Meiner hat mich gebissen

  • Mal abgesehen davon, dass bei "Welpenzähne" die Verletzungen häufig schlimmer ausfallen und viele Reaktionen charakterbedingt von Hund zu Hund verschieden sind...dies war ein "Üben" deines Hundes, nämlich: "Wie bin ich dominant und: wie reagiert mein Mensch" Du musst ihm schon zeigen, welchen Platz er haben darf.Ohne Schläge, klar, aber konsequent.Eine unserer Hündinnen hat auch nach den Kindern geschnappt, wenn sie etwas zu fressen hatte, wobei der Rüde sich alles von jedem wegnehmen lässt. Manchmal kann man es erziehen, manchmal ist es für Hund und Mensch schwierig.Bist DU das Alphatier im Rudel und fütterst DU ihn, dann muss er Dich respektieren, dass heißt, er muss DICH zuerst fressen lassen. In einem Hunderudel würde er sich übel "Haue" einfangen und die anderen würden ihm recht schnell zeigen, wo sein Rang ist...wo ist sein Rang bei DIR? Für ihn scheint das nicht klar zu sein, er lernt ja auch noch...Mein Tipp: üben - Essen hinlegen, wegnehmen, immer wieder mal.Wenn er schnappt, von oben über das Maul greifen, runterdrücken und ein klares, forsches NEIN. Zappelt er und widersetzt sich, dann mach es wie es seine Mutter getan hätte: nimm ihn an der noch weichen Haut im Genick, ohne zu kneifen, schüttel ihn vorsichtig, aber das er es merkt und wieder NEIN. Erziehung eben. Wir haben Konsequenz und Respekt geübt, bis die Hunde 3 Jahre alt waren.Je größer die Rasse, desto länger der Prozess und dann haben sie doch noch immer mal wieder einen Anfall von Respektlosigkeit :roll: Wenn Ihr mit Kindern Kontakt habt, finde ich das besonders wichtig, denn diese Situationen können ja im Ernstfall wirklich entgleisen, der Hund braucht seine Grenzen, in aller Liebe.Rudelverhalten und -verstehen ist für Hund und Mensch wichtig, um eben diese Risiken auszuschliessen. Da wir immer wieder andere Pflegehunde haben, müssen sich auch unsere Kinder ständig umstellen, aber das schult ungemein und wir freuen uns, dass sie wenn sie mal erwachsen sind, gut Bescheid wissen werden ;) Ich wünsche Euch alles alles Gute mit eurem Kleinen! :gut:

  • ich sehe das auch nicht so, dass dein Hund nur nach dem Apfel schnappen wollte und dich versehentlich getroffen hat. Der hat sicher ganz genau gewußt was er wollte, nämlich dir in die Hand beißen, weil er seinen Apfel verteidigen wollte.
    Ich würde jetzt an deiner Stelle mal das Tauschen von Futter anfangen.
    Wenn er etwas frißt kommst du mit etwas noch Leckerem, hälst es hin, gibst es ihm und nimmst dir im Gegenzug seine Futterschüssel z.B. .
    Anschließend bekommt er seine Schüssel zurück und darf weiterfressen.
    Du kannst auch ab und zu mal während er frißt noch etwas Leckeres in seine Schüssel legen (Käse, Wurst). So lernt er mit der Zeit, dass du ihm nichts wegnehmen willst und es nur positiv für ihn ist wenn deine Hand erscheint.
    Allerdings solltest du ihn jetzt nicht bei jeder Mahlzeit stören, er soll auch mal in Ruhe fressen dürfen. Du kannst das auch zwischendurch mit einem Kauknochen zum Beispiel üben. Leckerchen geben während er knabbert, Kauknochen kurz in die Hand nehmen, loben und ihm den Kauknochen wiedergeben.

    LG
    Sabine

  • Hallo,

    @Galgofreund:
    Bitte nicht den Welpen im Nacken packen und schütteln. Das tut eine Hundemutter auch nicht. Sie trägt ihre Jungen im Nackenfell, aber schütteln tut sie diese nicht.
    Wenn die Welpen zu aufmüpfig sind, dann beisst sie ihnen schon mal über die Schnauze, oder knufft sie kurz wenn ein Knurren nicht ausreicht. Mehr aber auch nicht.
    Würde sie wirklich ihre Welpen schütteln, dann würde dies zum Tode des Welpen führen.
    Hunde sind da nämlich nicht zimperlich und schütteln bedeutet: Tötungsabsicht! (siehe beim Beutefang)

    Schütteln geht weder bei Mensch noch bei Hund, sondern sollte wirklich ein Tabu sein.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Nicht nur das Schütteln im Genick, sondern auch der Schnauzengriff sind Erziehungsmethoden aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts.

    Der Schnauzenbiß(griff) soll den Hunden überlassen werden. Mensch ist nun mal kein Hund und erzieht anders.

    Auch ich würde das Schnappen des Welpen als erste Versuche der Resourcenverteidigung sehen.

    Mache es so, wie andere schon vorgeschlagen haben, nämlich mit Tauschgeschäften. Und übe, übe, übe.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Junhs

  • Na Gott sei dank stamme ich nicht aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts und bin noch nicht gänzlich mumifiziert :headbash:
    Wir haben oft mit völlig geschädigten Hunden zu tun, die wirklich viel Liebe und Fürsorge vor allem aber Verständnis brauchen, für das, was sie erlebt haben.Nichst desto trotz brauchen diese Hunde Konsequenz ohne Brutalität :roll:

  • Zitat

    Na Gott sei dank stamme ich nicht aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts und bin noch nicht gänzlich mumifiziert :headbash:
    Wir haben oft mit völlig geschädigten Hunden zu tun, die wirklich viel Liebe und Fürsorge vor allem aber Verständnis brauchen, für das, was sie erlebt haben.Nichst desto trotz brauchen diese Hunde Konsequenz ohne Brutalität :roll:

    Ich stimme Dir voll zu zum Thema Konsequenz ohne Brutalität!

