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Statement Auslands.-Tierschutzhunde!!!

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    Hallo Miteinander :hallo:


    nach einigem stöbern in Eurem, gut gemachten, Forum ist mir aufgefallen, daß öfter Anfragen zu Streunern, Auslandshunden etc. gestellt werden.


    Grundsätzlich muß man bei einem Hund, der aus dem Süden, einem deutschen Tierheim oder wo immer herkommt, damit rechnen, daß er ca. 6 Wochen benötigt bis er hier, sprich im neuen Heim, auch wirklich ankommt. Vergleichbar ist das mit einem Jetlag bei uns Menschen. Grundsätzlich neue Lebensbedingungen, evtl. Klimaveränderungen usw. können sich mental, körperlich und psychisch auf den Hund und somit sein Verhalten auswirken.
    Als sogenannte "Verhaltensstörungen" (in"" weil abweichend von seinem normalen Verhalten) können da auftreten:


    1. Unsicherheiten
    2. Ängstlichkeit bis hin zu Panikattacken
    3. Stubenunreinheit, auch wenn er es vorher war
    4. Aggression gegen Menschen und Tiere
    5. Freßunlust / Futterneid
    6. Magen.-Darmkrankheiten
    7.neurotisches Lecken und Beißen am eigenen Körper oder an Fremdgegenständen
    8. übermäßiges Bellen
    9. extremstes Leinenziehen


    Es kann auch sein, daß Ihr Hund sein komplettes bisheriges Leben in einem Zwinger verbracht hat und in keinster Weise sozialisiert wurde und oder einfach NICHTS kennen lernen konnte.


    Nach der Eingewöhnungszeit können weitere "Probleme" (in "" weil, es gibt keine Probleme nur LÖSUNGEN :) ) auftreten


    - Zum Beispiel kann es Ihnen passieren, daß Ihr Hund absolut keine Ahnung hat was eine Bindung und Vertrauen zum Menschen bedeutet, weil er es nie erfahren hat.
    Denken Sie an Kaspar Hauser, er hat sein Leben lang in einem Keller gelebt, getrennt von der Gesellschaft und versuchen sie ihn zu einem Bankett mitzunehmen. Der arme Hund würde sterben vor Angst.
    Auch 6 Wochen sind kein angemessener Zeitraum, damit ein Hund Vertrauen aufbaut und sich eng an Sie bindet.


    - Oder nachdem es in den ersten Wochen super geklappt hat und sie ihn unangeleint laufen lassen konnten entwickelt ihr Hund plötzlich Jagdtrieb. Er fühlt sich nun sicherer und geht seinen Gelüsten nach.


    - Oder ein lieber Hund wird plötzlich extrem ängstlich oder aggressiv. Gegen Sie selber, andere Menschen, Kinder, Artgenossen...


    - Mittelmeerkrankheiten können auch erst nach Jahren ausbrechen, obwohl sie vorher negativ getestet wurden.


    Es kann auch passieren, daß einige der o.a. Problematiken erst nach einer gewissen Weile auftreten, sogar erst nach 1 - 2 Jahren ! In welchem Zeitraum Ihr Hund destruktive Verhaltensweisen entwickelt hängt vornehmlich mit seinem Sicherheitsgefühl zusammen. Je unsicherer / je sicherer er sich fühlt desto mehr Allüren können auftreten.
    Nun könnte man, zynisch betrachtet, sagen: Nun dann vermittle ich meinem Hund erst gar kein Sicherheitsgefühl.Kluge Lösung! Am besten suchen Sie sich dazu einen Hundetrainer, oder Sie machen es alleine, und arbeiten mit konventionellen Methoden.


    - Würge.-oder Stachelhalsband (die Stacheln innen), Sprühhalsbänder, Teletakt
    - Harter Leinenruck
    - Alphawurf, wenn der Hund nicht hört
    - Schnauzgriff bei jeder Gelegenheit um Ihre dominante Stellung zu beweisen
    - lautes Schreien und Brüllen
    - mit Gegenständen hinter dem Hund herwerfen
    - den Hund von allem abgrenzen bei Futterneid, Angst o.ä.


