Privatzucht Labrador in Hamburg?

  • Ich finde nicht, dass hier Worte rumgedreht werden, denn Du selbst hast geschrieben:

    Zitat

    Dieser Hund wird gern als Familienhund genommen, da er sich gut anpassen und integrieren kann und las Kinderfreundlich gilt. Zudem ist es ein beliebte Rasse zur Ausbildung von Blindenhunden, neben der Jagd.

    Ein Vollblutjäger als anpassungsfähigen und gut intergierbaren Familienhund zu verkaufen, wird schnell dafür sorgen, dass diese Hunde im Tierheim landen. Ist das etwa Eurer Ziel? Noch mehr Hunde dieser Rasse, die im Tierschutz auf ein Zuhause warten?

  • Wir danken Euch ganz herzlich für Eure teilweise konstruktive Kritik und Befürchtungen, die ihr uns aufgezeigt habt.

    Es hat uns auf jedenfall weiter geholfen. Eure Bedenken waren durchaus berechtigt und ihr habt uns zum nachdenken angeregt!


    Wir haben keine Kraft mehr zu argumentieren und wollen jetzt gemeinsam in den Park, Ball spielen und das Frühlingswetter genießen.

    Euch einen schönen Freitag Abend und ein schönes Wochenende

    Holger, Laura & Winston

  • Zitat


    Sorry ich kann einfach dieses Familienhundgeschwafel nicht mehr hören. Ist in meinen Augen für die Rasse eher Fluch als Segen..

    sehe ich genauso. nicht umsonst sind die straßen voll von gestörten retrievern und labbis.

    Zitat


    Wir wissen was ein Labrador Retriever braucht und was es für eine Verantwortung ist.

    das ist sehr schön, freut mich. erzähl doch mal. :D

    Zitat

    Ich finde nicht, dass hier Worte rumgedreht werden, denn Du selbst hast geschrieben:


    Ein Vollblutjäger als anpassungsfähigen und gut intergierbaren Familienhund zu verkaufen, wird schnell dafür sorgen, dass diese Hunde im Tierheim landen. Ist das etwa Eurer Ziel? Noch mehr Hunde dieser Rasse, die im Tierschutz auf ein Zuhause warten?

    :gut:

    Zitat


    Es hat uns auf jedenfall weiter geholfen. Eure Bedenken waren durchaus berechtigt und ihr habt uns zum nachdenken angeregt!

    mehr wollten wir auch nicht, einfach mal eine andere sichtweise aufzeigen. :D , die zum nachdenken anregt.

    ich rechne es euch sehr hoch an, dass ihr dazu bereit seid.
    ich glaube, im wirklichen leben seid ihr echt nette leute. ;)

    euch auch ein schönes wochenende.

    gruß marion

  • Zitat

    Ähm,in gewisser Hinsicht sind Mischlinge aber schon gesünder,wage ich zu behaupten,aber nur in gewisser hinsicht!

    Zitat

    Wobei das nicht unbedingt schlecht sein muss,denn so kann man versteckte Gendefekte endecken,

    eben!

    Zitat

    die Linienzucht,Krankheiten einer Linie bleiben erhalten,

    nur, wenn man mit kranken Tieren oder Trägern weiterzüchtet. Wenn man gezielt die erkrankten und Träger aus der Zucht nimmt, oder nur die erkrankten aus der Zucht nimmt und die Träger bestimmt, dann ist das überhaupt kein Problem. Prinzipiell könnte man sogar die erkrankten in der Zucht lassen, wenn es sich um autosomal rezessiv vererbte Krankheiten handelt.


    Zitat

    dann wiederum gibt es das Outcrossing,die gesündeste Variante der Zucht,

    Nicht zwangsläufig - da kenne ich einige nette Geschichten wo die Outcross-Verpaarungen ganz gewaltig in die Hose gegangen sind. Ok, das ist aus Zeiten, als Gentests etc. noch nicht so verbreitet waren wie heute. Aber für die betreffende Erkrankung gibt es bis heute keinen Gentest. Nur weiss man inzwischen durch erkrankte Tiere eher, welche Linien betroffen sind und welche man demzufolge idealerweise nicht miteinander verpaart.

    Zitat

    Also ergo müsste ein Mischling eventuell sogar gesünder sein,vorrausgesetzt beide Eltern,sowie deren Verwandtschaft sind nachgewiesen gesund...

    nö ... unter den Voraussetzungen sind Rassehunde genauso gesund.

    Zitat

    Größerer Genpol,weniger genetische Krankheiten...

    nicht zwangsläufig. Kommt immer drauf an, was beide Eltern so alles an Allelen mit sich rumtragen. Und das kann durchaus krank machen.

    HD ist da das beste Beispiel - HD wird polygen vererbt, soll heissen, um eine HD auszuprägen können die verschiedensten Genorte betroffen sein. Und das kommt bei Mischlingen genauso vor wie bei Rassehunden.

    Erinnert mich an eine Szene beim Tierarzt - ne Bekannte war mit ihrem ach so kranken Rassehund zum offiziellen HD-Röntgen, gleichzeitig war eine Dame mit ihrem Mischling beim TA, weil besagter Mischling lahmte. Während meine Bekannte noch wartete, dass ihre Hündin nach dem Röntgen aus der Narkose aufwachte, bekam sie mit wie die Dame mit dem Mischling sich wunderte, dass ihr Hund HD haben soll O-Ton: "das kann doch gar nicht sein, schliesslich ist mein Hund ein Mischling. HD bekommen doch nur Rassehunde" :headbash: . Selbstredend war der ach so kranke Rassehund meiner Bekannten HD-frei.

