Privatzucht Labrador in Hamburg?

  • Ich will mich gar nicht zu dem Thema an sich äussern.

    Ich wollte nur Winstons Herrchen und Frauchen meinen Respekt aussprechen sich sachlich und beherrscht der ganzen Kritik zu stellen und versuchen auf alle Fragen (die hier manchmal im minutentakt kommen) antworten.

    :gut:

    Ich wünsche euch noch ein tolles Hundeleben mit eurem Winston!

  • So, ihr wollt also nur einen Welpen von eurem Rüden und sucht deshalb einen erfahrenen Hündinnenhalter, mit allem zur Geburt und Welpenaufzucht nötigen Utensilien. Natürlich auch für die Zeit außerhalb der Wurfkiste, einen schönen Garten und und....

    Da ihr ja nichts daran verdienen wollt, beansprucht ihr nur einen Welpen.

    Für die Pflege, die Untersuchungen der tragenden Hündin ist dann deren Halter verantwortlich, ebenso für die Aufzucht, Pflege, Entwurmung, Impfung und und.....Ebenfalls natürlich für alle anfallenden Tierarzt- und sonstiger Kosten. Auch die schlaflosen Nächte, die rundum Betreuung der Tiere überlaßt ihr diesem gern.

    Er hat nun vielleicht 10 Welpen, durchaus nicht selten bei der Rasse, einen nehmt ihr, braucht er nur noch 9 abgeben.

    Bei ihm gehen die Interessenten ein und aus - wenn er Glück hat - darf sich mit ihnen stundenlang unterhalten, Kaffee kochen, ein bißchen Kuchen reichen, ist auch nicht schlecht.
    Mit etwas Glück sind tatsächlich nach 10 Wochen alle Welpen in ihrem neuen zu Hause, das finanzielle ist plus-minus aufgegangen und alle sind es mehr oder weniger zufrieden.
    1/2 Jahr später, der erste kann seinen Hund nicht mehr behalten und wendet sich wegen Rücknahme an den "Züchter". Der zweite hat einen ED kranken Hund, er verlangt die OP Kosten. Der dritte meldet sich, sein Hund hat HD, er will den Hund zurück geben und will den Welpenpreis wieder haben.
    Und nun?
    Der "Züchter" ist laut Gesetz Gewährleistungspflichtig. Siehe hier:

    http://www.rechtsanwalt-heiermann.de/welpen2frame.html

    Und ihr meint im Ernst darauf läßt sich jemand mit Verantwortungsbewußtsein ein? Nur damit ihr einen Abkömmling von eurem Hund habt?

    Ach, ich vergaß, das Finanzamt möchte ja auch noch teilhaben, an den Einkünften aus dem Nebenerwerb "Hundezucht".

    Ich wünsche euch viel Glück bei der Suche, aber es heißt ja so schön, es steht jeden Tag ein Dummer auf, man muß ihn nur finden!

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Zum Familienhund kann jeder werden, egal welcher Rasse und egal welcher Mischling. Und nach meiner Erinnerung, gibt es keine einzige Rasse, wo die Eigenschaft als Familienhund oberste Priorität hat.

    Nehmen wir einmal die wirklichen Unfallwürfe und einmal die Zuchtwürfe zusammen, dann noch die Hunde aus dem TS und aus dem Ausland, haben wir in D immer noch genügend Hunde, damit sich jeder interessierte und wirklich willige zukünftige Hundebesitzer einen Hunden anschaffen kann.

    Es geht nicht nur um Gesundheit, sondern auch um Eigenschaften.
    Und ich persönlich habe damit ein Problem, wenn Labrador und Golden Retriever immer nur als Familienhund angepriesen werden. Diese Hunde hatten mal eine Aufgabe, und zu dieser mußten sie Prüfungen ablegen. Wie das heute ist, weiß ich nicht. Aber zum reinen Familienhund waren sie, wie einige andere Rassen, nie angedacht

    Wenn man weiterdenkt, dann steht da nicht nur die Verpaarung, Aufzucht usw. an, sondern auch die Abgabe. Könntest du damit leben, wenn die Welpen ein nicht so schönes zu Hause bekommen?? Wenn sie vielleicht im TH landen, weil die Halter überfordert sind, oder das Interesse verloren haben???
    Wenn man Welpen in die Welt setzt, dann sollte man auch bereit sein, für diese ein lebenlang gerade zu stehen.
    Ich hätte ein großes Problem damit, wenn meine Welpen zu Leuten kommen, die mir das Blaue vom Himmel lügen und dann nur 2x täglich ne kurze Runde ums Haus drehen, den Hund falsch behandeln usw.
    Hast du auch daran gedacht???