    Herzlichen Glückwunsch!!! Sie werden einen Hund haben, welcher NIE echtes Vertrauen entwickelt und rein aus Furcht vor Sanktionen auf Sie hört!


    Anders geht es mit Geduld, Liebe und dem UNBEDINGTEM Willen sich auf den Hund und die Situation einzulassen!!! Dann werden Sie, es kann LANGE! dauern, eine Verbindung mit Ihrem Hund erreichen welche exakt den positiven Beschreibungen über Auslandshunde, Streuner usw. entspricht!


    Bedenken Sie bitte, daß Hunde aus dem Tierheim im In.- oder Ausland oft schlechte Erfahrungen mit Menschen, Artgenossen, Straßenverkehr o.ä. gemacht haben.
    Sie brauchen weitaus mehr Zeit, Liebe und Geduld um diesem Tier zu zeigen wie schön das Leben sein kann.
    Geben Sie Ihrem Hund soviel Sicherheit und strahlen Sie ihm gegenüber soviel Souveränität aus wie es nur irgendwie möglich ist!!!! Auch wenn Ihr Hund zu der aggressiven Sorte gehört. Denken Sie mal darüber nach ob Ihr Hund wirklich aus "Dominanz" aggressiv reagiert oder nicht eher aus Furcht. "Angriff ist die beste Verteidigung"
    Ein ranghoher Hund reagiert normalerweise nicht aggressiv, sondern souverän, schlichtend, führend! Jemand der Angst hat auch noch zu ducken ist schlicht gemein! Grenzen setzten ist etwas anderes!


    Wenn Sie einen Tierschutzhund adoptieren achten Sie bitte auch auf SERIÖSE Vereine!!!
    Wie ist die Aufklärung über Krankheiten, Impfungen, Chip, Kastration, Charakter / Wesen des Hundes, die Vor.- bzw. Nachkontrollen bei Ihnen und bei Problemen auch die Betreuung?
    Vieles kann man auf den Homepages des jeweiligen Vereins nachlesen. Ob die Realität dem entspricht....? Nehmen Sie über den Verein (wenn dieser dies ablehnt - ab in die Tonne) Kontakt auf zu Leuten, welche schon einen Hund durch diesen Verein bekommen haben und sammeln Sie deren Erfahrungswerte.


    Lassen Sie ihren Hund aus dem Süden frühestens 6 - 8 Wochen nach der Einreise auf Reisekrankheiten testen und dies bitte bei einem Tierarzt, der Erfahrung damit hat! Adresse gibts beim Verein oder beim Ärzteregister. Danach alle 12 - 18 Monate neu testen.


    Wenn Sie keine oder wenig Erfahrung mit Hunden haben suchen Sie sich UNBEDINGT einen guten Trainer! Schauen Sie mehrere Hundeschulen an (ohne Hund) und beobachten Sie die anwesenden Menschen und Hunde. Sprechen Sie den Trainer auf "Hund aus Tötungsstation" oder "aggressiver Hund" an und achten Sie auf die Reaktion. So können Sie zumindest Grundkriterien selektieren. Nimmt man Sie und den evtl. Problemfall ernst? Wirken anwesende Menschen und Tiere entspannt und fröhlich?


    Machen Sie sich schlau über Positiv-Konditionierung, Clickern, Calming Signals, Hundesprache, Hundespiele, Homöophatie. Es gibt heutzutage SO VIELE Möglichkeiten!


    Ein Hund vom Tierschutz KANN, muß nicht!, eine echte Aufgabe sein! Wer diese meistert wird einen Reichtum durch die Liebe und Treue dieses Hundes erleben.....!
    Wer diese nicht meistern kann, weil er weder die Nerven noch die Geduld, Zeit oder Liebe für einen Hund übrig hat.....sollte diesen Hund besser in seiner Pererra lassen anstatt ihn hier wieder ins Tierheim zu bringen.



    So :) das wars erstmal :wink:


    Für Fragen und Antworten gerne auch andrea.willms@allianz.de


    Liebe Grüße
    Andrea, Indiana und Athos

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  • Hallo Andrea,


    schönes Statement.


