Meiner hat mich gebissen

  • Klar kann es nicht schaden, tauschen, Ausgeben etc. zu üben und ich würde auch drauf achten, daß der Hund mich nicht anknurrt, wenn er was zu essen hat. Ich vermute einfach mal, daß er sich tatsächlich "nur vertan" hat, sonst hätte er doch irgendwie gedroht, geknurrt oder so, um das Stück Apfel zu verteidigen.

    Ich würde das jetzt nicht sooo dramatisch sehen, wenn es häufiger vorkommt, musst du eingreifen, aber diesen Vorfall würde ich jetzt erstmal auf sich beruhen lassen und mir nicht zu viele Gedanken machen.

    LG Silke

    P.S. Ich hab mal gelesen, daß Hunde sich auch im Rudel untereinander kein Futter wegnehmen! Auch der Ranghöhere würde nie verlangen, daß der andere Hund ihm sein Futter gibt. Ob das so stimmt, weiß ich natürlich nicht!

  • Also, ich muss hier mal was loswerden:
    zum einen bin ich wirklich froh, dass hier so viele unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen und viele Leute Bescheid wissen, wie sie mit ihren Hunden gut umgehen können.
    Zum anderen finde ich es - genau wie bei den Leute, die wahllos blinden Tierschutz betreiben - völlig anmaßend, das einige Menschen meinen, sie hätten in puncto Hundeerziehung die Weisheit mit Löffeln gespachtelt, völlig unabhängig von Herkunft, Rasse und Situation...
    Hund bleibt Hund und Mensch bleibt Mensch; wenn ich seine Körpersprache nicht verstehe und er die meine, dann hat das fatale Folgen, die wir alle kennen...wie ich schon in einer anderen Stellungnahme sagte: wir haben gute Erfahrungen gemacht mit unseren Methoden, die sicher abgewandelt entsprechend Rasse und Charakter anzuwenden sind. Die Pflegehunde sind nach drei bis vier Wochen so derart fixiert auf uns und hängen uns am Bein, vor allem die Galgos, dass die Weitergabe jedesmal unheimlich schwer fällt.
    Gerade der distingierte und unabhängige Galgo, der aus seiner Herkunft oft grausame Erfahrungen gemacht hat, würde eine übertriebene Brutalität mit absoluter Ignoranz,Angst und Rückzug beantworten. Da dies, wie oben beschrieben aber eben bei uns nicht der Fall ist, kann wohl in unserer Erziehung nicht wirklich so mittelalterlich viel falsch laufen.Aber: wer möchte sich von einem Hund, der seine Schnauze bequem auf den Tisch legen kan, schon von seiner Größe her, ständig die Wurst vom Brot klauen lassen oder ständig ein "Verlassenspipi" vorfinden?! Die Verhaltensstruktur zu erkennen, die Hintergründe wissen und dementsprechend reagieren, immer in Bezug auf ein positives Miteinander, darum geht es doch.Das schließt aber absolut ein, dass der Hund sich seinen Platz zuweisen lässt, so wie in einem Rudel, in dem er auch vorher lebte, damit er seine Grenzen kennt und für mich in allen Situationen berechenbar bleibt - um meiner und seiner Sicherheit willen. Da ein Hund immer, wie in der Natur auch, wieder versuchen wird, seinen Rang neu auszutesten, ist hier und da - bei einer bestimmten Penetranz - auch mal ein Schnauzengriff oder ein Griff in den Nacken angebracht. Unsere Hunde gehen alle bei Fuss, sind abrufbar (bei den Galgos gibt es wegen des ausgeprägten Jagdtriebes hie und da Ausnahmen ;) ), geben ihr Futter ab, verhalten sich im Haus vorbildlich, sind absolut stressfrei und kinderfreundlich, Galgos eben, aber erzogen und nicht VERZOGEN.Anfangs sind auch unsere "Neulinge" einer gewissen Prozedur "ausgeliefert", die ihnen aber im Nachhinein guttut, wenn sie wieder wissen, wo sie hingehören nach ihrer oft so langen Odysee und wir geben Hunde weiter, die man vernünftig händeln kann und an denen man nicht nach 14 Tagen verzweifelt, weil sie nicht zu intergrieren sind und die dann zu Rückläufern werden.