    Eine Schwester meiner Hündin wurde ins TH abgeschoben, weil die Sommerferien anstanden, ein Rüde zuckt, wenn sich sein Herrchen im nähert. Sicher, man kann niemanden hinter die Birne kucken, aber ich hätte Zeit meines Lebens ein schlechtes Gewissen.

    Zitat

    Das Zuchtziel bei einem "Labbi" ist und relativ egal


    :schockiert:
    Hauptsache familientauglicher Labrador, oder ???? :???:

  • Zitat

    Dieser Hund wird gern als Familienhund genommen, da er sich gut anpassen und integrieren kann und las Kinderfreundlich gilt. Zudem ist es ein beliebte Rasse zur Ausbildung von Blindenhunden, neben der Jagd.

    Von Hunden, auf die diese Beschreibung passt, gibt es aber bereits mehr als genug! Geh einfach mal mit offenen Augen durch die Welt und Du wirst erkennen, dass es vollkommen unnötig ist, noch mehr dieser Hunde zu produzieren.

  • Zitat

    Ich will mich gar nicht zu dem Thema an sich äussern.


    Ich auch nicht :smile:
    Nur möchte ich das Frauchen von Winston bitten, sich doch seperat im Forum anzumelden.
    Es ist nicht erlaubt, dass zwei Personen über einen Account schreiben.
    Wir hatten das in der Vergangenheit schon ein paar Male so, was immer wieder zu Verwechslung und Verwirrung führte.
    Nur die Wenigsten wussten zum Schluss noch wer Wer war.
    Das Anmelden ist ja kein grosser Akt und schnell passiert.
    LG Britta

  • Zitat

    ...Ich wünsche euch viel Glück bei der Suche, aber es heißt ja so schön, es steht jeden Tag ein Dummer auf, man muß ihn nur finden!

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Gabi, Dein Beitrag ist einfach perfekt. Denn er zeigt vollkommen realistisch, was auf die Halter der Hündin zukommt.

    Aber *ironie on* Du siehst das falsch. Herrchen und Frauchen bieten doch im Gegenzug den absolut perfektesten Rüden (leider kein offizieller Zuchtrüde), den sich die Besitzer ein Hündin nur wünschen können. Was ist im Gegenzug da schon der Aufwand, die Verantwortung, die Arbeit und die Kosten, die auf die Halter der Hündin zukommen??? Ein Klacks, oder? *ironie off*

  • Zitat

    Ähm,in gewisser Hinsicht sind Mischlinge aber schon gesünder,wage ich zu behaupten,aber nur in gewisser hinsicht!Die Inzucht bei Rassehunden,bringt zum Beispiel versteckte Krankheiten hervor,jeder Rassehund musste irgendwann mal durch Inzucht durch...Wobei das nicht unbedingt schlecht sein muss,denn so kann man versteckte Gendefekte endecken,soweit ich gelesen hab (ich schreib hier nur was ich gelesen hab,man möge mich korriegieren wenns falsch ist,ich lerne gern dazu)
    Dann gibt es die häufigste Form der Zucht,die Linienzucht,Krankheiten einer Linie bleiben erhalten,dann wiederum gibt es das Outcrossing,die gesündeste Variante der Zucht,zwei völlig verschiedene Linien werden miteinander gekreuzt,und der Genpol erweitert sich,das kann man zwar auch bei Rassehunden machen,aber bei Mischlingen ist dies Zwangsläufig der Fall...Also ergo müsste ein Mischling eventuell sogar gesünder sein,vorrausgesetzt beide Eltern,sowie deren Verwandtschaft sind nachgewiesen gesund...
    So habe ich zumindestens verstanden...
    Größerer Genpol,weniger genetische Krankheiten...
    Man möge mich korrigieren wenns falsch ist...

