ANTI-JAGD-TRAINING oder Dr. Jekyll und Mr. Hyde
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Aber es ist auch völlig in Ordnung für mich, wenn man das nicht glaubt, dass das geht.Natürlich glaube ich DIR, dass das mit DEINEM Hund geht und IHR das gut hinbekommen habt. Darum geht´s doch nicht.
Wenn´s mit einem Hund aber nicht geht, muss das noch lange nicht an Unfähigkeit oder mangelndem Training liegen. Kannst du dich nicht mehr erinnern, dass wir das Thema schon mal hatten? Da ging´s eben auch um "Rasseausrede" oder so ähnlich. Und sowas find ich einfach unfair.
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Hallo,
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Also ich glaube auch, dass es geht
Vielleicht nicht mit jedem Hund, aber es geht. Ayu zeigte ja anfangs null jagdtendenzen und hatte auch noch nie Erfolg - von daher....Meine Freundin hat einen Beagle - und der ist auch kontrollierbar. Sie kann ihn sogar jagen/ stöbrn schicken und wieder abrufen. Find ich total genial. Sie war halt sehr konsequent und hat sehr viel mit dem Hund gearbeitet. Gestern haben wir einen Galgo und einen Podenco getroffen - gleiches Herrchen - und beide im Freilauf. Ich habe ihn gefragt, wie er das hin bekommen hat. Er meinte auch, viel Arbeit aber absolut machbar - er muss halt immer ein Auge auf die Umwelt haben.
Ich hab jetzt halt ne Menge Arbeit. Und übrigens ich bin schon der Typ, der seinem Hund auch mal ganz deutlich klar macht - das möchte ich nicht! Es stimmt nicht, dass Hunde nicht wissen was sie angestellt haben. Welpen ja - Junghunde und Erwachsene wissen schon noch, wenn sie vor ner Minute abgehauen sind - Frauchen ist sauer deswegen. Ich war anfangs immer der Verfechter, wenn der Hund zu einem kommt - immer positiv bewerten. Bis mir bei Coffee mal der Kragen geplatzt ist, weil sie zum 5 Mal losgerannt ist, ich zurück gerufen haben, Leckerli gegeben habe und wieder ist sie los... Und jetzt? Jetzt ist sie zu 100% abrufbar bei Wild... Das hat mir dann auch zu denken gegeben. Halt eben nicht immer nur positiv - war zwar eher ein Zufall, aber wenn mein Hund dafür mal nicht überfahren wird - besser so!
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Natürlich glaube ich DIR, dass das mit DEINEM Hund geht und IHR das gut hinbekommen habt. Darum geht´s doch nicht.
Wenn´s mit einem Hund aber nicht geht, muss das noch lange nicht an Unfähigkeit oder mangelndem Training liegen. Kannst du dich nicht mehr erinnern, dass wir das Thema schon mal hatten? Da ging´s eben auch um "Rasseausrede" oder so ähnlich. Und sowas find ich einfach unfair.
Ich will gar nicht unfair sein und ich meine auch nicht nur mich mit meinem Hund. Tatsächlich meine ich mich und die Hunde, die ich so hatte - sei es zum Sitten, Vermitteln oder trainieren. Aber ich würde niemals sagen, dass jemand nicht genug trainiert - das hast du dann falsch interpretiert. Tut mir aber leid, dass das bei dir so angekommen ist.
Nur ich habe auch schon oft erlebt, dass jemand ankommt und den Hund für untrainierbar hält, wirklich viel Leidensdruck hat - tausend Trainer durchhat und fest davon überzeugt ist, dass sein Hund nicht ohne Leine laufen kann. Und es ging trotzdem. Das ist alles. Das heißt aber nicht, dass irgendwer unfähig, dumm, faul oder sonstwas ist. Und es gibt sicherlich auch Hunde, mit denen es nicht so einfach ist. Es gibt ja nichts, was es nicht gibt. Darum bitte lies da keine persönliche Bewertung für dich draus, sondern eher eine grundsätzliche Aussage basierend auf meinen persönlichen Erfahrungen. Mehr nicht.

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Wuhu wird sind für ein Seminar angemeldet

Im April "Hase hoch, Hund weg" von ines Scheuer-Dinger mit Hasenzugmaschine. Bin auf jeden Fall mal meeega gespannt und freu mich tierisch!
Oh, mit Maschine, toll.
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Oh, mit Maschine, toll.
klingt ja nicht so begeistert

An die Anderen: ja ich werde definitiv berichten, aber es ist ja noch so lange hin

Wir sind übrigens zurück aus dem Urlaub. Wir waren in der Bretagne am Meer mit viiiielen Kaninchen in den Dünen. OK, die Hunde haben keins wirklich gesehen, da die Kaninchen etwas geschickter sind als bei uns.
Allerdings konnten wir ganz entspannt über die Dünen laufen ohne das ständig nach Hasen gegeiert wurde.
Und ich bin auch etwas stolz auf unseren Abruf! Rider hatte definitiv einen Hasen in der Nase und war auch kurz vorm Durchstarten (sofern das an der SChlepp geht, aber ich denke ihr wisst was ich meine). Ich Pfeiffe, beide kommen angeschossen und in ihrem Rücken seh ICH den Hasen weghopeln!
Das sagt mir, dass unser Abruf besser wird, aber auch dass ich immer öfter erkenne wann ernsthaft was in der Luft liegt oder nicht
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Nur ich habe auch schon oft erlebt, dass jemand ankommt und den Hund für untrainierbar hält, wirklich viel Leidensdruck hat - tausend Trainer durchhat und fest davon überzeugt ist, dass sein Hund nicht ohne Leine laufen kann. Und es ging trotzdem.Mein Hund kann schon auch super ohne Leine laufen ... und zwar ganz schnell und ganz weit weg!