    Mein Ansatz:


    In deutschen Tierheimen sitzen viele deutsche Hunde - die dringend ein neues Zuhause brauchen. Da sehe ich keine Notwenigkeit aus anderen Mittelmeerländern Hunde in unsere Wohnungen und unser Klima zu holen.


    Ich persönlich wäre sogar für eine Quote 80 % deutsche Hunde und 20 % importierte.


    Natürlich weiß ich das es den Hunden im Mittelmeerraum nicht besonders gut geht und das jedes Leben welches gerettet wird, ein kleiner Erfolg ist.
    Aber es lößt sicher nicht das allgemeine Problem z.B. Mallorca und führt vielleicht bei dem ein oder anderen auch zu dem Standpunkt - die Deutschen kümmern sich schon - warum meinen Hund kastieren lassen.


    Lena

  • hallo lena


    also ich habe einen hund aus mallorca-ich habe mich lange zuvor mit der frage beschäftigt ob es ein hund aus deutschland oder dem ausland sein soll. dank des internets konnte ich mich recht gut informieren-ich bin selbst pate von zwei deutschen tierheimhunden (die nicht mehr vermittelbar sind)... trotzdem habe ich mich für einen eigenen hund aus einer auffangstation in mallorca entschieden.
    wenn du dir die dortigen zustände anschaust finde ich fällt einem die wahl etwas leichter. in deutschland gibt es wenigstens noch ein gesetz gegen tiermissbrauch...in spanien etc. können tiere auf brutalste weise umgebracht werden (drahtschlingen, verbrennen, ertränken, verdursten, etc. -gehört dort oft zum alltag-) ohne, dass den tätern rechtlich ein haar gekrümmt werden kann!da es in diesen ländern noch dazu keine staatlichen tierheime sondern nur perreras gibt sind die tiere auch auf diese auffangstationen angewiesen.
    schließlich muß jeder selbst entscheiden ob er einen hund vom züchter oder von einem tierheim möchte.


    ich würde es jedenfalls wieder tun-und habe es keinen tag bereut.


    grüße
    christina & carlos

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  • Lena schrieb:
    In deutschen Tierheimen sitzen viele deutsche Hunde - die dringend ein neues Zuhause brauchen. Da sehe ich keine Notwenigkeit aus anderen Mittelmeerländern Hunde in unsere Wohnungen und unser Klima zu holen.


    Ich persönlich wäre sogar für eine Quote 80 % deutsche Hunde und 20 % importierte.

    Dazu meine Meinung:
    Klar, jeder hier darf die wildesten Mischungen zusammenzüchten, die dann im TH landen. DAS sollte verboten werden. Seriöse, zugelassene Züchter, die die Eigenschaften der einzelnen Rassen erhalten. Ich glaube, dann wären die TH auch nicht überfüllt. Ich muß das doch nicht auffangen, indem ich gezwungen bin einen Hund aus Deutschland zu nehmen. Tut mir leid, mein Tierschutzdenken hört nicht an der deutschen Grenze auf!!!


    @ indianajones: Viele von den beschriebenen Dingen können Dir genauso bei einem deutschen Hund aus dem TH passieren (schlechte Erfahrungen, plötzliches Jagen, Stubenunreinheit...). Ich habe in 8 Jahen Tierschutzarbeit für Spanien noch nicht einen der von Dir geschilderten Extremfälle erlebt (die es bei ausländischen Hunden mit Sicherheit genauso gibt, wie bei deutschen). Daß ein Hund dann plötzlich mit dem Jagen anfängt, kann Dir genauso bei einer deutschen Promenadenmischung passieren.


    Ich denke es gilt sowohl für deutsche-, als auch für ausländische Tierschutzorganisationen, daß man an seriöse Einrichtungen geraten muß!!!
    In diesem Forum bewegen sich etliche Leute mit Hunden aus dem Ausland!!!
    Bitte jetzt keine Panikmache vor den Straßenhunden!!!! :freude:


    LG, Emma-Luna

  • Hmm - ich verstehe jetzt das Posting nicht so wirklich? Was soll damit jetzt besagt werden?


