Zerren an der Leine

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    Ein Freund von mir hat einen ca. zweijährigen Border Collie Rüden und einen knapp einjährigen Border Collie-Husky-Mix Rüden. Beide hängen bis zur Erschöpfung in der Leine. Auch wenn sie einzeln geführt werden, z.B. auf dem Hundeplatz, sind sie fast gar nicht mehr ansprechbar. Mittlerweile haben sie sogar beide die Unart angenommen, dann andere Hunde, meistens auch halbstarke Jungrüden, zu fixieren und zu provozieren.
    An den Hundeführer ist mitterweile nicht mehr ranzukommen. Er ist mit den Nerven am Ende und schafft es nicht mehr, Tipps jeder Art umzusetzen.
    Wie würdet ihr mit der Situation umgehen?

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  • Hallo Bobori,


    bin kein Hundepsychologe, aber in einem steckt ein Arbeitstier, ein Schlittenhund, ein Husky eben. Huskies sind dafür nun mal gezüchtet worden.
    Wer ist Alpha bei den beiden? Wie war der Border-Collie bevor er Gesellschaft bekam?
    Wie werden die beiden Hunde gehalten und wie beschäftigt?


    Gruß

  • Hallo,


    so ist es der Border Collie ist ein Arbeitshund, dem hilft es leider wenig wenn er stundenlang ausgeführt wird, während es dem Husky Border Collie vielleicht reichen könnte, aber es hört sich ja nicht so an. Allerdings sind beide ja in einem Alter wo sie hin und wieder ihren Rang abstecken wollen, der eine mit einem Jahr ist in der Pubertät und der andere mit seinen zwei Jahren wird jetzt erwachsen.


    Eine Ferndiagnose da zu stellen ist ziehmlich riskant, aber ihr seit doch beide zusammen auf dem Hundeplatz, was sagt denn euer Hundetrainer dazu? Ihr seit ja nicht alleine dort. :wink:

    Ein Aussie wird immer mit viel Potenzial geboren!
    Nur um dieses richtig anzuwenden
    liegt in deiner Verantwortung! ( von T.K.)


    LG
    Claudia & Sky & Icy

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  • Hallo,


    also ich bin weit ab davon ein Experte zu sein, aber ich habe in einem schlauen Buch gelesen, dass man, wenn der Hund anfängt zu ziehen einfach prompt die Richtung wechseln soll.
    Zieht er wieder, ändere erneut die Richtung.
    Das schöne ist: nicht nur Du kommst Dir dabei anfangs doof vor, sondern auch der Hund ;o) Du kommst mit der Methode beim spazieren gehen vielleicht anfangs nicht weit, aber irgendwann wird`s der Hund begreifen. Bei meinem klappt es mittlerweile schon im Ansatz ;o)



    Liebe Grüsse,
    Evil & Tigger

  • Wenn der Hundeführer nicht auf Tipps hört, wird sich nie etwas ändern.
    Wenn es mich nervt, dass mein Hund an der Leine zieht, dann muss ich die Leinenführigkeit üben.
    Wenn ihr auf einem Hundeplatz seid, müsste es doch einen Trainer geben der helfen kann, (verstehe ich nicht ganz)
    Hat er es schon mal mit clickern probiert, oder mit stehenbleiben, oder mit Richtungswechsel? Was hat er denn bis jetzt gemacht um die Zieherei zu unterbinden (ausser hinterherzulaufen)?

    Grüße von Chris

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Muss jetzt mal was erklären:


    Der Ausbildungswart auf diesem Hundeplatz bin ich. Kam dazu wie die Jungfrau zum Kind, aber es ist nunmal ein kleiner Verein, der sich weitab vom Leistungsdruck bewegen will, und unserem (wirklich super erfahrenen) Ausbildungswart war das irgendwann zu blöd, so dass er einfach hingeschmissen hat. Ich bin leider die einzige, die langjährige Erfahrung vorweisen kann.


    Ich hab selbst Border-Mischlinge, drei an der Zahl. Davon sind zwei als "gestörte" Hunde zu mir gekommen, und heute wirklich Vorzeigehunde (meistens jedenfalls).


    Mein Problem ist einfach, dass ich diesem Mann gerne helfen möchte, aber mittlerweile nicht mehr an ihn rankomme. Ich habe mit ihm ein Haltitraining gemacht, was sehr viel gebracht hat, aber er hat mittlerweile einfach nicht mehr die Ruhe, die er dafür braucht. Ich habe auch einen Legleader eingesetzt, aber das bringt nicht unbedingt viel. Ist ja im Prinzip nur ein Gegenzerren zum Hund.


    Ich hoffe einfach, dass mir jemand irgend einen Tipp geben kann, wie ich am besten an den Mann ran komme. Er ist wirklich mit den Nerven am Ende und ich befürchte, dass die Bindung zu seinen Hunden da extrem drunter leidet :-(

  • Ich habe nicht den Eindruck, dass es hier um Ratschläge für bzw. wohl eher gegen das Leinenziehen geht. Wobei ich da anmerken möchte, dass es sich nicht nach ausdauerndem Training, sondern eher nach "Rumprobieren" anhört...