Ne, aber nochmal im Ernst. Ich selber halte meinen Hund absolut nicht für untrainierbar. Aber sie ist schon speziell.
Sie schaut draußen mittlerweile dauernd nach mir, ist so gut wie immer ansprechbar und auch super gern dabei, wenn ich was mit ihr arbeiten will. Genauso gut lässt sie sich abbrechen, wenn sie zu irgendwas ansetzt, das sie nicht soll. Auch der Rückruf klappt sehr gut, wenn kein Wild unmittelbar im Spiel ist.Was aber (nach 3 Jahren!) immer noch genauso ist wie damals, als ich sie mit knapp über einem Jahr bekommen habe, ist dieser "Grundzustand", d.h., dass sie noch immer ständig "auf Hochbetrieb" läuft, also dieses extrem triebige Verhalten ständig und überall beim Spaziergang.
Ich hab das bisher immer auf einen allgemein hohen Stresslevel bei ihr (draußen) geschoben, aber oft denke ich mir, dass sie eigentlich überhaupt nicht gestresst wirkt und trotzdem ständig auf der Suche nach dem nächsten Reiz ist.
Sie ist eigentlich immer auf dem Sprung (im wahrsten Sinne des Wortes) und das ist verdammt anstrengend.
Es ist also nicht so, dass ich sie nicht an Dingen hindern kann. Ich MUSS sie nur ständig an Dingen hindern, das ist das Problem. Sie lässt es einfach nicht einfach mal bleiben.
Ich bin also dauernd in "Hab-acht-Stellung", da man sie manchmal vorher auch gar nicht lesen KANN und sie von einer Sekunde auf die andere plötzlich z.B. abzischt.
Wenn das nicht wäre, wäre der (phasenweise) Freilauf kein Thema.Hat jemand vielleicht Erfahrungen und kann mir da doch noch was raten?
Ich habe mit ihr draußen auch schon über nen längeren Zeitraum nix gemacht, viel bespaßt, ... alles durch. Änderung gleich null.
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Also ich mache mich ja gerne mal zum Affen...

Ich bin, wenn Plüschis so aufgedreht waren, betont langsam gelaufen, immer mal wieder gegähnt und zum Ausdruck gebracht wie laaaangweilig doch alles ist.
Gottseidank sind wir immer alleine auf dem Feld, wenn das einer gesehen hätte

Ich bilde mir ein, dass das funktioniert hat, zumindest sind sie mittlerweile entspannt unterwegs...
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friedapaula: Ich hab auch so einen Hund
- und einen andern gleicher Rasse, der gar nicht so ist. Sie sind verschieden, und damit lebe ich - ich muss die nicht zwangsnivellieren.Ja, vielleicht könnte ich meinen Hochbetriebshund in die Resignation "trainieren", ihm unspezifische Rundumhemmungen verpassen, damit er eher der Norm entsprechend wirkt. Aber den Preis will ich nicht zahlen.
Ich manage meinen Hochbetriebshund meist mit leichter, gelegentlich mit fester Hand. Vieles hat er sich auch schon erarbeitet, und wir werden da auch noch weiter kommen. Aber meine Ziele sind nicht unbedingt die des durchschnittlichen Familienhundehalters. Ich will diese Passion, diese irre Leistungsbereitschaft haben und erhalten!
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Najira, bist du der Meinung, wenn man einen "Hochbetriebshund" hat, dass man ihn nur über "Resignation" ruhiger und näher halten kann?
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Näher bei mir ist eine Frage des Gehorsams, und den kann man über viele Wege aufbauen. Hat aber herzlich wenig mit der generellen "Betriebsspannung" zu tun. Und bei "ruhig" kommt darauf an, was gemeint ist. Aber dass der Hund im Freilauf (und damit meine ich wirklich Freilauf, nicht laufen im Kommando ohne Leine) nur noch mildes Interesse an einer eigentlich spannenden Umgebung zeigt, nur noch entspannt rumschnüffelt und sich nicht schneller als im langsamen Trab bewegt, kein Bedürfnis mehr hat, etwas rasant zu erkunden - nein, ich glaube nicht, dass man das hinkriegt, ohne gewisse Schalter im Hundehirn umzulegen. Mit dem Alter und einer gewissen Reife wird so ein Hund vielleicht etwas ruhiger werden, aber nicht in dem Mass, wie es andere tun.
Vielleicht ist Resignation der falsche Ausdruck, aber mir fällt kein besserer ein. Aufgeben, es nicht mehr probieren? Irgendwas löscht man da ab im Hund. Das muss gar nicht schlecht sein, wenn es nur im kleinen und unter ganz besonderen Umständen macht. Splash hat auch resigniert für die Bummelgänge an der Flexi hinter dem Haus. Er knallt da nicht mehr pausenlos rein, nur noch gelegentlich.
An einem Ort, den er weniger in- und auswendig kennt, sähe es aber schon wieder anders aus. Und bei Freigabe stöbert er wie eh und je durch den Steilhang, mit dem für ihn typischen hohen Grundtempo. Aber behalte ich ihn an der Flexi, hat er eine ziemliche Rundumhemmung drin. Die allerdings fällt, wenn der Reiz hoch genug ist. Und im Freilauf geht die Betriebsspannung eben hoch, da ist der Hund voll da. Der tut nix halb, der macht alles mit vollem Einsatz. Und das, denke ich, gehört zu seinem Wesen. - Vor einem Moment
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