    Fast all die genannten Probleme können bei einem "normalen" Tierschutzhund doch genauso auftreten. Die Mittelmeerkrankheiten nehme ich jetzt mal als einzige Ausnahme. Sicher sind hier in Deutschland die Mißstände nicht so sehr an der Tagesordnung, aber nichts desto trotz sitzen in den deutschen Tierheimen genug deutsche Hunde, die genau dieselben Probleme haben!


    Mein Hund kommt ebenfalls aus dem Ausland - nicht aus dem Süden, aber aus einem Land, in dem die Mißstände ebenso sind wie in den südlichen Ländern, nur daß es noch nicht so eine breite Lobby entwickelt hat. Mein Hund saß dort ebenfalls in einer Tötungsstation, Prägung? - keine Ahnung, bzw. keine gute. Die erste Zeit war sicher nicht ganz einfach, heute allerdings ist sie ein Traumhund (wir feiern bald unseren 2. Jahrestag). Ich selbst merke ihr ihr "Schicksal" nichtmehr an. Einzig neulich wurden wir noch einmal daran erinnert, was mich sehr verwundert hat. Als ich sie nach der OP in der Klinik abholte, fragte mich die Helferin, ob Face immer so sehr skeptisch Fremden gegenüber sei, sie habe sich in die letzte Ecke verkrochen und sich auf Krampf nicht anfassen lassen wollen (sie hat nicht gedroht und nicht geschnappt oder so, sie wollte nur weg und hatte Angst) - so kenne ich Face gar nicht, da wurden wohl Erinnerungen in ihr wach und für einen Moment war ich etwas erschrocken, daß da Erinnerungen noch nach so langer Zeit wieder hochkommen.


    Wie ich insgesamt zu "Auslandstierschutz" stehe, weiß ich selbst nicht so genau. Für mich stand immer fest "kein Hund aus dem Ausland, hier gibts genügend Hunde" und dann war doch der Tag da, an dem ich mich einfach in Face verguckt habe. Es ist schwer für mich, da einen festen Standpunkt zu finden...


    Dennoch sind für mich Auslandshunde auch nur Hunde. Und jeder, der sich für einen Hund entscheidet, sollte alle diese Sachen, die im Eingangsposting genannt wurden, berücksichtigen. Denn all dies kann mit jedem anderen Hund auch passieren!

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • @ Pebbles


    Kann Deinen (wackeligen) Standpunkt nachvollziehen, ging mir genau so:
    Hatte mir, als ich vor ca. sechs Monaten vornahm einen Hund anzuschaffen, vorgenommen "Der kommt aus einem Tierheim in der Nähe, hier gibts genug, die es nicht gut getroffen haben".
    Nachdem ich dann diverse HPs durchgesehen hatte, Infos über Kosten, Pflege, Haltebedingungen, etc. eingeholt hatte und mir auch drei Tierheime angeguckt hatte, bin ich dann doch bei den Tierschutzorgas gelandet, die sich um Hunde aus Südeuropa kümmern, einfach weil für mich spätestens bei der Frage der Kosten (Steuern!!!) sicher war, dass es kein Listenhund werden würde, die aber den Großteil der Belegung in den deutschen Tierheimen ausmachen. Gelandet bin ich dann bei meiner Tessa. Sie hab ich zwar vom örtlichen Veterinäramt, das sie im TH untergebracht hatte, ursprünglich kommt sie aber aus der Türkei, wo sie von einer unseriösen Tierschutzgruppe eingefangen und nach Deutschland gebracht wurde, das Vet.-Amt hat dann dort eingegriffen und viele Hunde hier in die Umgebung vermittelt. Bei Tez und mir war es dann auch Liebe auf den ersten Blick, wie bei Deinem Face..... seitdem bin ichdann doch pro Hunde aus dem Ausland, weil ohne diese Orgas hät ich meine Süße jetzt nicht....


    Liebe Grüße,
    Iris

  • Hallo Emma-Luna,


    du hast Recht - natürlich darf jeder in Deutschland einfach züchten und die Hunde dann im TH abgegeben - gar keine Frage - dieses Problem gibt es.