    Aber auch wenn Du nicht aus der Mitte des vorigen Jahrhundert stammst (ich tue das :ops: ), sind die Methoden die Du propagierst so alt und noch viel älter. Lass es sein, aber vor allem empfehle sie nicht anderen.

    Vielleicht bin ich schon senil, weil ich Schnauzengriff, Nackenschütteln und Alphawurf nicht mehr verstehe?

    LG Appelschnut

  • Zitat

    Na Gott sei dank stamme ich nicht aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts und bin noch nicht gänzlich mumifiziert :headbash:
    Wir haben oft mit völlig geschädigten Hunden zu tun, die wirklich viel Liebe und Fürsorge vor allem aber Verständnis brauchen, für das, was sie erlebt haben.Nichst desto trotz brauchen diese Hunde Konsequenz ohne Brutalität :roll:

    Viel Liebe, Fürsorge und Verständnis?

    Du drückst deine Liebe seltsam aus. Schnauzengriff, Nackenschütteln und das bei "völlig geschädigten Hunden"?

    Das ist Brutalität.

    So baut man kein Vertrauen auf, in den Partner Mensch.

    Vielleicht auch schon senile Gaby, die noch nie so mit ihren Hunden umgegangen ist, Idefix und ihre schweren Jungs

  • galgofreunde

    Du spricht von "Respekt" :???: Respekt muss man sich verdienen und das tut man nicht indem man laut oder körperlich wird. Ich würde mal behaupten das meine Hündin mich sehr respektiert, sie geht nicht an meine Sachen oder mein Essen und hält allgemein die von mir aufgestellten Regeln ein.

    Was eine Hundemutter oder ein Rudel macht ist mir egal, ich bin kein Hund sondern ein Mensch. Ich bin der Anführer weil ich klug und souverän bin und nicht weil ich laut und brutal bin. Alle Ressourcen gehören mir, d.h. wenn meine Hündin Futter bekommt muss sie sich setzen und mich anschauen. Daraufhin bekommt sie von mir ein "nimm" und darf fressen. Ich würde aber deswegen nie auf die Idee kommen ihr das Futter das ich ihr zugeteilt habe wieder weg zu nehmen das macht in meinen Augen überhaupt keinen Sinn. Essen hin legen und dann weg nehmen und Hund runter drücken ..... bei einem großen und dazu noch dominanten (Dominanz ist nichts negatives) Hund kann das ganz schön ins Auge gehen.

    Das "Tauschen" übe ich persönlich mit Spielzeug und nicht mit Futter, trotzdem funktioniert das ganze dann auch mit fressbarem, wenn der Hund z.b. draußen was aufgesammelt hat.

  • HuHu,

    SeeMe

    übe bloß schnell das "AUSGEBEN".
    Ich hatte heute erst wieder eine Situation
    wo ich froh war das meine Hunde das können.
    Bei uns wurden in letzter Zeit Giftköder ausgelegt
    die zwar nicht tötlich waren aber doch sehr unangenehm
    für die Hunde.
    Heute ist meine kleine mit einer Keule (roh-Ente oder Gans)
    angekommen.
    Ich habe das geübte"Zeig mir das mal"gesagt und sie hat mir
    ihre Beute gegeben.
    Ich weiß zwar nicht ob es vergiftet war aber sie hätte es sowieso nicht fressen dürfen.
    Sie hätte auch "aus"gemacht aber es waren zu viele andere HUnde
    dabei die die Keule genommen und weggelaufen wären um sie
    irgendwo zu fressen.
    Ich bin jetzt vom Thema abgekommen aber als ich das hier laß mußte ich meine Erfahrungen einfach schreiben.

  • Zitat

    Oh, da gibt es schon Gründe. Weil man vielelicht noch eine Tablette geben muss? Weil vielleicht jemand den Hund kurz vorher schon mal gefüttert hat? Weil man vielleicht das üben sollte, damit man auch unterwegs dem Hund fremdes Futter ( Vergiftetes Futter, Mist...) wegnehmen kann! Weil der Hund allergisch sein könnte und das gar nicht fressen darf! Nur wenn ich das auch mal übe, kann ich unterwegs auch mal meinem Hund einen weggeworfenen Hühnerschlegel wegnehmen!

    Aber man muss wissen, dass es für den Hund nicht normal ist, Futter herzugeben. Und deswegen muss man üben, tauschen oder was dazu tun! Denn es muss sich für den Hund lohnen, das Futter freizugeben.

    hallo ich finde das auch wichtig das er oder sie es lernen muss .
    bei mir sowoieso hab 4kinder .stell dir mal vor mein kleinster wäre zu nah am napf und er würde knurren oder ihn beissen .das geeht garnicht .aber meiner meinung hat das was mit rangordnung zu tun .und ich bin chef dann meine kinder und dann er der hund .so wirds bei mir gemacht .ich habs extra immer gemacht bin dran gegangen er hat mich auch 2-4mal angeknurrt .
    aber dem hab ich schnell gezeigt wer Alpha ist .nähmlich ICH und meine kinder .andersrum sonst könnten wir uns auch en wolf holen .oder ß :lol:
    scherz aber ist doch so .würde das auch nicht verschönigen .und auf sich beruhen lassen .lg martina

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