenordnung steht.
    Wie gesagt, das muss schriftlich festgehalten und begründet werden.

  • Zitat

    Ja und nein.

    Ich finde es zB nicht gut, wenn Arbeitslose auf Staatskosten sich solchen Luxus wie einen Hund leisten. Das mag fies klingen, aber ich finde eben, dass Hartz 4 und Co nur eine Notlösung und Überbrückung sein sollten und da eben kein Cent mehr als nötig gezahlt werden sollte...theoretisch ist da ein Hund auch einfach nicht drin!


    Es kommt einfach IMMER auf die Situation an!

    Der Hund ist bei vielen arbeitslosen ein Zeitvertreib, finde ich besser das sie einen Tier ein zu Hause geben anstatt den ganzen Tag Fernseh zu glotzen und rum zu qualmen(nur als Beispiel, ist ja nicht jeder so). Ich kenne jemanden der hat das Rauchen für den Hund aufgegeben =) , um Geld für ihn zu haben. Ich finde wenn man das Geld nicht für den Hund ausgibt, würde man es halt für irgend etwas anderes ausgeben( Zigaretten, unnötig viel essen, anderes Hobby...)

  • Ja, aber ist denn bei Hartz 4 genug Geld da, um einen Hund gut zu versorgen? Ich kann es mir kaum vorstellen...und wenn, dann wird zuviel gezahlt :???: . Denn ein Hund ist und bleibt eben ein Luxusgut.

  • Zitat

    Ja, aber ist denn bei Hartz 4 genug Geld da, um einen Hund gut zu versorgen?

    Ja, die "Grundversorgung" eines Hundes (Futter, Impfungen, Wurmkuren, Haftpflicht, Steuer usw.) läßt sich auch mit Alg2 managen. Problematisch wird es nur, wenn hohe TA-Rechnungen bezahlt werden müssen - da muß man dann schon einen TA finden, der Ratenzahlung anbietet (ist ja aufgrund schlechter Zahlungsmoral von Schuldnern eher die Ausnahme als die Regel). Ein teures Einzeltraining über einen längeren Zeitraum könnte auch schwierig finanzierbar werden.
    Ganz einfach ist der "Luxus" Hundehaltung nicht mit Alg2 zu vereinbaren, aber es ist nicht unmöglich.

    Zitat

    Ich finde es zB nicht gut, wenn Arbeitslose auf Staatskosten sich solchen Luxus wie einen Hund leisten.

    Und was machen die, die noch Arbeit hatten, als sie sich den Hund geholt haben? Geben die das Tier dann ab, weil sie vielleicht einfach Pech hatten?
    Die wenigsten Arbeitslosen sind froh darüber, vom Staat abhängig zu sein (auch wenn die Medien dieses Bild immer mal wieder gern zeichnen).

    Der Staat zahlt dem Alg2-Empfänger eine Grundsicherung. Was der Empfänger mit dem Geld genau tut, bleibt ihm selbst überlassen.


    Wir - d.h. in unserem Fall 2 Erwachsene und 4 Kinder (und natürlich ein Hund ;)) - beziehen zur Zeit ergänzend Alg2. Mein Mann wurde nämlich völlig überraschend arbeitslos (nach fast 18 Jahren in der gleichen Firma) und ist aus verschiedenen Gründen eher schwer vermittelbar. Deshalb mache ich im Moment eine 2.Ausbildung (in der Pflege). Solange die andauert sind wir leider vom Staat in gewissen Maße abhängig. Und das gefällt mir keinesfalls!

    Edit: Der Hund war schon da, als mein Mann die Kündigung bekam.

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