    Problem ist, nicht alle Erbkrankheiten vererben sich autosomal rezessiv, soll heissen, es braucht nicht immer zwei Träger einer Krankheit, um diese auszuprägen. Bei x-chromosomal rezessiven oder dominant vererbten Krankheiten reicht ein Elternteil völlig aus um kranke Individuen hervorzubringen. Und auch jeder Mischling hat zwei Elternteile.

    Mit dem Unterschied, dass diese idR so gut wie gar nicht durchgecheckt sind. Und man also über Erkrankungen gar nichts weiss.

    Zudem gibt es ne ganze Reihe von Erkrankungen, die erst mit dem Alter erkennbar werden. PRA bsp. oder SA. Auch Epilepsie (durchaus nicht zu knapp vorkommend bei Mischlingen, die einzigen Hunde mit Epilepsie, die ich in meiner Praxiszeit gesehen habe, waren Mischlinge) ist eine Erkrankung, die evtl. erst mit zunehmendem Alter erkennbar wird.

  • Hallöle,


    erstmal möchte ich der/ dem TS nochmal mein Lob aussprechen, dass er/ sie immer noch so interessiert dabei ist. Wie Du gemerkt hast, ist das hier ein sehr heikles Thema. Alle hier lieben Hunde. Alle hier haben ihre Erfahrungen gesammelt, und ich denke, keiner hier hätte etwas gegen Mischlinge, aus welchen kuriosen Gründen auch immer. Aber alle versuchen es eben auch richtig zu machen, und ihrem Hund das beste zu bieten, Leid zu verhindern. Und ich glaube, in diesem Fall kann man von Verantwortungsbewusstsein sprechen! Sie möchten in erster Linie den Hunden helfen, und Dich darüber aufklären, welche Folgen und Konsequenzen so eine noch ziemlich undurchdachte Verpaarung zu oft hat. Also mach Dir nichts aus dem ein oder anderen harten Wort, nimm Dir lieber ihre Absicht zu Herzen! ;)

    Zitat


    Der Hintergrund, warum wir hier im Forum die Anfrage gestellt haben, ist doch gerade, einen verantwortungsvollen Hundehalter zu finden, der sowohl die Erfahrung als auch die Voraussetzungen besitzt, eine solche Paarung durchzuführen.


    Wie schon geschrieben wurde: ein/ e wirklich verantwortungsvolle/ r Hundehalterin, oder Hundehalter wird sich darauf sicherlich nicht einlassen. Es kann gut sein, dass Du genügend Angebote bekommst - ich weiß ja nicht, wo Du Deine Anfrage sonst noch reingestellt hast - allerdings sollte Dir diese Antwort der Besitzerin der hoffentlich nicht zuküftigen Mutter der Welpen Deines Rüden, zu denken geben!

    Du schreibst von schlechten Züchtern. Sicherlich, die gibt es auch. Die würde ich allerdings nicht als Züchter bezeichnen. Es gibt genug unseriöse Vereine, die irgendwelche Papiere ausstellen, mit denen man nicht sonderlich viel anfangen kann. Genauso gibt es auch schwarze Schafe in den seriösen Vereinen. Allerdings würde ich jetzt mal behaupten, sind diese Vereine sehr transparent. Trotzdem kann man darauf reinfallen. Doch: wieso soll ich, nur weil es ein paar schwarze Schafe gibt, mich direkt ganz auf die unsicher Seite stellen?

    Außerdem stimmt es nicht, dass Mischlinge gesünder wären. Vielleicht gibt es doirt einen größeren Genpool, aber die Krankheiten die Generationen überspringen sind nicht weg zudenkenen, und die die durch unterschiedlichen Körperbau entstehen. Auch die teilweise unmöglich verpaarten Charaktäre sind wirklich traurig. Anders kann man's gar nicht sagen.

    An dieser Stelle würde ich gerne sagen: aber soll doch jeder wie er will. Aber das wäre eindeutig zu einfach, und sicherlich auch nicht gerade förderlich :/

  • Zitat


    Zudem kann ich verstehen, dass professionelle Züchter schon von Natur und aus eigenem Bestreben heraus strikt gegen ein solches Vorhaben sind.

    Warum sollte er das sein - seine Käufer sind doch ganz andere Leute als die, die Ihr Euch vorstellt. Ist das auf diesen Thread hier bezogen? Da konnte ich noch gar keinen lesen...

    Zitat

    Das Zuchtziel bei einem "Labbi" ist und relativ egal.

    Dieser Hund wird gern als Familienhund genommen, da er sich gut anpassen und integrieren kann und las Kinderfreundlich gilt. Zudem ist es ein beliebte Rasse zur Ausbildung von Blindenhunden, neben der Jagd.

    Der Labrador ist ein Labrador, weil er auf die jagdliche Nutzung gezüchtet wurde. Und nicht, weil jemand liebe Hunde wollte.

    Zitat

    Es sind einfach 10 gesunde Welpen entstanden, da sowohl die Mutter, als auch der Vater einen guten Stammbaum und Ahnentafel haben.

    Das heißt, die Welpen wurden zu einem Fachtierarzt des Dortmunder Kreises gebracht und alle untersucht?
    Und es wurde im entsprechenden Alter bei einem dafür qualifizierten Tierarzt eine Auswertung für HD und ED gemacht?

    Wenn dem so ist, dann wäre das für eine Vermehrung zugegebenermaßen wirklich vorbildlich. Mir würde dann tatsächlich noch eine Überprüfung des Wesens und der genetischen Veranlagung bezüglich der Arbeitstauglichkeit fehlen. Denn auch im umgedrehten Sinn ist das wichtig zu wissen: Was, wenn bei der Verpaarung doch Workaholics herauskommen?

    Viele Grüße
    Corinna

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