    Aber mein Standpunkt ist einfach - erst mal schauen welche Missstände wir hier haben und diesen Tieren ein zuhause geben und wenn das klappt, dann können wir uns gerne auch noch um andere kümmern.


    Nix gegen die Urlauber die sich in einen Hund verlieben und ihn dann mit nach Deutschland nehmen.


    Leider kenne ich TH die einen regen Handel mit Mittelmeer-Hunden betreiben, während die eigenen Hunde (ältere Tiere, Listenhunde) in ihren Zwingern versauern - da würde ich mir wünschen das die Energie eher für diese Tiere eingesetzt wird.


    Ich kann andererseits auch die TH verstehen. Gerade die kleinen Mittelmeerhunde die teilweise auch nur auf Bestellung einflogen werden, machen kaum Arbeit und erzielen einen großen Ertrag.


    Einen alten Schäferhund bekommt man in vielen TH's fast umsonst und für das süße MM-Welpen können locker 200 € verlangt werden.


    So tragen wahrscheinlich die MM-Hunde die Kosten alten Dauergäste.


    Lena
    nur meine Meinung

  • Hallo,
    ich sehe das mit den Hunden aus dem Ausland auch relativ kritisch. Wie schon mehrfach erwähnt habe ich ja auch eine Hündin aus Spanien, die aufgrund fehlender bzw. unzureichender Prägung in der Welpenzeit bis heute (ich habe sie jetzt fast 2 Jahre) riesengroße Probleme mit der unbelebten Umwelt hat. Ich liebe diesen Hund über alles und würde sie nie mehr hergeben, aber hätte ich vorher gewußt was auf mich zukommt hätte ich sie mit Sicherheit nicht genommen! Natürlich hätte mir dasselbe auch mit einem unzureichend geprägten deutschen Hund passieren können, aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach viel geringer!
    Gehe ich z.B. durch unserer hiesiges Tierheim braucht mir niemand sagen welche Hunde aus dem Süden kommen, man merkt es den meisten sofort an. Sie sind unsicher, oft sehr unterwürfig und lassen sich teilweise gar nicht anfassen. Schaue ich im Fernsehen eine der zahlreichen Tiervermittlungssendungen ist es das Gleiche. Zu 99 % sind die Hunde, die mehr ins Studio hineingetragen werden als das sie freiwillig gehen aus dem südlichen Ausland. Wobei ich natürlich nicht abstreiten will, dass es auch gut geprägte, selbstbewußte Hunde aus dem Süden gibt - aber nur äußerst selten! Ebenso wenig will ich abstreiten, dass auch aus einem anfangs schüchternen Häufchen Elend ein toller Hund werden kann - aber der Aufwand ist natürlich riesengroß, oft bleiben einige Ängste und Unsicherheiten zurück und im Allgemeinen sind "nachgeprägte" Hunde in Stresssituationen nie so belastbar wie Hunde, die optimal sozialisiert wurden.
    Des weiteren frage ich mich ob man den Hunden damit immer einen Gefallen tut. So halte ich es für äußerst fragwürdig wirklichen Straßenhunde die ein "freies" Leben gewöhnt waren (ich weiß auch, dass sind nicht alle Hunde die aus dem südlichen Ausland importiert werden, aber trotzdem ein großer Anteil!) ein Leben in einer X-beliebigen deutschen Großstadt mit drei Gassigängen am Tag und 5-6 (oder mehr) Stunden Alleinsein zuzumuten.
    Ein weitees Problem, auf das ich nur ganz kurz hinweisen möchte sind die sogenannten Mittelmeerkrankheiten, die vor dem "Boom" der südlichen Hunde in unseren Tierheimen in Deutschland praktisch unbekannt waren.
    Natürlich sind die Umstände unter denen viele Hunde bspw. in Spanien leben für uns "kultivierte" Mitteleuropäer schwer zu ertragen, aber ich bezweifle ganz stark, dass es wirklich zu einem Umdenken in der jeweiligen Bevölkerung kommt wenn die Deutschen sich in entsprechenden Ländern als "die großen Tierschützer" aufspielen und massenhaft Hunde mit nach Deutschland nehmen. Meiner Meinung nach wäre das Geld, dass für die massenhaften Transporte der Tiere nach Deutschland benötigt wird weit besser in Aufklärungsarbeit der Bevölkerung und Kastrationsaktionen angelegt. Damit kann man vielleicht nicht jedes einzelne Leben retten (was wir sowieso nicht können, egal wie viele Hunde wir nach Deutschland bringen, es ist immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein!!!) aber vielleicht den Grundstein für ein etwas tierwürdigeres Leben IN DEN URSPRUNGSLÄNDERN!!! legen.
    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • Danke, Sleipnir - das waren die Worte die mir fehten - jedem seine Meinung - aber wenn man vieleicht ohne "Rosarote"Brille schaut, wird es einem bewußt.