  • Zitat


    P.S. Ich hab mal gelesen, daß Hunde sich auch im Rudel untereinander kein Futter wegnehmen! Auch der Ranghöhere würde nie verlangen, daß der andere Hund ihm sein Futter gibt. Ob das so stimmt, weiß ich natürlich nicht!

    also bei uns stimmt es schonmal nicht :D . Meine Hündin nimmt meinem Rüden sofort ALLES Fressbare weg und frißt es selbst.
    Deswegen werden die Beiden beim Fressen immer getrennt.

    LG
    Sabine

  • Bei uns ist das ebenso ;) als die neue Hündin kam, hat sie sofort dem Rüden alles weggefressen und er als gentleman hat es sich gefallen lassen :D Im Gegenzug darf er aber nicht an ihr Futter - Zickenalarm eben :???:

  • Hallo zusammen

    Um meinen Senf mal dazuzugeben :irre2:
    Wenn ich beim Leckerchen geben nicht aufpasse, beißt Sam mir auch die ganze Hand ab :scared: Der Gierlapp :tgrin:

    Ich weiß auch noch nicht genau, wie ich das endlich komplett aus ihm rausbekomme. Manchmal klappt das "nicht Hand abbeißen" und manchmal eben noch nicht....

  • galgofreunde,
    ich habe darauf verzichtet, Deinen Beitrag zu zitieren, wegen der Länge.
    Möchte aber trotzdem was dazu sagen, hoffentlich bekommt man auch so noch den Faden.

    Ich spreche Dir nicht ab, dass Du über ausreichend Erfahrung verfügst und jeweils beim individuellen Hund weißt, wieweit Du gehen kannst ohne ihn zu traumatisieren. Ich halte zwar von den Methoden trotzdem nichts, aber weiß, das mental robuste Hunde das wegstecken können.

    ABER: hier suchen oft unerfahrene Hundehalter Rat und da finde ich es eben etwas unverantwortlich, Schnauzengriff und Nackenschütteln als Methode zu empfehlen. Hier sind nicht nur die geborenen Hundeversteher unterwegs, sonder auch solche, die es erst werden wollen.

    Und ich glaube, die "fatalen Folgen" einer falschen Erziehung mit körperlicher Einflussnahme schaffen überhaupt erst viele Probleme.

    LG Appelschnut

  • Zitat

    galgofreunde,
    ich habe darauf verzichtet, Deinen Beitrag zu zitieren, wegen der Länge.
    Möchte aber trotzdem was dazu sagen, hoffentlich bekommt man auch so noch den Faden.

    Ich spreche Dir nicht ab, dass Du über ausreichend Erfahrung verfügst und jeweils beim individuellen Hund weißt, wieweit Du gehen kannst ohne ihn zu traumatisieren. Ich halte zwar von den Methoden trotzdem nichts, aber weiß, das mental robuste Hunde das wegstecken können.

    ABER: hier suchen oft unerfahrene Hundehalter Rat und da finde ich es eben etwas unverantwortlich, Schnauzengriff und Nackenschütteln als Methode zu empfehlen. Hier sind nicht nur die geborenen Hundeversteher unterwegs, sonder auch solche, die es erst werden wollen.

    Und ich glaube, die "fatalen Folgen" einer falschen Erziehung mit körperlicher Einflussnahme schaffen überhaupt erst viele Probleme.

    LG Appelschnut

    Dazu kommt nicht nur die "mentale Robustheit", sondern auch noch die körperliche.

    Wenn ich meine Neufundländer am Genick packen und versuchen würde sie zu schütteln, hätte das durchaus nicht die Wirkung, als wenn ich Idefix schütteln würde.

    Meine schweren Jungs würden vermutlich denken, die spinnt wohl, während Idefix Todesangst bekäme.

    Denn Nackengriff plus schütteln, bedeutet beim Hund Tötungsabsicht und keine Bestrafung.

    Im übrigen kann ich immer nur daraufhin weisen, daß wir Menschen sind und nicht versuchen sollten, die Erziehungsmaßnahmen der Hunde - Schnauzenbiß(griff) z. B. - nachzuahmen.

    Ich bin kein Hund, ich gehöre nicht zum Rudel meiner Hunde. Ich bin der Mensch, der für sie sorgt, sie sozialverträglich erzieht und sich täglich freut, diese haarigen Burschen zur Gesellschaft zu haben.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

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