    Aber da es hier ja um Labby und Labby geht ist das wohl OT denke ich... :ops:

    Linienzucht ist Inzucht, Du meinst Inzestzucht, Vater - Tochter, Mutter - Sohn, Vollgeschwister untereinander.

    Der Krux mit den Mischlingen ist eben der, das Du nicht weißt welche Erbkrankheiten die Vorfahren haben und hatten. Und wenn dann nun von beiden Elterntieren Gendeffekte zusammen kommen, gibt das kranke Hunde.
    Es ist wirklich ein Gerücht, daß Mischlinge gesünder sind. Es erweckt nur den Anschein, da kaum jemand seinen Mischling auf die hundetypischen, uns heute bekannten Erbkrankheiten untersuchen läßt.
    Ca. 60 % der Rassehunde werden aber untersucht und die Ergebnisse veröffentlicht. Dadurch erscheint der Rassehund "kränker" als der Mischling.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Zitat

    Das Zuchtziel bei einem "Labbi" ist und relativ egal.

    Und ihr wollt verantwortungsvoll sein? Was passiert wenn bei eurer Verpaarung zufällig Vollblutretriever entstehen. Werden die dann den ahnungslosen Welpenkäufern als Familienhunde verkauft? Super, noch ein paar unausgelastete, vermutlich verhaltensgestörte Labbi`s auf Deuschlands Straßen. Darauf hat die Welt gewartet...

    Zitat

    Dieser Hund wird gern als Familienhund genommen, da er sich gut anpassen und integrieren kann und las Kinderfreundlich gilt. Zudem ist es ein beliebte Rasse zur Ausbildung von Blindenhunden, neben der Jagd.

    Bei angemessener Alternativbeschäftigung! (Wird gerne mal von gewissen Leuten unter den Teppich gekehrt) Wie sieht die bei euch aus? Was empfehlt ihr den Welpenkäufern?
    Sorry ich kann einfach dieses Familienhundgeschwafel nicht mehr hören. Ist in meinen Augen für die Rasse eher Fluch als Segen..

  • Zitat

    Und ihr wollt verantwortungsvoll sein? Was passiert wenn bei eurer Verpaarung zufällig Vollblutretriever entstehen. Werden die dann den ahnungslosen Welpenkäufern als Familienhunde verkauft? Super, noch ein paar unausgelastete, vermutlich verhaltensgestörte Labbi`s auf Deuschlands Straßen. Darauf hat die Welt gewartet...


    Bei angemessener Alternativbeschäftigung! (Wird gerne mal von gewissen Leuten unter den Teppich gekehrt) Wie sieht die bei euch aus? Was empfehlt ihr den Welpenkäufern?
    Sorry ich kann einfach dieses Familienhundgeschwafel nicht mehr hören. Ist in meinen Augen für die Rasse eher Fluch als Segen..

    Wir wissen was ein Labrador Retriever braucht und was es für eine Verantwortung ist.

    Du drehst und die Worte im Mund um !

    Aber es ist gut zu wissen, an wen wir uns wenden können, wenn wir mal mit unserem Hund Arbeitsprüfungen machen wollen.

  • OT, aber ich kann es mir nicht verkneifen. Neulich eine Zeitungsannonce gelesen. "Weimaranerwelpen - der ideale Familienhund!"
    Ja super. War garantiert auch ein "Privatzüchter".
    Ansonsten möchte ich den Labradorbesitzern empfehlen, sich einen Überblick zu verschaffen, welchen Aufwand ein VdH-Züchter veranstalten muß, und welche Kosten er hat, bis es zum ersten Wurf seiner Hündin kommt. Und ob der VdH das wohl verlangt, weil er die potentiellen Züchter abschrecken will? Oder ob das alles einen Sinn hat? Überlaßt das Züchten den (guten) Züchtern. Es gibt mehr als genug Hunde in Deutschland und der Welt. Und Labradorhunde schon gar.
    Gruß
    Petra mit Enzo

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