ANTI-JAGD-TRAINING oder Dr. Jekyll und Mr. Hyde

  • Wir hatten heute ein etwas seltsames "Antijagdtraining".

    Ich lief mit Paula auf einem Weinbergsweg, es dämmerte schon ein bisschen und sah ca. 10m vor mir was auf dem Weg liegen. Hund lief vorne und war gerade dran, da hab ich erkannt, dass es ein Hase war, der auf der Seite lag.
    In dem Augenblick, in dem Paula schnuppert, springt der Hase auf, "schleppt" sich so zwei Meter auf die Seite und bleibt wieder liegen.
    Ich wollte schon beim Schnuppern "Nein!" rufen, aber als der Hase auch noch aufstand, bin ich so erschrocken, dass ich ziemlich laut geschrien habe. Hund ist dadurch auch erschrocken und sofort zur Seite. Sie war natürlich total aufgeregt, ich konnte sie aber zum Sitzenbleiben überreden und mir das arme Tierchen genauer anschauen. (Ich glaube, Paula hat auch gemerkt, dass mit dem Tier was ganz und gar nicht stimmt.)
    Es lag einfach weiter auf der Seite und atmete schnell. Sonst war äußerlich nichts zu erkennen. Es tat mir so leid.
    Ich bin mit verwirrtem Hund weitergegangen und hab zuhause den Jagdpächter informiert, da ich auch schon was von der Hasenpest (?) gelesen hatte.

  • Beim Gruppenspaziergang ist Birgit etwas qufgefallen, was ich schon öfter dachte.
    Jule spielt, rennt, tobt und zack jagt sie, oder schaltet sofort in den Jagdmodus.
    Wie ich das unterbrechen kann, ist nun die Frage.
    Momentan lasse ich si unterwegs nicht mehr spielen, wws aber für sie eine harte Strafe ist. Daher auch doof.
    Gerade habe icb noch keine Lösung, wenn es so weiter geht, werde ich doch noch mal über eine andere Methode nachdenken, das das Weib noch denk, dass ich wegen dem rolli einen sehr beschränkten Radius habe. Das ich mittlerweile den ja nicht mehr so oft brauche, muss sie nun lernen, dass sie nicht ihr Ding mqchen kann, wenn sie

  • Genau das macht Janosch auch, er rennt mit anderen Hunden und dann ist er auf und davon. Das ist mir jetzt zwei, dreimal passiert und seitdem überlege ich auch, wie ich ihn da kontrollieren soll. Wenn du eine Idee hast, bitte gerne her damit. Bisher sind wir dabei, seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, da er ziemlich autark ist, wenn das in seinem Köpfchen angekommen ist, geht's ans richtige Training.

  • Zitat

    Könntest du das bitte mal meinem Hund erzählen?
    Rehe sind hier DAS ersehnte Hetz"objekt"!


    Bei Caspar stehen Rehe auch hoch im Kurs, nur noch getoppt von - ausgerechnet - Wildschweinen. Allein eine Wildschweinfährte reicht aus, um ihn in einen Jagdrausch und mich in blanke Panik zu versetzen.

  • Zitat

    Beim Gruppenspaziergang ist Birgit etwas qufgefallen, was ich schon öfter dachte.
    Jule spielt, rennt, tobt und zack jagt sie, oder schaltet sofort in den Jagdmodus.
    Wie ich das unterbrechen kann, ist nun die Frage.
    Momentan lasse ich si unterwegs nicht mehr spielen, wws aber für sie eine harte Strafe ist. Daher auch doof.
    Gerade habe icb noch keine Lösung, wenn es so weiter geht, werde ich doch noch mal über eine andere Methode nachdenken, das das Weib noch denk, dass ich wegen dem rolli einen sehr beschränkten Radius habe. Das ich mittlerweile den ja nicht mehr so oft brauche, muss sie nun lernen, dass sie nicht ihr Ding mqchen kann, wenn sie

    So ist es bei Lilly auch! Jetzt habe ich in dem Buch von Pia Gröning gelesen, dass Hunde oft auch aus Stress jagen, z.B. wenn man in großen Gruppen spazierengeht. Daher bin ich auch am Überlegen, ob das bei Lilly so sein könnte. Denn als sie das letzte mal durchgestartet ist, sind 2 ihrer großen Freunde ihr hinterhergehetzt. Ich hatte bisher immer das Gefühl, dass sie da Spaß dran hat denn sie wirkt so als ob sie gerne gejagt wird. Allerdings ist sie meist "das Opfer" und wird von vielen gleichzeitig gejagt. Da hatte ich ab und an schon das Gefühl, dass das was viel ist. Anzeichen dafür soll auch ein vergrößerter Radius während des Gruppenspaziergangs sein.

  • Ich kenne verschiedene Varianten... Spiel anfangen, weil die Hunde wissen, dass sie da mehr Freiraum durch ihre Besitzer bekommen und dann abzischen... Spiel anfangen, mit dem sie dann doch nicht so glücklich sind und sich in eine geliebte Handlung zum Stressabbau auf und davon machen... und solche, denen es einfach mal so einfällt. Letztere machen das aber nicht regelmäßig, mit dem Abzischen ;)

  • Zitat

    Ich kenne verschiedene Varianten... Spiel anfangen, weil die Hunde wissen, dass sie da mehr Freiraum durch ihre Besitzer bekommen und dann abzischen... Spiel anfangen, mit dem sie dann doch nicht so glücklich sind und sich in eine geliebte Handlung zum Stressabbau auf und davon machen... und solche, denen es einfach mal so einfällt. Letztere machen das aber nicht regelmäßig, mit dem Abzischen ;)

    Bei Janosch ist es wohl ersteres. Er spielt grundsätzlich auf dem Spaziergang nicht mit anderen Hunden sondern ist mit seinem Job "schnüffeln, schauen, jagen" beschäftigt. Wenn wir irgendwo stehen und sich die Gelegenheit bietet dass er durch Spiel mit anderen Hunde mehr Freiraum bekommt, nutzt er das direkt aus.

  • Hier ist es wohl ein Mix.
    Zum einen vergisst sie sich im Spiel schon mal gerne und rennt weiter, als normal.
    Dazu hat sie lange gelernt, dass ich nicht ran komme, wenn sie im Gebüsch, über einen Graben oder so ist. Mit Rolli hüpft man nicht mal eben.
    Nun lernt sie, dass ich hinterher kann.
    Stress ist auch ein Punkt. In manchen Konstellationen funktioniert es gar nicht.
    Was mich immer wieder fasziniert, ist, wie schnell so umschaltet.

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