    Ähnlich ght es vielen Menschen die Asien besuchen und keline Kinder fast ohne Kleidung auf dem nackten Boden schlafen - wir können nicht jedes Kind adoptieren und alle Kinder werden auch dort seit Jahrzenten groß.
    Auch dort ist es wichtiger in die Aufklärung der Menschen zu investieren -
    auch wenn ich jedem sein Adoptivkind gönnen - aber es sollten Einzelfälle bleiben.


    Vielleicht jetzt ein etwas gewagtes Beispiel - aber beim längeren Nachdenken, doch irgendwie ähnlich.



    Lena
    (ich bin jetzt zwei Tage unterwegs und habe keinen Rechner -
    bin gespannt auf eure Meinung)

  • Sorry, ich kann die Statements über spanische Tierheimhunde nicht so ganz nachvollziehen. Da ist sehr viel Schwarzmalerei im Spiel.
    Nur, weil ein paar schwarze Schafe mit Hunden aus dem Süden Kohle machen wollen, kann man nicht alle Tierschützer über einen Kamm scheren.


    Ich maße mir mal an, dass ich da ein paar Vergleiche ziehen kann, da ich 10 Jahre in einem deutschen Tierheim engagiert war, einen spanischen Mischling habe und auch die Vermittlung von deutschen UND spanischen Tierheimhunden kontrolliert habe. Außerdem habe ich die Verhältnisse vor Ort in Spanien schon mal ansehen dürfen.


    Zu dem Eingangsposting:
    So extreme Probleme habe ich so gut wie nie bei Spaniern erlebt. Ein einziger Hund war wirklich problematisch, da er zusammen mit dem Husky der Familie wilderte.
    Viele waren anfangs sehr schüchtern und unterwürfig. So ziemlich alle haben sich aber nach spätestens einem Jahr sehr gut eingelebt. Die Besitzer haben immer wieder das sanfte Wesen und die Verträglichkeit mit anderen Hunden gelobt. Größtes Problem war anfangs bei vielen Hunden Angst vor Männern.


    In deutschen Tierheimen sitzen bis zu 50% Listenhunde, die niemand haben will. Der Rest sind meist sehr große, alte oder schwierige Hunde. Der Durchschnittshundehalter sucht allerdings meist einen nicht zu alten, mittelgroßen und nicht agressiven Hund. Findet man den im Tierheim nicht kauft man einen Rassehund.


    In südlichen Tierheimen sitzen massenhaft Welpen, junge hübsche gesunde und freundliche Hunde.
    Ich war im Tierheim auf Lanzarote. Man konnte problemlos in die Ausläufe voller Hunde, ohne Angst um Leib und Leben haben zu müssen. Die Tiere waren so freundlich, dass es einem das Herz brach, dass man nicht alle mitnehmen konnte.
    Es stimmt zumindest bei Sara Lanzarote nicht, dass alles Geld für Transportaktionen "verpulvert" wird. Zuerst einmal läuft viel Aufklärung und Kastrationskampagnen. Wo es möglich ist bleiben wirkliche Strassenhunde nach der Kastration in ihren angestammten Revieren.
    Mittlerweile holen auch Spanier Hunde aus dem Tierheim.


    Die Flüge kosten den Tierschutz normalerweise nichts, sondern werden von einigen Fluglinien gesponsert.


    Informiert Euch bitte etwas besser, bevor ihr solche Pauschalstatements abgebt.

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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