    Aber ich möchte auf was ganz anderes hinaus: Wenn der Besitzer total entnervt ist und nicht die Ruhe und Geduld aufbringen kann (möchte?), die es nun mal erfordert, wenn man mit seinen Lebewesen zusammen etwas erarbeiten möchte, dann ist wohl ein Gespräch in eine ganz andere Richtung angesagt. Vielleicht hat sich der Freund einfach überschätzt und will sich nicht eingestehen, dass er mit der Situation nicht klar kommt. Also, dass nicht die Hunde das tatsächliche Problem sind, sondern er selbst. Wer will sich sowas schon gern eingestehen?!? Ist ja ganz menschlich.


    Ich hoffe, Du verstehst jetzt nicht falsch, was ich rüberbringen möchte. Es ist eben nur ein Gedankengang meinerseits :wink:


    Viele Grüße
    Corinna

  • @ Bobori,


    wenn du in eurem Verein die Ausbildung leitest, weißt du ja, dass es nicht damit getan ist ein- oder zweimal in der Woche auf dem Platz mit den Hunden zu arbeiten.
    Dein Kumpel muss das schon täglich mehrmals tun und zwar konsequent, sonst wird das nichts.
    Sorry, aber ich kann mir nicht vorstellen, das er das tut. Sonst hättet ihr schon ein Ergebnis gesehen.
    Ich stimme völlig mit Corinna überein, das nicht die Hunde das Problem sind, sondern Herrchen. Solange er seine Trainingshaltung nicht überdenkt, nicht zu einem konsequenten Üben bereit ist und sich nur im Selbstmitleid sonnt, kannst du dir den Mund fusselig reden.
    Ein Trainer kann nur Hilfestellung geben, ausbilden muss Herrchen schon selbst.


    Hunde werden nicht als Leinenzieher geboren, sie werden dazu erzogen.


    Sprich mal ein paar klare Worte mit deinem Bekannten.


    Ich wünsche dir Glück

    Grüße von Chris

  • Mal ne Frage, die hier noch nicht gefragt wurde. Schonmal abgeklärt, wie lange er die Hunde schon hat und ob er anderweitig schon Erfahrungen mit Hundeerziehung hat?


    Du solltest dich vielleicht mal mit ihm einen Nachmittag hinsetzen und von Grund auf alles klären, was das Zusammenleben mit seinen Hunden betrifft. Dann ist es viel einfach auf dieses Problem einzugehen. Du solltest wirklich zusehen alles über diese Hunde zu erfahren, was es zu Wissen gibt, das ist das A und O in der Therapie. Kläre ab, wie oft er mit diesen doch sehr lauffreudigen und Arbeitswütigen Hunden rausgeht, wie er sie geistig beschäftigt, wie er zu Hause mit ihnen umgeht, da ist ein besuch generell ratsam, und wie die sonstigen Lebensumstände der Hunde aussehen. Versuche wirklich alles über die beiden rauszufinden und biete deinem Kumpel an, die beiden mehrere Tage bei ihm beobachten zu dürfen. Wenn du viel über das Verhalten von Hunden weißt, wirst du da viel erfahren können.


    Das wichtigste ist allerdings, das der halter der beiden merkt, das nichts ohne Geduld und Ruihe geht. Biete ihm eine enge , und zwar wirklich enge, Zusammenarbeit mit dir an. Das gibt vielen entnervten und gestressten Hundehaltern viel Sicherheit. Arbeite regelmäßig mit ihm zusammen und stelle nur für die beiden einen Plan auf, wie man das problem beheben kann. Wichtig dabei ist, das mit den Hunden getrennt gearbeitet wird. Anhand der Analyse aus deinen Besuchen kannst du überlegen, ob es sinnvoll wäre auf handfütterung umzustellen. Und vor allem, seih für ihn da, wenn er Hilfe braucht. Motiviere ihn richtig mitzumachen und mit Freude dabei zu sein, denn das übertägt sich auch auf die Hunde. Und versuche vor allem nicht viele Methoden durchzuprobieren, sondern beschränke dich auf eine Sache, mit der ihr dann konsequent am ball bleiben solltet, und das Schritt für Schritt.

  • Ich kann mich nur anschließen: kläre die genannten Dinge erstmal mit dem Hundehalter ab!
    Außerdem hört es sich für mich so an, als ob es da null Orientierung auf den HF gibt...wie ist das in der Unterordnung mit den beiden? Lassen sie sich sonst gut abrufen oder machen sie was sie wollen? Sind sie ohne Leine ruhiger und bei Übungen auf den HF fixiert?


    Wenn nicht (was ich mal annehme) müßtet ihr wahrscheinlich erstmal ganz von vorne anfangen, Orietierungslaufen (HF geht voraus, Hund an der Leine hinterher, sobald der HF im Augenwinkel sieht, daß der Hund auf gleiche Höhe kommt: Richtungswechsel), Unterbrechungssignal (tu nicht daß sondern ..., Alternative zum Verhalten bieten), etc.


    Ist halt immer schwer, so eine Situation ohne Bild richtig einzuordnen, mit dem Orientierungslaufen kannst Du aber zumindest nichts kaputt machen. Die Übung ist auch für Hunde die perfekt an der Leine laufen immer wieder mal toll.

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